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  • Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® 2025 Wiesbaden

    Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® 2025 Wiesbaden

    Wenn große Weine sprechen – und die Besten der Branche genau hinhören

    Ein Beitrag von VDP

    Jedes Jahr trifft sich am letzten Augustwochenende die internationale Spitze der Weinwelt in Wiesbaden, um zu verkosten, zu vergleichen, zu bewerten. Was dort so konzentriert begutachtet wird, wird mit zwei Buchstaben in Zusammenhang gebracht, die für Herkunft, Qualität und Ambition stehen: „GG“ – und die, in Verbindung mit dem Traubenadler, ikonisch für Weine der höchsten Klassifikation des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) stehen: VDP.GROSSES GEWÄCHS®. GG ist aber mehr als ein Kürzel. Es ist ein Garant – für trockene Spitzenweine aus den besten Weinlagen Deutschlands. Nur jene Weinberge, die über Jahre hinweg bewiesen haben, dass sie ihre Herkunft auf unverwechselbare Weise im Wein abbilden und behalten, erhalten die Klassifikation VDP.GROSSE LAGE®.

    Die trockenen Weine, die aus diesen Lagen hervorgehen, tragen den Namen VDP.GROSSES GEWÄCHS®. Hier entstehen Weine, die nicht nur Rebsorte und Jahrgang widerspiegeln, sondern das Zusammenspiel aus Boden, Klima und Handwerk in individuellster Form auf die Flasche bringen. Und das gelingt nur mit Winzerinnen und Winzern, die mit Erfahrung, Präzision und dem Anspruch, jedes Jahr aufs Neue die Quintessenz aus diesen Lagen herausholen.

    Was ein “GG” ausmacht – und wie es entsteht

    Im Mittelpunkt der Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® steht die Lage. Sie muss das Potenzial innehaben, große Weine hervorzubringen. Entscheidend sind Faktoren wie die Homogenität von Geologie, Mikroklima, Topografie, die Nähe zu Wäldern oder Flussläufen, ihre Eingebundenheit in die Landschaft – und nicht zuletzt auch ihre visuelle Präsenz. Über Jahrzehnte, teils Jahrhunderte hinweg haben sich diese Lagen ein außergewöhnliches Renommee erarbeitet. Es gründet auf historischer Überlieferung, etwa durch alte Lagenkarten oder schriftliche Zeugnisse, und wird getragen von der Anerkennung, die sie sowohl bei den Winzerinnen und Winzern als auch in Fachkreisen genießen. Damit fließt das Urteil der Gäste auf der Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® auch immer in die Beurteilung eines Weinbergs mit dem Prädikat VDP.GROSSE LAGE® ein. Dass diese Weinberge Besonderes leisten, zeigt sich nicht zuletzt im Charakter ihrer Weine. Aus 100.000 Hektar Rebfläche in Deutschland bewirtschaften die VDP.Weingüter rund 5.600 Hektar – und davon machen die VDP.GROSSEN GEWÄCHSE nur etwa 0,16 Prozent der gesamten deutschen Weinproduktion aus. Eine Zahl, die verdeutlicht, wie rar und damit begehrt diese Weine sind, die sich auf den besten Weinkarten der Welt wiederfinden.

    Damit aus den Trauben, die in diesen Lagen gelesen werden, am Ende international anerkannte Spitzenweine entstehen, braucht es aber noch mehr: Die perfekte Symbiose Winzerinnen und Winzern mit dem Weinberg, das über Jahrzehnte gewachsene Gespür, was gerade an diesem einzigartigen Ort richtig ist, welche Rebsorte an diesen Platz gehört, was gerade an diesem Platz und zu welchem Zeitpunkt auch an Handarbeit erforderlich ist. Konsequente Ertragsregulierung und die selektive Lese von Hand sind dabei selbstverständlich.

    Zugleich reagieren die VDP.Winzerinnen und VDP.Winzer sensibel auf die klimatischen Bedingungen des jeweiligen Jahres. 2024 stellte besondere Anforderungen: Durch stellenweise verheerenden Spätfrost im Frühjahr und das feuchtwarme Wetter im Spätsommer reiften nicht alle Beeren gleichmäßig und gesund, was eine präzise Vorselektion erforderte, um nur bestes Lesegut auf die Kelter zu bringen. Diese Faktoren führten beim Jahrgang 2024 zudem dazu, dass einige GGs dieses Jahrgangs besonders selten sein werden und es aus manchen Lagen gar keine Abfüllungen geben wird. Schon jetzt sehen viele Expertinnen und Experten im Jahrgang 2024 ein eindrucksvolles Ergebnis dieser Sorgfalt – ein Jahr, das sich mit Eleganz, Frische und Charakter präsentieren und seinen Platz in der Geschichte finden dürfte. Und zugleich ist es Ausdruck dessen, was die VDP.Mitglieder Jahr für Jahr leisten: Sie kennen ihre Lagen, wissen, was sie brauchen – und bringen daraus Weine hervor, die weltweit Maßstäbe setzen.

    Ein weiterer wichtiger Faktor: Zeit

    Doch noch ein weiteres Element macht die GGs zu etwas ganz Besonderem. Ein Element, das es braucht, damit in die großen Weine Ruhe kommt – und sich ihre Aromen erstmals finden und verbinden können. Dieses Element ist die Zeit. Sie ist es, wodurch sich Tiefe, Struktur und Komplexität in einem VDP.GROSSES GEWÄCHS® entfalten können. Weißweine ruhen dafür mindestens ein Jahr im Keller, teilweise sogar länger, bevor sie gefüllt werden. Rotweine erhalten sogar zwei Jahre Reifezeit. Doch auch nach der Füllung ist ihr Potenzial längst nicht erschöpft: Viele GGs können über Jahre, teils Jahrzehnte in der Flasche hinweg weiterreifen – und dabei ihr Aromenspektrum entfalten, verändern, verfeinern. Für viele Weinkennerinnen und Weinkenner liegt genau darin ein besonderer Reiz: zu erleben, wie sich ein großer Wein über die Zeit entwickelt.
    Parallel dazu unterliegen die GGs während des gesamten Prozesses strengsten Qualitätskontrollen. Bevor sie als VDP.GROSSES GEWÄCHS® auf den Markt kommen dürfen, müssen sie mehrere sensorische Prüfungen bestehen.

    Erst wenn sie in ihrer Stilistik und Qualität dem Anspruch des VDP gerecht werden, erhalten sie die Freigabe – und dürfen zeigen, was in ihnen steckt.

    Ein letzter Schritt vor dem Release

    Sind die GGs schließlich abgefüllt und könnten ab dem 1. September auf den Markt kommen, steht ihnen noch ein bedeutender Schritt bevor, der unter Weinprofis höchst begehrt ist: eine letzte Prüfung – exklusiv, kritisch und von höchster fachlicher Expertise begleitet. Für diesen Moment lädt der VDP jedes Jahr zur Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® in die Kolonnaden des Wiesbadener Kurhauses ein. Von 24. bis 26. August kommen dort Vertreterinnen und Vertreter der internationalen Fachpresse, des Handels und der Spitzengastronomie zusammen, um den neuen Jahrgang erstmals geschlossen zu verkosten – konzentriert, vergleichend, unter idealen Bedingungen.

    Die Vorpremiere ist nicht nur ein Höhepunkt im Jahreskalender, sondern fester Bestandteil der Qualitätskultur des VDP. Denn obwohl die Weißweine bereits ein Jahr im Keller gereift sind, zeigen sie sich zum Zeitpunkt der Verkostung noch jung und verschlossen. Nur erfahrene Verkosterinnen und Verkoster mit fundierter Lagenkenntnis sind im Stande, das Potenzial dieser Weine schon jetzt zu erfassen – ihr Aromengerüst zu lesen, ihre Struktur zu deuten und ihre Entwicklung über Jahre hinweg einzuschätzen.

    Um dafür optimale Voraussetzungen zu schaffen, wird jede Flasche vorverkostet, perfekt temperiert und in von den Verkostenden individuell gewünschten Reihenfolge eingeschenkt.

    So war das Weißweinjahr 2024

    Wegen der milden Temperaturen im Winter, begann die Vegetation früh, doch ein Kälteeinbruch mit Spätfrost im April führte regional zu starken Schäden – besonders in flussnahen Lagen wie an Ahr, Saale, Nahe, Saar und Ruwer. In manchen Weinbergen kam es zwar zu einem erfolgreichen Zweitaustrieb, die Erträge blieben jedoch vielerorts deutlich reduziert. Das Jahr erforderte höchste Aufmerksamkeit im Weinberg, denn auf den Frost folgte ein feuchtwarmer Sommer mit hohem Pilzdruck, der viel Handarbeit und gezielte Selektion notwendig machte. Viele Betriebe verteilten die Lese wegen des wechselhaften Wetters und der ungleich reifenden Trauben über einen langen Zeitraum. Beginnend Ende August, zog sich die Lese in manchen Regionen bis in den Oktober hinein, wodurch für viele der Eindruck eines „unendlichen Herbsts“ entstand. Die Winzerinnen und Winzer mussten punktgenau entscheiden, wann gelesen wird, um nur gesunde, reife Trauben zu ernten. Trotz der Herausforderungen zeigt sich der Jahrgang 2024 aus Sicht vieler VDP.Betriebe als ausdrucksstark, aromatisch und elegant – mit feiner Säurestruktur und klarem Herkunftsprofil. Die Erträge sind klein, die Qualität jedoch vielversprechend – ein Jahrgang mit großer Individualität und Reifepotenzial.

    So war das Rotweinjahr 2023

    Nach einem trockenen Frühjahr ohne Spätfrost, bei dem sich die VDP.Winzerinnen und Winzer mehr Regen für die Entwicklung der Pflanzen gewünscht hätten, wurde es später fast zu viel des Guten. Folge des warmen und trockenen Frühlings war ein zeitiger Austrieb der Reben. Einige Regenfälle während der Reifephase forderten ein genaues Hinsehen und ein höchst sensibles Vorgehen bei der Pflege der Pflanzen, denn der Krankheitsdruck stieg durch diese Umstände schnell und erheblich. Daraus resultierte eine früh einsetzende Reife, wodurch zum Teil schon Ende August gelesen wurde. Da vielerorts Guts- und Lagenweine parallel reif wurden, mussten viele Trauben gleichzeitig geerntet werden, sodass sich die Lese zu einem wahren Kraftakt entwickelte, der sich auf einen sehr kurzen Zeitraum konzentrierte. Dabei musste auch penibelst darauf geachtet werden, nur das gesunde Traubenmaterial herauszusuchen. Doch die viele und mühsame Arbeit zahlte sich aus, sodass letztlich Spitzenqualitäten in den Keller gebracht werden konnten.

    Und das sagen die Winzerinnen und Winzer

    „2024 war ein Jahrgang, der höchste Aufmerksamkeit in Weinberg und Keller verlangte. Die ungewöhnlich feuchte Vegetationsperiode bei moderaten Temperaturen erforderte präzises Timing in allen Arbeitsschritten – von der Pflege der Reben bis zur selektiven Handlese. Das kühle Reifewetter führte zu einer langsamen Aromenausprägung bei gleichzeitig moderaten Zuckerwerten. So entstanden Weine mit eher niedrigem Alkoholgehalt, aber großer Tiefe, Klarheit und aromatischer Präzision. Für uns gehören die Rieslinge dieses Jahres zu jenen, die sich durch kühle Eleganz, straffe Struktur und eine bemerkenswerte Spannung auszeichnen – Eigenschaften, wie wir sie aus Jahrgängen wie 2016 oder 2008 kennen.

    Die Spätburgunder des Jahrgangs 2023 zeigen sich aus unserer Sicht besonders harmonisch. Ein vergleichsweise ausgewogener Witterungsverlauf während der Reifephase ermöglichte eine lange Hängezeit der Trauben. So konnten sich feine, klare Fruchtaromen entwickeln, ohne dass die Frische verloren ging. Die Beeren waren gesund, von mittlerer Größe und mit einer idealen Schalenreife, was für eine präzise Tanninstruktur und eine tiefe, reintönige Farbe sorgte. Die Extraktion der Tannine und Farbe während der Gärung ging sehr schnell, so dass unsere Weine etwas kürzer als sonst auf der Maische lagen. Stilistisch verbinden die 2023er Spätburgunder saftige rote Frucht mit einer kühlen Würze und eleganter Struktur – Weine mit großem Entwicklungspotenzial.“ 

    – Steffen Christmann, VDP.Weingut A. Christmann, VDP.Präsident

    „Vor allem aufgrund der Folgen des starken Spätfrostes, sind die Mengen der großen 2024er von der Nahe oftmals gering. Umso energiegeladener sind die nun abgefüllten Weine der Klassifikationsstufe VDP.GROSSES GEWÄCHS® dieses Jahrgangs. Die Weine zeigen große Klasse, sind sehr fein und präzise. Einer der spannendsten Jahrgänge dieses Jahrhunderts.“ 

    – Frank Schönleber, VDP.Weingut Emrich-Schönleber, Nahe

    Besonders mit den Spätburgundern aus 2023 zeigt sich das große Reifungspotential des Jahrgangs, mit facettenreicher und verspielter Frucht aber immer auch fest gewirkter Struktur, feinem Tannin und stets präsenter Bodenprägung. Ein Jahr, von dem wir noch viel Gutes erwarten dürfen.

    – Arne Bercher, VDP.Weingut Bercher, Baden

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg: Eine Nachlese

    Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg: Eine Nachlese

    Traditionelle Jahrgangspräsentation in der Alte Reithalle in Stuttgart für Fachbesucher und Privatkunden

    von Florian Bechtold und Kai Wunner

    Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Region Württemberg e. V. haben auch in diesem Jahr wieder Fachbesucher und Privatkunden zur traditionellen Jahrgangspräsentation in die Alte Reithalle nach Stuttgart eingeladen..

    Die grundsätzliche Einschätzung des VDP zum aktuellen Jahrgang Württemberg ist vielversprechend.

    Der Jahrgang brachte geringere Erträge, aber hervorragende Aromen und eine angenehme Frische, insbesondere beim Riesling. Auch die Rotweine profitierten von den kühlen Bedingungen, die ihnen eine ansprechende Säure verliehen. Insgesamt war es ein anstrengender, aber aromatisch vielversprechender Herbst..

    Quelle VDP

    Mit entsprechender Erwartungshaltung ging es zur Präsentation, die sich wieder in den schönen Räumlichkeiten der Alten Reithalle von ihrer schönsten Seite zeigte. Wie jedes Jahr waren Gäste aus anderen Regionen geladen, in diesem Jahr waren es Betriebe aus VDP.Sachsen/Saale-Unstrut und vom VDP.Mittelrhein.

    Diese Jahr haben wir das Glück, mit Florian Bechtold einen Gastautor gefunden zu haben, der ein paar der Weingüter genauer unter die Lupe genommen hat. Seine Auswahl war vorab nicht abgesprochen und beansprucht in keinster Weise Vollständigkeit.

    Jahrgangsbesprechung von Florian Bechtold

    Die Weine werden insgesamt filigraner, leichter vielleicht sogar anmutender und behalten dennoch einen Hauch rustikalen Charme. Insgesamt geht es für Württemberg stetig vorwärts in der Wahrnehmung aber noch mehr in der Qualität, die hier produziert wird. Das führt zu einem sehr angenehmen Preis-Genuss-Verhältnis. Klar ist, dass die Preise aufgrund von Kosten und anhaltender Inflation steigen, die Winzer vollführen hier geradezu einen Hochseilakt, um auch den Verbrauchern gerecht zu werden. Dennoch gibt es wahre Schnäppchen im nationalen und internationalen Vergleich, wenn man nach Württemberg schaut.

    Besonders ins Auge gesprungen sind mir in diesem Zusammenhang folgende Weingüter und Weine:

    Aldinger

    Gips Marienglas Spätburgunder 2022, ein perfektes Beispiel für moderne Pinotstilistik. In wundervoll balancierter Spannung zwischen Leichtigkeit, Trinkfluss, feiner Reduktion, viel getragener Etherik, leichten röst- und Holznoten mit herausragend feinem Tannin.
    Ebenso eine Bank ist immer der Lämmler Riesling, hier aus dem Jahr 2023, feine Reduktion, leichter Schmelz, viel Etherik mit hintergründiger Frucht, verspricht dieser Wein viel Trinkfreude in ein paar Jahren.

    Beurer

    Mit einem sagenhaft gereiften 2016er Stettener Kieselsandstein Riesling (zum Vergleich gab es den aktuellen aus 2022). Grundsätzlich sollte man sich angewöhnen, Ortsweine eine Weile liegen zu lassen. Hier hat man damit ins Schwarze getroffen, neben immer noch viel Frische, sind die etherischen Noten leicht angetrocknet, fermentiert, erinnern damit an hervorragenden grünen Tee, getrocknete Blüten und saftige Frucht. Ebenso schön aber noch blutjung und mit mehr Tiefgang der Pulvermächer Riesling 2022. Ihr Mönchsberg Schalksberg Lemberger 2021 GG überzeugt jedes Jahr. Diesmal ausladender, hedonistische dunkle Kirsche, viel Würze, dabei kühl und mit Trinkfluss regender, leichter Ruppigkeit gibt’s viel Spaß.

    Dautel

    Überzeug wieder einmal mit seinen Burgunderrebsorten, ganz vorn der Chardonnay aus dem Bönigheimer Sonnenberg 2022. Breiter Fruchtanklang, trifft Feinheit und Zurückhaltung. Leicht salzig mit ziselierter Struktur. Leise aber etwas für den langen Abend.

    Karl Haidle

    Also Moritz! Trumpft mit seinen Lembergern auf. Der Stettener Ortswein 2022 mit kompakter Frucht, idyllischer feiner Würze lädt zum Zechen ein. Der Stettener Häder 2022 eröffnet dann das Spiel des Terroirs. Bei Haidle immer etwas dunkel rauchig, mit einer Kopfnote aus feinster Floralität. Packend mit saftigem Tannin. Der krönende Abschluss das 2022 Berge GG, nochmal eine Spur präziser, klarer. Satte Sauerkirsche animiert definitiv zum Jungtrinken, das wird aber mal ein „Tier“. Geschliffen feinkörniges Tannin mit frisch-grünlichen Noten zieht den Wein in wahren Trinkfluss.

    Rainer Schnaitmann

    Hat groß aufgefahren. Los gings mit herrlich trinkigen Schaumweinen. Der Evoé Rosé brut nature 2021 wird wohl aufgrund seiner Kargheit mit zugleich so frischen Zitrusnoten, eingefangen von Mineralik und einem Hauch dunkler Würze mit saftigen Johannisbeeren ein Straßenfeger, nicht nur fürs Frühjahr. Der Lämmler Lemberger GG 2022 überzeugt mit Finesse, seinem hohen Trinkfluss durch sein Ganztraubenanteile, geschliffen und rustikal-würzig-etherisch in perfekter Balance. Über allem thronen dunkle Früchte. Das Highlight aus 2022 ganz klar die Spätburgunder. Simonroth mit mehr Kraft, etwas mehr offenkundigere Würze aus leichtem Pfeffer, und viel frischer Etherik. Der Lämmler GG ein Meditationswein. Satte aber präzise Rotkirsche, dein Hauch Thymian, Kopfnote deutlich floral, anmutend, animierend, mit Säurezug der wunderbar vom Extrakt gepuffert wird. Feinstes Tannin, große Länge.

    Wöhrwag

    Bietet mit dem Galgenberg Riesling GG 2022 nun einen Wein mit längerem Lager auf der Feinhefe. Stabiler, in sich verschlossener zwar, mit ein wenig Luft kommt hier dennoch schon einiges. Hiermit dürfte eine Reife über 10 Jahre hinaus möglich sein. Weingutstypisch, die kräftige Gelbfrucht, ein Hauch von Nussigkeit, dunkler Rauch, grobe Kräuter. Das Highlight hier der 2022er Herzogenberg Lemberger. Reife Frucht, ohne ins marmeladige abzudriften. Zwar plakativ dennoch ansprechend. Leichte Reduktion, Heu, Kieselsteine, Feuerstein. Kräftig, ohne anstrengend zu sein.

    Bio :

    Florian Bechtold

    Bild von Florian Bechtold


    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Traditionelle Jahrgangspräsentation in der Alte Reithalle in Stuttgart für Fachbesucher und Privatkunden

    von VDP

    Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Region Württemberg e. V. laden auch in diesem Jahr wieder Fachbesucher und Privatkunden zur traditionellen Jahrgangspräsentation in die Alte Reithalle nach Stuttgart ein.

    Verkosten Sie zahlreiche Weine aus der aktuellen Kollektion sowie die neuen Jahrgänge der VDP.GROSSEN GEWÄCHSE®. Die hiesigen VDP-Weingüter und deren Gäste freuen sich auf Sie!

    Montag

    28.

    Okt 2024

    Zeit14:00 bis 20:00 Uhr
    OrtHotel Maritim, Alte Reithalle Stuttgart
    Seidenstraße 34
    KostenÖffnungszeiten: Fachbesucher ab 14:00 Uhr | Privatkunden 17:00 Uhr bis 20:00 UhrEintritt: 25,00 € pro Person, Fachbesucher mit Nachweis erhalten kostenfreien Einlass
    AnmeldungEs ist keine Anmeldung erforderlich.
    RegionenMittelrheinSaale-UnstrutSachsenWürttemberg
    VeranstalterWürttembergAldinger|Beurer|Dautel|Drautz-Able|Fürst Hohenlohe Oehringen|Graf Adelmann|Graf Neipperg|Graf von Bentzel – Sturmfeder|Heid|Herzog von Württemberg|Jürgen Ellwanger|Karl Haidle|Kistenmacher & Hengerer|Rainer Schnaitmann|Schlossgut Hohenbeilstein| Staatsweingut Weinsberg |Wachtstetter|Wöhrwag

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • VDP. Versteigerungen zu Gunsten sozialer Projekte

    VDP. Versteigerungen zu Gunsten sozialer Projekte

    VDP. Versteigerungen – Mosel-Saar-Ruwer in Trier und von der Nahe, aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Ahr in Bad Kreuznach

    von VDP

    Die VDP.Versteigerungen in Trier und Bad Kreuznach stehen unmittelbar bevor. Am 15. sowie am 17. September 2023 ist es endlich wieder soweit. Die renommierten Versteigerungsweingüter aus den Regionen Mosel-Saar-Ruwer, Nahe, Rheinhessen, Pfalz und Ahr laden Sie herzlich dazu ein, an ihren aufregenden Auktionen teilzunehmen – sei es persönlich vor Ort oder online von überall aus.

    VDP.VERSTEIGERUNG MOSEL-SAAR-RUWER

    VDP.VERSTEIGERUNG | TRIER
    15. September 2023

    Der GROSSE RING VDP.Mosel-Saar-Ruwer e.V. lädt zur Versteigerung nach Trier ein. Bei der VDP.Versteigerung 2023 werden die Höchstgebote von Edwin Vos, dem internationalen Leiter für Wein und Spirituosen und leitenden Auktionator für diese Kategorie des Auktionshauses Christie’s (London) zugeschlagen. Eine persönliche Teilnahme ist nur durch vorherige Registrierung möglich. Auch in diesem Jahr kann die Versteigerung online über einen Youtube-Livestream verfolgt werden. Zur Versteigerung kommen in diesem Jahr 613 Flaschen VDP.GROSSES GEWÄCHS® und 13.805 Flaschen Prädikatswein.
    MEHR INFORMATIONEN 

    VERSTEIGERUNGSKATALOG  

    ZUR LIVE-ÜBERTRAGUNG
    CHARITYKISTE 2023
    Der Benefizzweck dieses Jahr: Zugunsten des Nestwärme e.V. Trier | Bereich ambulante Kinderhospiz | nestwaerme.de
    Die Kiste wird durch Günther Jauch versteigert
    Foto VDP

    VDP.Versteigerung Nahe

    VDP.Versteigerung | Bad Kreuznach
    17. September 2023
    Nur zwei Tage später, am Sonntag den 17. September wird dann in
    Bad Kreuznach versteigert. Seit über hundert Jahren treffen sich Weinbegeisterte aus der ganzen Welt, um auf ausgewählte Spitzenweine von der Nahe, aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Ahr zu bieten. In diesem Jahr können Sie entweder live im Publikum bei der Nassen Versteigerung im Cineplex Bad Kreuznach teilnehmen oder vor dem Bildschirm des Livestreams (am 17.09. ab 13 Uhr). • MEHR INFORMATIONEN

    • VERSTEIGERUNGSKATALOG 

    ZUR LIVE-ÜBERTRAGUNG
    charityKISTE 2023 – 10 Years After
    Jedes Versteigerungsweingut hat in seiner Schatzkammer einen hochwertigen trockenen Spitzenwein für die Charitykiste ausgewählt und gestiftet. Den genauen Inhalt finden Sie hier. Der komplette Erlös wird an das Projekt „Wurzeln schlagen“ der Kreisverwaltung Bad Kreuznach zu Gunsten von Nachhaltigkeitsprojekten gespendet.16 Flaschen à 0,75 l „10 Years After“ aus dem Jahrgang 2012Ausrufpreis 500,00 € netto
    Foto VDP

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® 2023 Wiesbaden

    Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® 2023 Wiesbaden

    Die trockenen Spitzenweine des VDP feiern ihr Jahrgangs-Debut

    von VDP

    Halten Weinliebhaber:innen eine Weinflasche mit den Initialen „GG“ und dem charakteristischen Logo des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) – dem VDP.Adler – in den Händen, wissen Sie sofort: Hierbei handelt es sich um den trockenen Spitzenwein aus einer der besten deutschen Weinlagen. Lediglich Weinberge, die als VDP.GROSSE LAGE® klassifiziert sind, verfügen einerseits über optimale Terroir Voraussetzungen und haben andererseits über Jahrzehnte hinweg bewiesen, herausragende Weine hervorzubringen. 

    Diese besonderen Weine entstehen unter strengsten Qualitätskriterien und durchlaufen mehrere umfassende sensorische Verkostungen. Vor allem aber sind sie Ausdruck der höchsten Ansprüche der Winzer:innen des VDP an ihre Weine. Doch prägen nicht nur die arbeitsintensive Handarbeit, die akribische Ertragsregulierung und die Konzentration auf zum jeweiligen Weinberg passende Rebsorten, den Terroir-Charakter im Glas. Große Weine sind eine Frage der Zeit und entfalten ihr ganzes Potenzial auf lange Sicht. Daher vergeht etwa ein Jahr nach der Weinlese, bevor die Weißweine des VDP.GROSSES GEWÄCHS® alljährlich zum 1. September ihren Weg auf den nationalen und internationalen Markt finden. Manche Winzerinnen und Winzer des VDP warten auch länger. Den Rotweinen werden mindestens volle zwei Jahre gegönnt, bis sie ihre erste Trinkreife erreicht haben und in Flaschen abgefüllt werden, um dann noch viele Jahre bis Jahrzehnte reifen zu können.

    Durchschnittlich werden bei einer Anzahl von 599 geprüften GGs (im Jahr 2023) ca. 3000 Flaschen produziert, zu Preisen, die mit einem Durchschnittspreis von 45 Euro und einer Spanne bis zu 225 Euro und mehr bei einem Mehrfachen liegen, was in Deutschland für eine Flasche Wein ausgegeben wird und die damit einhergehende Wertschätzung zum Ausdruck bringt.

    Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® 2023

    Doch vor dem Markteintritt der Weine mit der begehrten Kennzeichnung VDP.GROSSES GEWÄCHS® steht ihnen noch eine „begehrte“ Hürde bevor: die Veranstaltung „Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS®“ bei der im Wiesbadener Kurhaus internationale und nationale Top-Verkoster:innen der renommierten Weinpublikationen, des Fachhandels und der Spitzengastronomie zusammenkommen, um den neuen Jahrgang drei Tage lang erstmalig und exklusiv intensiv zu verkosten und zu bewerten. 

    Bei der Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® werden die Weine perfekt temperiert, in der gewünschten Reihenfolge auf Bestellung an den Platz der Verkoster:innen gebracht. Zusammengestellt nach ihrer Herkunft – sodass Weine aus gleichen Lagen von unterschiedlichen Winzer:innen im Vergleich Seite an Seite probiert werden können. Die Präsentation durch den VDP erfolgt nach einem zwischenzeitlich international vielfach nachgeahmten Prozedere: Jede einzelne Flasche wird vor dem Ausschank von Weinprofis vorverkostet. 46 Kühlschränke temperieren die in diesem Jahr 83 Flights mit circa 460 GGs, die während der drei Tage auf den Tisch der Verkoster:innen kommen. 50 Servicekräfte kümmern sich um etwa 200 Verkoster:innen aus 25 unterschiedlichen Ländern.

    FACTS AND FIGURES

    599 VDP.GROSSE GEWÄCHSE® sind in diesem Jahr geprüft worden und haben damit die Berechtigung, erstmals ab dem 1. September 2023 auf den Markt zu kommen. Diese Weine wurden in 327 Lagen erzeugt.

    Nach RebsorteAnzahlIn ProzentNach RegionAnzahlIn Prozent
    Riesling34558%Ahr285%
    Spätburgunder12922%Baden8214%
    Weißer Burgunder 376%Franken5910%
    Silvaner275%Mittelrhein92%
    Grauer Burgunder 234%Mosel-Saar-Ruwer6811%
    Lemberger / Blaufränkisch203%Pfalz12321%
    Chardonnay163%Rheingau5910%
    Frühburgunder2>0%Rheinhessen6611%
       Sachsen-Saale-Unstrut92%
       Württemberg6110%
    GESAMT599100% 599100%
    Quelle VDP

    Auch wenn mit dem Beginn der Vermarktung der Weine bereits ein bzw. zwei Jahre der Reife vergangen sind, sind sie zum Zeitpunkt der Verkostung noch immer sehr jung. Dies erfordert von den Gästen besondere Lagenkenntnis und Verkostungserfahrung. Profis sind in der Lage das Potenzial in diesen Weinen zu erkennen, die im Laufe der Jahre als wahre Langstreckenläufer ihr Können beweisen und über Jahrzehnte hinweg sowohl reifen als auch genossen werden können. In diesem Bewusstsein gehen einige VDP.Winzerinnen und VDP.Winzer sogar einen Schritt weiter und bringen ihre Weine erst als sogenannten „Late Release“ auf den Markt. Hierbei werden die Weine noch zusätzliche zwei oder sogar fünf Jahre zurückgehalten, bevor sie der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dieses Vorgehen unterstreicht die Hingabe dieser Winzer:innen zur Perfektion und verdeutlicht, dass sie den Reifeprozess ihrer großen Herkunftsweine als unverzichtbaren Teil ihrer Philosophie ansehen.

    Foto VDP Peter Bender
    Foto VDP Peter Bender

    Ein Rückblick auf Erfolge und eine Zukunft der Lagenklassifikation 

    Anlässlich der Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® in Wiesbaden blickt der VDP auf ein spannendes Jahr zurück. Vor einem Jahr wurde das Jubiläum 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS® zelebriert – eine Feier mit den deutschen Grand Crus der letzten zwei Jahrzehnte und einem emotionalen Rückblick in die Anfangszeiten dieser Erfolgsgeschichte. Stolz ist der Verband auf die über 30 Jahre lange Klassifikations-Erfahrung sowie 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS®. Vor allem kann heute, viele Jahre später voller Überzeugung festgestellt werden, dass all der Verzicht, die Diskussionen und die einzelnen Zwischenschritte sowie Meilensteine wichtig für den heutigen Erfolg der Weine des VDP waren. Doch bedeutet all das nicht, dass das Ziel des langen Weges erreicht ist.

    „Zwanzig Jahre später trafen sich die Mitglieder des VDP im Jagdschloss Platte bei Wiesbaden, um das Jubiläum ihrer Großen Gewächse zu begehen – und es war nicht nur ein rauschendes Fest, es war eine Triumphfeier, weil die Karriere des GG sehr wahrscheinlich die größte Erfolgsgeschichte im deutschen Weinbau überhaupt ist.“

    Jakob Strobel y Serra

    Gerade die Rückbesinnung auf das, was den VDP als Vorreiter der Premier Crus und Grand Crus in Deutschland großgemacht hat, hat ermöglicht, die zum Teil sehr schwierigen Diskussionen der vergangenen Monate aufgrund der geplanten Anpassungen der Weinverordnung mit Vernunft und Geduld führen zu können. Die Aufarbeitung der eigenen Klassifikations-Geschichte im Zuge des Jubiläums, aber auch der Austausch mit den Nachbarn aus Frankreich und Österreich sowie die weingesetzlichen Entwicklungen bestärkten den internen Hinterfragungsprozess und die Entschlossenheit, gemeinsam im VDP den nächsten Schritt zu gehen.

    Nicht mehr nur auf historische Bewertungen, die am Anfang der Klassifikation den Ausschlag gaben, sondern auf die erworbenen Erfahrungen der letzten Jahre wird nun abgestellt. So geht der VDP die nächste Etappe der Klassifikation an. Für jede Lage und jedes VDP.Weingut wird ein Klassifikationsdokument erstellt, das die Stärke der Lage und der jeweiligen Weine nach ihrer historischen, qualitativen, ökonomischen Relevanz und ihrer Reputation erfasst. So wird die Klassifikation mehrdimensionaler und transparenter gestaltet: Es geht um die bewiesene Anerkennung – und nicht darum, welches Potenzial ein Weinberg möglicherweise hätte. So fügt sich das Potenzial des Weinbergs mit dem Können des Winzers/der Winzerin zu einer Einheit zusammen.

    Welche Chancen und Herausforderungen die angestrebten Veränderungen der Weinverordnung für den gesamtdeutschen Weinmarkt und den VDP mit sich bringen, können Sie hier detailliert nachlesen. Hier finden Sie außerdem einen Rückblick auf die Geschichte und den Werdegang des VDP mit all seinen Höhen und Tiefen von Daniel Deckers | Frankfurter Allgemeine Zeitung/Hochschule Geisenheim University.

    „Die Vorpremiere VDP.GROSSES GEWÄCHS® in Wiesbaden zeigt einmal mehr, dass die „GGs” des VDP sich zu wahren Aushängeschildern des deutschen Weinbaus entwickelt haben und international einen herausragenden Ruf genießen. Sie sind das Ergebnis jahrzehntelanger Leidenschaft, Innovation und harter Arbeit unserer Winzerinnen und Winzer und damit ein Symbol für die tiefe Verbindung zwischen Weinberg und Mensch. All das bestärkt uns in der Mission, die Einzigartigkeit der Top-Weinberge und Weine aus Deutschland in die Welt zu tragen.“

    Steffen Christmann

    Wie präsentieren sich diese Weißweine des Jahrgangs 2022? 

    Die Verkostung der neuen GGs bringt auch immer einen Rückblick darauf mit sich, wie das Wetter in den jeweiligen Jahrgängen spielte: Im Jahr 2022 gab es aufgrund des warmen Frühjahrs keine Spätfrostschäden, wodurch die Rebenentwicklung in den Frühlingsmonaten schnell voranschritt. Warme Tage bereits im Mai trieben das Wachstum der Laubwände und der Rebblüte weiter rapide voran. Schnelles und genaues Arbeiten wurde zur Voraussetzung in den austreibenden Weinbergen, um mit der wachsenden Natur Schritt halten zu können. Der darauffolgende Sommer war geprägt von vielen Sonnenstunden und damit einer langen Trockenheit und Dürrephase, die die Reife in den Sommermonaten stark beschleunigte. Lagen mit guter Wasserversorgung profitierten von diesem Sommer, während die Situation gerade in jüngeren Weinbergen angespannt war. Ähnlich wie im Jahr 2018 startete die Weinlese in vielen Regionen aufgrund der heißen Sommertage bereits Ende August. Die Trauben wurden vor der eigentlichen Lese gewissenhaft selektioniert, oft wurden auch die Erträge reduziert, um auf die Trockenheit zu reagieren und um die hohen Qualitätsansprüche erfüllen zu können. Teilweise war der perfekte Lesezeitpunkt der VDP.GROSSE LAGE® schon früher als in anderen Weinbergen erreicht. Diese Lagen erlangten durch ideale Bedingungen, wie durch das Zusammenspiel von Boden und Klima einen Reifevorsprung. Der Regen im Herbst machte die Lese manchmal auch zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Das zeigt, wie wichtig das richtige Timing im Weinberg ist, um die optimale Reife ohne Einbußen in der Qualität abpassen zu können. Dank der gewissenhaften Handarbeit und präziser Selektion konnte trotz der zum Teil erschwerten Bedingungen gesundes und reifes Traubenmaterial geerntet und verarbeitet werden.  

    Nun, 12 Monate später zeigt sich der Weißweinjahrgang der VDP.GROSSEN GEWÄCHSE® als eher filigraner Jahrgang mit runder Säure und schöner Konzentration. Ein Musterbeispiel, wie gut inzwischen unsere Winzerinnen und Winzer auf wärmere und trockenere Jahre reagieren können.

    Wie zeigt sich der Jahrgang 2021 im Rotweinbereich?

    Ungewohnt spät hat die Weinlese hingegen im Jahr 2021 begonnen. Woran liegt das? Blickt man auf die Anfänge des Jahres 2021 zurück, ließen warme Temperaturen im Frühjahr auf sich warten. Entsprechend spät begann der Austrieb in den Weinbergen. Das Wachstum der Reben wurde durch weiterhin eher kühles Wetter gebremst. Kaum fand der vermeintliche Frühling sein Ende, konnten die Reben durch die endlich warmen Tage im Juni voll durchstarten, aber die nun explosionsartige Entwicklung gepaart mit häufigem Regen verlangte den Winzerinnen und Winzern viel Energie ab. Auch der Sommer glich nur kaum unseren Vorstellungen. Regentage über Regentage – einerseits wunderbar für die Natur, um dringend notwendige Wasserreserven aufzufüllen, andererseits weiterhin eine Herausforderung für die Winzer:innen selbst. Der sonst sehr heiße August war überraschend kühl, was den Lesebeginn noch weiter hinauszögerte. Fast schon versöhnlich zeigte sich ein warmer und trockener September, der den Trauben die notwendige Zeit zur Reife gab. Nachdem die Weinwelt auf einen enorm spannenden, viel bejubelten Weißweinjahrgang 2021 – mit messerscharfer Säure und Spannung – zurückblickt, wird nun mit Aufregung der Rotweinjahrgang 2021 erwartet. 

    Dieser Rotweinjahrgang spiegelt das Wetter beispielhaft wider. Mit Wasser gut versorgte Reben, kühlere Temperaturen und eine nur durch den hohen Arbeitseinsatz unserer Winzer:innen ermöglichte lange Reifezeit der Trauben am Stock, führte zu Weinen mit kühler, aber ausgeprägter Aromatik und faszinierender Säurespannung. 

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Gemeinsamer Austausch mit Bundesminister Özdemir am Kaiserstuhl

    Gemeinsamer Austausch mit Bundesminister Özdemir am Kaiserstuhl

    Herkunftsprofilierung braucht Leitplanken, Handwerk braucht Handarbeit

    von VDP

    Es sind die zahlreichen Themen, die die Weinbranche derzeit beschäftigen – vom Klimawandel, den Kostensteigerungen sowie der Herkunftsprofilierung in Deutschland. Umso wichtiger ist es, diese Sorgen mit der Politik zu teilen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. So fand vergangenen Donnerstag ein gemeinsames Gespräch zwischen dem BMEL mit Bundesminister Cem Özdemir sowie dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) statt.

    „Wir stehen als VDP für einen Weinbau sowie eine Landwirtschaft der Zukunft und Offenheit. Insofern blicken wir in dieselbe Richtung. Denn wir alle wissen – wir alle brauchen entschlossene Antworten. Hierzu gehört eine konsequente Herkunftsprofilierung mit klaren Leitplanken für die Einführung des Ersten und Großen Gewächses sowie die Motivation derer, die sich für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Weinberge einsetzen“.

    VDP-Präsident Steffen Christmann

    Eine „Bottom up“ Herkunftsprofilierung

    Mit der neuen WeinVO erhält der deutsche Weinbau eine neue, herkunftsbezogene Ausrichtung. Das ist zu begrüßen. Nachdem der VDP bereits seit über 30 Jahren den Weg der Profilierung der Herkünfte gegangen ist, konnte festgestellt werden, dass eine klare Herkunftsprofilierung den Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung gibt und sie bindet. Um dies zu erreichen, fordert der VDP Konsequenz und Verzicht. Die Winzerinnen und Winzer im VDP mussten dafür über 30 Jahre Erfahrung sammeln, Fehler machen, neue Regeln aufstellen. Ein wichtiger Schritt war dabei die Etablierung der Ersten und Großen Gewächse, der Premier und Grand Crus für Deutschland, die auf einer klaren Gebietsprofilierung aufbaut. Sollen nun solche Weine für alle eingeführt werden, geht dies nur mit einer Klassifikation der Lagen, der Herkünfte nach ihrer Reputation. Damals wie heute haben diese Weine zum Ansehen des deutschen Weines in der Welt beigetragen. Umso bitterer die übereilte Aufnahme einer Regelung mit der Absicht der Vermeidung von „Wildwuchs“. Im Ergebnis sind diese Begrifflichkeiten nun aufgenommen, jedoch mit unzureichenden Bedingungen. Daher braucht es eine erneute Änderung der Weinverordnung mit konsequenten Leitplanken für die Umsetzung der Ersten und Großen Gewächse in den Regionen. Die Herkunftsprofilierung in Deutschland wäre sonst zum Scheitern verurteilt und würde zur Abwendung jener führen, die den gesamten Weinbau im Blick haben.

    ©BMEL / Schwalm

    Einig sind sich alle, dass sich Nachhaltigkeit und Zukunft nicht ausschließen dürfen. Mit der Klimaveränderung gehen Witterungsextreme- und Krankheits-Druck einher. Um den Weinbau in Schutzgebieten mitsamt Ökosystem & Lebensraum für Pflanzen, Insekten & Kleinstlebewesen überlebensfähig zu halten, braucht es eine realitätsnahe Umsetzung der Pflanzenschutz-Anwendungen, die mit der Branche erarbeitet wird. Kaum ein Jahr gilt nicht mehr als Ausnahmejahr und wird für den Weinbau, häufig besonders den Öko-Weinbau, zur Herausforderung. Daher braucht es passgenaue Gebote statt Totalverbote, um den Weinbau in Schutzgebieten zu erhalten. Gleichzeitig wird angeregt, dass der Einsatz von Kaliumphosphonat erneut mit den südlichen EU-Mitgliedsstaaten diskutiert wird, um eine Zulassung zu erreichen, die den Vorteil der Kupfer- und CO2-Reduzierung bietet.

    Der Erhalt der Weinkulturlandschaft sowie die Erzeugung von Qualitätsprodukten und damit der Wertschöpfung für diese Weinberge ist in vielen Fällen ausschließlich durch echte Handarbeit möglich – die ohne die über Jahrzehnte gepflegte Zusammenarbeit und Hilfe von Saisonarbeitskräften kaum denkbar ist. Daher bekräftigten die Vertreterinnen und Vertreter des VDP den Wunsch der Branche nach einer realistischen Zeit- und Personalpolitik mit entsprechender Praxisnähe und Flexibilität.

    „Um die derzeitigen Herausforderungen verstehen zu können, muss man den Weinbau und die Betriebe vor Ort hautnah erleben. Dies ist uns heute hier in der Kulturlandschaft des Kaiserstuhls gemeinsam gelungen“,

    Fritz Keller VDP-Mitglied & Weingut Franz Keller

     

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Eine Dokumentation der VDP.Klassifikation

    Eine Dokumentation der VDP.Klassifikation

    Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter blickt auf 30 Jahre Klassifikation zurück

    Ein langer Weg der Profilierung und Klassifikation liegt hinter den Winzerinnen und Winzern des VDP. Stolz kann auf 30 Jahre Klassifikations- Erfahrung sowie 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS® zurückgeblickt werden. Vor allem kann heute, viele Jahre später, überzeugt gesagt werden, dass all der Verzicht, die Diskussionen und die einzelnen Zwischenschritte sowie Meilensteine wichtig für den heutigen Erfolg der Weine des VDP waren. Doch bedeutet all das nicht, dass das Ziel des langen Weges erreicht ist.

    Mainz, 12. Juli 2023 | Vor knapp einem Jahr wurde gemeinsam mit internationalen Top-Weinfachleuten das Jubiläum 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS® gefeiert. Ein großes Fest mit den deutschen Grand Crus der letzten zwei Jahrzehnte und einem emotionalen Rückblick in die Anfangszeiten dieser Erfolgsgeschichte. Gerade die Rückbesinnung auf das, was den VDP als Vorreiter der Premier und Grand Crus in Deutschland groß gemacht hat, hat dazu geführt, die zum Teil sehr schwierigen Diskussionen der vergangenen Monate mit Vernunft und Geduld führen zu können. Die Aufarbeitung der eigenen Klassifikations-Geschichte im Zuge des Jubiläums, aber auch der Austausch mit den Nachbarn aus Frankreich und Österreich sowie die weingesetzlichen Entwicklungen bestärkten den internen Hinterfragungsprozess und die Entschlossenheit, gemeinsam im VDP den nächsten Schritt zu gehen.

    In dem Bewusstsein, dass alles stets einem Wandel unterzogen ist, geht der VDP damit die nächste Etappe in der Klassifizierung der Weinberge an. So werden die bisherigen Kriterien und Unterlagen, die damals auf eine Erstanerkennung der Lagen zielten, aufgearbeitet, zusammengefasst und um neue Erkenntnisse ergänzt. Dies führt nicht nur dazu, dass sich die Dokumentation der Klassifikation mehrdimensionaler und transparenter gestaltet, sondern gewissermaßen auch zu einem etwas anderen Blickwinkel: Es geht darum, welcher Weinberg bewiesen hat, dass er Potenzial hat (Bewiesene Reputation) – und nicht darum, welches Potenzial ein Weinberg möglicherweise hat (reine Potenzialabschätzung der Gegebenheiten). So fügt sich das Potenzial des Weinbergs mit dem Können des Winzers/der Winzerin zu einer Einheit zusammen.

    Nun gilt es, die in den letzten Jahren erworbene Reputation und Einschätzung der VDP.ERSTEN LAGEN und VDP.GROSSEN LAGEN in eine Evaluierung einzubeziehen, diese fortlaufend weiterzuentwickeln und zu überprüfen. Hierzu zählt die historische Relevanz anhand von Relevanz-stiftenden Belegen, die Bedeutung & das Renommee einer Lage und die Einstufung ihrer Bonität durch Erzeuger:innen & Expert:innen, die ökonomische Relevanz durch die Analyse der Anerkennung und Sichtbarkeit der Weine im nationalen sowie internationalen Markt, die qualitative Relevanz aus nationalen & internationalem Blickwinkel der Weinkritik oder auch der Gastronomie sowie die Homogenität von Geologie, Klima und Topographie. Darüber hinaus hat jede Region die Möglichkeit, besondere regionalspezifische Kriterien einzubeziehen, die nachweislich zur Bonität einer Lage beitragen und wie die anderen Kriterien auf die Stärke einer Lage einzahlen.

    Der Austausch mit der internationalen Weinwelt bestätigt immer wieder aufs Neue, dass die VDP.Klassifikation sowie die Einstufung der Lagen ein hohes Maß an Anerkennung in der ganzen Welt hat. Der nun laufende Prozess verdeutlicht dies und überprüft gleichermaßen den Status Quo. In diesem Bewusstsein ist man überzeugt, dass viele Entscheidungen der letzten beiden Jahrzehnte bestätigt werden, wenn die Lagen der VDP.Mitglieder die Dokumentation durchlaufen. Doch kann es gleichzeitig sein, dass manche Weinberge ihre Stärke in den vergangenen 20-30 Jahren nicht in gleicher Weise bestätigen konnten, wie andere. Ferner ist es möglich, dass andere, neue Weinberge sich über die Zeit eine hohe Reputation erarbeitet haben, von Winzerinnen oder Winzern zum Leben erweckt wurden und heute einen festen Platz unter den renommiertesten Weinbergen Deutschlands haben. Auch das verdeutlicht den vollständigen Terroir-Gedanken, der die Persönlichkeit, den Erzeuger/die Erzeugerin in die Größe eines Weines bzw. eines Weinberges miteinbezieht und Zeichen dafür ist, dass ergänzend zu dem Potenzial des Weinbergs die daraus erworbene Reputation unter Beweis gestellt wird.

    Eine zeitgemäße Klassifikation verleiht eben keine Auszeichnungen bis in alle Ewigkeit. Ein jeder großer Wein und Weinberg stellt sich so selbstbewusst regelmäßig einer Evaluierung. Am Ende dient all das auch dazu, die von den VDP.Prädikatsweingütern in den letzten Jahrzehnten gemachten Erfahrungen und das Erreichte in einem nachvollziehbaren Prozess zum Gegenstand der Erörterungen der Weingesetzgebung und der Schutzgemeinschaften zu machen. Ganz in der Klassifikationstradition unserer erfahrenen Nachbarn. Natürlich muss sich jede Klassifikation logisch in den Aufbau und das Profil einer Herkunft einfügen. Alles und gerade auch der Unterbau, die Profilierung der ggA (geschütze geographische Angabe), aber auch Regional- und Ortsweine, werden noch einige Diskussionen erfordern, zu denen die Vertreterinnen und Vertreter des VDP gerne ihren Beitrag leisten. Ein steiniger Weg für den deutschen Wein, am Ende aber hoffentlich erfolgreich. Die VDP.Prädikatsweingüter blicken dem optimistisch entgegen.

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Recap VDP.Weinbörse 2023

    Recap VDP.Weinbörse 2023

    Zwei beschwingte und erfolgreiche VDP.Weinbörse-Tage

    von Kai Wunner

    Nach zwei fulminanten VDP.Weinbörse-Tagen blickt der VDP auf schöne gemeinsame Zeit mit den Kunden in Mainz zurück. Der Jahrgang 2022 konnte sich der Fachwelt in den vergangenen Tagen mit seiner ganzen Strahlkraft präsentieren. Insgesamt waren 189 Weingüter und damit knapp 95% der VDP.Mitglieder vor Ort.  Mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern am Sonntag und 1.500 am Montag war der Zulauf und damit der Zuspruch der größten Fachveranstaltung für deutschen Wein noch größer als im vergangenen Jahr.

    Internationale Gäste kamen von der ganzen Welt – aus 30 verschiedenen Ländern – nach Mainz, um dort die Weine der VDP.Winzerinnen und Winzer verkosten zu können, so z.B. aus Australien, Brasilien, Thailand, aber auch dem europäischen Ausland, wie z.B. Skandinavien, BeNeLux, Slowakei und Tschechien an.

    Die VDP.Weinbörse zeigt sich damit als einer der wichtigsten Termine für nationale und internationale Multiplikatoren und Multiplikatorinnen der Weinwelt.

    „Ich erinnere mich kaum an eine VDP.Weinbörse, bei der der Andrang so groß war. Sehr viele, sehr fachkundige und vorallem internationale Gäste waren anzutreffen. Besonders spannend war auch der hohe Anteil an jüngeren Besucherinnen und Besuchern, die von der Spitzengastronomie bis hin zu Szenerestaurants kommend, den Jahrgang 2022 verkosten wollten. Es ist also zu erkennen, dass die Wertschätzung für hochwertigen, authentischen Wein aus den deutschen Anbaugebieten steigt.“

    VDP.Präsident Steffen Christmann

    Schon jetzt freut sich der VDP auf die nächste VDP.Weinbörse, die vom 27. bis 29. April 2024 in Mainz stattfindet. 50 Jahre VDP.Weinbörse – ein wahres Jubiläum, das man sich nicht entgehen lassen dürfen, also am besten schon jetzt das Datum im Kalender vormerken.

    Stimmen zur VDP.Weinbörse

    FAMILIENTREFFEN DER DEUTSCHEN WEINSZENE

    Die VDP.Weinbörse ist immer eine Highlight-Veranstaltung – fast schon ein Familientreffen der deutschen und internationalen Weinszene. Die einzigartige, konzentrierte Verkostungssituation in Mainz ermöglicht einen intensiven Austausch mit den Gästen aus aller Welt.

    Moritz Haidle

    BESUCHERINNEN UND BESUCHER MIT ENORMEM INTERESSE

    Teilweise war zu zweit so viel zu tun, dass man gar nicht zum Essen kam – die Tage in Mainz haben viel Spaß gemacht mit extrem vielen und vor allem sehr spannenden Gästen.

    Rainer Schnaitmann

    ÜBER DEN VDP

    Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vereint knapp 200 Winzerinnen und Winzer, die individueller nicht sein könnten und dennoch einen gemeinsamen Anspruch haben: Die Erzeugung authentischer Spitzenweine. Seit 1910 setzt sich die Gemeinschaft der besten deutschen Weingüter für ein einzigartiges Qualitätsversprechen ein – den VDP.Adler auf dem Flaschenhals jeder einzelnen Weinflasche. Er ist das Merkmal für Weine mit Herkunft.

  • Bericht zur Lage der VDP.Prädikatsweingüter

    Bericht zur Lage der VDP.Prädikatsweingüter

    Ein Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2022 – was beschäftigt die Winzerinnen und Winzer des VDP?

    von Kai Wunner

    Jedes Jahr spielt anders. Die Natur gibt Jahr für Jahr den Winzerinnen und Winzern des VDP den Ton an. Doch externe Einflüsse außerhalb der Witterung beeinflussen ein Weinjahr nicht minder. Sei es das Konsumverhalten, die Verfügbarkeit von Materialien oder auch politische Belange und Zukunftsfragen. Feststeht, auch auf die Weinwelt hat das Auswirkungen – nicht zuletzt, weil weniger und seltener, dafür wertiger und ausgewählter getrunken wird.

    Das Wein-Wirtschaftsjahr 2022 steht für ein Jahr mit zwei Seiten: viele positive Entwicklungen einerseits, aber auch Herausforderungen andererseits. Nach dem Pandemie-Schock mit geschlossener Gastronomie sowie eingebrochenem Exportgeschäft haben sich die Vertriebswege im Jahr 2022 deutlich normalisiert und weitestgehend erholt.
    Man beurteilt die Zeit im Rückblick als „gut überstanden“. Die Winzerinnen und Winzer des VDP berichten von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach „regionalen“ Weinen aus Deutschland, besonders Sekte partizipieren von dem Trend; ebenso der Fine-Wein-Bereich – trockene und fruchtsüße Weine der Klassifikationsstufe VDP.GROSSE LAGE® sind rar und gesucht. Doch gibt es auch anhaltende Folgen aus Pandemiezeiten sowie dem Angriffskrieg Russlands
    auf die Ukraine: Lieferschwierigkeiten, wie beispielsweise für Glasflaschen, aber auch die enormen Kostensteigerungen in allen Bereichen der Weinproduktion, vom Kompost bis zur Spedition, oder auch Lohnkosten, machen den Weingütern zu schaffen. Ob des angespannten Marktumfeldes, können diese deutlichen Mehrkosten nicht über analog erhöhte Preise
    weitergegeben werden. Jedoch wird eine Preisanpassung wie für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse mittelfristig von Nöten sein, um die Betriebe nachhaltig und leistungsstark in die Zukunft führen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Spitzenqualitäten viel Handarbeit erfordern und so etliche Mechanisierungsoptionen nicht möglich sind.

    Der Jahrgang – so spielte das Wetter im Jahr 2022

    Das Jahr 2022 war geprägt von einem Sommer mit vielen Sonnenstunden, aber zum Teil auch herausfordernden Witterungsumständen. Bereits jetzt zeigen die Weine des Jahres 2022 eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit und Frucht, optimale Säurewerte und ausgeprägte Aromatik. Aufgrund des warmen Frühjahrs schritt die Rebenentwicklung in den Frühlingsmonaten sehr schnell voran. Warme Tage bereits im Mai führten dazu, dass das Wachstum der Laubwände und die Rebblüte rapide voranschritten. Schnelles Arbeiten trotz Arbeitskräftemangel wurde zur Voraussetzung, um mit der wachsenden Natur Schritt halten zu können.Die andauernde Trockenheit in den Sommermonaten und der späte Regen im Herbst machten die Lese oft zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Das richtige Timing im Weinberg ist ausschlaggebend, um die optimale Reife ohne Einbußen in der Qualität abpassen zu können. Dank der gewissenhaften Handarbeit und präzisen Selektion der erfahrenen Winzerinnen und Winzer konnte gesundes und reifes Traubenmaterial geerntet und verarbeitet werden. Nach den hinsichtlich der Menge eher schwächeren Jahrgängen der letzten vier Jahre, stand mit durchschnittlich 62 hl/ha im Jahr 2022 nach längerer Zeit erstmals wieder ein wenig mehr Weinmenge für die Vermarktung zur Verfügung – wenn auch dieses vermeintlich stärkere Ertragsniveau bei einem deutschlandweiten Durchschnitt von 90 hl/ha (Jahr 2022, Quelle DWV) aufgrund der qualitätsfördernden Ertragsregulierung noch immer deutlich geringer ist.

    Bericht zur Lage

    Die Wirtschaftsdaten der VDP.Weingüter werden immer im Frühjahr abgefragt und daraus Durchschnittswerte bzw. Hochrechnungen gebildet. Neben den Fragen nach Umsatz und Geschäftsentwicklung wurden dabei sowohl die Preistendenz der verschiedenen Stufen der VDP.Klassifikation, die Entwicklung des Exports, aber auch der unterschiedlichen Verkaufskanäle vom Fachhandel bis zum Direktverkauf erhoben.

    Inland

    73% der VDP.Weine wurden 2022 im Inland verkauft. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (79%) einem Rückgang des Inlandsanteils um 6% und damit einer deutlichen Steigerung oder besser Erholung des Exportanteils von 21% auf 27%. Zusätzlich konnten 40% der VDP.Weingüter im Inland mehr Wein absetzen. Dank ihrer Positionierung im Premiumbereich
    waren so die VDP.Weingüter weniger von der allgemein beschriebenen schwierigen Marktsituation und den damit verbundenen Konsumeinsparungen betroffen.

    Der Ab-Hofverkauf ist für die Weingüter im VDP weiterhin sehr wichtig, wenn auch der Absatzanteil über diesen Weg je nach Betriebsausrichtung sehr unterschiedlich ausfällt – von 3 bis 80% Absatz ab Hof ist alles zu finden und liegt im Durchschnitt bei 30%. Fast die Hälfte der Weingüter konnten ihren Umsatz ab im Hof im vergangenen Jahr nochmals steigern (47%).

    Gastronomie und Fachhandel spielen für die Winzerinnen und Winzer des VDP schon immer eine wichtige Rolle, da sie wertvolle Multiplikatoren sind und mit ihrer Fachkompetenz Service und Beratung für die komplexen Weine ermöglichen. Hier sind stabile Absatzzahlen von 26% zu verzeichnen. Nicht gemessen werden kann der indirekte Absatz über den Fachhandel an die Gastronomie, so dass deren tatsächliche Bedeutung für die VDP.Weingüter noch höher einzustufen ist. Für den Verkauf hochpreisiger Weine ist die Vermittlung von Terroir und Werten, aber auch das Storytelling im direkten Kundenkontakt äußerst wichtig.

    Jeder dritte Betrieb im VDP geht von steigenden Absätzen über den Fachhandel aus, auch wenn die Lage durch die Kostensteigerungen und die Vergleichbarkeit der Preise die Situation für den Fachhandel nicht immer einfach macht. Umso dankbarer ist die langfristige, partnerschaftliche Beziehung zwischen den Weingütern und dem Fachhandel, der sich bei den Winzerinnen und Winzern des VDP auf weitgehende Preisdisziplin einerseits sowie eine konstante Nachfrage der Weinliebhaber verlassen kann. Im Gegenzug wird erwartet, dass Preisempfehlungen auch verlässlich von allen Marktteilnehmern eingehalten werden.

    VDP Franken. Foto Peter Bender

    Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat durch die Normalisierung des Außer-Haus Konsums im letzten Jahr Umsatzeinbußen bei Wein hinnehmen müssen. Dennoch ist es jedem vierten Betrieb gelungen, seinen Umsatz im LEH zu steigern. Insgesamt ist der Absatz der im LEH agierenden VDP.Weingüter um 1% auf 9% gesunken. Der Absatz über den Discount bleibt bei unter 1% weiterhin verschwindend gering.

    4 von 5 Weingüter im VDP haben einen eigenen Webshop, über welchen sie 12% ihrer Weine absetzen. Viele Betriebe möchten in Zukunft den Absatz über ihren eigenen Onlineshop, über intensive Kundenansprache, Podcasts, Onlineverkostungen etc. fördern. 64% der VDP.Weingüter arbeiten mit externen Onlinehändlern zusammen und vermarkten über diese im Schnitt pro Weingut etwa ein Zehntel ihres Gesamtabsatzes. Die zukünftige Rolle des Onlinehandels wird von den Weingütern sehr unterschiedlich eingeschätzt. Während jederm fünfte Betrieb von weiterem dynamischen Wachstum ausgeht, beobachtet die Mehrzahl nach der Pandemie eine Stagnation bis zu einem leichten Rückgang des Onlinehandels auf insgesamt höherem Niveau als vor Corona. Onlinehändler, die mit kreativem Storytelling und gutem Know How aktiv sind, werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

    Ausland / Export

    Der Export hat im letzten Jahr deutlich an Absatzdynamik gewonnen. Mit 27% kehrt der Anteil der Weine, die sich großer Beliebtheit im Ausland erfreuen, zurück auf Vor-Pandemie-Zeiten und auf die exakten Zahlen des Jahres 2019. Jeder vierte VDP.Wein wird exportiert.

    Ob der zunehmenden Bekanntheit und Profilierung der deutschen Spitzenweine im Ausland
    sowie der wirtschaftlichen Erholung vieler Auslandsmärkte nach Corona, ist für die kommenden Jahre von einer stärkeren Dynamik der Nachfrage nach Premiumweinen im Ausland auszugehen. Neben den sehr wichtigen trockenen Weinen erfreuen sich im Export auch die fruchtsüßen Prädikatsweine großer Beliebtheit. Der Anteil der klassischen
    Prädikatsweine von Kabinett bis Trockenbeerenauslese liegt im gesamtdeutschen Weinmarkt bei 5-6%. Innerhalb des VDP verzeichnen die frucht- und edelsüßen Prädikatsweine jedoch einen durchschnittlichen Anteil von etwa 10%. Dieser Wert ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Prädikatsweine besonders an der Mosel (40%) sowie im Rheingau (15%) traditionell hoch ist, nachdem in diesen klimatisch prädestinierten Regionen einzigartige fruchtsüße
    Spitzenweine möglich sind.

    “Wir sind dankbar, dass auch in schwierigen Zeiten unsere handwerkliche Arbeit wertgeschätzt
    und unsere Terroir-geprägten Weine eine hohe Nachfrage erfahren. Die Einschränkungen, aber
    auch die klare Profilierung der letzten Jahre zahlen sich nun aus. Nichtsdestotrotz macht uns die
    gesamtwirtschaftliche Situation, gerade auch im gesamten deutschen Weinbau Sorgen. Da
    stehen enorm gestiegene Material- und Lohnkosten sowie sich immer mehr verschärfende
    Vorgaben Märkten gegenüber, in denen die Kaufkraft der Gesamtbevölkerung sinkt. Wir sind
    umso mehr überzeugt, dass hochwertige Herkunftsweine aus unseren Weinkulturlandschaften
    einen großen Erfolg haben und sich jeder Austauschbarkeit entziehen”

    Steffen Christmann,
    Präsident des VDP

    Zu den wichtigsten Exportmärkten des VDP zählen Skandinavien, allen voran Dänemark und
    Norwegen, sowie die USA. Große Exportbedeutung haben auch die Niederlande, Belgien und die Schweiz. Im asiatischen Raum werden die Länder Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan und Thailand dank gesteigerter Weinnachfrage als Chancenmärkte gesehen, während China seit dem Höhepunkt 2018 etwas rückläufig ist. Auch für Großbritannien werden nach jahrelanger Schwäche gute Chancen im Premiumbereich gesehen.

    Eine zukünftig höhere Bedeutung erwarten die VDP.Weingüter für ungewöhnliche Exportländer, wie Israel, Italien, Kanada und Mexiko. Aber auch die direkten östlichen Nachbarn Polen, Tschechien und die Slowakei werden als attraktive Auslandsmärkte eingeschätzt. Das zeigt: Deutsche Terroirweine sind als “Cool Climate” Weine weltweit gesucht und gefragt; besonders weil sie dank ihres Herkunftscharakters, der bei den VDP.Weingütern im Mittelpunkt steht, einzigartig und nicht austauschbar sind.

    Preisniveau

    Die insgesamt wohl schwierige Marktentwicklung 2022 – Kaufkraftverluste und die Beschränkung auf die unbedingt notwendigen Produkte beim Lebensmitteleinkauf – scheint laut den jüngsten Erhebungen für die Weingüter des VDP nur bedingt zuzutreffen. Zum Vergleich: Laut der zuletzt veröffentlichten Zahlen (DWI) in Deutschland wurden über alle
    Einkaufsstätten hinweg rund zehn Prozent weniger Wein eingekauft, was zu einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent geführt hat. Der Konsum günstiger Weine ist weit mehr von dem Absatzrückgang betroffen. Der Gesamtumsatz des VDP konnte nach den leichten Umsatzeinbußen des vorherigen Jahres auf rund 489 Millionen Euro steigen. Pro Betrieb
    entspricht das einem Umsatzvolumen von ca. 2,45 Millionen Euro.

    Betrachtet man ergänzend die Preisentwicklung der Weine im Vorjahresvergleich in den jeweiligen Klassifikationsstufen, wird deutlich, dass die Preise bislang nicht analog den
    Erzeugungskosten gestiegen sind. Nahezu in allen Stufen haben die Preise im Durchschnitt um maximal einen Euro zugelegt. Deshalb ist zu erwarten, dass viele Weingüter gezwungen sein werden, die Preise im Jahr 2023 nochmals anzupassen, um den Herausforderungen der Kostenentwicklung standhalten zu können.

    Facts & Figures

    (Hochrechnungen, bezugnehmend auf das Jahr 2022)

    Gesamtabsatz im Jahr 2022 (in 0,75 Fl.)
    Gesamt VDP ca. 39 Mio. Flaschen
    pro Betrieb ca. 195.488 Flaschen

    Rebfläche
    Gesamt VDP ca. 5.588 ha (ca. 5,5% der deutschen Rebfläche)
    pro Betrieb ca. 28 ha

    Personalstruktur in VDP.Weingütern
    ø 8 Mitarbeiter:innen, 2 Aushilfen
    2 von 3 Weingütern bilden aus (ø 1 Azubi)

    Umsatzvolumen in 2022
    Gesamt VDP ca. 489 Mio. Euro
    Pro Betrieb ca. 2,45 Mio. Euro

    Ertrag in 2022 ø
    71 hl/ha (Jahrgang 2018)
    52 hl/ha (Jahrgang 2019)
    55 hl/ha (Jahrgang 2020)
    53 hl/ha (Jahrgang 2021)
    62 hl/ha (Jahrgang 2022)

    Flaschenpreise in 2022

    (0,75l) ø und prozentualer Mengenanteil der Klassifikationsstufe
    (Durchschnittpreis für eine Flasche deutschen Wein: 3,71 € pro Liter)
    VDP.GUTSWEIN 11,00 € (63%)
    VDP.ORTSWEIN 14,00 € (20%)
    VDP.ERSTE LAGE® 20,00 € (12%)
    VDP.GROSSE LAGE® 37,00 € (5%)

    Absatz ø
    Inland 73 % (2021: 79 %)
    Export 27 % (2021: 21 %)
    Export-Tendenzen Top 3
    • Skandinavien (Dänemark, Norwegen)
    • USA
    • Niederlande und Belgien

    Ökologischer Weinbau
    • 76 VDP.Betriebe arbeiten ökologisch bzw. sind gerade in Umstellung, damit werden knapp
    40% der VDP.Rebfläche ökologisch bewirtschaftet (deutschlandweit sind es 12,5 % Bio-Rebfläche)
    • 16% der deutschen Öko Weinbaufläche wird vom VDP bewirtschaftet
    • 17 VDP.Weingüter arbeiten biodynamisch

    Nachhaltiger Weinbau
    • 43 VDP.Betriebe sind nachhaltig wirtschaftend und zertifiziert (= 1.881 ha)
    • 34 % der VDP.Rebfläche ist nachhaltig zertifiziert
    • Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung 2021 werden alle VDP.Mitglieder bis 2025
    nachhaltig zertifiziert sein

    ÜBER DEN VDP

    Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vereint knapp 200 Winzerinnen und Winzer, die individueller nicht sein könnten und dennoch einen gemeinsamen Anspruch haben: Die Erzeugung authentischer Spitzenweine. Seit 1910 setzt sich die Gemeinschaft der besten deutschen Weingüter für ein einzigartiges Qualitätsversprechen ein – den VDP.Adler auf dem Flaschenhals jeder einzelnen Weinflasche. Er ist das Merkmal für Weine mit Herkunft.