Kategorie: Medien

  • VINUM – Magazin für Weinkultur

    VINUM – Magazin für Weinkultur

    Information trifft Genuss, Unterhaltung trifft Nutzwert

    von Kai Wunner

    VINUM, berichtet als Magazin für Weinkultur über Trends in der Weinszene und stellt jeden Monat über 300 aussergewöhnliche Weine und ihre Macher vor. Spannend geschriebene Reportagen über Weinregionen kratzen nicht nur an der Oberfläche, sondern gehen in die Tiefe.

    Lesen Sie Porträts von Winzerinnen und Winzern, die mit ihrem Handwerk und ihrer Qualitätsphilosophie die Weinwelt revolutionieren. Dazu journalistisch recherchiertes, fundiertes Hintergrundwissen aus der Welt des Weins, sowie Expertenmeinungen zu Entwicklungen und Trends. Die VINUM-Autoren in den wichtigen Weinbauregionen Europas (Frankreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Spanien, Österreich) sichern den hohen Informationswert und eine authentische Berichterstattung aus dem jeweiligen Terroir.

    Bildergalerie: Auszüge aus dem Magazin. Fotos VINUM

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    VINUM – eine internationale Medienmarke

    Mit drei länderspezifischen Print-Ausgaben – für Deutschland/Österreich, der deutschsprachigen Schweiz und der Suisse Romande/Frankreich – sowie der internationalen Web-Plattform, vinum.eu, ist VINUM eines der wichtigsten Weinmagazine Europas. VINUM zeigt seit seiner Gründung im Jahr 1980, wie man die Essenz aus der faszinierenden Genussmaterie Wein herausfiltert.

    Neben den Magazinen machen zahlreiche Themen- und Regionen-Specials, Online-Plattformen, Apps, Bücher, Social Networks, Awards und Events VINUM zu einer grossen internationalen Medienmarke. Mit dem Grand Prix du Vin Suisse, dem Deutschen Rotweinpreis, dem Schweizer Bioweinpreis, dem Riesling Champion, dem Swiss Spirits Award, dem Sekt Award, dem Wine List Award und dem Internationalen Genossenschaftscup hat sich VINUM als Veranstalter wichtiger Weinawards in Deutschland und der Schweiz etabliert. Hier leben wir aus, was wir können. Und hier belegen wir unsere ganze Kernkompetenz im Spannungsfeld einer grossen internationalen Medienmarke und deren Vernetzung.

    Bildergalerie: Impressionen von Veranstaltungen des VINUM Weinmagazins. Fotos Walter Stern, Jana Kay und zvg.

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    Sonderangebot für Mitglieder des WineSTR-Clubs:

    Ein Jahr VINUM abonnieren und zusätzlich 3 Ausgaben sowie den Weinguide Deutschland 2023 kostenlos dazu erhalten. Hier geht’s zum Abo: https://www.vinum.eu/winestr

    Intervinum AG

    Thurgauerstrasse 66 | Postfach | 8050 Zürich

    Tel 044 268 52 40 | Fax 044 268 52 05 |

    info@vinum.ch | www.vinum.eu

  • Lebensreform

    Lebensreform

    Lesestoff aus dem Weingut rebstoff

    von Dr. Wolfgang Gerner

    Johann Carl Weck, 1842 in Schneidhain im Taunus geboren, war Vegetarier und Anhänger einer alkoholfreien Lebensweise. Er gehörte damit zu jenen Menschen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die eine soziale Reformbewegung begründeten, welche die Folgen von Industrialisierung, Materialismus und Verstädterung in Frage stellten. Die alternative Zukunft beinhaltete nicht nur die Freikörperkultur, Kleidung aus Wolle oder die Naturheilkunde, sondern auch eine Küchenreform, die ganz im Zeichen einer fleischlosen Ernährung stand und den Verzicht auf Alkohol forderte.

    1892 erhielt der Chemiker Rudolf Rempel ein Patent über das Haltbarmachen von Lebensmittel in Gläsern ohne Gewinde,
    nur mit einem Gummiring und Deckel mithilfe eines Wasserbades und Dampf. Und vor allem ohne Alkohol, ein bis dato übliches Verfahren. Aus diesem einfachen Verfahren des Einkochens sollte später dann das Einwecken werden, ein Neologismus, der 1934 gar in den Duden aufgenommen wurde. Denn, einer der ersten Kunden Rempels war der Unternehmer Johann Weck, der, im Kampf gegen den uferlosen Alkoholkonsum dieser Zeit, einen größeren Posten der Gläser einkaufte und einige Jahre später, Rempel war leider jung verstorben, das Patent übernahm. Weck musste jedoch bald feststellen, dass über wenig kaufmännisches Talent verfügte, die Einkochgläser verkauften sich nur schleppend. Und
    so holt er sich mit dem Rheinländer Georg van Eyck einen versierten Verkäufer an die Seite, mit dem er zusammen am 1. Januar 1900 die Firma J. Weck u. Co. im badischen Öflingen gründete. Weck verlies die Firma bereits zwei Jahre später und starb 1912 im Alter von 71 Jahren.
    Das Weckglas erlebte einen Siegeszug quer durch Europa und wurde millionenfach verkauft. Es gilt als einer der ersten Markenartikel überhaupt, das Markenzeichen Erdbeere wird seit der Gründung des Unternehmens verwendet.

    10 Einkochringe. Foto Dr. Wolfgang Gerner

    Dieses und rund 250 weitere Objekte in der wunderbaren Ausstellung BERAUSCHEND – 10.000 Jahre Bier und Wein noch bis Ende April im Landesmuseum im Alten Schloss. Absolut lohnenswert: Eine Führung mit Holger Starzmann, MA. Kurzweilig und humorvoll, interessant und abwechslungsreich, einfach gescheit.

    WEINGUT rebstoff

    Dr. Wolfgang Gerner
    Viergiebelweg 26
    70192 Stuttgart

    Telefon: 0151.12101831
    Mail: dr.w.gerner@t-online.de

    Internet: www.rebstoff.info

  • Weingut Beurer – Stetten im Remstal

    Antiautoritärer Weinbau – eigenwillig, mutig und konsequent biodynamisch

    von Kai Wunner

    Jochen Beurer gründete 1997 sein eigenes Weingut. Der Weinbautechniker war im Jahr 2004 schon ökologisch biologisch zertifiziert und seit 2008 arbeitet er zertifiziert biodynamisch. Seine Weinberge in Stetten liegen an den Hängen der Keuperlandschaft, einem Terroir mit lebhaft wechselnden Gesteinsschichten von Mergel und unterschiedlich harten Sandsteinen. So enstehen überwiegend ausdrucksstarke, oft etwas salzig-mineralische Rieslinge. Nur 25 % der 13 Hektar der Anbaufläche bleibt für Rotweine übrig.

    Die Landwirtschaft war schon lange Familientradition, der Vater Vorstand der Genossenschaft. Mit der nicht leichten Entscheidung aus der Genossenschaft auszutreten, eröffnete sich für Jochen Beurer ein großes Experimentierfeld. Vom konventionellen Weinbau ging es über den Verzicht auf Reinzuchthefe und das Setzen auf Spontanvergärung bis hin zum biodynamischen Anbau nach Demeter Standard. Mit Hornmist-Präparaten und Tees wird gearbeitet, auf Mondphasen geachtet, was in der Summe zu „antiautoritärem Weinbau“ geführt hat. Seine Weine stecken voller Leben, was sich in Reinheit, Mineralität, Lebendigkeit, Spannung, Komplexität, Ausdruck wiederspiegelt.

    Im Jahr 1997 starteten wir als unabhängiges Weingut in Kernen-Stetten. Unsere Familie betreibt vor den Toren Stuttgarts seit Generationen Landwirtschaft, mein Vater Siegfried war der Vorstand der örtlichen Genossenschaft. Unsere Entscheidung, aus der Genossenschaft auszutreten, war keine leichte. Wir wollten aber unbedingt mit Spaß am Wein die Qualität deutlich steigern

    Jochen Beurer

    Antiautoritärer Weinbau

    Was mit dem Verzicht auf Reinzuchthefen begann, führte zu einem Weinausbau nach dem Motto „Kontrolliertes Nichtstun“. Die Entstehung der Weine wird den vielen Mikroorganismen im Most überlassen. Die Weine vergären zu 100% spontan mit den weinbergseigenen Hefen. Damit spiegeln sich die spannenden Unterschiede der heimischen Böden in den Flaschen. Das Resultat dieser Arbeit sind Weißweine mit ausgeprägter Frucht und Eleganz, welche durch ihre feinrassig eingebundene Säure ein langes Lagerpotential aufweisen. Die maischevergorenen, trockenen Rotweine werden alle in großen, alten Holzfässern ausgebaut und zeigen eine ausgewogene Tanninstruktur und Dichte.

    Biodynamie

    In der Biodynamie geht es um Ganzheitlichkeit. Der Grundgedanke besteht darin, dass der Boden, die Pflanzen oder Tiere des Hofes ein harmonisches Ganzesbilden. Nicht die Wirtschaftlichkeit steht bei dieser Bewirtschaftungsweise im Vordergrund, sondern das Ziel, dass es Fauna, Flora und den Menschen gut geht und gleichzeitig der Erhalt und die Stärkung der Umwelt im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Nutzen man das Wissen der Vorfahren, dann arbeiten die Kräfte der Natur für einen und helfen dabei, eine ganzheitliche Landwirtschaft betreiben. Hierfür werden biodynamischen Präparate, wie Hornmist und Hornkiesel, Pflänzenextrakte und Kompost-präparate (Kamille, Schafgarbe, Eichenrinde, Brengnessel, Baldrian..) zu bestimmten Rhythmen eingesetzt, um die Bodenqualität der Weinberge zu verbessern und die Reben auf natürliche Art und Weise zustärken.

    Unser Ziel ist es, Weine entstehen zu lassen, die sich nicht nur durch die Kräfte der Natur entwickeln, sondern auch unser eigenes Naturverständnis in sich tragen

    Jochen Beurer

    Rettet die Reben

    Mit dem Museumsweinberg am Fuße der Yburg wurde ein lang gehegter Traum erfüllt. Mit Anpflanzung von mittelalterlichen Rebsorten, die längst aus Württemberg verschwunden waren ging es los. Diese gedeihen zwischen Kräutern, Pfirsichbäumen und alten Trockenmauern – ganz so, wie es früher üblich war. Das Weinexperiment, das zugleich ein Stück Kulturgeschichte des Remstals erlebbar macht, manifestiert sich in einem „Gemischten Satz“, der gemeinsam mit dem eigens dafür erstellten Buch „Rettet die Reben – Mittelalterliche Rebsorten im gemischten Satz“ erworben werden kann.

    Junges Schwaben

    Jochen Beurer ist Mitglied bei Junges Schwaben. Ein Verbund junger Winzer aus Baden Württemberg, deren Philosophie wie folgt auf den Punkt gebracht werden kann: Was der Schwabe anfängt, das macht er recht – und wenn’s geht, noch ein bissle besser. Gemeinsam mit den Kollegen Sven Ellwanger, Hans Hengerer, Rainer Wachtstetter und Jürgen Zipf wollen sie bodenständig und trotzdem Avantgarde sein. Ihre Weine zählen zu den besten Botschaftern Württembergs.

    Hans Hengerer, Rainer Wachtstetter Jürgen Zipf, Jochen Beurer und Sven Ellwanger

    Weingut Beurer

    Lange Straße 67
    71394 Kernen-Stetten i.R.

    Tel.0049 (0) 7151 – 42190
    Fax.0049 (0) 7151 – 41878

    info(at)weingut-beurer.de

    Öffnungszeiten

    Freitag 15 – 18 Uhr
    und nach telefonischer Vereinbarung.

    Wein im Rosenladen

    Gerne können Sie die Weine auch im Wein im Rosenladen kaufen.

    Lange Straße 18
    71332 Waiblingen

    ÖFFNUNGSZEITEN:
    Mittwoch & Samstag | 10 – 15 Uhr
    Donnerstag & Freitag | 15 – 20 Uhr