Autor: Kai Wunner

  • Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    SITT Wein hat das Weinerlebnis auf eine andere Art nach Stuttgart gebracht

    von Murat Karaman

    In der Stuttgarter Weinlandschaft tut sich etwas: SITT Wein, HYBRID AUS WEINBAR & WEINHANDEL, bringt frischen Wind in die Weinwelt und setzt auf ein Konzept, das sowohl Tradition als auch Innovation vereint – Wein aus dem Zapfhahn. Statt Flaschen zu entkorken, können Weinliebhaber hier ihre Weine direkt und unkompliziert selbst zapfen. Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat das Potenzial, das Weinerlebnis für viele zugänglicher zu machen.

    Weingenuss anders gedacht

    Das Team hinter SITT Wein hat sich zum Ziel gesetzt, den Weinkauf und -genuss neu zu denken. Besonders spannend: Dank des Zapfsystems können Kunden hochwertige Weine glasweise probieren, die sie sich sonst vielleicht nicht leisten würden. So wird das Weintrinken zu einer spielerischen Entdeckungsreise, die für jedermann erschwinglich ist. Auch der Fokus auf lokale Winzer und die enge Zusammenarbeit mit befreundeten Weingütern machen das Angebot einzigartig.

    Self-Exploring Wein Experience

    Was SITT Wein besonders auszeichnet, ist die Idee der „Self-Exploring Wein Experience“. Anstatt sich für eine ganze Flasche zu entscheiden, können die Gäste in aller Ruhe verschiedene Weine kosten, bevor sie ihre Favoriten finden. Das fördert nicht nur den Entdeckungsgeist, sondern macht den Weingenuss zu einem geselligen Erlebnis. Ob trockene Rotweine, spritzige Weißweine oder Naturweine – die Vielfalt im Offenausschank lässt kaum Wünsche offen. SITT Wein schafft damit ein Umfeld, in dem Weinverkostung für alle zugänglich und spannend wird, unabhängig vom Weinwissen der Besucher.

    Standorte in Stuttgart, Sindelfingen und Heilbronn

    SITT Wein hat bereits Standorte am Stuttgarter Marienplatz, in Sindelfingen und Heilbronn eröffnet – allesamt geprägt von der Idee, das Weinerlebnis zu modernisieren, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Jeder Standort bietet ein breites Sortiment von über 100 Weinen, auch mit regionalen Weingütern und Weinen, das regelmäßig erneuert wird, um den Gästen stets neue Entdeckungen zu ermöglichen.

    Geschäftsführer SITT Wein, Pablo Dahl

    Auch wenn dieses Konzept für manchen vielleicht ungewohnt ist, zeigt sich, dass es gut ankommt. Gäste schätzen die ungezwungene Atmosphäre und die Möglichkeit, sich ihr Glas selbst zu zapfen und dabei unkompliziert mit anderen Weinliebhabern ins Gespräch zu kommen. Zudem bietet das Team hilfreiche Empfehlungen, sodass auch Neulinge ihren Weg durch die vielfältige Auswahl finden. Für die Zukunft plant SITT Wein, das Erlebnis weiter auszubauen: Mehr Verkostungen und Events, bei denen Wein und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen, sind bereits in Planung. So bleibt das Lokal nicht nur ein Ort des Genusses, sondern auch ein Treffpunkt für Weininteressierte, die Neues entdecken wollen.

    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    von Murat Karaman

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Murat Karaman

    Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing entdeckt er sein großes Interesse für Kommunikation und vertieft es durch ein Studium der Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Ein anderer großer Teil seiner Leidenschaftgehört der Mode, er ist stets auf der Suche nach neuen Trends und Klamotten. Nach seinem Studium möchte er die erlernten Fähigkeiten in der Modeindustrie anwenden und dahingehend Kommunikation- und PR-Strategien für die Brands der großen Fashion-Welt kreieren. Mit diesem Podcast öffneten sich für ihn neue Türen der Genusswelt, sodass er eine neue Hingabe für Wein und Essen entwickelt hat – ein absoluter Traum!


    Murat Karaman. Foto MK

  • Kino für den Kopf

    Kino für den Kopf

    Hohenheimer Studierende machen einen Podcast rund um das Thema Wein

    von Hans-Peter Archner und Rainer Bluthard

    Ist Wein gesund? Was sind PIWI-Weine? Welches Zubehör ist eigentlich ein „Must have“ für einen Weinliebhaber? Was zeichnet eine „Besenwirtschaft“ aus? Und wie kam der Wein überhaupt nach Stuttgart? Über diese und weitere Themen haben sich Hohenheimer Studierende der Kommunikationswissenschaft für den neuen Podcast bei Experten und auf der Straße umgehört. Sogar bis China führte ein Interview.

    Denn selbst im Fernen Osten beschäftigt man sich mehr und mehr mit der Weinregion rund um die Hänge und Steillagen von Neckar und Rems. Es geht nämlich auch um die gegenwärtigen und zukünftigen Chancen des „Württembergers“. Und um die Zukunft von Rebsorten, die Strategien der Winzerinnen und Winzer, die in ihrer Ausbildung in der ganzen Welt herumgekommen sind und wieder in und um Stuttgart gelandet sind. Sie bauen an, pflegen, hegen und keltern aus Überzeugung und Leidenschaft – aus Liebe zum Wein und zu ihrer Heimat, des Weinanbaugebiets der arbeitsintensiven Steillagen. Sie ernten nicht nur immer wieder qualitativ hochwertige Weine mit immer niveauvolleren Cuvées, sondern sie ernten auch mehr und mehr nationale und internationale Preise dafür.

    Ins kalte Wasser geworfen lernen die Studierenden schnell das Schwimmen. Es ist für sie die Einbahnstraße in den Journalismus.

    Rainer Bluthard, freier Journalist und staatl. gepr. Techniker

    Die Podcastserie zeigt aber auch auf, dass anerkannte Qualität für das Bestehen einer Branche nicht ausreicht: Wie sehen Marketingstrategien von der Region bis Übersee aus, welche Rolle spielt die Politik auch im Rahmen der EU, und wie sehen Überlebensstrategien der oft traditionsreichen Familienbetriebe aus. Denn es geht nicht nur um Anerkennung und Erfolg, es geht auch darum, ein Handwerk für die Region zu bewahren, welches jahrhundertelang in Stuttgart die wichtigste Einnahmequelle darstellte und längst als Kulturgut für die Menschen unverzichtbar geworden ist.

    Praktischer Journalismus – vom Thema zum Podcast

    Am Anfang stand allerdings zuerst das Thema „Wein“. Die Studierenden zerlegten dieses Thema dann in einzelne Facetten, um möglichst viele verschiedene Podcasts zu produzieren. So wie für andere Studierende der vergangenen und zukünftigen Semester geht es im Rahmen der Kommunikationswissenschaften der Universität Hohenheim darum, von profunder Theorie und Forschung die Kennnisse im journalistischen Alltag umzusetzen: Mit Themen, die Relevanz und nach Möglichkeit einen starken regionalen Bezug haben.

    Der Wein mit seiner wirtschaftlichen, kulturellen, regionalen und alltäglichen Bedeutung für die Menschen eignet sich hervorragend für einen solchen Themenschwerpunkt. Zumal durch die Kompetenz und Expertise von WineStR wichtige Anregungen in die Redaktionskonferenz der Studierenden einflossen. Und sie konnten natürlich auch auf die Experten*innen von WineSTR für die Recherche und die vielen Fragen zurückgreifen: zum Beispiel um eine Übersicht über die Winzerinnen und Winzer der hiesigen Weinlagen zu bekommen.

    Foto Joe007 über Pixabay

    Zehn Studierende kümmerten sich jeweils individell um die wichtigsten Einzelaspekte, aber stimmten alles in der Gruppe ab, um ein möglichst informatives und unterhaltsames „Gesamtbild“ des Weins aus Stuttgart zu erstellen. Ganz nach dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ lernten sie in dem Kurs das Handwerkszeug des Radio- und Onlinejournalismus. Etwa die moderne Technik, so die Feinheiten beim Aufnehmen und das Schneiden der vielen Originaltöne aus Umfragen und Expertenmeinungen. Gleichzeitig das Herangehen an den „Content“, also die redaktionelle Besprechung vorher, das Erlernen der richtigen „Interviewtechnik“, um möglichst die besten „O-Töne“ zu erhalten, den Aufbau eines Beitrages oder das richtige Texten einer Hörsprache. Immer an ihrer Seite: Hans-Peter Archner und Rainer Bluthard.

    Übersicht der veröffentlichten und geplanten Podcasts zum Thema Wein

    Erstveröffentlichung am 01.03.2024

    Sarah Kugele:
    Podcast Wein #1: Beruf Winzer
    Ein Knochenjob mit aktuellen Herausforderungen

    Sarah Zilian:
    Podcast Wein #2: Besenwirtschaften
    Wo Wein fließt, Herzen sich öffnen und Geschichten erzählt werden

    Lisa Schnabel:
    Podcast Wein #3: Wie gesund ist Wein?
    Der schmale Pfad wischen Genuss und Gesundheit

    Maurice Schrödel:
    Podcast Wein #4: Stuttgarter Weingeschichte
    Wenn der Kessel sprechen könnte

    Michel Pixa:
    Podcast Wein #5: Weinzubehör
    Die Must-Have-Accessoires für jeden Weinliebhaber

    Melina Miller:
    Podcast Wein #6: Beruf Sommelier
    Von der Liebe zum Wein zur Expertise

    Max Ahrens:
    Podcast Wein #7: Kulinarik, Wein und Genuss
    Gehört ein Wein zum guten Essen?

    Nathalie Tewoldeberhan:
    Podcast Wein #8: Revolution im Weinbau
    Piwi: Piwi-Wein – Die Rebe der Zukunft erreicht die Weinbranche

    Bjarne Müller:
    Podcast Wein #9: Weinsorten und Terroir
    Was sorgt für Geschmack im Wein?

    Sheila Khan:
    Podcast Wein #10: Von Reben zu Reichtum
    Der Weinhandel und sein wirtschaftlicher Einfluss in Stuttgart

    Maurice Schrödel:
    Podcast Wein #11: Reise nach Fernost
    Stuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    Luca Marie Niebaum:
    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage
    Welche Faktoren spielen ein Rolle

    Murat Karaman
    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn
    SITT Wein hat das Weinerlebnis auf eine andere Art nach Stuttgart gebracht

    Autoreninfo:

    Hans-Peter Archner

    Freier Journalist mit Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Stuttgart, kümmert sich zusammen mit Rainer Bluthard seit mehr als dreißig Jahren um die „journalistische Praxis“ an der Universität Hohenheim. Er war ebenso Programmchef von SDR3, dem „Radio für den wilden Süden“ wie anschließend von SWR1 Baden-Württemberg. Er leitete das „SWR Fernsehen Baden-Württemberg“ und beschäftigte sich gleichzeitig als stellvertretender Landessenderdirektor mit der multimedialen Gegenwart und Zukunft des Journalismus.


    Hans-Peter Archner – Foto H.-P.A.

    Rainer Bluthard

    Freier Journalist, staatl. gepr. Techniker und seit 1992 Medientechniker an der Universität Hohenheim. Er krabbelte schon als Baby durch den Bandsalat im Tonstudio seines Vaters, lernte schon früh das Schneiden von Tonbändern und durfte sein Hobby zum Beruf machen. Er ist bis heute mit Herz und Seele in der Medienpraxis.

    Rainer Bluthard – Foto R.B.
  • Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg: Eine Nachlese

    Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg: Eine Nachlese

    Traditionelle Jahrgangspräsentation in der Alte Reithalle in Stuttgart für Fachbesucher und Privatkunden

    von Florian Bechtold und Kai Wunner

    Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Region Württemberg e. V. haben auch in diesem Jahr wieder Fachbesucher und Privatkunden zur traditionellen Jahrgangspräsentation in die Alte Reithalle nach Stuttgart eingeladen..

    Die grundsätzliche Einschätzung des VDP zum aktuellen Jahrgang Württemberg ist vielversprechend.

    Der Jahrgang brachte geringere Erträge, aber hervorragende Aromen und eine angenehme Frische, insbesondere beim Riesling. Auch die Rotweine profitierten von den kühlen Bedingungen, die ihnen eine ansprechende Säure verliehen. Insgesamt war es ein anstrengender, aber aromatisch vielversprechender Herbst..

    Quelle VDP

    Mit entsprechender Erwartungshaltung ging es zur Präsentation, die sich wieder in den schönen Räumlichkeiten der Alten Reithalle von ihrer schönsten Seite zeigte. Wie jedes Jahr waren Gäste aus anderen Regionen geladen, in diesem Jahr waren es Betriebe aus VDP.Sachsen/Saale-Unstrut und vom VDP.Mittelrhein.

    Diese Jahr haben wir das Glück, mit Florian Bechtold einen Gastautor gefunden zu haben, der ein paar der Weingüter genauer unter die Lupe genommen hat. Seine Auswahl war vorab nicht abgesprochen und beansprucht in keinster Weise Vollständigkeit.

    Jahrgangsbesprechung von Florian Bechtold

    Die Weine werden insgesamt filigraner, leichter vielleicht sogar anmutender und behalten dennoch einen Hauch rustikalen Charme. Insgesamt geht es für Württemberg stetig vorwärts in der Wahrnehmung aber noch mehr in der Qualität, die hier produziert wird. Das führt zu einem sehr angenehmen Preis-Genuss-Verhältnis. Klar ist, dass die Preise aufgrund von Kosten und anhaltender Inflation steigen, die Winzer vollführen hier geradezu einen Hochseilakt, um auch den Verbrauchern gerecht zu werden. Dennoch gibt es wahre Schnäppchen im nationalen und internationalen Vergleich, wenn man nach Württemberg schaut.

    Besonders ins Auge gesprungen sind mir in diesem Zusammenhang folgende Weingüter und Weine:

    Aldinger

    Gips Marienglas Spätburgunder 2022, ein perfektes Beispiel für moderne Pinotstilistik. In wundervoll balancierter Spannung zwischen Leichtigkeit, Trinkfluss, feiner Reduktion, viel getragener Etherik, leichten röst- und Holznoten mit herausragend feinem Tannin.
    Ebenso eine Bank ist immer der Lämmler Riesling, hier aus dem Jahr 2023, feine Reduktion, leichter Schmelz, viel Etherik mit hintergründiger Frucht, verspricht dieser Wein viel Trinkfreude in ein paar Jahren.

    Beurer

    Mit einem sagenhaft gereiften 2016er Stettener Kieselsandstein Riesling (zum Vergleich gab es den aktuellen aus 2022). Grundsätzlich sollte man sich angewöhnen, Ortsweine eine Weile liegen zu lassen. Hier hat man damit ins Schwarze getroffen, neben immer noch viel Frische, sind die etherischen Noten leicht angetrocknet, fermentiert, erinnern damit an hervorragenden grünen Tee, getrocknete Blüten und saftige Frucht. Ebenso schön aber noch blutjung und mit mehr Tiefgang der Pulvermächer Riesling 2022. Ihr Mönchsberg Schalksberg Lemberger 2021 GG überzeugt jedes Jahr. Diesmal ausladender, hedonistische dunkle Kirsche, viel Würze, dabei kühl und mit Trinkfluss regender, leichter Ruppigkeit gibt’s viel Spaß.

    Dautel

    Überzeug wieder einmal mit seinen Burgunderrebsorten, ganz vorn der Chardonnay aus dem Bönigheimer Sonnenberg 2022. Breiter Fruchtanklang, trifft Feinheit und Zurückhaltung. Leicht salzig mit ziselierter Struktur. Leise aber etwas für den langen Abend.

    Karl Haidle

    Also Moritz! Trumpft mit seinen Lembergern auf. Der Stettener Ortswein 2022 mit kompakter Frucht, idyllischer feiner Würze lädt zum Zechen ein. Der Stettener Häder 2022 eröffnet dann das Spiel des Terroirs. Bei Haidle immer etwas dunkel rauchig, mit einer Kopfnote aus feinster Floralität. Packend mit saftigem Tannin. Der krönende Abschluss das 2022 Berge GG, nochmal eine Spur präziser, klarer. Satte Sauerkirsche animiert definitiv zum Jungtrinken, das wird aber mal ein „Tier“. Geschliffen feinkörniges Tannin mit frisch-grünlichen Noten zieht den Wein in wahren Trinkfluss.

    Rainer Schnaitmann

    Hat groß aufgefahren. Los gings mit herrlich trinkigen Schaumweinen. Der Evoé Rosé brut nature 2021 wird wohl aufgrund seiner Kargheit mit zugleich so frischen Zitrusnoten, eingefangen von Mineralik und einem Hauch dunkler Würze mit saftigen Johannisbeeren ein Straßenfeger, nicht nur fürs Frühjahr. Der Lämmler Lemberger GG 2022 überzeugt mit Finesse, seinem hohen Trinkfluss durch sein Ganztraubenanteile, geschliffen und rustikal-würzig-etherisch in perfekter Balance. Über allem thronen dunkle Früchte. Das Highlight aus 2022 ganz klar die Spätburgunder. Simonroth mit mehr Kraft, etwas mehr offenkundigere Würze aus leichtem Pfeffer, und viel frischer Etherik. Der Lämmler GG ein Meditationswein. Satte aber präzise Rotkirsche, dein Hauch Thymian, Kopfnote deutlich floral, anmutend, animierend, mit Säurezug der wunderbar vom Extrakt gepuffert wird. Feinstes Tannin, große Länge.

    Wöhrwag

    Bietet mit dem Galgenberg Riesling GG 2022 nun einen Wein mit längerem Lager auf der Feinhefe. Stabiler, in sich verschlossener zwar, mit ein wenig Luft kommt hier dennoch schon einiges. Hiermit dürfte eine Reife über 10 Jahre hinaus möglich sein. Weingutstypisch, die kräftige Gelbfrucht, ein Hauch von Nussigkeit, dunkler Rauch, grobe Kräuter. Das Highlight hier der 2022er Herzogenberg Lemberger. Reife Frucht, ohne ins marmeladige abzudriften. Zwar plakativ dennoch ansprechend. Leichte Reduktion, Heu, Kieselsteine, Feuerstein. Kräftig, ohne anstrengend zu sein.

    Bio :

    Florian Bechtold

    Bild von Florian Bechtold


    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • Experten-Extrakt Vol. 3: Oliver Zeter Winzer Neustadt an der Weinstraße, Pfalz

    Experten-Extrakt Vol. 3: Oliver Zeter Winzer Neustadt an der Weinstraße, Pfalz

    Intime Fragen an Weinkenner

    von Kai Wunner

    Interessante Aussagen von Weinexperten gibt es oft zu lesen. Zu einem oder anderem, mehr oder weniger wichtigen Thema rund um den Wein. In unserer neuen Rubrik “Experten-Extrakt – intime Fragen an Weinkenner” wählen wir bewusst einen anderen Ansatz. Ungewöhnliche Fragen, die das eine oder andere Detail der gefragten Weinpersönlichkeit hervorlocken sollen. Heute die Dritte Ausgabe mit Oliver Zeter – Top-Winzer aus der Pfalz, der es trotz später Berufung schafft, nicht nur mit einer Rebsorte zu überzeugen. Seine Produktvielfalt überzeugt auch in allen Qualitätsstufen. Viel Spaß dabei!

    1. Seit wann beschäftigst Du dich mit Wein und was war der Auslöser?

    Seit 1981, der Beginn meiner Lehre zum Winzer.

    2. Was macht an Deinem Job besonders viel Freude?

    Die Möglichkeit Wein zu „gestalten“ und die Freude wenn dieser Menschen begeistert.

    3. Wein als Speisenbegleitung oder einfach nur genießen?

    Beides.

    4. Was ist Dein Lieblingswein?

    Den gibt es nicht, bzw. davon gäbe es zu viele.

    5. Was macht für Dich großen Wein aus?

    Wenn er mich vereinnahmen und in seinen Bann ziehen kann.

    6. Was war dein schönster Weinmoment?

    Da gab es so viele……..

    7. Was kann Dich beim Weingenuss stören?

    Alles was stört, also Gerüche, Geräusche, aber auch Besserwisser oder ignorante Menschen.

    8. Wie lautet die Schlagzeile zu Deinem persönlichen Weinerlebnis?

    Sorry…

    9. Welches sind Deine 3 Lieblingsweingüter und warum?

    Sorry…

    10. Was ist Dein Traumwein, den Du noch probieren möchtest?

    Sorry…

    11. Was ist dein Lieblings-Weinreiseziel?

    Katalonien (Spanische und französische Seite), Burgund, Südafrika

    12. Was trinkst du nach der Weinprobe?

    Wein, was sonst😉?

    Oliver Zeter für WineSTR

    Amphoren in Oliver Zeters Weinkelller. Foto Kai Wunner

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter Links mit dem Autor, Foto Kai Wunner

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Kleine aber feine Weinernte 2024

    Kleine aber feine Weinernte 2024

    Der Weinjahrgang 2024 wird den Winzerinnen und Winzern als ausgesprochen
    arbeitsintensiv und anspruchsvoll in Erinnerung bleiben

    von Deutsches Weininstitut (DWI)

    Spätfröste, viele Niederschläge und wechselhaftes Wetter während der Weinlese erforderten von den Betrieben einen starken Einsatz und höchste Flexibilität. Dafür wurden sie am Ende bundesweit mit tollen Traubenqualitäten belohnt.

    Fotos Deutsches Weininstitut (DWI)

    Regional große Ertragsunterschiede

    Infolge der extremen Witterungsbedingungen waren die Erntemengen je nach Anbaugebiet, Rebsorte und Kleinklima großen Schwankungen unterworfen. Sie reichten vom Normalertrag bis zum Totalverlust und blieben überwiegend weit hinter den Erwartungen zurück.

    Bundesweit 7,9 Millionen Hektoliter Weinmost

    Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis einer aktuellen Schätzung des Deutschen Weinbauverbandes mitteilt, wird bundesweit eine Erntemenge von rund 7,9 Millionen Hektolitern Weinmost erwartet. Das entspräche einem zehnprozentigen Minus gegenüber dem zehnjährigen Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern und von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen ähnlich niedrigen Ertrag von 7,5 Millionen Hektolitern gab es zuletzt im Jahr 2017.

    Besonders starke Verluste im Osten

    Zu den regionalen Ertragsunterschieden haben insbesondere Spätfröste im April beigetragen, die nach einem sehr frühen Rebenaustrieb das junge Grün oftmals stark schädigten. Davon waren vor allem die östlichen Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut stark betroffen, was sich in Ertragsverlusten von 70 bis 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr widerspiegelt. Außergewöhnlich hohe witterungsbedingte Verluste von rund 64 Prozent hatten auch die Weinerzeuger an der Ahr zu beklagen. An der Mosel reduzierte zusätzlich großflächiger Hagelschlag im Mai die Erträge, sodass man dort mit rund 510.000 Hektolitern die kleinste Erntemenge seit 50 Jahren erwartet.

    Aber auch an den Hängen entlang des Rheins oder der Nahe sowie in größeren Teilen von Franken und Württemberg hat der Aprilfrost seine Spuren hinterlassen. Hier reichen die Rückgänge der Erntemengen von 19 Prozent in Franken bis 25 Prozent in Württemberg.

    Größte Anbaugebiete im Durchschnitt

    Die zwei größten deutschen Weinbaugebiete Rheinhessen und Pfalz sind weitestgehend vom Frost verschont geblieben. Mit einem Minus von vier Prozent liegt die Pfalz nur leicht unter dem Vorjahresniveau und Rheinhessen mit einem Plus von sieben Prozent leicht darüber.

    Fruchtig-leichte mineralische Weine

    Das regenreiche Jahr hatte aber auch positive Effekte auf die Entwicklung der Reben. Aufgrund der guten Wasserversorgung konnten sie viele Mineralien aus dem Boden in die Trauben einlagern, was extraktreiche Weine mit ausgeprägter Mineralität erwarten lässt. Zudem hat sich die lange Reifephase positiv auf die Aromabildung in den Beeren ausgewirkt.

    Der 2024er Weinjahrgang wird von daher frische, lebendige Weine mit ausgeprägter Frucht hervorbringen. Dank moderater Alkoholgehalte fallen die Weine in diesem Jahr zudem insgesamt etwas leichter aus und entsprechen so perfekt dem aktuell gefragten Weintyp.

    Vorausschätzung der deutschen Weinmosternte 2024

    (Stand: 24.10.2024)

    AnbaugebietErnteschätzung 2024Erntemenge 2023Veränderung Menge 2023/2024
     hlhl%
    Ahr15.00042.000-64
    Baden1.100.0001.276.000-14
    Franken341.000419.000-19
    Hess. Bergstraße31.00033.000-6
    Mittelrhein19.00022.000-14
    Mosel510.000724.000-30
    Nahe265.000312.000-15
    Pfalz2.200.0002.287.000-4
    Rheingau222.000224.000-1
    Rheinhessen2.580.0002.420.0007
    Saale-Unstrut13.00048.000-73
    Sachsen9.00030.000-70
    Württemberg614.000822.000-25
    Bundesgebiet7.933.0008.688.000-9

    Quelle: DWV-Schätzung, Destatis

  • CLUB-Angebot Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    CLUB-Angebot Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Für Mitglieder WineSTR CLUB

    von WineSTR-Team „Advertorial“

    Seit dem Jahr 2007 steht der Name Oliver Zeter synonym für Sauvignon Blanc von Weltformat. Der weitsichtige Pfälzer mit dem markanten Bären-Etikett hat der Sorte eine neue Heimat gegeben, indem er die hiesigen Terroirs und Klone genau studierte und passende Standorte definierte. Heute gehört der Betrieb zu den festen Größen unter Deutschlands Top-Weingütern. Ganz klar wegen, aber nicht nur mit seinen ausdrucksstarken Sauvignons.

    Wir freuen uns auf den neuen WineSTR-CLUB-Partner und sein Angebot für die CLUB-Mitglieder.

    Die Mitglieder des WineSTR CLUB erhalten ein Glas Sekt zur Begrüßung bei einem Besuch der Vinothek im Weingut Oliver Zeter auf der Haardt.

    Gültig bis auf Widerruf!

    Oliver im Amphorenkeller. Bild Oliver Zeter GbR

    Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter links mit dem WineSTR-Gründer, Foto Kai Wunner
  • Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Spezialist für Pinot Noir, Riesling und Chardonnay, aber auch Chenin blanc, Viognier,
    Semillion, Syrah und Cabernet Franc in Perfektion

    Seit dem Jahr 2007 steht der Name Oliver Zeter synonym für Sauvignon Blanc von Weltformat. Der weitsichtige Pfälzer mit dem markanten Bären-Etikett hat der Sorte eine neue Heimat gegeben, indem er die hiesigen Terroirs und Klone genau studierte und passende Standorte definierte. Heute gehört der Betrieb zu den festen Größen unter Deutschlands Top-Weingütern. Ganz klar wegen, aber nicht nur mit seinen ausdrucksstarken Sauvignons.

    Als Oliver Zeter, der “älteste Jungwinzer der Pfalz”, wie er selbstironisch anführt, erst mit 40 Jahren vom Weinhandeln zum Weinmachen wechselte, gab es praktisch nichts: Kein Weingut, keine Reben, keine Technik. Aber eine Idee – und die hatte es in sich! Auf seinen Reisen nach Südafrika, in die USA, nach Chile, Italien, Australien, Neuseeland, an die Loire und ins Bordelais faszinierte ihn immer wieder eine Rebsorte, die damals nicht im Ruf stand, Herkunftsweine zu ergeben. Die Wandelbarkeit in Sachen Stil und Aromen war es, die Zeter beim Sauvignon Blanc so beeindruckend fand. Und weil es ja nichts gab, auf das er hätte Rücksicht nehmen müssen, startete er mutig mit einem Underdog. Das war 2007.

    Das Weingut auf der Haardt. Bild Oliver Zeter GbR

    Weingut mit Blick auf den “Balkon der Pfalz”

    15 Jahre später begrüßt Oliver Zeter seine Gäste mit festem Händedruck am liebsten vor seiner “Domaine” auf der Haardt, einem Stadtteil von Neustadt an der Weinstraße. Das imposante Gebäude von 1922, errichtet aus jenem hellen Sandstein, der auch die Weinlagen dominiert, haben Oliver und Bruder Christian Zeter sanieren lassen und mit einem Hauch Eleganz versehen. 400 Meter entfernt tagte der legendäre Stammtisch, an dem Prof. Otto Dill die Bären-Karikatur von Zeters Großvater – mit Namen Walter Baer – zeichnete, die heute auf dem Etikett verewigt ist. Von hier schweift der Blick weit über das Pfälzer Rebenmeer, aus gutem Grund auch der “Balkon der Pfalz” genannt.

    Oliver Zeter im Weinberg. Bild Oliver Zeter GbR

    Vorliebe für die “Big Ten” der internationalen “Noble Grapes”

    Die Vielfalt des milden Klimas und der fruchtbaren Böden jener Region prägt auch Zeters Ansatz. Als Lagensammler begeistern ihn zwischen Kallstadt im äußersten Norden und Siebeldingen im Süden die verschiedenen Kleinklimata, um Pinot Noir, Riesling und Chardonnay, aber auch Chenin blanc, Viognier, Semillion, Syrah und Cabernet Franc in Perfektion zu kultivieren. Zusammengefasst haben es ihm die “Big Ten” der internationalen “Noble Grapes” angetan. Wenn man hier nach einem griffigen Konzept sucht, dann lautet es: sich die Freiheit zu nehmen, offen und interessiert zu bleiben.

    Noble Grapes verkosten. Bild Oliver Zeter GbR

    Kleine und große Holzfässer, Beton, Amphoren und Stahl nebeneinander stehen für Zeters Ideenreichtum

    Während die Haardt der Repräsentation dient und nur einen kleinen Holzfasskeller beherbergt, arbeitet
    Kellermeister Felix Forster in einer modernen aber unscheinbaren Halle in Lachen-Speyerdorf – der “Chai”
    zur “Domaine”, wenn man so will. Bei einem Blick in die Produktion, wo kleine und große Holzfässer, Beton,
    Amphoren und Stahl nebeneinander stehen, werden Zeters Ideenreichtum und die Freude an der stilistischen
    Vielfalt sichtbar. Verkostet wird stets im Trio mit Robin Spitz, Sommelier und Oliver Zeters rechte Hand. Im 15.
    Jubiläumsjahr denkt Zeter noch lange nicht ans Aufhören. Der dynamische Geist seines jungen Teams treibt neue
    Projekte voran.

    Oliver im Amphorenkeller. Bild Oliver Zeter GbR

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter links mit dem WineSTR-Gründer, Foto Kai Wunner
  • VINUM präsentiert die Gewinner des Deutschen Rotweinpreis 2024

    VINUM präsentiert die Gewinner des Deutschen Rotweinpreis 2024

    Mehrere Prämierte aus der Region – Untertürkheimer Gips Marienglas Spätburgunder trocken VDP. Großes Gewächs 2022 Weingut Aldinger, Württemberg ROTWEIN DES JAHRES

    von Kai Wunner Quelle WineSTR CLUB-Partner Vinum

    Gute Nachrichten vom Deutschen Rotweinpreis des renommierten Weinmagazins VINUM. Es gab einige prämierte Weingüter aus der Region, die wir untenstehend alle aufführen. Grundsätzlich war die Jury sehr begeistert von den vorgestellten Weinen.

    Hier die Worte von VINUM-Redakteur Harald Scholl:

    Wenn man in der 38. Auflage eines Wettbewerbs noch ins Staunen kommen kann, muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln. Der VINUM Rotweinpreis brachte überraschende Bewertungen, in der Spitze ging es weit über die 94-Punkte-Marke hinaus. Auch unser Ehrentitel «Roter Riese» ist etwas Besonderes: Zum ersten Mal hat ein Betrieb den Titel zum zweiten Mal errungen.

    Ein Merkmal der Routine ist die häufig mit ihr einhergehende Langeweile. Nach 38 Jahren Deutschem Rotweinpreis wäre es kein Wunder, wenn sich selbige während des mehrtägigen Wettbewerbs eingestellt hätte. Aber davon konnte auch in diesem Jahr keine Rede sein. Die Verkostung der mehr als 1400 Weine war im Gegenteil einmal mehr unerhört spannend. Es tauchen immer noch neue Betriebe auf, von denen auch der erfahrenste Verkoster noch nie gehört hat. Oder bekannte Betriebe, die zum ersten Mal überhaupt ihre Weine angestellt haben. Einfach weil sie vorher noch keine Rotweine im Portfolio hatten. Die deutsche Rotweinszene ist ohne Frage so lebendig wie eh und je, sie ist genauso dynamisch wie vor 38 Jahren, als unser Kollege Rudolf Knoll diesen Wettbewerb ins Leben rief. Was sich allerdings seitdem geändert hat: das Niveau. War es zu Beginn des Rotweinpreises noch eine Bemerkung wert, dass deutscher Rotwein mit der internationalen Elite mithalten kann, so ist das heute selbstverständlich. Also doch: Routine.

    Harald Scholl, Redakteur VINUM

    Die VINUM-Sieger aus der Weinregion Stuttgart/Remstal und ein WineSTR CLUB-Partner aus Rheinhessen

    ROTWEIN DES JAHRES 1. Platz | 97 Punkte

    Weingut Aldinger, Württemberg

    Untertürkheimer Gips Marienglas Spätburgunder trocken VDP.Großes Gewächs 2022

    2024 bis 2047

    Leuchtendes Granatrot. Eher dreckige Reduktion, kurzfristig ein Hauch Bauernhof. Mit Luft dann spürbare Holzwürze mit feinem grünen Touch. Brombeere, Walderdbeere, duftend mit Estragon und Zitronenthymian. Fenchelsalat. Angetrocknete Orange. Weisse Schokolade. Am Gaumen anfangs plakativ, dann eher verschlossen, eingebundene Säure und feinkörniges Tanninnetz. Herb-saftiges Ende mit feinem Schmelz.

    45 Euro | www.weingut-aldinger.de

    Kategorie 1b: Spätburgunder bis 39,99 Euro

    3. Platz | 93 Punkte

    Weingut Zimmerle, Württemberg

    Korber Berg Spätburgunder Goldadler 2020

    2024 bis 2030

    Saftige und dabei würzige Nase, sehr zugänglich. Klare Kirschfrucht, Erdbeere, Brombeere, Marzipan, dazu Rosmarin, grüner Tee und Eukalyptus. Am Gaumen Pflaume und Kirsche, straffes Tannin von neuem Holz, vitale Säure, athletische Figur. Sanfte Länge, gutes Potenzial.

    36 Euro | www.zimmerle-weingut.de

    Kategorie 3: Lemberger

    1. Platz | 93 Punkte

    Weingut Wöhrwag, Württemberg

    Untertürkheimer Herzogenberg Lemberger VDP.Großes Gewächs 2021

    2024 bis 2026

    Im Auftakt mit deutlichen reduktiven Noten, danach viel Frische, Heu- und Kieselsteinnoten, gesalzene Pistazien, saftige Weisse Johannis-beeren, Limette und feiner Feuersteinrauch. Ähnlich im Mund, viel saftige Frucht, markante Basiswürze. Ohne Frage ein polarisierender Wein.

    27,50 Euro | www.woehrwag.de

    Kategorie 4: Cabernet-Familie

    3. Platz | 92 Punkte

    Weingut Escher, Württemberg

    Korber Sommer­halde Cabernet Franc 2021

    2024 bis 2028

    Fruchtig, zart parfümiert im Duft. Kirschen, Pflaumen, Himbeeren, Kardamom und schwarzer Pfeffer. Konzentriert und dicht am Gaumen, mit Zug und Eleganz, feinherbe Fruchtnoten mit delikater Würze. Alles ist dicht und warm. Tannine präsent, harmonieren mit der kraftvollen Frucht.

    26 Euro | www.wein-escher.de

    Kategorie 5: Merlot

    3. Platz | 92 Punkte

    Weingut Zaiß, Württemberg

    Merlot Albert Gustav 1921*** 2019

    2024 bis 2034

    In der Nase Blaubeere, Würze und Waldboden, Walderdbeere, Lakritze und getrocknete Tomaten. Am Gaumen Saft und kühle Eleganz, Eukalyptus, schlank und mit gut eingepackter Säure. Die Komplexität nimmt in Nase und am Gaumen zu, je länger die Luft den Wein streichelt. Der Abgang packt das alles ein und geht schön in die Länge.

    22 Euro | zaiss.com

    Kategorie 8: Cuvées 

    1. Platz | 94 Punkte

    Weingut Peth-Wetz, Rheinhessen

    Assemblage Reserve 2022

    2022 bis 2034

    Sehr aparte, kühle Nase, Kirschkern und Cassis, aber dabei auch Marzipan, Vanille und Schokolade. Am Gaumen treffen Herzkirsche und Cassis auf Kaffee. Hochwertiges Holz ist zu spüren: Das Tannin ist feinkörnig und trägt sehr gut. Dicht, ohne fett zu sein. Sehr ausgewogen, innovative Komposition.

    29,50 Euro | www.peth-wetz.com

    Kategorie 10: Deutscher Nachwuchs

    3. Platz | 90 Punkte

    Weingut Gold, Württemberg

    Beinstein Zweigelt 2022

    2024 bis 2028

    Fruchtbetont mit etwas Röstnoten, ätherische und balsamische Anklänge, Klar, frisch und lebendig. Saftige Kirsche am Gaumen, eingebettet in Schokolade, auch etwas Weihrauch und Wacholder. Feinherbes Tannin, das sich noch jugendlich zeigt.

    15 Euro | www.weingut-gold.de

    Advertorial:

    Sonderangebot für Mitglieder des WineSTR-Clubs:

    Ein Jahr VINUM abonnieren und zusätzlich 3 Ausgaben sowie den Weinguide Deutschland 2023 kostenlos dazu erhalten. Hier geht’s zum Abo: https://www.vinum.eu/winestr

    Intervinum AG

    Thurgauerstrasse 66 | Postfach | 8050 Zürich

    Tel 044 268 52 40 | Fax 044 268 52 05 |

    info@vinum.ch | www.vinum.eu

  • Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Welche Faktoren spielen eine Rolle

    von Luca Marie Niebaum

    Wein. Schon lange mehr als ein Genussmittel. Der Luxusmarkt für Wein, bekannt als Fine Wine Market, boomt. Immer mehr Investoren springen auf den Trend auf und wollen ins Millionengeschäft einsteigen. Doch wie sehr lohnt sich ein Weininvestment wirklich? Was sind die Spielregeln des Fine Wine Markets? – Und wer darf überhaupt mitspielen?
    Frank Kämmer, Experte für Weinkunde beim Auktionshaus Eppli in Stuttgart, kennt sich auf dem Luxusmarkt für Wein aus. Aber wie lassen sich die teils galaktisch hohen Preise rechtfertigen? Prof. Dr. Christian Zörb, Professor für Weinbau an der Universität Hohenheim, blickt hinter die Fassade des Fine Wine Markets.

    Was Wein wertvoll macht

    Der internationale Wert eines Weines wird auf den großen Auktionsmärkten Honkong, London und New York bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits spielen Rarität und Nachfrage eine große Rolle. Andererseits die Qualität der Trauben und des Weinguts. Die kann je nach Jahrgang unterschiedlich sein. Grundvoraussetzungen auf dem Weinmarkt sind außerdem Provenienz, also der Nachweis der Echtheit und Herkunft, und perfekte Lagerbedingungen. Eine „relativ sichere Bank“ sind nur sehr wenige hochklassige Weinmarken, die in Expertenkreisen als Blue Chips bekannt sind.

    „Es sind vielleicht, ich schätze mal, 500 Weine auf der Welt, die sich wirklich lohnen für Weininvestments.“

    Frank Kämmer

    Wein-Investment: Risiken und Fallstricke

    Weintresor zum sicheren Lagern besonderer Weine im Weingut Castiglion del Bosco bei Montalcino/Toskana. Foto Kai Wunner

    Eine Investition in Wein scheint vielversprechend, stellt jedoch besonders private Sammler vor einige Herausforderungen. Denn ihnen fehlt oft das nötige Fachwissen, um die richtigen Weine auszuwählen und auf den Markt zu bringen. Von der Wahl der richtigen Jahrgänge bis hin zu Logistik- und Versteigerungskosten bei den großen Auktionshäusern: Weine auf den Weltmarkt zu bringen ist ein komplexer Prozess, den viele unterschätzen.

    „Wenn ich jetzt eine Aktie kaufe (…), dann brauche ich mich nicht groß mit dem Produkt dahinter beschäftigt zu haben (…); ich kaufe einfach diese Aktie und kann sie wiederverkaufen. Beim Wein ist das einfach anders. Man muss sich tatsächlich mit dem Produkt beschäftigt haben, sonst wird das nichts.“

    Frank Kämmer

    Fine Wine Market – eine goldene Fassade?

    Warum kostet ein Wein Zehntausende Euro und ein anderer nur Zehn? Rarität und Qualität sind sicher Faktoren, und doch trägt sich das Millionengeschäft vor allem durch das Statusbedürfnis der Kundschaft, die bereit ist, für Luxus und Prestige viel Geld auszugeben. Laut Kritikern ist der Fine Wine Market vor allem eins: Ein künstlich geschaffener Markt, der von einer kleinen Elite durch gezielte Marketingstrategien, künstliche Verknappung und übertriebene Bewertungen kontrolliert wird. Trotzdem bleibt der Markt relevant für all jene, die mit teuren Weinen handeln möchten.

    “Die Weingüter spielen natürlich eine große Rolle, weil sie eine bestimmte Marketingstrategie haben. (…) Natürlich müssen die Weine so ausgebaut werden, dass sie lagerfähig sind. (…) Aber im Grunde genommen ist ein großer Teil [vom letztendlichen Preis] würde ich sagen Marketing. (…) Der Preis, den Sie reinstecken von der Arbeit wird ziemlich gleich sein.”

    Prof. Dr. Christian Zörb

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    von Luca Marie Niebaum

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Luca Marie Niebaum

    Luca Marie Niebaum studiert seit 2022 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. In ihrer Freizeit reist sie gerne um die Welt, vergrößert ihre Büchersammlung und ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten, die sie erzählen kann. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben durfte sie schon einige Male im journalistischen Kontext ausleben. „Wein als Wertanlage“ ist ihr Podcast-Debüt und auch das erste Mal, dass sie sich näher mit dem Thema Wein beschäftigt.


    Luca Marie Niebaum. Foto LMN

  • Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Traditionelle Jahrgangspräsentation in der Alte Reithalle in Stuttgart für Fachbesucher und Privatkunden

    von VDP

    Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Region Württemberg e. V. laden auch in diesem Jahr wieder Fachbesucher und Privatkunden zur traditionellen Jahrgangspräsentation in die Alte Reithalle nach Stuttgart ein.

    Verkosten Sie zahlreiche Weine aus der aktuellen Kollektion sowie die neuen Jahrgänge der VDP.GROSSEN GEWÄCHSE®. Die hiesigen VDP-Weingüter und deren Gäste freuen sich auf Sie!

    Montag

    28.

    Okt 2024

    Zeit14:00 bis 20:00 Uhr
    OrtHotel Maritim, Alte Reithalle Stuttgart
    Seidenstraße 34
    KostenÖffnungszeiten: Fachbesucher ab 14:00 Uhr | Privatkunden 17:00 Uhr bis 20:00 UhrEintritt: 25,00 € pro Person, Fachbesucher mit Nachweis erhalten kostenfreien Einlass
    AnmeldungEs ist keine Anmeldung erforderlich.
    RegionenMittelrheinSaale-UnstrutSachsenWürttemberg
    VeranstalterWürttembergAldinger|Beurer|Dautel|Drautz-Able|Fürst Hohenlohe Oehringen|Graf Adelmann|Graf Neipperg|Graf von Bentzel – Sturmfeder|Heid|Herzog von Württemberg|Jürgen Ellwanger|Karl Haidle|Kistenmacher & Hengerer|Rainer Schnaitmann|Schlossgut Hohenbeilstein| Staatsweingut Weinsberg |Wachtstetter|Wöhrwag

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.