In wenigen Tagen werden die grünen Trauben zu verfärben beginnen: Es ist die hohe Zeit der Veráison, ein magischer Zeitpunkt im Laufe des Weinjahres. Und die Gelegenheit, um von den wundersamen Veränderungen zu berichten, die die kommende Traubenreifung begleiten.
Das Größenwachstum der grünen Trauben geht einher mit der Bildung von Stärke und Säuren. Die Verfärbung der Trauben steht für den Beginn der Reifung, in der Zucker in die Beeren eingelagert und Äpfelsäure in Weinsäure umgewandelt wird. Warmes Temperaturen fördert diese Reaktion, weshalb gute Jahre auch mit entsprechendem spätsommerlichem Wetter verbunden sind. Während die Äpfelsäure hart und kantig wirkt, ergibt die Weinsäure Eleganz und Frische. Mit der Umwandlung erfährt der Wein eine gut zu schmeckende Verbesserung.
In heißen Jahren geht allerdings Äpfelsäure durch das Abatmen verloren, sie wird dabei in Glucose und Fructose umgewandelt. Eine Reaktion die vornehmlich in Richtung optimaler Reife stattfindet. Weshalb im Herbst guter Jahre, kühle Nächte vorherrschen, in denen der Umbau verlangsamt ist. Eine weitere wichtige Veränderung ist die Reifung der Tannine. Diese Gerbstoffe sitzen in den Beerenhäuten, in Kernen und Stilen der Weintraube. Sie treten im Laufe der Maischegärung in die Maische über. Unreife Tannine aus grünen Stilen oder Traubenkernen sind bitter und hinterlassen das typische pelzige Gefühl auf Zunge und Mundschleimhaut. Reife Tannine aus hellbraunen Stilen und Traubenkernen stehen hingegen für Körper, Komplexität und Lagerfähigkeit.
Nach der Füllung des Weins verändern sich die Tannine weiter: Sie oxidieren und bilden Ketten (die als Weinstein ausfällen können). Der Wein wird weicher und runder. Schön zu schmecken an unserm 20er Merlot, der seit dem 02.08.2022 auf der Flasche ist.
Aller Voraussicht nach, dürften wir Anfang Oktober mit der Lese starten. Wer Lust hat mit dabei zu sein: BItte kurze Mail. Gerne auch weitersagen, bzw. den Lesestoff weiterleiten! Alles weitere dann ab Ende September.
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart
Schöne Stunden mit Freunden und Wein am 1.9. & 2.9. & 3.9
von Fabian Rajtschan „Advertorial“
Kein Weinerlebnis am Lemberg dieses Jahr. „Das kann doch nicht sein!“, haben sich viele gedacht. Dabei gehört dieses Fest doch so fest zu Feuerbach. In diesem besonderen Jahr feiern wir von 70469R! wieder unser „Weindörfle in den Weinbergen“ am Lemberg.
Wir schenken unsere Weine inmitten unserer Reben aus. Es gibt Sitzgelegenheiten, entspannte Liegestühle und viel Schatten unter Bäumen. Bei Regen haben wir natürlich auch überdachte Plätze. Bringt gern auch eure eigenen Picknickdecken mit. Es wird leckeres Essen vom Besen dr’Emil Team geben und dazu natürlich unsere Weine. Genießt den Tag! Genießt das Leben! Genießt eure Freunde! Genießt Euch! In Begleitung unserer mit Liebe und Geschmack gefüllten Feuerbacher Weine.
Freitag 1.9.23 17 Uhr – 20 Uhr Wein After-Work kleine Snacks zum Essen
Samstag 2.9.23 12 Uhr – 19 Uhr Weinfest Essen vom Besen dr’Emil Team
Sonntag 3.9.23 12 Uhr – 19 Uhr Weinfest Essen vom Besen dr’Emil Team
Ort: Garten am Feuerbacher Lemberg hinter der Hattenbühlstraße.
Bitte kommt zu Fuß oder Fahrrad, da die Weinbergwege nicht mit dem Auto befahren werden dürfen. Parken könnt ihr z.B. in der Hattenbühlstraße. Der Weg zum Weindörfle ist ab der Ecke Tannenäckerstraße/Hattenbühl ausgeschildert. GPS Koordinaten: 48°48’57.6″N 9°08’48.5″E Wir freuen uns auf ein paar tolle Stunden mit euch.
Die Mitglieder des WineSTR CLUB erhalten mit dem Gutschein-Code WINESTR10 10% auf alle Einzelweine bei einem Einkauf in unserem Onlineshop.
Zusätzlich gibt es die TicketsAfterworktastings „Nine To Wine“zum halben Preis! Der Rabattcode für die Eventtickets lautet: WINESTR50
Wir freuen uns darauf, Euch bei unseren Veranstaltungen oder als Kunde im Onlineshop begrüßen zu dürfen.
Nur beste Weíne.
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.
Öffnungszeiten im Sommer: Di – Fr 15:00-19:00 Uhr Samstags geschlossen
Heiligabend und Silvester geschlossen.
Blumenstrasse 22 71522 Backnang
07191 2206 085
winespot@vioneers.com
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
Für uns gibt es fast nichts schöneres als einen guten Wein und ein leckeres Essen miteinander zu verbinden. „Food & Wine Pairing“ bezeichnet hierbei die Kunst, Wein und Essen miteinander auf kreative und gekonnte Weise zu kombinieren. Wie auch Du ein perfektes Pairing machen kannst, auf welche Faktoren zu achten ist und welche Fehler du vermeiden solltest, erfährst Du in diesem Artikel.
Foto Vioneers
Grundsätzlich gilt immer: Geschmack bleibt Geschmack – er ist etwas vollkommen individuelles und subjektives. Auf dem Weg zum perfekten Pairing kommt erschwerend hinzu, dass es Milliarden an Kombinationsmöglichkeiten gibt und der Vielfalt und Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Es führt somit kein Weg vorbei am Probieren, Probieren und Probieren.
Ein paar heiße Tipps haben wir aber für Dich.
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Unser Hilfsmittel
Unser bestes Hilfsmittel für ein gelungenes Pairing ist das Vioneers Geschmacksprofil. Du findest sie unter jedem unserer Weine. Hier ordnen wir in zwei Skalen ein, wie intensiv und wie süß der Wein ist.
Wie Du unschwer erkennen kannst, haben wir 4 Abstufungen in beiden Skalen getroffen. Auf der Intensitätsskala haben wir somit die folgenden Abstufungen:
Leicht. – Eher Leicht. – Eher Schwer. – Schwer.
Auf der Skala der Süße findest Du:
Trocken. – Eher Trocken. – Eher Süss. – Süss.
Wenn es Dich interessiert, welche Weine sich hinter diesen Bezeichnungen verbergen, kannst Du gerne darauf klicken oder die Skalen im Filterbereich unseres Shops unter „Alle Weine“ einstellen.
Pairing mit der Intensitätsskala
Leichter Wein – was passt dazu?
Weine mit einer Intensität von 1 auf unserem Geschmacksprofil stufen wir als leichte Weine ein. Zu leichten Weinen passen grundsätzlich frische, sommerliche und unkomplizierte Gerichte. Zutaten wie Zitrusfrüchte, Beeren oder Gemüse eignen sich hervorragend.
Entdecke die spannendsten Weine zu leichten Gerichten: Hier…
Beispiel: Meine Favorite-Kombi ist ein leckerer Pflücksalat mit ein paar Garnelen und Limettensaft. Wein und Salat sind beide leicht, passen toll zusammen und eignen sich als Vorspeise oder Sommergericht für heiße Tage.
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Eher leicht – Welcher Wein passt zu Suppe?
Leichte warme Küche wie Suppen oder Pasta-Gerichte mit leichten Soßen bekommen die Auszeichnung Intensität 2 im Geschmacksprofil. Sie benötigen einen Wein, der etwas intensiver ist als der Wein, den ich zuvor vorgestellt habe.
Meine Pairing-Empfehlungen sind unsere Weine mit einer Intensitätsstufe von 2.
Beispiel: Das geht immer: Spaghetti mit frischer Tomatensoße, ganzen Cocktailtomaten und Parmesan ist eines meiner Lieblinge. Dazu den Rosé vom Weingut Lange Twins aus Kalifornien und der Tag ist gerettet.
Eher schwer: Würziger und kräftiger Wein
Ist ein Wein würziger, kräftiger und intensiver, stufen wir ihn als Intenstität 3 – Wein ein. Zu intensiven Weinen passen würzige und fetthaltige Gerichte. Darunter fallen Grill- und Bratgerichte, frittierte oder gratinierte Gerichte.
Wenn Du ein etwas kräftigeres Gericht hast, sind unsere Weine mit einer Intensität von 3 das perfekte Match.
Beispiel: Geräucherte Forelle mit gebratenen Kartoffeln kommen schon ziemlich deftig und geschmacksintensiv daher. Dagegen stehen kann der Cremant D’Alsace Brut Millésime aus dem Elsass. Ein schönes Pairing für einen feierlichen Sonntag.
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Welches Essen passt zu schweren, intensiven Weinen mit starken Aromen?
Schwere Weine (Intensität 4 im Geschmacksprofil) sind die passenden Begleiter für Gerichte mit starken Aromen. Pfeffrige, scharfe, bittere oder sehr fettige Nuancen im Essen benötigen einen Gegenspieler auf Augenhöhe. Röstaromen oder Smoke Aromen fallen ebenfalls in diese Kategorie.
Um die besten schweren Weine zu finden, filtern Sie auf unserer Webiste nach einer Intensität von 4.
Beispiel: Ein gutes Steak vom Grill mit vielen Röstaromen und einer ordentlichen Ladung Pfeffer braucht einen intensiven Begleiter. Der Block B eignet sich mit seinem würzigen Tannin hierzu bestens.
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Pairing mit Fokus auf die Süße
Die zweite Skala des Vioneers Geschmacksprofils zeigt lediglich die subjektive Süße eines Weins. Hier lässt sich schwerer einordnen, welcher Wein zu welchem Gericht schmecken wird, da die Wahrnehmung von Süße stark von Jahreszeit, körperlicher Verfassung und Ambiente abhängt. Außerdem ist die Frage der Süße eine Typ- oder Stimmungsfrage. Pauschalisieren lässt es sich hier somit nicht.
Pairing mit Fokus auf die Geographie
Ein Geheimtipp unserer Sommelière Theresa ist der Faktor „Geographie“. Es liegt auf der Hand, da beim Thema Wein die Herkunft an allererster Stelle steht.
Sommelière Theresa empfiehlt:
„Wenn Du Dich etwas in der landestypischen Küche des Herkunftsland eines Weins auskennst, solltest Du versuchen, primär typische Gerichte mit diesem Wein zu verbinden. Spannend wird es, wenn Du innerhalb eines Landes einen bewussten und unerwarteten Kontrast schaffst.“
Hierin finden sich eine Handvoll spannender Gedanken. Einerseits bilden natürlich die regionalen Aromen eines Landes ein Abbild des Terroirs im Wein ab. Es liegt in der Natur von Aromen, sich an ähnliche Aromen anschmiegen zu wollen und diese somit zu ergänzen. Somit wäre zum Beispiel für einen schweren sizilianischen Rotwein ein rassiges Pastagericht mit tiefdunkler Tomatensoße und Fleisch oder ein arancino (ein frittierter sizialinischer Reisball mit Fleischfüllung) ein perfektes Pairing.
Ein spannender Kniff ist auch in Hinblick auf die Geographie der Einsatz von Kontrasten, um Spannung zu erzeugen. Ein Beispiel: ein gut gealterter edler Wein aus dem Napa Valley – viele Jahre im Barrique-Fass – feine Lakritz- und Karamellnoten … und dazu ein frecher Pulled Beef-Burger mit Pommes und Mayo. Erwartet keiner, feiert jeder.
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Das perfekte Pairing
Das perfekte Pairing zu erreichen, ist utopisch. Einerseits sind Harmonie, Kontrast und the perfect match schlichtweg nicht messbar. Andererseits sind Geschmäcker bekanntlich verschieden. Wir betrachten das ganze als ein lohnenswertes Spiel, das in jedem Fall (sowohl bei Erfolg als auch bei Misserfolg) die Geschmacksknospen herausfordert und schärft. Wie so vieles ist auch Pairing reine Trainingssache.
Wenn Du die Grenzen des Bekannten ohne viel Training überschreiten möchtest und mehr möchtest als nur „Zum hellen Fleisch ein Weißwein“ dann klicke Dich durch unsere Weinbeschreibungen auf vioneers.com . An jedem einzelnen Wein haben wir Dir zwei spannende Pairing-Empfehlungen mit leckeren Bildern hinterlegt. Probier es aus! Viel Spaß beim Food Pairing!
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.
Spitzenqualität entsteht häufig dort, wo Leidenschaft, ehrliches Handwerk und Verantwortungsbewusstsein zusammentreffen. Weine gibt es viele – die Kunst ist es den perfekten Wein für die jeweilige Situation anzubieten. Dafür braucht es nicht sehr viele – aber dafür genau die richtigen Weine, für jeden Anlass und jeden Geschmack. Vioneers ist einer der Weinhändler in Deutschland mit den strengsten Kriterien für die Aufnahme eines Weingutes in das Sortiment. Das Ziel ist es, keine Massenware, keine teuren Edelmarken, keine teuer bezahlten Punkte, Prämierungen etc und auch keine gekauften „Empfehlungen“ im Sortiment zu führen.
“Vioneers sind wie Perlentaucher – immer auf der Suche nach dem besonderen Wein. Unser Riff sind familiengeführte Weingüter weltweit.“
Foto Vioneers
Jochen Heigoldt Gründer & CEO Vioneers
Das Team von Vioneers weiß, dass Spitzenqualität häufig dort entsteht, wo Leidenschaft, ehrliches Handwerk und Verantwortungsbewusstsein zusammentreffen. Die Leitlinie ist der Anspruch, dass die Produktion von qualitativ herausragenden Weinen mit den Prinzipien des verantwortungsvollen Weinbaus vereinbart werden. Überall auf der Welt.
Jedes Weingut im Sortiment muss hohe Standards bei den sogenannten NES-Kriterien erfüllen. Diese umfassen die Themen NATÜRLICH, EHRLICH und SOZIAL. Das Ergebnis ist nicht weniger als 100% ehrliche Qualität.
NATÜRLICH
Es gibt viele Definitionen, was NATÜRLICH im Weinbau genau bedeutet. Längst nicht alle Winzer lassen sich den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zertifizieren. Also überzeugt sich das Team von Vioneers vor Ort selbst davon, ob ein Winzer den Anspruch an den Umgang mit dem Naturprodukt Wein erfüllt.
✔ Bio, vegan, ungefiltert, naturbelassen, etc.
✔ Biodiversität statt Monokultur
✔ Im Tempo der Natur erzeugte Naturprodukte
EHRLICH
Bei der Weinherstellung dürfen über 50 Zusatzstoffe eingesetzt werden, keines davon muss auf dem Etikett stehen. Massen- und Billigweine überfluten mit künstlich erzeugtem Geruch, Aussehen und Geschmack den Markt. Die Sicherheit, ein EHRLICHES Produkt in der Hand zu halten besitzt daher Prio1.
✔ 100% Familienweingüter
✔ Persönliche Beziehung zum Winzer
✔ Keine Beeinflussung durch Bewertungen, Siegel oder Punkte
SOZIAL
Verantwortung für das Team im Maschinenraum. Die Arbeit im Weinbau ist nicht nur zur Erntezeit körperlich oft anstrengend und zeitintensiv. Günstige Arbeitskräfte aus Billiglohnländern sind beliebt. Vor diesem Hintergrund sind hohe Standarts im Bereich SOZIAL von elementarer Bedeutung.
✔ Faire Löhne und menschlicher Umgang
✔ Gesellschaftliche Verantwortung
✔ Soziales Engagement
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Vioneers Winespot
In Backnang ist das Vioneers Headquarter. Büros, Weinlager und der Vioneers Winespot. Hier ist alles an einem Ort: Store, Lagerverkauf, Tastingroom und Eventlocation.
Foto Vioneers
Regelmäßige Kundenveranstaltungen von Vioneers
Vioneers veranstaltet diverse Kundenveranstaltungen die entweder von eigenen Sommelièren und/oder den Partner-Winzern moderiert werden. Egal ob im Vioneers Winespot in Backnang oder bei einem der zahlreichen Gastronomiepartnern, die Besucher werden bestens informiert und verköstigt.
Es sind die zahlreichen Themen, die die Weinbranche derzeit beschäftigen – vom Klimawandel, den Kostensteigerungen sowie der Herkunftsprofilierung in Deutschland. Umso wichtiger ist es, diese Sorgen mit der Politik zu teilen und gemeinsame Lösungen zu erarbeiten. So fand vergangenen Donnerstag ein gemeinsames Gespräch zwischen dem BMEL mit Bundesminister Cem Özdemir sowie dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) statt.
„Wir stehen als VDP für einen Weinbau sowie eine Landwirtschaft der Zukunft und Offenheit. Insofern blicken wir in dieselbe Richtung. Denn wir alle wissen – wir alle brauchen entschlossene Antworten. Hierzu gehört eine konsequente Herkunftsprofilierung mit klaren Leitplanken für die Einführung des Ersten und Großen Gewächses sowie die Motivation derer, die sich für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Weinberge einsetzen“.
VDP-Präsident Steffen Christmann
Eine „Bottom up“ Herkunftsprofilierung
Mit der neuen WeinVO erhält der deutsche Weinbau eine neue, herkunftsbezogene Ausrichtung. Das ist zu begrüßen. Nachdem der VDP bereits seit über 30 Jahren den Weg der Profilierung der Herkünfte gegangen ist, konnte festgestellt werden, dass eine klare Herkunftsprofilierung den Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung gibt und sie bindet. Um dies zu erreichen, fordert der VDP Konsequenz und Verzicht. Die Winzerinnen und Winzer im VDP mussten dafür über 30 Jahre Erfahrung sammeln, Fehler machen, neue Regeln aufstellen. Ein wichtiger Schritt war dabei die Etablierung der Ersten und Großen Gewächse, der Premier und Grand Crus für Deutschland, die auf einer klaren Gebietsprofilierung aufbaut. Sollen nun solche Weine für alle eingeführt werden, geht dies nur mit einer Klassifikation der Lagen, der Herkünfte nach ihrer Reputation. Damals wie heute haben diese Weine zum Ansehen des deutschen Weines in der Welt beigetragen. Umso bitterer die übereilte Aufnahme einer Regelung mit der Absicht der Vermeidung von „Wildwuchs“. Im Ergebnis sind diese Begrifflichkeiten nun aufgenommen, jedoch mit unzureichenden Bedingungen. Daher braucht es eine erneute Änderung der Weinverordnung mit konsequenten Leitplanken für die Umsetzung der Ersten und Großen Gewächse in den Regionen. Die Herkunftsprofilierung in Deutschland wäre sonst zum Scheitern verurteilt und würde zur Abwendung jener führen, die den gesamten Weinbau im Blick haben.
Einig sind sich alle, dass sich Nachhaltigkeit und Zukunft nicht ausschließen dürfen. Mit der Klimaveränderung gehen Witterungsextreme- und Krankheits-Druck einher. Um den Weinbau in Schutzgebieten mitsamt Ökosystem & Lebensraum für Pflanzen, Insekten & Kleinstlebewesen überlebensfähig zu halten, braucht es eine realitätsnahe Umsetzung der Pflanzenschutz-Anwendungen, die mit der Branche erarbeitet wird. Kaum ein Jahr gilt nicht mehr als Ausnahmejahr und wird für den Weinbau, häufig besonders den Öko-Weinbau, zur Herausforderung. Daher braucht es passgenaue Gebote statt Totalverbote, um den Weinbau in Schutzgebieten zu erhalten. Gleichzeitig wird angeregt, dass der Einsatz von Kaliumphosphonat erneut mit den südlichen EU-Mitgliedsstaaten diskutiert wird, um eine Zulassung zu erreichen, die den Vorteil der Kupfer- und CO2-Reduzierung bietet.
Der Erhalt der Weinkulturlandschaft sowie die Erzeugung von Qualitätsprodukten und damit der Wertschöpfung für diese Weinberge ist in vielen Fällen ausschließlich durch echte Handarbeit möglich – die ohne die über Jahrzehnte gepflegte Zusammenarbeit und Hilfe von Saisonarbeitskräften kaum denkbar ist. Daher bekräftigten die Vertreterinnen und Vertreter des VDP den Wunsch der Branche nach einer realistischen Zeit- und Personalpolitik mit entsprechender Praxisnähe und Flexibilität.
„Um die derzeitigen Herausforderungen verstehen zu können, muss man den Weinbau und die Betriebe vor Ort hautnah erleben. Dies ist uns heute hier in der Kulturlandschaft des Kaiserstuhls gemeinsam gelungen“,
Fritz Keller VDP-Mitglied & Weingut Franz Keller
VDP.Die Prädikatsweingüter
Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.
Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter blickt auf 30 Jahre Klassifikation zurück
Ein langer Weg der Profilierung und Klassifikation liegt hinter den Winzerinnen und Winzern des VDP. Stolz kann auf 30 Jahre Klassifikations- Erfahrung sowie 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS® zurückgeblickt werden. Vor allem kann heute, viele Jahre später, überzeugt gesagt werden, dass all der Verzicht, die Diskussionen und die einzelnen Zwischenschritte sowie Meilensteine wichtig für den heutigen Erfolg der Weine des VDP waren. Doch bedeutet all das nicht, dass das Ziel des langen Weges erreicht ist.
Mainz, 12. Juli 2023 | Vor knapp einem Jahr wurde gemeinsam mit internationalen Top-Weinfachleuten das Jubiläum 20 Jahre VDP.GROSSES GEWÄCHS® gefeiert. Ein großes Fest mit den deutschen Grand Crus der letzten zwei Jahrzehnte und einem emotionalen Rückblick in die Anfangszeiten dieser Erfolgsgeschichte. Gerade die Rückbesinnung auf das, was den VDP als Vorreiter der Premier und Grand Crus in Deutschland groß gemacht hat, hat dazu geführt, die zum Teil sehr schwierigen Diskussionen der vergangenen Monate mit Vernunft und Geduld führen zu können. Die Aufarbeitung der eigenen Klassifikations-Geschichte im Zuge des Jubiläums, aber auch der Austausch mit den Nachbarn aus Frankreich und Österreich sowie die weingesetzlichen Entwicklungen bestärkten den internen Hinterfragungsprozess und die Entschlossenheit, gemeinsam im VDP den nächsten Schritt zu gehen.
In dem Bewusstsein, dass alles stets einem Wandel unterzogen ist, geht der VDP damit die nächste Etappe in der Klassifizierung der Weinberge an. So werden die bisherigen Kriterien und Unterlagen, die damals auf eine Erstanerkennung der Lagen zielten, aufgearbeitet, zusammengefasst und um neue Erkenntnisse ergänzt. Dies führt nicht nur dazu, dass sich die Dokumentation der Klassifikation mehrdimensionaler und transparenter gestaltet, sondern gewissermaßen auch zu einem etwas anderen Blickwinkel: Es geht darum, welcher Weinberg bewiesen hat, dass er Potenzial hat (Bewiesene Reputation) – und nicht darum, welches Potenzial ein Weinberg möglicherweise hat (reine Potenzialabschätzung der Gegebenheiten). So fügt sich das Potenzial des Weinbergs mit dem Können des Winzers/der Winzerin zu einer Einheit zusammen.
Nun gilt es, die in den letzten Jahren erworbene Reputation und Einschätzung der VDP.ERSTEN LAGEN und VDP.GROSSEN LAGEN in eine Evaluierung einzubeziehen, diese fortlaufend weiterzuentwickeln und zu überprüfen. Hierzu zählt die historische Relevanz anhand von Relevanz-stiftenden Belegen, die Bedeutung & das Renommee einer Lage und die Einstufung ihrer Bonität durch Erzeuger:innen & Expert:innen, die ökonomische Relevanz durch die Analyse der Anerkennung und Sichtbarkeit der Weine im nationalen sowie internationalen Markt, die qualitative Relevanz aus nationalen & internationalem Blickwinkel der Weinkritik oder auch der Gastronomie sowie die Homogenität von Geologie, Klima und Topographie. Darüber hinaus hat jede Region die Möglichkeit, besondere regionalspezifische Kriterien einzubeziehen, die nachweislich zur Bonität einer Lage beitragen und wie die anderen Kriterien auf die Stärke einer Lage einzahlen.
Der Austausch mit der internationalen Weinwelt bestätigt immer wieder aufs Neue, dass die VDP.Klassifikation sowie die Einstufung der Lagen ein hohes Maß an Anerkennung in der ganzen Welt hat. Der nun laufende Prozess verdeutlicht dies und überprüft gleichermaßen den Status Quo. In diesem Bewusstsein ist man überzeugt, dass viele Entscheidungen der letzten beiden Jahrzehnte bestätigt werden, wenn die Lagen der VDP.Mitglieder die Dokumentation durchlaufen. Doch kann es gleichzeitig sein, dass manche Weinberge ihre Stärke in den vergangenen 20-30 Jahren nicht in gleicher Weise bestätigen konnten, wie andere. Ferner ist es möglich, dass andere, neue Weinberge sich über die Zeit eine hohe Reputation erarbeitet haben, von Winzerinnen oder Winzern zum Leben erweckt wurden und heute einen festen Platz unter den renommiertesten Weinbergen Deutschlands haben. Auch das verdeutlicht den vollständigen Terroir-Gedanken, der die Persönlichkeit, den Erzeuger/die Erzeugerin in die Größe eines Weines bzw. eines Weinberges miteinbezieht und Zeichen dafür ist, dass ergänzend zu dem Potenzial des Weinbergs die daraus erworbene Reputation unter Beweis gestellt wird.
Eine zeitgemäße Klassifikation verleiht eben keine Auszeichnungen bis in alle Ewigkeit. Ein jeder großer Wein und Weinberg stellt sich so selbstbewusst regelmäßig einer Evaluierung. Am Ende dient all das auch dazu, die von den VDP.Prädikatsweingütern in den letzten Jahrzehnten gemachten Erfahrungen und das Erreichte in einem nachvollziehbaren Prozess zum Gegenstand der Erörterungen der Weingesetzgebung und der Schutzgemeinschaften zu machen. Ganz in der Klassifikationstradition unserer erfahrenen Nachbarn. Natürlich muss sich jede Klassifikation logisch in den Aufbau und das Profil einer Herkunft einfügen. Alles und gerade auch der Unterbau, die Profilierung der ggA (geschütze geographische Angabe), aber auch Regional- und Ortsweine, werden noch einige Diskussionen erfordern, zu denen die Vertreterinnen und Vertreter des VDP gerne ihren Beitrag leisten. Ein steiniger Weg für den deutschen Wein, am Ende aber hoffentlich erfolgreich. Die VDP.Prädikatsweingüter blicken dem optimistisch entgegen.
VDP.Die Prädikatsweingüter
Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.
5. Weinwanderung des WineSTR CLUB zum Weingut Idler und zum Wengerter-Häusle des Weingut Singer-Bader
von WineSTR-Team „Advertorial“
Weinwanderung von der S-Bahnhof Beinstein/Stetten zum Weingut Idler mit einer Umrundung von Strümpfelbach und dem Finale im Wengerter-Häuschen des Weinguts Singer-Bader zwischen Strümpfelbach und Stetten.
Das solltest Ihr wissen…
Samstag 05.08.23
10:00 Treffen am Bahnhof Stetten/Beinstein
11:00 Weintasting mit kleinem Snack beim Weingut Idler Strümpfelbach.
12:15 Sektumtrunk an Aussichtspunkt nahe Karlstein. Wenn möglich bitte ein eigenes Sekt- oder Weinglas mitbringen!
13:00 Weintasting mit kleinem Snack beim Wengerter-Häuschen des Weinguts Singer-Bader zwischen Strümpfelbach und Stetten.
Im Anschluss geht es über die Yburg und Stetten wieder zum Bahnhof Stetten/Beinstein.
Die Strecke wird ca. 13 km lang sein und eine Wanderzeit von knapp 3 Stunden betragen. Wir empfehlen die Anreise mit der S-Bahn (Busersatzverkehr zwischen Bad Cannstatt und Waiblingen bei der Zeitplanung berücksichtigen) und wetterfeste Kleidung.
Preise: Mitglieder WINSTR CLUB 45,- € Nichtmitglieder 50,- € jew. incl. MwSt.
Ticketkauf bis zum 31.07.23 im Shop!Rabattcode nur für Mitglieder: clubmember5€
Die Veranstaltung ist auf 10-20 Teilnehmer begrenzt.
Wir freuen uns auf eine weinselige Wanderung mit Euch!
Euer WineSTR-Team
PS.: Bei dieser Veranstaltung kann fotografiert werden und die Bilder im Nachgang verwertet werden. Die Verwertung der Fotos ist auf das eigene Magazin, eigene Druckprodukte und eigene Kanäle in den sozialen Medien begrenzt. Das Einverständnis wird mit dem Ticketkauf gewährt, ist nicht widerrufbar und unbegrenzt gültig.
Information trifft Genuss, Unterhaltung trifft Nutzwert
von Kai Wunner
VINUM, berichtet als Magazin für Weinkultur über Trends in der Weinszene und stellt jeden Monat über 300 aussergewöhnliche Weine und ihre Macher vor. Spannend geschriebene Reportagen über Weinregionen kratzen nicht nur an der Oberfläche, sondern gehen in die Tiefe.
Lesen Sie Porträts von Winzerinnen und Winzern, die mit ihrem Handwerk und ihrer Qualitätsphilosophie die Weinwelt revolutionieren. Dazu journalistisch recherchiertes, fundiertes Hintergrundwissen aus der Welt des Weins, sowie Expertenmeinungen zu Entwicklungen und Trends. Die VINUM-Autoren in den wichtigen Weinbauregionen Europas (Frankreich, Italien, Deutschland, Schweiz, Spanien, Österreich) sichern den hohen Informationswert und eine authentische Berichterstattung aus dem jeweiligen Terroir.
Bildergalerie: Auszüge aus dem Magazin. Fotos VINUM
Mit drei länderspezifischen Print-Ausgaben – für Deutschland/Österreich, der deutschsprachigen Schweiz und der Suisse Romande/Frankreich – sowie der internationalen Web-Plattform, vinum.eu, ist VINUM eines der wichtigsten Weinmagazine Europas. VINUM zeigt seit seiner Gründung im Jahr 1980, wie man die Essenz aus der faszinierenden Genussmaterie Wein herausfiltert.
Neben den Magazinen machen zahlreiche Themen- und Regionen-Specials, Online-Plattformen, Apps, Bücher, Social Networks, Awards und Events VINUM zu einer grossen internationalen Medienmarke. Mit dem Grand Prix du Vin Suisse, dem Deutschen Rotweinpreis, dem Schweizer Bioweinpreis, dem Riesling Champion, dem Swiss Spirits Award, dem Sekt Award, dem Wine List Award und dem Internationalen Genossenschaftscup hat sich VINUM als Veranstalter wichtiger Weinawards in Deutschland und der Schweiz etabliert. Hier leben wir aus, was wir können. Und hier belegen wir unsere ganze Kernkompetenz im Spannungsfeld einer grossen internationalen Medienmarke und deren Vernetzung.
Bildergalerie: Impressionen von Veranstaltungen des VINUM Weinmagazins. Fotos Walter Stern, Jana Kay und zvg.
Ein Jahr VINUM abonnieren und zusätzlich 3 Ausgaben sowie den Weinguide Deutschland 2023 kostenlos dazu erhalten. Hier geht’s zum Abo: https://www.vinum.eu/winestr
Berlin, das erste Wochenende im Juni. Die fine-dining-Szene in der Bundeshauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum hotspot entwickelt – Jahr für Jahr entstehen neue Restaurants in denen nicht nur exzellent gekocht wird, sondern auch die Zukunft der Gastronomie neu gedacht und weiterentwickelt wird.
Wir klingeln an der unscheinbaren Tür, werden freundlich empfangen und an unseren Tisch begleitet. Das Menü beginnt mit einem Gummibär genannten snack, der aus gelber Beete zubereitet wurde. Und endet rund 16 Speisen später mit Kakao 76%, einem zartdünnen Blättchen hausgemachter Schokolade. Dazwischen weder Fisch noch Fleisch, kein Brot und vor allem: nicht die Spur von Langeweile. Was René Frank, Küchenchef und Patron des Restaurants CODA, dessert-dining nennt, ist ein kurzweiliges Abenteuer in der Welt der Aromen, Texturen und Zubereitungstechniken. Was nicht nur großartig schmeckt, sondern auch die Fantasie bemüht, zum Nachdenken anregt, den Verstand herausfordert. Rund die Hälfte der Gänge werden begleitet von Pairing Drinks, eigens auf den Gang abgestimmten, kleinen Getränken, die immer aus drei Komponenten zusammengefügt werden. Ein Gesamtkunstwerk, wohldurchdacht bis hin zur playlist (weval!), sorgsam choreografiert und exakt ausgeführt. Umwerfend!
Auch am Nobelhart&Schmutzig lässt es sich ohne weiteres vorbeigehen. Ein Aufkleber auf dem Fenster eines Schaufensters, daneben eine Klingel. Mehr nicht. Die Begrüßung einladend und freundlich, der Wirtsraum in eine fiebrige Atmosphäre gehüllt, dämmrig und spannungsgeladen. Unsere Plätze sind an der langen Bar, kaum das wir gesetzt sind, erhalten wir erste Informationen von Alexander Jordt, dem Sommelier. Er ist präsent, sachkundig wie humorvoll und dabei angenehm unaufdringlich. Und gibt einen besonderen Takt vor: Im Laufe des Abends werden wir nicht nur 11 spannende Gänge serviert bekommen, sondern auch einen Teil des Teams des Restaurants kennen lernen, ruhige, wohltuende Menschen, die stolz auf Ihre Arbeit sind. Die Speisen sind ausgezeichnet, ob Weißer Spargel/Robinie, Radieschen /Liebstöckel oder Perlhuhn/ Salbei, man isst unkompliziert und gut. Und wird Teil einer großartigen Aufführung, in der sich alles um Essen und Trinken dreht. Was für ein wunderbarer Abend. Hingehen!
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart