Die Weine von rebstoff sind tiefgründig, charaktervoll und eigenständig. Die beiden Terrassenweinberge liegen im Cannstatter Zuckerle und in Mühlhausen. Der Boden ist der Ursprung, die Hände sind das Werkzeug.
Im Anfang war die Neugier. Im Jahr 2013 wollte Dr. Wolfgang Gerner wissen wie man Wein anbaut. Begann ein Praktikum und stolperte über einen heruntergekommenen Mauernweinberg im Cannstatter Zuckerle. Ein Jahr später waren die Terrassen mit Merlot und Cabernet Franc bestockt, aus denen der roten rebstoff gemacht wird. Ein cool climate Bordeaux blend mit präziser Frucht und moderatem Alkoholgehalt. In kostbaren französischen Barriques ausgebaut, wunderbar!
Einige Jahre später kam noch eine Fläche in Mühlhausen dazu, die teilweise mit Cabernet Fanc neu bepflanzt wurde. In den kommenden Jahren sollen weitere Terrassen dazu kommen. Bis dahin wird ein herrlich frischer Rosé aus den 35 Jahre alten Trollinger-Reben gekeltert, die dort vor langer vor Zeit gelegt wurden.
Steillage in Mühlhausen. Foto Dr. Wolfgang Gerner
Die Reben wachsen auf den schmalen Ebenen zwischen trocken gesetzten Mauern, sogenannten Terrassen. Die Pflege der Pflanzen erfolgt von Hand, nachhaltig und ohne Herbizide zu verwenden. Im Weinberg im Cannstatter Zuckerle stehen die Reben aus denen der rote rebstoff gekeltert wird: Merlot und Cabernet Franc, 2013 und 2014 gepflanzt. In Stuttgart-Mühlhausen, unmittelbar am Neckar auf Höhe des Max-Eyth-Sees, wachsen die Trollinger, 35 Jahre alt und reife Persönlichkeiten. Dazu wurden vor einigen Jahren noch rund 200 Cabernet Franc gepflanzt, die seit dem Jahr 2021 einen soliden Anteil an der roten Cuvée beisteuern. Unmittelbar nach der Lese werden die Trauben in Stetten im Remstal von Jochen Beurer weiterverarbeitet: Er überwacht die Maischegärung und baut den Wein von rebstoff aus.
Cool climate Bordeaux blend. Foto Dr. Wolfgang Gerner
Rosé brut. Foto Dr. Wolfgang Gerner
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart
Lange Weinausbautradition an den malerischen Hängen des Michaelsbergs
von Kai Wunner
In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts gründete Hermann Storzder Großvater der Brüder Reiner und Lothar Storz, die die Privatkellerei heute besitzen, seinen Betrieb, der schon damals damals ein absoluter Qualitätsfanatiker war, der sich jeglichen Konventionen entzog.Die Lage des Weinguts am Fuße des Michaelsbergs bei Cleebronn gehört zur Weinregion Württemberg Unterland.
In den sechziger Jahren wurde das Weingut ( damals ca. 2 ha ) von seinem Sohn Reinhold Storz und seiner Ehefrau Mina übernommen und durch zielstrebigen Zukauf und mit unermüdlicher Arbeit um das Vielfache vergrößert.
Auf rund 75 ha Ertragsfläche werden aktuell Trauben zu Wein ausgebaut und ausschließlich Erzeugerabfüllungen angeboten. Über 70 % Rotweinsorten mit dem Schwerpunkt auf Trollinger und Lemberger, Muskattrollinger oder dem beliebte Samtrot bilden den Schwerpunkt des Sortiments. Bei den weißen Weine spielen seit einiger Zeit der Chardonnay oder der Sauvignon blanc eine immer wichtigere Rolle.
Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln
Andre und Christian ist nun schon die nächste Generation im Betrieb tätig. Sie legen Wert auf auf eine äußerst qualitätsorientierte Produktion, was sich in Erfolgen in zahlreichen nationalen und internationalen Prämierungen zeigt. Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln, sondern die Wünsche und der Geschmack der Kunden, sowie das Bewußtsein, der langen Weinausbautradition in der Familie, zu folgen. Dieses zu erhalten und zu fördern, ist die Leitlinie der Familie Storz sowohl bei der Arbeit im Weinberg als auch beim Ausbau der Weine im Keller.
Das Weingut ist eine Herzensangelegenheit der ganzen Familie. Alle bringen sich ein, das zeigt sich in unserer Steckenpferd-Kollektion. Hier werden spannende individuelle Vorstellungen Einzelner aus dem Betrieb zu außergewöhnlichen Weinen gemacht –eben ihr Steckenpferd verwirklicht.
Lena Storz
Die Familie Storz legt nach wie vor großen Wert auf einen traditionellen Weinausbau. Mit den weitgereisten Urenkeln Jan-Andre und Christian ist nun schon die nächste Generation im Betrieb tätig. Sie legen Wert auf auf eine äußerst qualitätsorientierte Produktion, was sich in Erfolgen in zahlreichen nationalen und internationalen Prämierungen zeigt. Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln, sondern die Wünsche und der Geschmack der Kunden, sowie das Bewußtsein, der langen Weinausbautradition in der Familie, zu folgen. Dieses zu erhalten und zu fördern, ist die Leitlinie der Familie Storz sowohl bei der Arbeit im Weinberg als auch beim Ausbau der Weine im Keller.
Große Weine brauchen Zeit – Zeit die wir ihnen gerne geben!
von Aaron Schwegler
Ende März haben wir die neuen Jahrgänge unserer Cuvées und Einzellagenweine abgefüllt und freuen uns, euch diese ab sofort vorstellen zu dürfen. Ab dem 1. Mai ist die komplette neue Kollektion von den 2018ern Rotweincuvées, sowie den Reserveweinen aus 2019 und 2020 bei uns erhältlich.
Den letzten Schritt der Weinbereitung stellt immer die Abfüllung dar. Alle unsere großen Cuvées und Reserveweine werden ohne jegliche Filtration auf die Flasche gefüllt. Da wir nur mit gesundem Lesegut und lebendigen Weinbergsböden arbeiten, füllen wir zudem alle Weine grundsätzlich immer ohne jegliche Schönungen ab.
Vielversprechende Grande Cuvées BERYLL, SAPHIR und GRANAT
Aus dem Jahrgang 2018 entstammen die Grande Cuvées BERYLL, SAPHIR und GRANAT. Sie erzählen in ihrer immensen Dichte und Kraft vom Ausnahmesommer 2018, wobei alle Weine gleichzeitig eine beeindruckende Eleganz und Trinkigkeit innehaben, die sie bereits jetzt als junge Weine zu perfekten Begleitern für Grillabende im kommenden Sommer machen.
Die beiden Reserven, Pinot Noir und Lemberger, erzählen glasklar die Geschichte aus 2019. Beide Weine zeigen geradezu verschwenderisch die fleischige und fokussierte Art eines kühleren Jahrgangs, der jedoch insgesamt sehr ausgewogen im Weinberg war. Zwei charakterstarke Vertreter ihrer Art!
Nach 18 Monaten Reifung auf der vollen Hefe präsentieren sich die Reserven von Chardonnay und Riesling mit einer beeindruckenden inneren Ruhe und gleichzeitig einer zupackenden Spannung. Für uns ist der 2020er Chardonnay der bisher am meisten in sich ruhende Vertreter seit der Premiere im Jahrgang 2016. Der Riesling Reserve ist in unseren Augen der stärkste bisher je gefüllte Riesling aus unserem Haus.
Sekt Grande Cuvée 5 Jahre in der Flasche gereift
Über 18 Monate Hefelager kann unserer neuester Zugang im Portfolio jedoch nur schmunzeln. Unsere Grande Cuvée. Der Sekt, bestehend aus 85% Pinot Meunier und 15% Chardonnay, durfte mehr als 5 Jahre in der Flasche reifen, bevor wir ihn im Februar diesen Jahres degorgiert haben. Wir lieben Sekt, gerne als Aperitif – viel lieber jedoch als Speisebegleiter und Getränk für einen ganzen Abend. Dieser Vorstellung folgend wollten wir Sekte machen, die unaufdringlich, finessenreich und elegant ein ganzes Essen zum Festmahl und den Abend zur Feier machen.
Wir machen Weine im Einklang mit der Natur, auch wenn die Natur nicht immer unseren Plänen folgt. Bei den Reserveweinen mussten wir in 2019 und 2020 teilweise empfindliche Einbußen durch Frost und Hagel erleben. Daher sind diese Weine leider nur sehr limitiert verfügbar.
Ein weiterer Blick in die „zweite Reihe“ im Remstal
von Martin Rieg, (Albert Weinstein)
Die zweite Reihe? Klar, das klingt zunächst nicht schmeichelhaft. Ein genauerer Blick auf eine Handvoll sehr interessanter Betriebe im Remstal und in Stuttgart lohnt aber mehr denn je.
Zunächst wieder die Begriffsklärung. Wer oder was ist eigentlich die „zweite Reihe“? Sagen wir so: Winzer und Wengerter in der „zweiten Reihe“, haben zwar durchaus lokale Bekanntheit und Wertschätzung erlangt und sind auch bei Weinführern wie Eichelmann und Co. gelistet, Sie zählen dort aber (noch) nicht zu den Spitzenbetrieben.
Kurz vor dem Sprung an die Spitze befindet sich das Weingut Siegloch. Kürzlich wurde der Betrieb von Marcus Hofschuster in dessen renommierten Weinblog „WeinPlus.de“ als „Entdeckung des Jahres 2021“ geadelt. Durchaus zurecht, wie ich finde! Grund genug das WineSTR-Partnerweingut nach dem Vorstellungsbeitrag nochmals unter die Lupe zu nehmen und einige Weine mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis vorzustellen.
„Wir haben erstmal alles umgekrempelt“, beschreibt David Siegloch die Situation als er und sein Bruder Markus 2013 das elterliche Weingut übernommen haben. Das galt nicht nur für den Namen als aus dem sperrigen Siegloch-Klöpfer einfach nur Siegloch wurde. Schwerer als die Namensänderung war dann der konsequente Weg, den die Brüder beschritten, um ihre Vorstellungen vom Weinbau umzusetzen. Ihr Leitspruch dabei: „Wein von hier und Wein wie wir“ ist dabei mehr als Betriebs-Philosophie denn als bloßer Werbeslogan zu verstehen.
Aus den Weinbergen und ihren Eigenheiten das Maximale herausholen und dabei die jeweiligen Voraussetzungen optimal in die Weine integrieren. Bei den Sieglochs sind diese Vorrausetzungen sehr unterschiedlich gelagert. Zum Weingut gehören kühle Lagen in Winnenden, die zu den höchsten Weinbergen Deutschlands gehören, auch Weinberge direkt am Neckar im „Cannstatter Zuckerle“. Die steilen Parzellen am Neckar verfügen über maximale Sonneneinstrahlung und ein fast mediterranes Kleinklima. Die Höhenlagen in Breuningsweiler sind dagegen im klassischen Sinn „Cool Climate-Lagen“. Beides erfordert eine völlig andere Herangehensweise in der Weinbergsarbeit und schlägt sich auch im Rebenspiegel nieder. In Cannstatt mußten die Trollinger-Reben längst wärmeliebenden Sorten wie Syrah und Cabernet Franc weichen. In In den Breuningsweiler Höhenlagen wachsen Riesling, Weissburgunder und Sauvignon Blanc. Diese weißen Sorten bringen frische und elegante Weine hervor und mögen es eher kühler, Ausserdem wachsen hier auch noch tief verwurzelte, alte Trollinger-Reben die – stark ertragsreduziert – aus der Sorte das Beste herausholen.
Zunehmend cool: Wein ausHöhenlagenWinnender Lagen im Haselstein
Die meisten Weine der Sieglochs sind unfiltriert und ignorieren spontan vergoren gewohnte Geschmackserwartungen. Der aufmerksame Genießer wird mitunter ungläubig staunen, welche Rebsorte da tatsächlich im Glas ist. Eine Besonderheit der Sieglochs und Beweis für ihr ganz eigenen Vorstellungen vom Wein ist es, auf die klassische deutsche Klassifizierung komplett zu verzichten und einfach alle Weine als Landweine zu kennzeichnen. Allerdings hat dieses bewusste down-grading, dass etwas an die „Super-Tuscans“ der 80er Jahre erinnert, durchaus System: Die Sieglochs setzen einfach ihr eigenes Qualitätssystem ein und strukturieren so ihr Sortiment stringent durch. 4/4 beschreibt dabei die einfachen Literweine, Ungefähr auf dem Niveau eines Gutsweines sind die Basis-Weine zu verorten. An der Spitze der Siegloch-Qualitätspyramide stehen Weine aus der Vogelfrei und Vogelfrei Reserve Linie. Das sind sozusagen die Ersten und Großen Gewächse der umtriebigen Brüder.
Bestseller Lemberger
Für besondere Furore und ungläubiges Kopfschütteln in manchen Weinforen sorgte jüngst der 2019er Lemberger Landwein, trocken aus der Basislinie.
Der Wein erhielt vom Verkostungspapst Marcus Hofschuster, der mit seinem Online Portal „WeinPlus.de“ eine riesige Reichweite hat, sensationelle 87 Punkte. Und das bei einem Preis von 7.20 EUR. Kein Wunder das der Wein in kürzester Zeit ausverkauft war. Inzwischen ist der 2020er im Verkauf und präsentiert sich als würdiger Nachfolger des Bestsellers. Der Wein wirkt zunächst noch verschlossen und etwas grün. Viel Luft tut ihm gut. Also entweder karaffieren oder einfach einen Tag vor dem Genuss öffnen, einen Schluck abtrinken und wieder verschließen. Dann offenbart der Wein seine ganze Aromenpracht in der Nase und eine enorme Würze am Gaumen. Der Basis-Lemberger wirkt – trotz seiner kraftvollen Art – durch das sortentypische schöne Säurespiel angenehm frisch im Abgang. Klare Kaufempfehlung!
#kabigehtimmer
Das „Kabi“ immer geht, ist inzwischen unter dem gleichlautenten Hashtag ein geflügeltes Wort unter Weinfreunden. Und der „Kabi“ Vogelfrei – der der Sieglochschen Logik folgend natürlich kein Kabinett ist, sondern „nur“ ein Landwein – geht wahrlich immer. Er bringt einen herrlichen Aprikosenduft in die Nase und eine angenehme, mit mineralischen Tönen ausbalancierte dezente Fruchtsüße ins Glas, die zumindest bei mir den unwiderstehlichen Willen nach dem nächsten Schluck auslöst. Kabinett der keiner ist und doch alles mitbringt was ein „Kabi“ bieten muss. Wem das zu kompliziert ist. Einfach probieren, dann wisst ihr was ich meine. Ach ja: Hofschuster vergab für den 2020er 88 Punkte.
Die Weine aus der neuen DNA-Serie spiegeln das wider, was bei Sieglochs wichtig ist: der Mut neues auzuprobieren in Kombination mit einem unglaublich hohen Qualitätsanspruch. Die Müller-Thurgau-, Muskateller- und Rieslingtrauben sind auf der Maische vergoren. Die Weißweintrauben werden (wie beim Rotwein) auf der Maische mit der Beeren-schale vergoren.
Die Reserve-Weine
Neben diesen preiswerten Einsteigerweinen sind sie Reserveweine, wie erwähnt die Qualitäts-Flaggschiffe der Sieglochs, absolut empfehlenswert. Besonders der inzwischen am Beginn seiner optimalen Reife stehende, ungemein komplexe Lemberger Reserve 2018 ist eine sichere Investition und wird sicherlich noch bis zum Ende des Jahrzehnts eine schöne Entwicklung durchlaufen. Bereits jetzt duftet er herrlich nach tiefgründigen Waldbeeren mit etwas Kirschfrucht. Im Mund eine sehr dichte „maulfüllende“ Struktur mit markanten Tanninen. Die wirken aktuell noch etwas ungestüm, entwickeln aber rasch mit etwas Luft herrlich samtige Facetten. Ein Wein zum Einlagern.
Ebenso wie der weiße Burgunder, der mich an einen komplex ausbalancierten, mineralischen Chardonnay aus dem Burgund erinnert und doch ein waschechter Remstäler ist. Diese Weine haben ihren Preis, sind aber aufgrund der Qualität immer noch Schnäppchen.
Noch mehr aus der „zweiten. Reihe“ gibt es hier in Kürze. Dann im Fokus das Weingut Sterneisen in Remshalden. Für Albert der Senkrechtstarter-Newcomer-Garagenwein-Betrieb schlechthin .
Meine Name ist Albert. Also eigentlich Martin, Ich trinke leidenschaftlich gerne Wein.
Irgendwie wurde ich daher zum Weinberater für viele Freunde und Bekannte. Und irgendwie schreibe ich ganz gerne. Weine bewerte ich grundsätzlich mit meinem eigenen, völlig subjektiven, für Profis völlig unsinningen Bewertungssystem. Das wende ich übrigens schon seit Jahren auf Weinproben an und habe damit manchen Händler in den Wahnsinn getrieben. Ich finde aber das es funktioniert, Schließlich ist alles relativ:auch das Weintrinken. Viel Spaß damit.
Kennt ihr Weingüter von denen Ihr findet sie sind „im kommen“? Mich faszinieren besonders Betriebe, die interessante, individuelle Weine zu vernünftigen Preisen bieten. Schreibt mir: mr@winestr.de
Weinlagen in Bad Cannstatt und Winnenden – Die Brüder David und Markus Siegloch leben ihre klare Vorstellung vom ursprünglichen Wein
von Kai Wunner
Anfang der 90er Jahre, war das Weingut Siegloch noch in Bad Cannstatt ansässig, dann bauten Birgit und Peter Siegloch ein neues Betriebsgebäude in Winnenden, dem Geburtsort von Birgit Siegloch. Nach dem frühen Tod des Vaters 2014 übernahmen die beiden Brüder dann das Weingut in Winnenden. 10,5 ha. werden bewirtschaftet, davon ca. ein Drittel auf Cannstatter Gemarkung (Zuckerle, Steinhalde und Berg), mit dem Schwerpunkt auf den Rotweinsorten. In den Winnender Lagen (Haselstein, Holzenberg) sowie in den Lagen der Winnender Teilorte (Bürger Schlossberg, Hertmannsweiler Himmelreich und Hanweiler Maien) wachsen spannende Weiß- und Roséweine.
Ich persönlich finde einfach, Wein lebt von der Vielfalt. Daher darf jeder Wein seinen Charakter und seine Individualität behalten – eben WEIN WIE WIR!
Gemeinsam hatten beide Brüder von Anfang an eine klare Vorstellung vom Weinmachen. Die Weichen für den Wein werden im Weinberg gestellt, im Keller wird versucht, den Weg von den Trauben zum fertigen Wein nur noch zu begleiten. Mit Spontangärung und dem Verzicht von Schönungen darf sich der Wein so entwickeln, wie er im Weinberg gewachsen ist. Auch wenn der Betrieb nicht 100% biodynamisch ausgelegt ist, wird im Weinberg versucht, möglichst mit und nicht gegen die natürlichen Voraussetzungen zu arbeiten. Die Begrünungen dürfen schon mal etwas höher zwischen den Rebzeilen wachsen, bei den Reben wird möglichst wenig und spät in das natürliche Wachstum eingegriffen. Besonders wichtig ist der Faktor Zeit für die beiden Winzer. Die Weine kommen erst dann auf die Flasche, wenn die Brüder mit der Qualität so zufrieden sind, dass der Wein ohne große Geschmackskorrekturen abgefüllt werden kann.
Lebendige Weine mit eigener Geschichte
Das Ziel des Weingutes ist die Herstellung von lebendigen Weinen, die ihre Geschichten von dem Jahrgang, von dem Boden auf dem sie wachsen und von den Winzern, die sie auf ihrem Weg begleitet haben, erzählen.
Vom trinkig-frischen Rosé bis zum komplexen Rotwein aus dem Barrique, die Vielseitigkeit ist den Brüdern besonders wichtig. Sie steht für das Besondere am Weintrinken schlechthin, und so erzählt jeder Wein seine eigene Geschichte.
Weingut Albrecht Schwegler informiert über das abgelaufene Jahr und die Aussicht auf die Weinqualität
von Aaron Schwegler
Langsam neigt sich ein ereignisreiches Jahr 2021 dem Ende zu. Trotz allen Herausforderungen, die auch das Jahr mit sich brachte, sind wir froh und dankbar darüber, wieder einen tollen Jahrgang im Keller zu haben, welcher sich jetzt schon sehr vielversprechend entwickelt.
Die andauernden und ergiebigen Niederschläge im Frühsommer stellten uns im ökologischen Weinbau vor bisher unbekannte Herausforderungen. Nur durch den unermüdlichen Einsatz unseres gesamten Teams war es möglich, dass wir im Herbst gesunde und vollreife Trauben ernten durften. Die Lese hat in diesem Jahr so spät begonnen wie zuletzt Mitte der 90er Jahre. Im Gegensatz zum Frühsommer war diese Periode geprägt von langen sonnigen Tagen und kühlen Nächten, was bei den bei uns üblichen geringen Erträgen zu einer ausgeprägten aromatischen Reife und einer wundervollen Eleganz führte.
Vielversprechender Jahrgang im Keller
Im Juli und August konnten wir mit unzähligen Besuchern auf unserem Bergfest wunderbare Sommernächte und Wochenenden feiern. Unser Bergfest hatten wir bereits im harten Lockdown des vergangenen Frühjahrs mit einem zu diesen ungewohnten Zeiten passenden Konzept geplant und sind auch heute der festen Überzeugung, mit den richtigen Ideen keine generelle Absage für alle Aktivitäten in unserem Weingut erteilen zu müssen.
Weinwanderung des WineSTR CLUB mit den Partner-Weingütern Jochen Beurer Stetten und Markus Heid Fellbach
von Kai Wunner
Eine lustige und weinselige Runde von ca. 14 Kilometer von der S-Bahn-Haltestelle Beinstein/Stetten über Stetten nach Fellbach versprach die 3. Weinwanderung des WineSTR CLUB. Die Teilnehmer wurden von der hochwertigen Weinauswahl der Winzer positiv überrascht. Jochen Beurer zeigte auf, dass Riesling nicht nur biologisch, sondern auch ganz anders ausgebaut werden kann als man es üblicherweise erwartet. Sommelière Carolin Hermanns vertrat den urlaubsbedingt abwesenden Markus Heid denkwürdig und bot ein breites Spektrum an Weinen des Weinguts, ergänzt um leckere Snacks.
1. Etappe: Weinprobe an der Yburg mit Jochen Beurer
Bei bestem Wetter traf man sich an der S-Bahn-Haltestelle in Beinstein/Stetten um die Weinwanderung im Remstal anzugehen. Durch die Weinberge ging es vorbei an Strümpfelbach zur ersten Station in Stetten, dem schon aus der Ferne gut sichtbaren Turm der Yburg. Am Fuße der Burg hatte Jochen Beurer alles für den Besuch bestens vorbereitet. Wie es beim Riesling-Spezialisten nicht anders zu erwarten war, hieß es, in die Welt dieser spannenden Rebsorte tiefer einzutauchen. Dankbar lauschten die Teilnehmer den Ausführungen zu den Weinen und den Besonderheiten beim Anbau. Ausgiebig wurde auf die Unterschiede der Lagen eingegangen und die Auswirkungen des Terroirs auf den Wein bewusst gemacht. Ökologie hat für Jochen Beurer oberste Priorität. Verzicht auf Reinzuchthefe, statt dessen auf Spontangärung setzen, um so durch die natürliche Hefeflora des Standortes einen möglichst charakteristischen, den Böden und dem Umfeld entsprechenden Geschmack zu erzielen. Besser als an mit dem Probieren der verschiedenen Rieslinge mit Blick auf die jeweiligen Lagen, kann man Wein nicht erfahren. Alle Fragen wurden beantwortet, und die gesellige Runde hat doch tatsächlich ein wenig die Zeit vergessen. Erst mit Verspätung konnte die zweite, etwas längere Etappe nach Fellbach angegangen werden, wo Carolin Hermanns vom Weingut Markus Heid schon auf die Mitglieder und Gäste des WineSTR Clubs wartete.
Was für ein traumhafter Tag. Es war meine erste Weinwanderung und ich muss sagen – einfach super. Sowohl auf der Y-Burg in Stetten beim Weingut von Jochen Breuer sowie anschließend in Fellbach beim Weingut Markus Heid – sehr gute Weine aus der Region verbunden mit leckeren kleinen Köstlichkeiten gab es zu Genießen. Und ich habe festgestellt – wir haben schon ein schönes Ländle direkt von der Haustüre. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Kai und Serap für die tolle und liebevolle Organisation. Ich freu mich schon auf die nächste Weinwanderung mit dem WineSTR CLUB.“
2. Etappe: Am Fuße des Kernen nach Fellbach zum Weingut Markus Heid
Mit Verspätung ging es dann zwischen Rommelshausen und dem Fuße des Kernen vorbei an Weinreben und Schrebergärten gen Fellbach. Mit ca. 6 km war das durchaus herausfordernd und alle Wanderer waren froh, dass im Hof des Weinguts zu erst einmal ein Snack wartete. Begleitet von einem Rose-Sekt aus Trollinger gab es eine bunte Mischung aus Wurst, Käse und Antipasti. Das Highlight war aber in jedem Fall, die von Carolin selbstgebackenen Pizza-Muffins. Gestärkt ging es dann an das Probieren der Weine von Markus Heid, ebenfalls ein Verfechter des biologischen Weinanbaus. Bei ihm ist der Riesling mit fast ein Viertel des Anteils die Hauptrebsorte. Es folgt der Trollinger mit 18 % und dann folgen die Rebsorten Sauvignon blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Blaufränkisch, Syrah, Pinot Meunier, Spätburgunder, Regent, Merlot, Portugieser und Dornfelder. Die Weinprobe führte die Teilnehmer durch unterschiedliche Rebsorten, die Sommelière Carolin Hermanns anschaulich erklärte. Sehr interessant war der Hinweis auf die sonnenverwöhnte Lage „Fellbacher Lämmler“, die am Südhang des Kernen gelegen, besondere Sorgfalt bei der Weinbearbeitung erfordert.
Nach ausgiebiger Weinprobe und gestilltem Wissensdurst der Teilnehmer ging es dann gutgelaunt auf den Weg zur S-Bahn Haltestelle Fellbach, der Endstation der Weinwanderung. Alles in allem war es wieder ein rundum gelungenes Event, das den Wanderern viel Spaß bereitet hat. Fortsetzung soll folgen, war der Wunsch der Teilnehmer.
Ein trockener, lebendiger Riesling von württtembergischen Sandsteinböden, spontan ver-goren. Verführt mit dem Duft von Wiesenblumen, Himbeeren und weißen Johannisbeeren, wie ein spätnachmittaglicher Ausflug aufs Land. Anmutig und klar, mit frischer, energiegeladener Säure; lebhafte Zitrone und reife Ananas gehen in den warm leuchtenden Sonnenuntergang eines langen, saftigen Nachhalls über. Boden: Verschiedene Böden der Keuperstufenlandschaft Vinifikation: Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 6,2 g/l, Restzucker: 7,0 g/l
2019er STETTENER RIESLING GIPSKEUPER
Stille Wasser sind tief, wie dieser elegante Riesling vom tiefen, mineralreichen Keuper-boden. Er wird nicht von Aromen, sondern der Textur bestimmt. Steinig und rauchig mit eleganten Details, die rote Früchte und Weinbergspfirsiche ins Spiel bringen. Der tonangebende, salzige Faden zieht sich in ein langes, nussiges und nachdenklich machendes Finale. Boden: Gipskeuper (überwiegend rötlichen Tonsteinen – mit Einlagerungen von Gips-, Anhydrit- und Steinsalzlagen) Vinifikation: Selektive Lese und Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 6,1 g/l, Restzucker: 8,6 g/l
2018erSTETTENER RIESLING SCHILFSANDSTEIN
Reife, verspielte gelbe Frucht – Aprikosen und Birnen – in der Nase bereiten den Grund für schlanke, würzige Noten, die an Dill und weiße Pfirsiche erinnern. Saftig und doch anmutig, mit gut gebändigter Säure, strahlender, salziger Mineralität und einem lang anhaltendem Aprikosenfinale. Boden: Schilfsandstein (skelettreicher, kalkfreier Sandstein) Vinifikation: Selektive Lese und Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 5,5 g/l, Restzucker: 4,2 g/l
2018er STETTENER RIESLING KIESELSANDSTEIN
Dieser dichte, konzentrierte Riesling ist auf steinig kargen Böden gewachsen, selbstbe-wußt und seiner sicher. In der Nase steigt er mit rauchiger Zitrone und Orangenblüten ein, was sich am Gaumen strahlig, steinig und dezent würzig fortsetzt. Mit straffer, aber ausgewogener und präziser Säure geht er schließlich auf mysteriöse und doch über-raschend positive Weise in ein weiches, beinahe verspieltes Finale über. Boden: Kieselsandstein (Feldspat, Quarz, Glimmer, Dolomit) Vinifikation: Spontangärung im alten Holzfass Analyse: Alkohol: 12,5 % vol, Säure: 6,2 g/l, Restzucker: 5,8 g/l
Strahlend im Glas, schwungvoll am Gaumen. Die Nase beginnt mit Orangeschale, duftenden weißen Blüten und der Ahnung frisch gebackenen Brotes. Wunderschöne, ausgewogene Zitrus- und weiße Pfirsichnoten sind dicht zu einem festen, mineralischen Kern verwoben. Wie bei der nahezu asketischen, kraftvollen Präzision einer geradlinigen Bach-Komposition hat hier jedes Element seine Aufgabe und seinen Sinn. Boden: Kieselsandstein (Feldspat, Quarz, Glimmer, Dolomit) Vinifikation: 14 Tage Maischestandzeit, Spontangärung während zehn Monaten im 500 Liter Holzfass. Analyse: Alkohol: 12,5 % vol, Säure: 6,6 g/l, Restzucker: 3,4 g/l
Weingut Markus Heid
Steinmergel Trollinger Rosé Sekt brut
Er stellt sich gerne als der umgängliche Kamerad vor, als der spielerische Begleiter für jede Tages- und Nachtzeit. Fruchtig und mild trägt er dabei ein leichtes Muskataroma mit sich, doch unter seinem Mantel verbirgt er eine gute Statur. Alkohol: 12,4%, Restsüße: Vol. 4,5 g/l, Säure: 6,8 g/l
2020 Riesling Gutswein
Der zweite Gang in den Weinberg war der entscheidende für diesen frischen Typ. Nach dem ersten fehlte es ihm noch an Kraft, und beim dritten wäre er zu reif gewesen. Spontan, wie er größtenteils ist, zeigt er sich ausgewogen beim Süße- und Säurespiel. Alkohol: 12,3 %. Restsüße: Vol. 10,0 g/l, Säure: 5,5 g/l
2020 Riesling und Sauvignon Blanc Steinmergel trocken
Es ist immer wieder ein Genuss, wenn sich ein perfektes Paar gefunden hat. Wenn ein Partner den anderen beflügelt und dadurch eine elegante, lang anhaltende Einheit mit viel Aromatik entsteht. Alkohol: 12,8%, Restsüße: Vol. 2,9 g/l, Säure: 6,8 g/l
2019 Weißburgunder Melchisedec
Gelbfruchtige Anklänge und reife Zitrusfrucht, Amalfi-Zitrone, Hefe, Würze, Pumpernickel und feine Holznoten. Saftig und würzig am Gaumen mit einer klar gefassten, festen Struktur, reife Säure und wieder feine Würze, die den Gaumen grundiert, kann noch zulegen. Alkohol: 13,2%, Restsüße: Vol. 0,5 g/l, Säure: 5,9 g/l
2020Sauvignon BlancGoldberg
Etwas reduktiv in der Nase mit Noten von Hefe und Grasschnitt. Am Gaumen rund und geschmeidig mit leichter Süße und gut stützender Säure. Mittlere Dichte und gute Länge, ein guter Sortentyp. Alkohol: 13,5%, Restsüße: Vol. 2,0 g/l, Säure: 6,95,9 g/l
2019Lemberger Fellbacher Goldberg trocken
Rustikal, mit Ecken und Kanten zeigt er sich. Ein aalglatter Typ will er nicht sein, und auch nach Marmelade will er nicht schmecken. Auf der einen Seite ist er minzig-kühl und eukalyptus-frisch, auf der anderen schokoladig, beeren-fruchtig, weich und reif. Alkohol: 12,6%, Restsüße: Vol. 2,5 g/l, Säure: 5,65,9 g/l
2019 Lemberger GG Fellbacher Lämmler
Ein echter Spitzenreiter. Und davon gibt es nur sehr wenig. Er ruhte sich besonders lange in neuen Fässern aus. Weich und mollig wurde er mit der Zeit, doch seine würzige und strukturierte Art behielt er genauso wie sein Potenzial. Alkohol: 13,4%, Restsüße: Vol. 3,3 g/l, Säure: 5,7 g/l
2018 Melchisedec Syrah trocken
Vom Urahn Melchisedec hat er seinen Namen und diesem darf er großen Respekt zollen. Die Rebsorte ist ebenso ein Urgewächs und fast schon heimisch auf unserem Parkett.. Begleitet mit dunklen Früchten und kräutrigen Anklängen ist dieser Wein von Kraft geprägt, um große Freude zu bereiten. Alkohol: 13,9%, Restsüße: Vol. 2,8 g/l, Säure: 6,0 g/l
Biologischer Weinanbau in den Lagen Fellbacher Goldberg und Lämmler
In 10. Generation der Familie Heid, bewirtschaftet Markus Heid als Inhaber, Kellermeister und Betriebsleiter das Weingut und hat so alle Bereiche der Weinbereitung voll und ganz im Griff. Insgesamt 11 Hektar werden bearbeitet, mit Rebstöcken auf Böden aus Keuper mit teilweise sandigen Anteilen, in den tieferen Lagen auch auf Lößlehmböden.
Alle Weinberge werden ökologisch bewirtschaftet, wobei der Riesling mit fast ein Viertel des Anteils stellt. Es folgt der Trollinger mit 18 % und dann folgen die Rebsorten Sauvignon blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Blaufränkisch, Syrah, Pinot Meunier, Spätburgunder, Regent, Merlot, Portugieser und Dornfelder. Die große Vielfalt im Weinberg in Kombination mit geradliniger Stilistik ist ein wesentlicher Grundsatz für die Art und Weise, wie Markus Heid arbeitet. Die Maxime »klein aber fein« findet in der Kellerarbeit ihre Fortsetzung. Die verschiedenen, aus verhältnismäßig kleinen Parzellen stammenden Weine werden getrennt ausgebaut.
Ökologischer Pflanzenschutz und ein intaktes Ökosystem im Weinberg
Jeder einzelne Rebstock muss sich wohlfühlen, damit seine Trauben Geschmack und Aromen erhalten. Markus Heid sieht sich dem ökologischen Weinbau verpflichtet (Bio-zertifiziert DE-Öko-006), um die Natur noch stärker zu berücksichtigen.
Wer sieht, wie Reben sich ohne künstliche Ernährung und Dauermedikation entwickeln, wird vom Öko-Weinau überzeugt sein.
Markus Heid
Die Pflege der Bodenfruchtbarkeit, ökologischer Pflanzenschutz und ein intaktes Ökosystem im Weinberg sieht er als Verantwortung gegenüber der Natur.
Mit Hilfe konsequenter Mengenbegrenzung im Winter und Ertragsregulierung im Sommer werden im Herbst gesunde, vollreife Trauben geerntet, aus denen extraktreiche, harmonische Weine entstehen. Die Kollektion ist beeindruckend konstant und stringent in Qualität und Stil. Die Rieslinge und Burgundersorten sind duftig und frisch und bei aller Gradlinigkeit der Weine behalten sie doch ihre Leichtigkeit beim Trinken.
Weingut Heid
Markus Heid Cannstatter Str. 13/2 D-70734 Fellbach
2. Weinwanderung des WineSTR CLUB mit den Partner-Weingütern Bernhard Ellwanger Großheppach, Singer-Bader Korb und Albrecht Schwegler Korb
von Kai Wunner
Eine lustige und weinselige Runde über ca. 12 Kilometer von Grunbach über Großheppach und Korb nach Beinstein versprach die 2. Weinwanderung des WineSTR CLUB. Die Erwartungen der 17 Teilnehmer wurden dabei nicht nur bei der hochwertigen Weinauswahl der Winzer/innen übertroffen. Die großzügige Auswahl an Weinen und Snacks von den CLUB-Partnern Bernhard Ellwanger/Singer-Bader/Albrecht Schwegler trafen nicht nur den Geschmack der Wandernden, sondern zeigten auch die Überzeugung der Weingüter von der Idee des Projektes WineSTR und dem angeschlossenen WineSTR CLUB.
Ein großes Lob an Serap und Kai, für die liebevolle und gut durchdachte Weinwanderung. Es gab neben der eindrucksvollen Aussicht sehr genussvolle unterschiedliche Weine mit aufschlussreichen Erklärungen und leckeren 😋 Snacks.
Bei bestem Wetter traf man sich an der S-Bahn-Haltestelle in Grunbach um die Weinwanderung im Remstal anzugehen. Durch die Weinberge ging es über Gundelsbach zur ersten Station in Großheppach, dem Weingut Bernhard Ellwanger. Im angenehm schattigen Bereich des Hofes hatte Yvonne Ellwanger alles für den Besuch bestens vorbereitet. Snacks, Wasser und eine tolle Weinauswahl. Dankbar lauschten die Teilnehmer den Ausführungen zu den Weinen und den Besonderheiten beim Anbau. Alle Fragen wurden beantwortet und die gesellige Runde wäre bestimmt verhockt, wenn nicht schon die nächste Etappe der Weinwanderung gerufen hätte.
Es ging aber nicht ins Weingut des Weingut Singer-Bader in Korb , denn Winzerin Barbara Singer hatte eine viel bessere Idee: Man traf sich am Fern-Seh-Turm zwischen Korb und Kleinheppach, einem Aussichtsturm der 2019 im Rahmen der Remstal Gartenschau erbaut wurde. Das Eintreffen der Wanderer wurde telefonisch anvisiert, damit das selbstgebackene Strudelgebäck von den schon Hungrigen noch warm verzehrt werden konnte. Ergänzt wurde die Versorgung mit einem kleinem Picknickkorb gefüllt mit Wurst, Käse sowie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten des Weinguts.
Die Weinprobe war für mich die erste Veranstaltung von WineSTR, an der ich teilgenommen habe – und es wird nicht die Letzte gewesen sein. In geselliger Runde mit lauter Weinkennern gute Weine aus der Region zu probieren, dazu noch fachkundig präsentiert von den Weingütern, macht einfach Spaß. Danke auch für die gute Organisation.
Jürgen W aus Waiblingen
Ergänzend zu der abwechslungsreichen Weinauswahl gab es auch hier viel Interessantes über den die Art und Weise der Weinbereitung zu hören. Auch wissenswertes zur Rebflurbereinigung gab es zu hören, was am Beispiel der Weinberge oberhalb des Aussichtsturms anschaulich gezeigt wurde. Mit Bang blickten die Teilnehmer auf die heranziehenden Gewitterwolken, die jedoch eher über den südlichen Teil des Remstals zogen. Gutgelaunt ging es weiter zur nächsten Etappe der Weinwanderung dem Bergfestgelände des Weinguts Albrecht Schwegler zwischen Korb und Beinstein.
3. Etappe: Besuch des BERGFEST-Gelände zwischen Korb und Beinstein des Weingut Albrecht Schwegler
Beim telefonischen Avis, stellte Julia Schwegler erstmal die Frage, ob die Weinwanderung trotz der Regengefahr fortgesetzt werden soll. Aber keiner der Teilnehmer wollte die Weine des Weinguts verpassen und alle freuten sich schon darauf, das sonst meist ausgebuchte Bergfestgelände, in kleiner Gruppe exklusiv besuchen zu dürfen. Glücklicherweise waren die Bänke für die Weinprobe mit großen Sonnenschirmen geschützt, denn schon kurz nach dem ersten Probierschluck ging der Regen los.
Julia Schwegler ließ sich vom Wetter überhaupt nicht beeindrucken und überzeugte die Anwesenden mit Ihrem Fachwissen und interessanten Hintergrundwissen zum Weingut. Da auf Regen bekanntlich der Sonnenschein folgt, war der Schauer schnell vorüber und alle Beteiligten, durchaus schon mit einem leichten Glanz angesichts der dritten Weinprobe des Tages, genossen die heitere Atmosphäre auf dem Bergfestgelände. Bevor der nächste Schauer eintraf, wurde sich flugs auf den Weg zur S-Bahn Haltestelle Beinstein gemacht, um sicher nach Hause zu gelangen. Alle Teilnehmer waren mit dem Verlauf der Veranstaltung hochzufrieden und fragten schon nach dem Termin der nächsten Weinwanderung. die am 05.09.21 dann von Endersbach über Stetten nach Fellbach führt.
Piwi-Rebsorte, frische Aromatik von Limetten, Holunder und schwarzen Johannisbeeren. Spritzig und belebend.
2020er Roter Riesling trocken
Roter Riesling ist eine natürliche Mutation des weißen Rieslings mit rötlichen Beeren. Die Reben wurden aus unseren eigenen Weinbergen selektioniert. Diese Spielart des Rieslings hat markante Kräuter- und Krokantnoten, einen kräftigen Körper und ein feines, langanhaltendes Finale.
„Ausdrucksstarker Sauvignon blanc aus dem wunderbaren Jahrgang 2019, der Kraft, Würze und Frische perfekt vereint. Sehr spannend, aromatisch am Gaumen mit viel Saftigkeit. Ein Fumé blanc par excellence.” VERKOSTUNGSNOTIZ EVANGELOS PATTAS, SOMMELIER DES JAHRES 2007, DÉLICE STUTTGART
2018er Lemberger SL trocken, Großheppacher Wanne
TOP-Lemberger mit niedrigsten Erträgen aus der Großheppacher Wanne. Intensive Aromen von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und weißem Pfeffer. Sehr komplex, mit faszinierendem Finale. Ein Wein mit Zukunft. 95 PUNKTE BERLINER LAGENCUP SONDERPREIS (2018er) – Top Ten
Weingut Singer-Bader:
Plaisir Scheurebe Riesling feinherb 2020
Durch langsame schonende Gärung werden auf natürliche Art die feinfruchtigen Aromen der duftenden Tauben bewahrt: Zitrus, Pfirisch, Melone, Grapefruit.
Arctic Rosé feinherb 2020
An warmen Sommertagen „so kalt wie möglich“ genießen.
Sommerhauch Rosé trocken 2020
Ausgezeichnet mit einer GOLDMEDAILLE als bester Sommerwein vom Genussmagazin SELECTION.
Stettener Pulvermächer Riesling alte Y Reben trocken 2020
Von unseren ältesten Reben der traditionsreichen Lage Stettener Pulvermächer, die rund um die heutige Ruine Y-Burg liegt, keltern wir unseren terroirbetonten Riesling Y.
Steinreinacher Cabertin trocken 2019
Mit diesem farbinentsiven fruchtigen jung vollreif schmeckenden Rotwein bekommt der Bioweinbau mit pilzwiderstandsfähigen Sorten richtig Aufschwung. Vielen Dank in die Schweiz an den Züchter Valentin Blattner.
Stettener Spätburgunder trocken 2016
Eine Sorte, die optimal das Terroir ihrer Lage widerspiegelt. In Stetten stehten die Reben auf bunten Mergelbänken und bringen besonders fruchtige Weine hervor.
Weingut Albrecht Schwegler:
ENDLESSSUMMER 2019
Unsere Cuvée aus Trollinger und Muskattrollinger verbrachte für die aparte pinke Farbe gute zwei Wochen auf der Maische. Noch in der Gärung gefüllt und auf der Flasche zu Ende vergoren ist dieser PetNat das Getränk für das Besondere im Alltäglichen. Mit feinperligem Mousseux ist er animierend und puristisch mit zarter floraler Note, dabei jedoch stets authentisch mit voller Frucht voraus. von Hand gelesen: September 2019 / behutsam abgefüllt: Oktober 2019 0,75 l / 11,5 % Vol. / Enthält: Sulfite
RIESLING ALTE REBEN 2019
Mit sattem Strohgelb fliesst er ins Glas und zeigt sich offenherzig und präsent. Dabei verbindet er die Typizität des Rieslings mit extraktreicher Frucht, stets geerdet durch kräuterwürzige Akzente. Kernobstnoten nach gelben Äpfeln und Birnen werden untermalt mit Gartenkräutern sowie frisch gemähter Sommerwiese und verströmen eine nonchalante Gelassenheit. Mit saftigem Druck am Gaumen fusst seine Kraft in den Alten Reben von gesunden Böden und verbindet mit seiner tiefgründigen und komplexen Art unsere Vorstellung von Handwerk und Herkunft. Cuvée 2019 aus: 1 Parzelle Herkunft: Beutelsbach 100% Riesling 100% Ausbau in 500l Tonneaux von Hand gelesen: Oktober 2019 ungeschönt und behutsam gefüllt: August 2020 0,75 l / 12,0 % Vol. / Enthält: Sulfite
RIESLING RÉSERVE 2015
In sattem Goldgelb mit strahlenden Reflexionen verlangt er eindeutig nach großen Gläsern. Mit zunehmender Belüftung blüht er förmlich auf und zeigt sich vielschichtig und komplex. Unterlegt von vollreifer Frucht und würzigen Nuancen fächert er sein facettenreiches Aromenspektrum auf: Trockenobst, Salzkaramell und milde Gewürze werden flankiert von feinkörnigem Gerbstoff und reifer, milder Säure. Ausgebaut im neuen Tonneaux zeigt sich das Holz über die lange Reifezeit ausgewogen und bestens integriert. Ein kraftvoller Wein mit Tiefgang und Substanz der nach selbstbewusster, aromenstarker Küche verlangt. Cuvée 2015 aus: 1 Parzelle Herkunft: Beutelsbach 100% Riesling 100% Erstbelegung in Tonneaux von Hand gelesen: Oktober 2015 2 Jahre auf der vollen Hefe gereift ungeschönt und behutsam gefüllt: August 2017 0,75 l 13,5 % Vol.
d’r OIFACHE
„Vom Einfachen das Beste“ lautet unser Motto für diesen roten Gutswein. In dunklem Rubinrot oszilliert d’r Oifache zwischen reifer, dunkler Frucht und würzigen Aromen in der Kopfnote. Brombeeren, Schwarzkirschen und Holunder werden würzig unterlegt von hellem Tabak, schwarzem Pfeffer und einem Hauch Süßholz. Unser Roter für den täglichen Genuss: Fruchtig-herb mit saftig-markantem Auftritt. Ganz einfach – oifach gut! Von Hand gelesen: September 2018/2019 / behutsam abgefüllt: November 2020 1 l 13,0 % Vol. Enthält: Sulfite
BERYLL 2017
Rubinrot mit violetten Reflexen changiert der Beryll zwischen satter, dunkler Frucht und seinem behutsamen Ausbau im gebrauchten Holzfass. Extraktreich mit klarer und saftiger Frucht von Zwetschgen und Schwarzkirschen zeigt er sich offenherzig und zugänglich mit präsentem Auftritt, aromatisch ergänzt durch rauchige Noten nach Kardamom und weißem Pfeffer. Mit aufrechter Statur ist bei ihm alles in Balance: Konturiert durch seinen jugendlich animierenden Gerbstoff begleitet ihn die saftige Frucht mit frischem Trinkzug ins fruchtig herbe Finale. Cuvée 2017 aus: 8 Parzellen Herkunft: Korb/Schnait/Endersbach 49% Zweigelt, 28% Cabernet Franc, 14% Lemberger, 9% Cabertin II. & III. belegte Barriques von Hand gelesen: September/Oktober 2017 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020 0,75 l 14,0 % Vol. Enthält: Sulfite
LEMBERGER RÉSERVE 2018
In dunklem Rubinrot mit violetten Reflexionen fliesst er ins Glas und pendelt zwischen dunkler Frucht und transparenter Frische. Brombeeren, Zwetschgen und Trockenobst umreissen die extraktreiche Frucht, begleitet von würzigen Attributen wie Tabak, Piment und milden Gewürzen. Im Antrunk zeigt er sich geschliffen mit präzisem Auftritt und rapidem Trinkzug. Puristisch und klar bündelt er die markante Frucht und Würze des Lembergers und verbindet die feinmaschige Phenolik mit reifer Säure für einen ungeahnt erfrischenden Auftritt am Gaumen. Unser Neuer: authentisch, hedonistisch und pur – Lemberger. Cuvée 2018 aus: 1 Parzelle Herkunft: Großheppach 100% Lemberger 25% Erstbelegung und 75% Zweitbelegung von Hand gelesen: September 2018 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020. 0,75 l 14,0 % Vol. Enthält: Sulfite
GRANAT 2017
Purpurrot mit schwarzem Kern fließt der Granat ins große Glas und zeigt sich zunächst zurückhaltend, was die vorlaute Preisgabe von Aromen betrifft. Der Granat ist leise, fast schüchtern und beginnt erst zaghaft zu erzählen. Die reife Frucht erinnert an Zwetschgen und Brombeeren und begleitet ihn nur beiläufig, während er beginnt vom Ausbau zu erzählen. Der Holzeinsatz bildet den Rahmen für die satte Frucht, die würzigen Noten nach Piment und Lorbeer sowie die zarten Röstnoten der Fässer. Ein Wein mit immenser Ruhe, Komplexität und Tiefgang, der nur in besonderen Jahren produziert wird. Die Entscheidung darüber liegt nie bei uns, sondern stets im Jahrgang. Er liefert uns beste Trauben, die durch Handwerk und Zeit zu dem werden, wofür wir stehen: Weine mit eigener Tradition, verankert im Heute mit klarem Blick in die Zukunft. Cuvée 2017 aus: 6 Parzellen Herkunft: Korb 43% Zweigelt, 33% Cabernet Sauvignon, 22% Merlot, 2% Cabertin 100% Erstbelegung von Hand gelesen: September/Oktober 2017 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020 0,75 l 14,0 % Vol.
Das neue Kultgetränk: fresh, flavoured, wild! Ein spritziger Apfelperlwein mit Holunderblütensirup.
von WineSTR-Team „Advertorial“
Den Wein vom Weingut Albrecht Schwegler kennt man. Jetzt gibt es von der Familie Schwegler etwas ganz anderes. Mit InCide wurde ein Getränk kreiert, dass ausschließlich aus handverlesenen, ungespritzte Äpfeln von eigenen Streuobstwiesen, rund um die Remstäler Gemeinde Korb, gemacht wurde. Verfeinert mit Holunderblütensirup, entstand ein wunderbare Apfelperlwein, bei dem die Säure des Apfels mit der Süße des Holunderblütensirups zu einem unbeschreiblichen Geschmackserlebnis verschmilzt.
Mit seinen 5,5 % Alkohol ist dieser wunderbare Apfel-Holunder-Secco ein perfekter Aperitif, der eiskalt genossen werden sollte. InCide in ein Sektglas füllen, fertig! Er eignet sich aber auch als Cocktail. Einfach in in ein Weinglas schenken, ein Schuss Wasser und Eiswürfel dazu, mit Gin oder Vodka ergänzen, etwas Limette, Himbeeren oder Erdbeeren hinzufügen und mit Minze dekorieren. Alternativ kann er auch die Basis für einen Longdrink sein: Eiswürfel in ein Longdrinkglas, mit InCide auffüllen und mit einem Sträußchen Rosmarin oder Minze dekorieren.
Efi&Serap haben das Getränk getestet. Ihre Meinung nach dem Genuss:
Sehr lecker im Geschmack, erfrischend. Es schmeckt etwas herb daher ist es auch individuell mixbar. Eindeutig etwas für den Mädelsabend – da gehen auch mal zwei drei Flaschen 😊.
Efi&Serap aus Esslingen
Julia Schwegler steckt hinter der Idee des lässigen Sommer-Drinks aus handverlesenen, ungespritzte Äpfeln aus dem Remstal. Erhältlich in gutsortierten Getränkefachhandlungen.