Autor: Sarah Kugele

  • Podcast Wein #3: Wie gesund ist Wein?

    Podcast Wein #3: Wie gesund ist Wein?

    Der schmale Pfad zwischen Genuss und Gesundheit

    von Sarah Kugele über den Podcast von Lisa Schnabel

    Ein Gläschen Wein gehört für viele zu Festen und zum Feiern dazu. Auch auf den Feierabend oder das Wochenende wird häufig mit einem Glas Wein angestoßen. Der Pro-Kopf-Konsum von Wein liegt in Deutschland bei 20 Litern im Jahr. Ist das gesund?

    Für eine Rettungssanitäterin aus Stuttgart gibt es keine klare Antwort. Einerseits erlebte die Rettungssanitäterin und angehende Medizinstudentin auf der Intensivstation hautnah die Gefahren und Risiken, die Alkohol mit sich bringen können. Dort kam sie mit vielen Menschen in Kontakt, denen Alkohol zum Verhängnis wurde. Auf der anderen Seite soll Wein auch positive Wirkungen auf die Gesundheit haben: So soll Alkohol sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken und weitere Inhaltsstoffe sollen Demenzerkrankungen und Nierenleiden vorbeugen oder auch das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko senken. Dennoch sind die Gefahren von Alkohol da: „Wein enthält Alkohol. Also kann alles, was Alkohol enthält, natürlich in den Alkoholismus führen“, sagt die angehende Medizinstudentin.

    Alles, was Alkohol enthält, kann natürlich in den Alkoholismus führen.

    Rettungssanitäterin und angehende Medizinstudentin
    Ein Glas Wein oder viele Gläser? Ein schmaler Grat für die Gesundheit. Foto Kai Wunner

    Alkohol kann zur Einsamkeit führen

    Ist man einmal im Kreislauf der Alkoholabhängigkeit gefangen, fällt das Entkommen nicht gerade leicht. Die Folgen: verminderte Leistungsfähigkeit, Wahrnehmung und Reaktionszeit, Abnahme der sozialen Kontakte – aus all dem könnten sich dann auch psychische Erkrankungen entwickeln. Dabei hat doch alles erstmal ganz harmlos begonnen: jeden Abend ein Gläschen Wein.

    Wenn man jeden Tag ein Glas Wein trinkt und abends ohne dieses Glas Wein nicht mehr kann, dann hat man durchaus ein Problem mit Alkohol.

    Rettungssanitäterin und angehende Medizinstudentin

    „Wenn man jeden Tag ein Glas Wein trinkt und abends ohne dieses Glas Wein nicht mehr kann, dann hat man durchaus ein Problem mit Alkohol“, sagt die angehende Medizinstudentin. Deshalb sei es wichtig, Wein als Genussmittel zu sehen und weniger als Medizin oder Wundermittel. „Man sollte bewusst damit umgehen, wie viel man konsumiert und wie häufig“, so die Rettungssanitäterin. In geringen Maßen könne Wein durchaus gesund sein. Dieser Ansicht ist auch der derzeitige Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach. So könne sich Wein laut Lauterbach in Maßen bei gesunden Menschen positiv auf den Erhalt der Gefäße auswirken.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #3: Wie gesund ist Wein? – Der schmale Pfad zwischen Genuss und Gesundheit

    von Lisa Schnabel

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Sarah Kugele

    Sarah Kugele studiert seit 2022 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Sie geht gerne zum Wandern oder Skifahren in die Berge und spielt an der Universität Hockey. Außerdem spielt sie Querflöte in einem Orchester und liebt Gerichte der schwäbischen Küche. Bei der Metzinger Weinlese beschäftigte sie sich das erste Mal ausführlicher mit dem Thema Wein.


    Sarah Kugele – Foto SK

  • Podcast Wein #2: Besenwirtschaften

    Podcast Wein #2: Besenwirtschaften

    Wo Wein fließt, Herzen sich öffnen und Geschichten erzählt werden

    von Sarah Zilian

    Wenn das Laub bunter wird und der Wein nicht länger im Keller verweilt, haben die Besenwirtschaften im Land Hochsaison. Diese urigen Lokale, die häufig von Winzern betrieben werden, sind bekannt für hausgemachtes Essen und eigenen Wein. Das Ganze in einer unverwechselbaren Atmosphäre im sogenannten „Wohnzimmerambiente“. Annette Currle betreibt ein solches Konzept mit ihrer Familie. Im Gutsausschank „Zum Dreimädelhaus“ in Uhlbach werden Gäste aus der ganzen Welt herzlich begrüßt und mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region empfangen.

    Einen anderen Teil der Besenwirtschafttradition stellt der saisonale Charakter dar. Die kurzen Öffnungszeiten, meistens zur Weinlese im Herbst, tragen zur Vorfreude der Gäste bei. Gesetzlich ist das Ganze natürlich auch geregelt, was Annette Currle bestätigt.

    „Meine Familie ist hier sehr verwurzelt mit dem Weinbau von jeher. Unsere Besenwirtschaft gibts also schon seit 1970 und ist seither in Familienbetrieb.“

    „alles was, … auch länger im Jahr geöffnet haben will, darf rein rechtlich nicht unter dem Begriff Besenwirtschaft betrieben werden.“

    Annette Currle Gutsausschank „Zum Dreimädelhaus
     

    Ursprünglich präsentierten und verkauften die Winzer in den Besenwirtschaften ihren Wein an die Verbraucher. Doch der Charakter der Lokale hat sich im Laufe der Zeit zunehmend geändert.  Heute kommen hier sowohl Einheimische als auch Touristen zusammen, um in einer gemütlichen Runde Geschichten zu erzählen, zu lachen und um über das Leben zu sinnieren.

    Anette Currle in den Uhlbacher Weinbergen. Foto Kai Wunner

    „Die ganzen verschiedenen Schichten unserer Gesellschaft treffen hier aufeinander und zwar nicht nur in einem Raum, sondern auch an einem Tisch.“

    „Jeder Tag ist anders, … immer gibts eine andere Anekdote oder ein anderes Erlebnis und das machts einfach so unverwechselbar.

    Annette Currle Gutsausschank „Zum Dreimädelhaus

    Die Besonderheiten einer Besenwirtschaft sind unglaublich vielschichtig. Sie verkörpern Werte von Gemeinschaft, Handwerk und Genuss und bilden ein erfrischendes Gegengewicht zu den großen Restaurantketten von heute.

    All dies sind eindeutige Indizien dafür, dass Besenwirtschaften für viele zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Weinregionen rund um Stuttgart geworden sind und es auch bleiben werden.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #2: Besenwirtschaften – Wo Wein fließt, Herzen sich öffnen und Geschichten erzählt werden

    von Sarah Zilian

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Sarah Zilian

    Im Wintersemester des Jahres 2021 startete sie das Studium der Kommunikationswissenschaft an der Universität in Hohenheim.

    Einen Ausgleich zu den anfallenden studentischen Verpflichtungen findet sie in diversen Sportarten. Unter anderem dem Tennisspielen, Skifahren und Wandern.


    Sarah Zilian – Foto SZ