Lange Weinausbautradition an den malerischen Hängen des Michaelsbergs
von Kai Wunner
In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts gründete Hermann Storzder Großvater der Brüder Reiner und Lothar Storz, die die Privatkellerei heute besitzen, seinen Betrieb, der schon damals damals ein absoluter Qualitätsfanatiker war, der sich jeglichen Konventionen entzog.Die Lage des Weinguts am Fuße des Michaelsbergs bei Cleebronn gehört zur Weinregion Württemberg Unterland.
In den sechziger Jahren wurde das Weingut ( damals ca. 2 ha ) von seinem Sohn Reinhold Storz und seiner Ehefrau Mina übernommen und durch zielstrebigen Zukauf und mit unermüdlicher Arbeit um das Vielfache vergrößert.
Auf rund 75 ha Ertragsfläche werden aktuell Trauben zu Wein ausgebaut und ausschließlich Erzeugerabfüllungen angeboten. Über 70 % Rotweinsorten mit dem Schwerpunkt auf Trollinger und Lemberger, Muskattrollinger oder dem beliebte Samtrot bilden den Schwerpunkt des Sortiments. Bei den weißen Weine spielen seit einiger Zeit der Chardonnay oder der Sauvignon blanc eine immer wichtigere Rolle.
Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln
Andre und Christian ist nun schon die nächste Generation im Betrieb tätig. Sie legen Wert auf auf eine äußerst qualitätsorientierte Produktion, was sich in Erfolgen in zahlreichen nationalen und internationalen Prämierungen zeigt. Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln, sondern die Wünsche und der Geschmack der Kunden, sowie das Bewußtsein, der langen Weinausbautradition in der Familie, zu folgen. Dieses zu erhalten und zu fördern, ist die Leitlinie der Familie Storz sowohl bei der Arbeit im Weinberg als auch beim Ausbau der Weine im Keller.
Das Weingut ist eine Herzensangelegenheit der ganzen Familie. Alle bringen sich ein, das zeigt sich in unserer Steckenpferd-Kollektion. Hier werden spannende individuelle Vorstellungen Einzelner aus dem Betrieb zu außergewöhnlichen Weinen gemacht –eben ihr Steckenpferd verwirklicht.
Lena Storz
Die Familie Storz legt nach wie vor großen Wert auf einen traditionellen Weinausbau. Mit den weitgereisten Urenkeln Jan-Andre und Christian ist nun schon die nächste Generation im Betrieb tätig. Sie legen Wert auf auf eine äußerst qualitätsorientierte Produktion, was sich in Erfolgen in zahlreichen nationalen und internationalen Prämierungen zeigt. Nicht die Modetrends und die Sicht der Dinge mancher selbst ernannter Weinpäpste bestimmen das Handeln, sondern die Wünsche und der Geschmack der Kunden, sowie das Bewußtsein, der langen Weinausbautradition in der Familie, zu folgen. Dieses zu erhalten und zu fördern, ist die Leitlinie der Familie Storz sowohl bei der Arbeit im Weinberg als auch beim Ausbau der Weine im Keller.
Ein weiterer Blick in die „zweite Reihe“ im Remstal
von Martin Rieg, (Albert Weinstein)
Die zweite Reihe? Klar, das klingt zunächst nicht schmeichelhaft. Ein genauerer Blick auf eine Handvoll sehr interessanter Betriebe im Remstal und in Stuttgart lohnt aber mehr denn je.
Zunächst wieder die Begriffsklärung. Wer oder was ist eigentlich die „zweite Reihe“? Sagen wir so: Winzer und Wengerter in der „zweiten Reihe“, haben zwar durchaus lokale Bekanntheit und Wertschätzung erlangt und sind auch bei Weinführern wie Eichelmann und Co. gelistet, Sie zählen dort aber (noch) nicht zu den Spitzenbetrieben.
Kurz vor dem Sprung an die Spitze befindet sich das Weingut Siegloch. Kürzlich wurde der Betrieb von Marcus Hofschuster in dessen renommierten Weinblog „WeinPlus.de“ als „Entdeckung des Jahres 2021“ geadelt. Durchaus zurecht, wie ich finde! Grund genug das WineSTR-Partnerweingut nach dem Vorstellungsbeitrag nochmals unter die Lupe zu nehmen und einige Weine mit einem überragenden Preis-Genussverhältnis vorzustellen.
„Wir haben erstmal alles umgekrempelt“, beschreibt David Siegloch die Situation als er und sein Bruder Markus 2013 das elterliche Weingut übernommen haben. Das galt nicht nur für den Namen als aus dem sperrigen Siegloch-Klöpfer einfach nur Siegloch wurde. Schwerer als die Namensänderung war dann der konsequente Weg, den die Brüder beschritten, um ihre Vorstellungen vom Weinbau umzusetzen. Ihr Leitspruch dabei: „Wein von hier und Wein wie wir“ ist dabei mehr als Betriebs-Philosophie denn als bloßer Werbeslogan zu verstehen.
Aus den Weinbergen und ihren Eigenheiten das Maximale herausholen und dabei die jeweiligen Voraussetzungen optimal in die Weine integrieren. Bei den Sieglochs sind diese Vorrausetzungen sehr unterschiedlich gelagert. Zum Weingut gehören kühle Lagen in Winnenden, die zu den höchsten Weinbergen Deutschlands gehören, auch Weinberge direkt am Neckar im „Cannstatter Zuckerle“. Die steilen Parzellen am Neckar verfügen über maximale Sonneneinstrahlung und ein fast mediterranes Kleinklima. Die Höhenlagen in Breuningsweiler sind dagegen im klassischen Sinn „Cool Climate-Lagen“. Beides erfordert eine völlig andere Herangehensweise in der Weinbergsarbeit und schlägt sich auch im Rebenspiegel nieder. In Cannstatt mußten die Trollinger-Reben längst wärmeliebenden Sorten wie Syrah und Cabernet Franc weichen. In In den Breuningsweiler Höhenlagen wachsen Riesling, Weissburgunder und Sauvignon Blanc. Diese weißen Sorten bringen frische und elegante Weine hervor und mögen es eher kühler, Ausserdem wachsen hier auch noch tief verwurzelte, alte Trollinger-Reben die – stark ertragsreduziert – aus der Sorte das Beste herausholen.
Zunehmend cool: Wein ausHöhenlagenWinnender Lagen im Haselstein
Die meisten Weine der Sieglochs sind unfiltriert und ignorieren spontan vergoren gewohnte Geschmackserwartungen. Der aufmerksame Genießer wird mitunter ungläubig staunen, welche Rebsorte da tatsächlich im Glas ist. Eine Besonderheit der Sieglochs und Beweis für ihr ganz eigenen Vorstellungen vom Wein ist es, auf die klassische deutsche Klassifizierung komplett zu verzichten und einfach alle Weine als Landweine zu kennzeichnen. Allerdings hat dieses bewusste down-grading, dass etwas an die „Super-Tuscans“ der 80er Jahre erinnert, durchaus System: Die Sieglochs setzen einfach ihr eigenes Qualitätssystem ein und strukturieren so ihr Sortiment stringent durch. 4/4 beschreibt dabei die einfachen Literweine, Ungefähr auf dem Niveau eines Gutsweines sind die Basis-Weine zu verorten. An der Spitze der Siegloch-Qualitätspyramide stehen Weine aus der Vogelfrei und Vogelfrei Reserve Linie. Das sind sozusagen die Ersten und Großen Gewächse der umtriebigen Brüder.
Bestseller Lemberger
Für besondere Furore und ungläubiges Kopfschütteln in manchen Weinforen sorgte jüngst der 2019er Lemberger Landwein, trocken aus der Basislinie.
Der Wein erhielt vom Verkostungspapst Marcus Hofschuster, der mit seinem Online Portal „WeinPlus.de“ eine riesige Reichweite hat, sensationelle 87 Punkte. Und das bei einem Preis von 7.20 EUR. Kein Wunder das der Wein in kürzester Zeit ausverkauft war. Inzwischen ist der 2020er im Verkauf und präsentiert sich als würdiger Nachfolger des Bestsellers. Der Wein wirkt zunächst noch verschlossen und etwas grün. Viel Luft tut ihm gut. Also entweder karaffieren oder einfach einen Tag vor dem Genuss öffnen, einen Schluck abtrinken und wieder verschließen. Dann offenbart der Wein seine ganze Aromenpracht in der Nase und eine enorme Würze am Gaumen. Der Basis-Lemberger wirkt – trotz seiner kraftvollen Art – durch das sortentypische schöne Säurespiel angenehm frisch im Abgang. Klare Kaufempfehlung!
#kabigehtimmer
Das „Kabi“ immer geht, ist inzwischen unter dem gleichlautenten Hashtag ein geflügeltes Wort unter Weinfreunden. Und der „Kabi“ Vogelfrei – der der Sieglochschen Logik folgend natürlich kein Kabinett ist, sondern „nur“ ein Landwein – geht wahrlich immer. Er bringt einen herrlichen Aprikosenduft in die Nase und eine angenehme, mit mineralischen Tönen ausbalancierte dezente Fruchtsüße ins Glas, die zumindest bei mir den unwiderstehlichen Willen nach dem nächsten Schluck auslöst. Kabinett der keiner ist und doch alles mitbringt was ein „Kabi“ bieten muss. Wem das zu kompliziert ist. Einfach probieren, dann wisst ihr was ich meine. Ach ja: Hofschuster vergab für den 2020er 88 Punkte.
Die Weine aus der neuen DNA-Serie spiegeln das wider, was bei Sieglochs wichtig ist: der Mut neues auzuprobieren in Kombination mit einem unglaublich hohen Qualitätsanspruch. Die Müller-Thurgau-, Muskateller- und Rieslingtrauben sind auf der Maische vergoren. Die Weißweintrauben werden (wie beim Rotwein) auf der Maische mit der Beeren-schale vergoren.
Die Reserve-Weine
Neben diesen preiswerten Einsteigerweinen sind sie Reserveweine, wie erwähnt die Qualitäts-Flaggschiffe der Sieglochs, absolut empfehlenswert. Besonders der inzwischen am Beginn seiner optimalen Reife stehende, ungemein komplexe Lemberger Reserve 2018 ist eine sichere Investition und wird sicherlich noch bis zum Ende des Jahrzehnts eine schöne Entwicklung durchlaufen. Bereits jetzt duftet er herrlich nach tiefgründigen Waldbeeren mit etwas Kirschfrucht. Im Mund eine sehr dichte „maulfüllende“ Struktur mit markanten Tanninen. Die wirken aktuell noch etwas ungestüm, entwickeln aber rasch mit etwas Luft herrlich samtige Facetten. Ein Wein zum Einlagern.
Ebenso wie der weiße Burgunder, der mich an einen komplex ausbalancierten, mineralischen Chardonnay aus dem Burgund erinnert und doch ein waschechter Remstäler ist. Diese Weine haben ihren Preis, sind aber aufgrund der Qualität immer noch Schnäppchen.
Noch mehr aus der „zweiten. Reihe“ gibt es hier in Kürze. Dann im Fokus das Weingut Sterneisen in Remshalden. Für Albert der Senkrechtstarter-Newcomer-Garagenwein-Betrieb schlechthin .
Meine Name ist Albert. Also eigentlich Martin, Ich trinke leidenschaftlich gerne Wein.
Irgendwie wurde ich daher zum Weinberater für viele Freunde und Bekannte. Und irgendwie schreibe ich ganz gerne. Weine bewerte ich grundsätzlich mit meinem eigenen, völlig subjektiven, für Profis völlig unsinningen Bewertungssystem. Das wende ich übrigens schon seit Jahren auf Weinproben an und habe damit manchen Händler in den Wahnsinn getrieben. Ich finde aber das es funktioniert, Schließlich ist alles relativ:auch das Weintrinken. Viel Spaß damit.
Kennt ihr Weingüter von denen Ihr findet sie sind „im kommen“? Mich faszinieren besonders Betriebe, die interessante, individuelle Weine zu vernünftigen Preisen bieten. Schreibt mir: mr@winestr.de
Weinlagen in Bad Cannstatt und Winnenden – Die Brüder David und Markus Siegloch leben ihre klare Vorstellung vom ursprünglichen Wein
von Kai Wunner
Anfang der 90er Jahre, war das Weingut Siegloch noch in Bad Cannstatt ansässig, dann bauten Birgit und Peter Siegloch ein neues Betriebsgebäude in Winnenden, dem Geburtsort von Birgit Siegloch. Nach dem frühen Tod des Vaters 2014 übernahmen die beiden Brüder dann das Weingut in Winnenden. 10,5 ha. werden bewirtschaftet, davon ca. ein Drittel auf Cannstatter Gemarkung (Zuckerle, Steinhalde und Berg), mit dem Schwerpunkt auf den Rotweinsorten. In den Winnender Lagen (Haselstein, Holzenberg) sowie in den Lagen der Winnender Teilorte (Bürger Schlossberg, Hertmannsweiler Himmelreich und Hanweiler Maien) wachsen spannende Weiß- und Roséweine.
Ich persönlich finde einfach, Wein lebt von der Vielfalt. Daher darf jeder Wein seinen Charakter und seine Individualität behalten – eben WEIN WIE WIR!
Gemeinsam hatten beide Brüder von Anfang an eine klare Vorstellung vom Weinmachen. Die Weichen für den Wein werden im Weinberg gestellt, im Keller wird versucht, den Weg von den Trauben zum fertigen Wein nur noch zu begleiten. Mit Spontangärung und dem Verzicht von Schönungen darf sich der Wein so entwickeln, wie er im Weinberg gewachsen ist. Auch wenn der Betrieb nicht 100% biodynamisch ausgelegt ist, wird im Weinberg versucht, möglichst mit und nicht gegen die natürlichen Voraussetzungen zu arbeiten. Die Begrünungen dürfen schon mal etwas höher zwischen den Rebzeilen wachsen, bei den Reben wird möglichst wenig und spät in das natürliche Wachstum eingegriffen. Besonders wichtig ist der Faktor Zeit für die beiden Winzer. Die Weine kommen erst dann auf die Flasche, wenn die Brüder mit der Qualität so zufrieden sind, dass der Wein ohne große Geschmackskorrekturen abgefüllt werden kann.
Lebendige Weine mit eigener Geschichte
Das Ziel des Weingutes ist die Herstellung von lebendigen Weinen, die ihre Geschichten von dem Jahrgang, von dem Boden auf dem sie wachsen und von den Winzern, die sie auf ihrem Weg begleitet haben, erzählen.
Vom trinkig-frischen Rosé bis zum komplexen Rotwein aus dem Barrique, die Vielseitigkeit ist den Brüdern besonders wichtig. Sie steht für das Besondere am Weintrinken schlechthin, und so erzählt jeder Wein seine eigene Geschichte.
Weinwanderung des WineSTR CLUB mit den Partner-Weingütern Jochen Beurer Stetten und Markus Heid Fellbach
von Kai Wunner
Eine lustige und weinselige Runde von ca. 14 Kilometer von der S-Bahn-Haltestelle Beinstein/Stetten über Stetten nach Fellbach versprach die 3. Weinwanderung des WineSTR CLUB. Die Teilnehmer wurden von der hochwertigen Weinauswahl der Winzer positiv überrascht. Jochen Beurer zeigte auf, dass Riesling nicht nur biologisch, sondern auch ganz anders ausgebaut werden kann als man es üblicherweise erwartet. Sommelière Carolin Hermanns vertrat den urlaubsbedingt abwesenden Markus Heid denkwürdig und bot ein breites Spektrum an Weinen des Weinguts, ergänzt um leckere Snacks.
1. Etappe: Weinprobe an der Yburg mit Jochen Beurer
Bei bestem Wetter traf man sich an der S-Bahn-Haltestelle in Beinstein/Stetten um die Weinwanderung im Remstal anzugehen. Durch die Weinberge ging es vorbei an Strümpfelbach zur ersten Station in Stetten, dem schon aus der Ferne gut sichtbaren Turm der Yburg. Am Fuße der Burg hatte Jochen Beurer alles für den Besuch bestens vorbereitet. Wie es beim Riesling-Spezialisten nicht anders zu erwarten war, hieß es, in die Welt dieser spannenden Rebsorte tiefer einzutauchen. Dankbar lauschten die Teilnehmer den Ausführungen zu den Weinen und den Besonderheiten beim Anbau. Ausgiebig wurde auf die Unterschiede der Lagen eingegangen und die Auswirkungen des Terroirs auf den Wein bewusst gemacht. Ökologie hat für Jochen Beurer oberste Priorität. Verzicht auf Reinzuchthefe, statt dessen auf Spontangärung setzen, um so durch die natürliche Hefeflora des Standortes einen möglichst charakteristischen, den Böden und dem Umfeld entsprechenden Geschmack zu erzielen. Besser als an mit dem Probieren der verschiedenen Rieslinge mit Blick auf die jeweiligen Lagen, kann man Wein nicht erfahren. Alle Fragen wurden beantwortet, und die gesellige Runde hat doch tatsächlich ein wenig die Zeit vergessen. Erst mit Verspätung konnte die zweite, etwas längere Etappe nach Fellbach angegangen werden, wo Carolin Hermanns vom Weingut Markus Heid schon auf die Mitglieder und Gäste des WineSTR Clubs wartete.
Was für ein traumhafter Tag. Es war meine erste Weinwanderung und ich muss sagen – einfach super. Sowohl auf der Y-Burg in Stetten beim Weingut von Jochen Breuer sowie anschließend in Fellbach beim Weingut Markus Heid – sehr gute Weine aus der Region verbunden mit leckeren kleinen Köstlichkeiten gab es zu Genießen. Und ich habe festgestellt – wir haben schon ein schönes Ländle direkt von der Haustüre. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Kai und Serap für die tolle und liebevolle Organisation. Ich freu mich schon auf die nächste Weinwanderung mit dem WineSTR CLUB.“
2. Etappe: Am Fuße des Kernen nach Fellbach zum Weingut Markus Heid
Mit Verspätung ging es dann zwischen Rommelshausen und dem Fuße des Kernen vorbei an Weinreben und Schrebergärten gen Fellbach. Mit ca. 6 km war das durchaus herausfordernd und alle Wanderer waren froh, dass im Hof des Weinguts zu erst einmal ein Snack wartete. Begleitet von einem Rose-Sekt aus Trollinger gab es eine bunte Mischung aus Wurst, Käse und Antipasti. Das Highlight war aber in jedem Fall, die von Carolin selbstgebackenen Pizza-Muffins. Gestärkt ging es dann an das Probieren der Weine von Markus Heid, ebenfalls ein Verfechter des biologischen Weinanbaus. Bei ihm ist der Riesling mit fast ein Viertel des Anteils die Hauptrebsorte. Es folgt der Trollinger mit 18 % und dann folgen die Rebsorten Sauvignon blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Blaufränkisch, Syrah, Pinot Meunier, Spätburgunder, Regent, Merlot, Portugieser und Dornfelder. Die Weinprobe führte die Teilnehmer durch unterschiedliche Rebsorten, die Sommelière Carolin Hermanns anschaulich erklärte. Sehr interessant war der Hinweis auf die sonnenverwöhnte Lage „Fellbacher Lämmler“, die am Südhang des Kernen gelegen, besondere Sorgfalt bei der Weinbearbeitung erfordert.
Nach ausgiebiger Weinprobe und gestilltem Wissensdurst der Teilnehmer ging es dann gutgelaunt auf den Weg zur S-Bahn Haltestelle Fellbach, der Endstation der Weinwanderung. Alles in allem war es wieder ein rundum gelungenes Event, das den Wanderern viel Spaß bereitet hat. Fortsetzung soll folgen, war der Wunsch der Teilnehmer.
Ein trockener, lebendiger Riesling von württtembergischen Sandsteinböden, spontan ver-goren. Verführt mit dem Duft von Wiesenblumen, Himbeeren und weißen Johannisbeeren, wie ein spätnachmittaglicher Ausflug aufs Land. Anmutig und klar, mit frischer, energiegeladener Säure; lebhafte Zitrone und reife Ananas gehen in den warm leuchtenden Sonnenuntergang eines langen, saftigen Nachhalls über. Boden: Verschiedene Böden der Keuperstufenlandschaft Vinifikation: Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 6,2 g/l, Restzucker: 7,0 g/l
2019er STETTENER RIESLING GIPSKEUPER
Stille Wasser sind tief, wie dieser elegante Riesling vom tiefen, mineralreichen Keuper-boden. Er wird nicht von Aromen, sondern der Textur bestimmt. Steinig und rauchig mit eleganten Details, die rote Früchte und Weinbergspfirsiche ins Spiel bringen. Der tonangebende, salzige Faden zieht sich in ein langes, nussiges und nachdenklich machendes Finale. Boden: Gipskeuper (überwiegend rötlichen Tonsteinen – mit Einlagerungen von Gips-, Anhydrit- und Steinsalzlagen) Vinifikation: Selektive Lese und Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 6,1 g/l, Restzucker: 8,6 g/l
2018erSTETTENER RIESLING SCHILFSANDSTEIN
Reife, verspielte gelbe Frucht – Aprikosen und Birnen – in der Nase bereiten den Grund für schlanke, würzige Noten, die an Dill und weiße Pfirsiche erinnern. Saftig und doch anmutig, mit gut gebändigter Säure, strahlender, salziger Mineralität und einem lang anhaltendem Aprikosenfinale. Boden: Schilfsandstein (skelettreicher, kalkfreier Sandstein) Vinifikation: Selektive Lese und Spontangärung im Edelstahltank Analyse: Alkohol: 11,5 % vol, Säure: 5,5 g/l, Restzucker: 4,2 g/l
2018er STETTENER RIESLING KIESELSANDSTEIN
Dieser dichte, konzentrierte Riesling ist auf steinig kargen Böden gewachsen, selbstbe-wußt und seiner sicher. In der Nase steigt er mit rauchiger Zitrone und Orangenblüten ein, was sich am Gaumen strahlig, steinig und dezent würzig fortsetzt. Mit straffer, aber ausgewogener und präziser Säure geht er schließlich auf mysteriöse und doch über-raschend positive Weise in ein weiches, beinahe verspieltes Finale über. Boden: Kieselsandstein (Feldspat, Quarz, Glimmer, Dolomit) Vinifikation: Spontangärung im alten Holzfass Analyse: Alkohol: 12,5 % vol, Säure: 6,2 g/l, Restzucker: 5,8 g/l
Strahlend im Glas, schwungvoll am Gaumen. Die Nase beginnt mit Orangeschale, duftenden weißen Blüten und der Ahnung frisch gebackenen Brotes. Wunderschöne, ausgewogene Zitrus- und weiße Pfirsichnoten sind dicht zu einem festen, mineralischen Kern verwoben. Wie bei der nahezu asketischen, kraftvollen Präzision einer geradlinigen Bach-Komposition hat hier jedes Element seine Aufgabe und seinen Sinn. Boden: Kieselsandstein (Feldspat, Quarz, Glimmer, Dolomit) Vinifikation: 14 Tage Maischestandzeit, Spontangärung während zehn Monaten im 500 Liter Holzfass. Analyse: Alkohol: 12,5 % vol, Säure: 6,6 g/l, Restzucker: 3,4 g/l
Weingut Markus Heid
Steinmergel Trollinger Rosé Sekt brut
Er stellt sich gerne als der umgängliche Kamerad vor, als der spielerische Begleiter für jede Tages- und Nachtzeit. Fruchtig und mild trägt er dabei ein leichtes Muskataroma mit sich, doch unter seinem Mantel verbirgt er eine gute Statur. Alkohol: 12,4%, Restsüße: Vol. 4,5 g/l, Säure: 6,8 g/l
2020 Riesling Gutswein
Der zweite Gang in den Weinberg war der entscheidende für diesen frischen Typ. Nach dem ersten fehlte es ihm noch an Kraft, und beim dritten wäre er zu reif gewesen. Spontan, wie er größtenteils ist, zeigt er sich ausgewogen beim Süße- und Säurespiel. Alkohol: 12,3 %. Restsüße: Vol. 10,0 g/l, Säure: 5,5 g/l
2020 Riesling und Sauvignon Blanc Steinmergel trocken
Es ist immer wieder ein Genuss, wenn sich ein perfektes Paar gefunden hat. Wenn ein Partner den anderen beflügelt und dadurch eine elegante, lang anhaltende Einheit mit viel Aromatik entsteht. Alkohol: 12,8%, Restsüße: Vol. 2,9 g/l, Säure: 6,8 g/l
2019 Weißburgunder Melchisedec
Gelbfruchtige Anklänge und reife Zitrusfrucht, Amalfi-Zitrone, Hefe, Würze, Pumpernickel und feine Holznoten. Saftig und würzig am Gaumen mit einer klar gefassten, festen Struktur, reife Säure und wieder feine Würze, die den Gaumen grundiert, kann noch zulegen. Alkohol: 13,2%, Restsüße: Vol. 0,5 g/l, Säure: 5,9 g/l
2020Sauvignon BlancGoldberg
Etwas reduktiv in der Nase mit Noten von Hefe und Grasschnitt. Am Gaumen rund und geschmeidig mit leichter Süße und gut stützender Säure. Mittlere Dichte und gute Länge, ein guter Sortentyp. Alkohol: 13,5%, Restsüße: Vol. 2,0 g/l, Säure: 6,95,9 g/l
2019Lemberger Fellbacher Goldberg trocken
Rustikal, mit Ecken und Kanten zeigt er sich. Ein aalglatter Typ will er nicht sein, und auch nach Marmelade will er nicht schmecken. Auf der einen Seite ist er minzig-kühl und eukalyptus-frisch, auf der anderen schokoladig, beeren-fruchtig, weich und reif. Alkohol: 12,6%, Restsüße: Vol. 2,5 g/l, Säure: 5,65,9 g/l
2019 Lemberger GG Fellbacher Lämmler
Ein echter Spitzenreiter. Und davon gibt es nur sehr wenig. Er ruhte sich besonders lange in neuen Fässern aus. Weich und mollig wurde er mit der Zeit, doch seine würzige und strukturierte Art behielt er genauso wie sein Potenzial. Alkohol: 13,4%, Restsüße: Vol. 3,3 g/l, Säure: 5,7 g/l
2018 Melchisedec Syrah trocken
Vom Urahn Melchisedec hat er seinen Namen und diesem darf er großen Respekt zollen. Die Rebsorte ist ebenso ein Urgewächs und fast schon heimisch auf unserem Parkett.. Begleitet mit dunklen Früchten und kräutrigen Anklängen ist dieser Wein von Kraft geprägt, um große Freude zu bereiten. Alkohol: 13,9%, Restsüße: Vol. 2,8 g/l, Säure: 6,0 g/l
Biologischer Weinanbau in den Lagen Fellbacher Goldberg und Lämmler
In 10. Generation der Familie Heid, bewirtschaftet Markus Heid als Inhaber, Kellermeister und Betriebsleiter das Weingut und hat so alle Bereiche der Weinbereitung voll und ganz im Griff. Insgesamt 11 Hektar werden bearbeitet, mit Rebstöcken auf Böden aus Keuper mit teilweise sandigen Anteilen, in den tieferen Lagen auch auf Lößlehmböden.
Alle Weinberge werden ökologisch bewirtschaftet, wobei der Riesling mit fast ein Viertel des Anteils stellt. Es folgt der Trollinger mit 18 % und dann folgen die Rebsorten Sauvignon blanc, Weißburgunder, Grauburgunder, Müller-Thurgau, Lemberger, Blaufränkisch, Syrah, Pinot Meunier, Spätburgunder, Regent, Merlot, Portugieser und Dornfelder. Die große Vielfalt im Weinberg in Kombination mit geradliniger Stilistik ist ein wesentlicher Grundsatz für die Art und Weise, wie Markus Heid arbeitet. Die Maxime »klein aber fein« findet in der Kellerarbeit ihre Fortsetzung. Die verschiedenen, aus verhältnismäßig kleinen Parzellen stammenden Weine werden getrennt ausgebaut.
Ökologischer Pflanzenschutz und ein intaktes Ökosystem im Weinberg
Jeder einzelne Rebstock muss sich wohlfühlen, damit seine Trauben Geschmack und Aromen erhalten. Markus Heid sieht sich dem ökologischen Weinbau verpflichtet (Bio-zertifiziert DE-Öko-006), um die Natur noch stärker zu berücksichtigen.
Wer sieht, wie Reben sich ohne künstliche Ernährung und Dauermedikation entwickeln, wird vom Öko-Weinau überzeugt sein.
Markus Heid
Die Pflege der Bodenfruchtbarkeit, ökologischer Pflanzenschutz und ein intaktes Ökosystem im Weinberg sieht er als Verantwortung gegenüber der Natur.
Mit Hilfe konsequenter Mengenbegrenzung im Winter und Ertragsregulierung im Sommer werden im Herbst gesunde, vollreife Trauben geerntet, aus denen extraktreiche, harmonische Weine entstehen. Die Kollektion ist beeindruckend konstant und stringent in Qualität und Stil. Die Rieslinge und Burgundersorten sind duftig und frisch und bei aller Gradlinigkeit der Weine behalten sie doch ihre Leichtigkeit beim Trinken.
Weingut Heid
Markus Heid Cannstatter Str. 13/2 D-70734 Fellbach
2. Weinwanderung des WineSTR CLUB mit den Partner-Weingütern Bernhard Ellwanger Großheppach, Singer-Bader Korb und Albrecht Schwegler Korb
von Kai Wunner
Eine lustige und weinselige Runde über ca. 12 Kilometer von Grunbach über Großheppach und Korb nach Beinstein versprach die 2. Weinwanderung des WineSTR CLUB. Die Erwartungen der 17 Teilnehmer wurden dabei nicht nur bei der hochwertigen Weinauswahl der Winzer/innen übertroffen. Die großzügige Auswahl an Weinen und Snacks von den CLUB-Partnern Bernhard Ellwanger/Singer-Bader/Albrecht Schwegler trafen nicht nur den Geschmack der Wandernden, sondern zeigten auch die Überzeugung der Weingüter von der Idee des Projektes WineSTR und dem angeschlossenen WineSTR CLUB.
Ein großes Lob an Serap und Kai, für die liebevolle und gut durchdachte Weinwanderung. Es gab neben der eindrucksvollen Aussicht sehr genussvolle unterschiedliche Weine mit aufschlussreichen Erklärungen und leckeren 😋 Snacks.
Bei bestem Wetter traf man sich an der S-Bahn-Haltestelle in Grunbach um die Weinwanderung im Remstal anzugehen. Durch die Weinberge ging es über Gundelsbach zur ersten Station in Großheppach, dem Weingut Bernhard Ellwanger. Im angenehm schattigen Bereich des Hofes hatte Yvonne Ellwanger alles für den Besuch bestens vorbereitet. Snacks, Wasser und eine tolle Weinauswahl. Dankbar lauschten die Teilnehmer den Ausführungen zu den Weinen und den Besonderheiten beim Anbau. Alle Fragen wurden beantwortet und die gesellige Runde wäre bestimmt verhockt, wenn nicht schon die nächste Etappe der Weinwanderung gerufen hätte.
Es ging aber nicht ins Weingut des Weingut Singer-Bader in Korb , denn Winzerin Barbara Singer hatte eine viel bessere Idee: Man traf sich am Fern-Seh-Turm zwischen Korb und Kleinheppach, einem Aussichtsturm der 2019 im Rahmen der Remstal Gartenschau erbaut wurde. Das Eintreffen der Wanderer wurde telefonisch anvisiert, damit das selbstgebackene Strudelgebäck von den schon Hungrigen noch warm verzehrt werden konnte. Ergänzt wurde die Versorgung mit einem kleinem Picknickkorb gefüllt mit Wurst, Käse sowie Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten des Weinguts.
Die Weinprobe war für mich die erste Veranstaltung von WineSTR, an der ich teilgenommen habe – und es wird nicht die Letzte gewesen sein. In geselliger Runde mit lauter Weinkennern gute Weine aus der Region zu probieren, dazu noch fachkundig präsentiert von den Weingütern, macht einfach Spaß. Danke auch für die gute Organisation.
Jürgen W aus Waiblingen
Ergänzend zu der abwechslungsreichen Weinauswahl gab es auch hier viel Interessantes über den die Art und Weise der Weinbereitung zu hören. Auch wissenswertes zur Rebflurbereinigung gab es zu hören, was am Beispiel der Weinberge oberhalb des Aussichtsturms anschaulich gezeigt wurde. Mit Bang blickten die Teilnehmer auf die heranziehenden Gewitterwolken, die jedoch eher über den südlichen Teil des Remstals zogen. Gutgelaunt ging es weiter zur nächsten Etappe der Weinwanderung dem Bergfestgelände des Weinguts Albrecht Schwegler zwischen Korb und Beinstein.
3. Etappe: Besuch des BERGFEST-Gelände zwischen Korb und Beinstein des Weingut Albrecht Schwegler
Beim telefonischen Avis, stellte Julia Schwegler erstmal die Frage, ob die Weinwanderung trotz der Regengefahr fortgesetzt werden soll. Aber keiner der Teilnehmer wollte die Weine des Weinguts verpassen und alle freuten sich schon darauf, das sonst meist ausgebuchte Bergfestgelände, in kleiner Gruppe exklusiv besuchen zu dürfen. Glücklicherweise waren die Bänke für die Weinprobe mit großen Sonnenschirmen geschützt, denn schon kurz nach dem ersten Probierschluck ging der Regen los.
Julia Schwegler ließ sich vom Wetter überhaupt nicht beeindrucken und überzeugte die Anwesenden mit Ihrem Fachwissen und interessanten Hintergrundwissen zum Weingut. Da auf Regen bekanntlich der Sonnenschein folgt, war der Schauer schnell vorüber und alle Beteiligten, durchaus schon mit einem leichten Glanz angesichts der dritten Weinprobe des Tages, genossen die heitere Atmosphäre auf dem Bergfestgelände. Bevor der nächste Schauer eintraf, wurde sich flugs auf den Weg zur S-Bahn Haltestelle Beinstein gemacht, um sicher nach Hause zu gelangen. Alle Teilnehmer waren mit dem Verlauf der Veranstaltung hochzufrieden und fragten schon nach dem Termin der nächsten Weinwanderung. die am 05.09.21 dann von Endersbach über Stetten nach Fellbach führt.
Piwi-Rebsorte, frische Aromatik von Limetten, Holunder und schwarzen Johannisbeeren. Spritzig und belebend.
2020er Roter Riesling trocken
Roter Riesling ist eine natürliche Mutation des weißen Rieslings mit rötlichen Beeren. Die Reben wurden aus unseren eigenen Weinbergen selektioniert. Diese Spielart des Rieslings hat markante Kräuter- und Krokantnoten, einen kräftigen Körper und ein feines, langanhaltendes Finale.
„Ausdrucksstarker Sauvignon blanc aus dem wunderbaren Jahrgang 2019, der Kraft, Würze und Frische perfekt vereint. Sehr spannend, aromatisch am Gaumen mit viel Saftigkeit. Ein Fumé blanc par excellence.” VERKOSTUNGSNOTIZ EVANGELOS PATTAS, SOMMELIER DES JAHRES 2007, DÉLICE STUTTGART
2018er Lemberger SL trocken, Großheppacher Wanne
TOP-Lemberger mit niedrigsten Erträgen aus der Großheppacher Wanne. Intensive Aromen von Brombeeren, schwarzen Johannisbeeren und weißem Pfeffer. Sehr komplex, mit faszinierendem Finale. Ein Wein mit Zukunft. 95 PUNKTE BERLINER LAGENCUP SONDERPREIS (2018er) – Top Ten
Weingut Singer-Bader:
Plaisir Scheurebe Riesling feinherb 2020
Durch langsame schonende Gärung werden auf natürliche Art die feinfruchtigen Aromen der duftenden Tauben bewahrt: Zitrus, Pfirisch, Melone, Grapefruit.
Arctic Rosé feinherb 2020
An warmen Sommertagen „so kalt wie möglich“ genießen.
Sommerhauch Rosé trocken 2020
Ausgezeichnet mit einer GOLDMEDAILLE als bester Sommerwein vom Genussmagazin SELECTION.
Stettener Pulvermächer Riesling alte Y Reben trocken 2020
Von unseren ältesten Reben der traditionsreichen Lage Stettener Pulvermächer, die rund um die heutige Ruine Y-Burg liegt, keltern wir unseren terroirbetonten Riesling Y.
Steinreinacher Cabertin trocken 2019
Mit diesem farbinentsiven fruchtigen jung vollreif schmeckenden Rotwein bekommt der Bioweinbau mit pilzwiderstandsfähigen Sorten richtig Aufschwung. Vielen Dank in die Schweiz an den Züchter Valentin Blattner.
Stettener Spätburgunder trocken 2016
Eine Sorte, die optimal das Terroir ihrer Lage widerspiegelt. In Stetten stehten die Reben auf bunten Mergelbänken und bringen besonders fruchtige Weine hervor.
Weingut Albrecht Schwegler:
ENDLESSSUMMER 2019
Unsere Cuvée aus Trollinger und Muskattrollinger verbrachte für die aparte pinke Farbe gute zwei Wochen auf der Maische. Noch in der Gärung gefüllt und auf der Flasche zu Ende vergoren ist dieser PetNat das Getränk für das Besondere im Alltäglichen. Mit feinperligem Mousseux ist er animierend und puristisch mit zarter floraler Note, dabei jedoch stets authentisch mit voller Frucht voraus. von Hand gelesen: September 2019 / behutsam abgefüllt: Oktober 2019 0,75 l / 11,5 % Vol. / Enthält: Sulfite
RIESLING ALTE REBEN 2019
Mit sattem Strohgelb fliesst er ins Glas und zeigt sich offenherzig und präsent. Dabei verbindet er die Typizität des Rieslings mit extraktreicher Frucht, stets geerdet durch kräuterwürzige Akzente. Kernobstnoten nach gelben Äpfeln und Birnen werden untermalt mit Gartenkräutern sowie frisch gemähter Sommerwiese und verströmen eine nonchalante Gelassenheit. Mit saftigem Druck am Gaumen fusst seine Kraft in den Alten Reben von gesunden Böden und verbindet mit seiner tiefgründigen und komplexen Art unsere Vorstellung von Handwerk und Herkunft. Cuvée 2019 aus: 1 Parzelle Herkunft: Beutelsbach 100% Riesling 100% Ausbau in 500l Tonneaux von Hand gelesen: Oktober 2019 ungeschönt und behutsam gefüllt: August 2020 0,75 l / 12,0 % Vol. / Enthält: Sulfite
RIESLING RÉSERVE 2015
In sattem Goldgelb mit strahlenden Reflexionen verlangt er eindeutig nach großen Gläsern. Mit zunehmender Belüftung blüht er förmlich auf und zeigt sich vielschichtig und komplex. Unterlegt von vollreifer Frucht und würzigen Nuancen fächert er sein facettenreiches Aromenspektrum auf: Trockenobst, Salzkaramell und milde Gewürze werden flankiert von feinkörnigem Gerbstoff und reifer, milder Säure. Ausgebaut im neuen Tonneaux zeigt sich das Holz über die lange Reifezeit ausgewogen und bestens integriert. Ein kraftvoller Wein mit Tiefgang und Substanz der nach selbstbewusster, aromenstarker Küche verlangt. Cuvée 2015 aus: 1 Parzelle Herkunft: Beutelsbach 100% Riesling 100% Erstbelegung in Tonneaux von Hand gelesen: Oktober 2015 2 Jahre auf der vollen Hefe gereift ungeschönt und behutsam gefüllt: August 2017 0,75 l 13,5 % Vol.
d’r OIFACHE
„Vom Einfachen das Beste“ lautet unser Motto für diesen roten Gutswein. In dunklem Rubinrot oszilliert d’r Oifache zwischen reifer, dunkler Frucht und würzigen Aromen in der Kopfnote. Brombeeren, Schwarzkirschen und Holunder werden würzig unterlegt von hellem Tabak, schwarzem Pfeffer und einem Hauch Süßholz. Unser Roter für den täglichen Genuss: Fruchtig-herb mit saftig-markantem Auftritt. Ganz einfach – oifach gut! Von Hand gelesen: September 2018/2019 / behutsam abgefüllt: November 2020 1 l 13,0 % Vol. Enthält: Sulfite
BERYLL 2017
Rubinrot mit violetten Reflexen changiert der Beryll zwischen satter, dunkler Frucht und seinem behutsamen Ausbau im gebrauchten Holzfass. Extraktreich mit klarer und saftiger Frucht von Zwetschgen und Schwarzkirschen zeigt er sich offenherzig und zugänglich mit präsentem Auftritt, aromatisch ergänzt durch rauchige Noten nach Kardamom und weißem Pfeffer. Mit aufrechter Statur ist bei ihm alles in Balance: Konturiert durch seinen jugendlich animierenden Gerbstoff begleitet ihn die saftige Frucht mit frischem Trinkzug ins fruchtig herbe Finale. Cuvée 2017 aus: 8 Parzellen Herkunft: Korb/Schnait/Endersbach 49% Zweigelt, 28% Cabernet Franc, 14% Lemberger, 9% Cabertin II. & III. belegte Barriques von Hand gelesen: September/Oktober 2017 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020 0,75 l 14,0 % Vol. Enthält: Sulfite
LEMBERGER RÉSERVE 2018
In dunklem Rubinrot mit violetten Reflexionen fliesst er ins Glas und pendelt zwischen dunkler Frucht und transparenter Frische. Brombeeren, Zwetschgen und Trockenobst umreissen die extraktreiche Frucht, begleitet von würzigen Attributen wie Tabak, Piment und milden Gewürzen. Im Antrunk zeigt er sich geschliffen mit präzisem Auftritt und rapidem Trinkzug. Puristisch und klar bündelt er die markante Frucht und Würze des Lembergers und verbindet die feinmaschige Phenolik mit reifer Säure für einen ungeahnt erfrischenden Auftritt am Gaumen. Unser Neuer: authentisch, hedonistisch und pur – Lemberger. Cuvée 2018 aus: 1 Parzelle Herkunft: Großheppach 100% Lemberger 25% Erstbelegung und 75% Zweitbelegung von Hand gelesen: September 2018 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020. 0,75 l 14,0 % Vol. Enthält: Sulfite
GRANAT 2017
Purpurrot mit schwarzem Kern fließt der Granat ins große Glas und zeigt sich zunächst zurückhaltend, was die vorlaute Preisgabe von Aromen betrifft. Der Granat ist leise, fast schüchtern und beginnt erst zaghaft zu erzählen. Die reife Frucht erinnert an Zwetschgen und Brombeeren und begleitet ihn nur beiläufig, während er beginnt vom Ausbau zu erzählen. Der Holzeinsatz bildet den Rahmen für die satte Frucht, die würzigen Noten nach Piment und Lorbeer sowie die zarten Röstnoten der Fässer. Ein Wein mit immenser Ruhe, Komplexität und Tiefgang, der nur in besonderen Jahren produziert wird. Die Entscheidung darüber liegt nie bei uns, sondern stets im Jahrgang. Er liefert uns beste Trauben, die durch Handwerk und Zeit zu dem werden, wofür wir stehen: Weine mit eigener Tradition, verankert im Heute mit klarem Blick in die Zukunft. Cuvée 2017 aus: 6 Parzellen Herkunft: Korb 43% Zweigelt, 33% Cabernet Sauvignon, 22% Merlot, 2% Cabertin 100% Erstbelegung von Hand gelesen: September/Oktober 2017 ungeschönt und unfiltriert gefüllt: Dezember 2020 0,75 l 14,0 % Vol.
Über das Wetter soll man ja bekanntlich nicht schimpfen, aber ich gebe zu, zurzeit tue ich das hin und wieder. Der Regen lässt mich mal wieder in die Ferne schweifen, und wie so oft denke ich an meine letzte größere Reise, an „das Land des Lächelns“, an Thailand! Neben den wunderbaren Menschen, der Kultur und wunderschönen Natur, hat es mir die Küche besonders angetan. Das Rezept, das ich euch diesen Monat vorstelle ist:
Tom Kha Gai – Hühnersuppe mit Kokosmilch und Galgant
Das „Tom“ steht für Suppe, das „Kha“ für Galgant und das „Gai“ für Huhn.
Fangen wir mal mit den Hauptzutaten an, die nicht fehlen dürfen, um den besonders aromatischen und komplexen Geschmack zu erzielen:
Zitronengras, leicht angeklopft und grob geschnitten, damit sich das kostbare und unverwechselbare Aroma entfalten kann. Ein paar Scheiben Galgant, dieser wird auch Thai-Ingwer oder siamesischer Ingwer genannt, da er in diesen Küchen fest etabliert und sehr beliebt ist. Galgant sieht der Ingwerknolle sehr ähnlich, ist aber etwas feiner und weniger scharf im Geschmack.
Ebenfalls sehr wichtig sind die Blätter von der Kaffirlimettenpflanze. Die Pflanze muss jetzt nicht am Stück daher, ihr findet die Blätter eingefroren und portioniert in jedem gut sortiertem Asia- Shop. Meine Empfehlung ist, den Mittelstrang zu entfernen, damit hier alles an Aroma rausgeholt werden kann. Chilis sollten auch nicht fehlen, die Kombination zwischen Schärfe und Süße macht den Reiz dieser Suppe aus. Je nachdem wie scharf man es mag (und verträgt), nimmt man 2-4 Stück und schneidet ggf. das Kern-Gehäuse raus. Gerne kommen auch Frühlingszwiebeln hinzu.
Zubereitung
In der Zwischenzeit Hühnerbrühe aufkochen und alle Gewürze hinzugeben, mit Kokosmilch aufgießen und das kleingeschnittene Hühnerfleisch reinlegen. Beim Gemüse sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, egal ob Paprika, Zuckerschoten oder Sojasprossen. Was aber nicht fehlen sollte, sind Pilze wie Kräuterseitlinge oder Champignons. Diese sorgen neben dem Huhn für den Umami-Geschmack. Dies ist der 5. Geschmackssinn neben süß, sauer, bitter und salzig und bedeutet so viel wie „köstlich“. Umami ist ein natürliches Glutamat und ergänzt wunderbar die Speisen mit einem „vollem“ Geschmack. Enthalten ist Umami unter anderem in Tomaten, Parmesan oder Hühnerbrühe.
Das nächste Küchenkraut polarisiert, die Rede ist von Koriander. Die Korianderwurzel darf hier gerne mitköcheln und die hocharomatischen Blätter werden kurz vorm Servieren auf der Suppe verteilt. Schöner Nebeneffekt, es ist gleichzeitig eine Garnitur und was fürs Auge. Für die salzige Komponente gerne Fisch-Sauce und für die Süße z.B Palmenzucker verwenden. Ein hoch aromatisches, komplexes aber auch sehr schnell zubereitetes Gericht ist fertig!
In meiner Laufbahn als Sommelière, hatte ich das Glück, genau solche Gerichte mit Wein begleiten zu dürfen. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit restsüßen Rieslingen machen können. Hier kann man wieder beobachten, wie wandelbar diese Rebsorte ist. Wie viel Freude sie beim Kombinieren macht und einen aber auch herausfordert.
Ein Riesling Kabinett zum Beispiel hat ca. 40-60g Restzucker und verliert in Kombination mit der Schärfe seine Süße und die Frische wird vorgehoben. Gleichzeitig verliert er aber auch den zarten Schmelz. Fazit: Ein „Kabi“ (umgangssprachlich) ist wahrscheinlich eine Spur zu leichtfüßig für diese Suppe.
Die Wahl fällt also auf eine Spätlese, diese hat meist 70-90g Restzucker und etwas mehr Kraft. Die Süße wird durch die Schärfe der Chilis fast neutralisiert und die Frucht und die Frische des Weines werden in den Vordergrund gerückt. Dies ist eine gute Ausgangssituation und stellt mich vor die Frage, welchen Wein ich hierfür aussuche.
Vor ein paar Wochen durfte ich einige Tropfen vom Öko-Weingut Schmalzried aus Korb verkosten und war begeistert. Herr Schmalzried war in den 70er Jahren ein Pionier, was den Bio-Ausbau angeht. Heute ist der Betreib komplett biologisch-dynamisch aufgestellt und Demeter-zertifiziert. Zum Teil 50 Jahre alte Reben, natürliche Dünung und gesunde Böden sind das Fundament Ihrer Weine. Die Traubenlese erfolgt ausschließlich von Hand, um gesunde Trauben verarbeiten zu können und damit Spitzenweine zu erzielen. Das Ziel ist es, durch die gezielte Arbeitsweise kleine Erträge und somit sehr ausdrucksstarke Weine zu kreieren. Die Rotweintrauben werden traditionell auf der Maische vergoren und jeden Tag von Hand untergestoßen. Die Weißwein-Trauben werden nach der Champagner-Methode schonend gepresst (Ganztraubenpressung). Die Weine sind größtenteils mit der weinbergseigenen Hefe spontan vergoren. Ein monatelanges Feinhefelager gibt den Weinen einen wunderbaren Charakter, in dem sich Terroir, die Hand des Winzers und die Natur wunderbar vereinen können.
Die Lage Hanweiler Maien liegt bei Winnenden, ist mit alten Reben bestockt, die tiefgründig sind und einen kleinen und gesunden Ertrag liefern. Dieser Wein ist vom Sohn Ben Schmalzried kreiert worden. Übrigens sind alle 3 Kinder gänzlich oder teilweise mit ins Familienunternehmen eingestiegen, hierfür ein großer Chapeau meinerseits! Korb ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen in Remstal. Hin und wieder gibt es sonntags einen Salzkuchen von Frau Schmalzried im Weingut zur ergattern und auch so lohnt sich ein Besuch, vielleicht in Verbindung mit einem Spaziergang in die Weinberge aller mal!
Verkostungsnotiz:
Am Farbenspektrum kommt mir ein mittleres Gelb mit leicht grünen Reflexen entgegen.
Zu Beginn rieche ich leicht exotische Noten wie Melone und Stachelbeere, hinzu kommen ein weißfleischiger Weinberg-Pfirsich und etwas Kräuter und zitrisch-frische Anklänge.
Im Gaumen ein feines, aber deutlich wahrzunehmendes Süß-Säure Spiel. Die Frucht ist sehr präsent aber nicht polarisierend. Diese Balance ist wunderbar gelungen. Ein kräftiger Körper und sehr harmonischer Abgang sprechen hier sofort für einen perfekt passenden Partner für unsere Tom Kha Gai.
Es ist alles vorhanden, ausreichend Süße für die Schärfe, genug Körper und Rückgrat für den Gesamteindruck des Gerichtes und eine schöne Frische, um nicht zu „klebrig“ zu wirken. Ich finde ganz klar ein super Match!
Gabriela Predatsch, alias das WeinWeib /Sommelière IHK
Der Wein und Ich- Eine große Leidenschaft!
Als ich den Weinkeller meines Ausbildungsbetriebes das erste Mal von innen sah, war´s um mich geschehen. Die unterschiedlichsten Weine aus aller Welt, die andächtigen und zum Teil verstaubten Etiketten und hin und wieder die Möglichkeit das ein oder andere Tröpfchen zu probieren, das war einfach großartig. Ich besuchte die Winzer in der Region, tauschte mich regelmäßig mit Gleichgesinnten auf Messen und Veranstaltungen aus.
Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau zog es mich direkt in die gehobene Gastronomie. Meine Stationen waren unter anderem das Restaurant bachofer in Waiblingen und Oettinger´s Restaurant in Fellbach-Schmiden. Es wurde zu meiner persönlichen Aufgabe, den Gästen den perfekten Abend mit einer stimmigen Weinbegleitung zu bieten. Es folgten nationale und internationale Weinreisen, die mir bis heute in bester Erinnerung bleiben, da es das Schönste ist, den Winzer in seinem Element zu erleben und die Passion hinter seiner Arbeit zu spüren. Die Ausbildung zur Sommelière habe ich 2018 erfolgreich absolviert.
Ich habe das große Glück, meine Leidenschaft zum Beruf machen zu können und in einer wunderbaren Weinregion leben zu dürfen.
Ob eine Privat- oder Firmenfeier, Weinproben aller Art, Sensorik-Kurse oder Seminare für das Fachpersonal, ich kreiere das richtige Angebot für Sie. Ich mache es mir zur Aufgabe, Ihnen Wein verständlich, spannend und lebendig näher zu bringen.
Lassen Sie sich von mir vom Wein begeistern, so wie er mich begeistert!
Biologischer Weinanbau mit Liebe, Fleiß und handwerklichem Einsatz
Das Weingut Idler in Strümpfelbach, einem Württemberger Weinort wie aus dem Bilderbuch, leitet Marcel Idler seit 2012. Er führt damit die lange Weinbautradition seiner Familie fort. Das neue Weingut mit seiner puristischen Architektur überzeugt genauso mit Nachhaltigkeit, wie die bio-zertifizierten Weine. Die Vinothek Lehenstein® und ein Bio-Appartement für Wanderurlauber, Familien oder verliebte Paare, mit Platz für bis zu vier Personen, runden das Angebot ab.
Um das ausbalancierte Ökosystem im Remstal zu erhalten, wird schon immer konsequent auf chemische Pflanzenschutzmittel und Herbizide verzichtet. Die sieben Hektar werden konsequent biologisch, nach den strengen Richtlinien von Bioland seit 2018 zertifiziert, bearbeit.
Ökologisch aus Überzeugung
Liebe, Fleiß und handwerklichem Einsatz zielen darauf ab, gesunde und vor allem aromatische Trauben ernten zu können. Die Weinberge und ihr Potenzial richtig zu interpretieren, ist das höchste Ziel von Winzer Marcel Idler, weil nur so die Lagen und Böden der Heimat schmeckbar werden.
Rieslinge und Lemberger stellen die wichtigsten Rebsorten dar, aber auch Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Trollinger werden zu eigenständigen Charakteren in der Flasche, die eindeutig die persönliche Handschrift von Marcel Idler tragen.
Zeit, Herz & Hand
Nach einer schonenden Lese wird alles daran gesetzt, die wertvollen Aromen der Trauben zu erhalten. Anschließend werden die Weine behutsam in großen und kleinen Holzfässern sowie in Edelstahltanks ausgebaut. Die Maischestandzeit von bis zu 24 Stunden verleiht den spontan vergorenen Weißweinen eine raffinierte Würze und Kraft. Darauf folgt eine Lagerung auf der Feinhefe bis kurz vor der Abfüllung, welche die Weine tiefgründiger und langlebiger werden lässt. Die Rotweine bleiben zwölf bis 24 Monate im Holz.
Wenn man die Weine von Marcel Idler verkosten möchte, dann ist man in der Vinothek Lehenstein® bestens aufgehoben. Eingeschoben und ausgearbeitet wie eine Vitrine, ist der Verkostungsraum. Die Liebe zum Detail wird hier sofort spürbar, umgeben von Holz, Glas und Sichtbeton und mit Blick in den Weinkeller, in angenehmer Atmosphäre können die verschiedenen Weine verkostet und genossen werden.
Wer eine kleine Auszeit vor den Toren Stuttgarts verbringen möchte, der wird im Weingut fündig. Ob für Wanderurlauber, Familien oder verliebte Paare, das Bio-Appartement bietet Platz für bis zu vier Personen. Da kann die Weinprobe dann auch mal umfangreicher sein, wenn das Zimmer gleich nebenan ist.
von WineSTR-Team „Advertorial“ – Vorstellung Partner-Weingut WineSTR CLUB
Die Wurzeln der Familien Singer und Bader reichen tief – bis in das 16. Jahrhundert, als die beiden Familien im Remstal die ersten Reben pflanzten bis hin zur Ernte der Trauben von den besten Lagen zwischen Korb und Stetten. Verwachsen mit dieser Region wird die Bewirtschaftung mit besonderer Sorgfalt auf Natur und Umwelt gelebt. Nicht von ungefähr ist das Weingut ein Bioland-Partner. Der Weinbau wird mit viel Gefühl für die Natur und Liebe für das Handwerk verrichtet, was sich im schonenden Umgang mit Pflanzen und Tieren zeigt. Selektive Handlese garantiert perfektes Traubenmaterial für die Weine.
Durch die Ehe von Julian Singer und Barbara Singer geb. Bader, verbinden sich die Wege zweier Traditionsweingüter zu einem. Beide bringen nicht nur das elterliche Weingut, sondern Jahrhunderte an Erfahrungen und Tradition in die Ehe mit.
Den sprichwörtlichen Platz an der Sonne, genießen die Reben der Familie Singer. Diese wurzeln nämlich an den sonnigsten Plätzen des Remstals. Dort finden sich Bedingungen, die sich besonders für Rotweinsorten perfekt eignen. Während Julian Singer an immer neuen Sorten tüftelt, führt er die Passion seiner Vorfahren fort und verbindet somit moderne Anbauformen mit traditionellem Handwerk.
Kräftige Rotweine brauchen Licht und Wärme – diese bekommen sie an den wärmsten Südhängen des Remstals. Neben dem Klima sind es vor allem die Keuperschicht-Böden, die dem Wein seine ganz persönliche Note verleihen. Rebsorten wie Syrah, Merlot oder Cabernet Franc laufen hier zur Höchstform auf. Auch weiße Sorten wie Riesling oder Sauvignon Blanc fühlen sich wohl in den hohen Lagen und entwickeln sich aufgrund der hervorragenden Bedingungen zu gehaltvollen, einzigartigen und charaktervollen Weinen.
Ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mensch und Natur wohl fühlen – dieser Gedanke bestimmt seit Generationen das Handeln der Familie Bader. Im Weinbau zeigt sich das durch die ökologische Bewirtschaftung und die sorgsame Pflege der Bodenfruchtbarkeit. Demselben Prinzip entspringt die besondere Gastlichkeit, mit der Barbara Bader für das außergewöhnliche Ambiente bei Events sorgt.
Durch den Zusammenschluss der beiden Weingüter entstand die Basis für charakterstarke und saubere Weine, das Kreieren von neuen Ideen und mit der Arbeit als ständigen Entwicklungsprozess. Innovation und Tradition schließen einander nicht aus, sie ergänzen sich beim Weingut Singer-Bader zu einer persönlichen Symbiose.
Der Weinkorb – geflochten aus Wein und Architektur
Wie eine zweite Haut umgibt die Flechtstruktur aus Holz das moderne Gebäude, das die hauseigene Vinothek und zahlreiche Veranstaltungsräume beherbergt. Der Weinkorb ist reich gefüllt mit den Schätzen der Region, hier findet man nicht nur das gesamte Weinsortiment, sondern auch hochwertige Köstlichkeiten aus dem Remstal und Süddeutschland.
Ein weiterer Blick in die „zweite Reihe“ im Remstal
von Martin Rieg, (Albert Weinstein)
Die zweite Reihe? Klar, das klingt zunächst nicht schmeichelhaft. Ein genauerer Blick auf eine Handvoll sehr interessanter Betriebe im Remstal und in Stuttgart lohnt aber mehr denn je.
Zunächst wieder die Begriffsklärung. Wer oder was ist eigentlich die „zweite Reihe“? Sagen wir so: Winzer und Wengerter in der „zweiten Reihe“, haben zwar durchaus lokale Bekanntheit und Wertschätzung erlangt und sind auch bei Weinführern wie Eichelmann und Co. gelistet, Sie zählen dort aber (noch) nicht zu den Spitzenbetrieben. Nichts desto trotz, schaffen es bei renommierten Wettbewerben immer wieder Weine von diesen Betrieben überragende Platzierungen zu erzielen. Interessant ist das nicht nur Qualitativ, sondern auch im Hinblick auf das Preis-Genussverhältnis. Das ist bei einigen Weinen geradezu sensationell. Ein genauer Blick lohnt also durchaus.
Zusammen. Gewachsen. So titulieren Barbara und Julian Singer auf Ihrer Webseite. Beide stammen aus Winzerfamilien mit einer 500-jährigen Weinbautradition die durch die Heirat von Barbara (Bader) und Julian (Singer) zu einem Betrieb zusammengewachsen sind. Das war aber erst der Anfang.
Ein gut sichtbares Statement für den Aufbruch in eine neue Ära ist der „WEINKORB“, die Vinothek des Weingutes in Korb. Dort lassen sich in einer angenehm durchgestylten Atmosphäre nicht nur die Weine verkosten sondern (zumindest in normalen Zeiten) auch gesellige Stunden verbringen.
Überhaupt spielt eine ansprechende Gestaltung eine große Rolle beim Auftritt des Weingutes. Die Weine von Singer-Bader sind in eigens designte Schlegelflaschen abgefüllt und das markante Logo findest sich nicht nur an der Fassade des WEINKORBS sondern natürlich auf den Etiketten der Weine.
Singer / Bader kann aber nicht nur schön, sondern auch ganz schön gut. Und seit 2020 auch BIO. Das Weingut ist Mitglied bei Bioland und folgt den entsprechenden Vorgaben. Passend zu dieser Philosophie beschäftigten sich die rührigen Winzer auch mit PIWI-Sorten. Das sind pilzresistente Neuzüchtungen die den Einsatz entsprechender Spritzmittel überflüssig machen.
Singer – Bader. Hier wird natürlich gearbeitet
Blick auf Korb
Mohnblüte im Weinberg
Weinbau nach BIOLAND- Vorgaben
Besonders der STEINREINACHER CABERTIN steht hoch in der Gunst der Kunden und auch auf professioneller Ebene schlägt der Wein ein. Beim eigens für PIWI-Sorten ausgerichteten Internationalen PIWI-Weinpreis der 2020 zum 10. Mal ausgerichtet wurde, konnte der 18er CABERTIN 91 Punkte und eine Goldmedaille erringen. Der letzte Jahrgang Wein war auch schnell ausverkauft. Der neue Jahrgang 19 wurde aber kürzlich abgefüllt und ihr findet demnächst eine Rezession darüber in der Albert-Weinstein Rubrik, da mich der Wein in Sachen Preis-Genussverhältniss bislang absolut überzeugt hat.
Steht hoch in der Gunst der Kunden: Der STEINREINRACHER CABERTIN
Auch bei den traditionellen Rebsorten kann Singer – Bader punkten. Eine Albert-Weinstein Empfehlung ist sicherlich der STETTENER LEMBERGER, der mit seiner tiefroten Farbe und komplexen Aromen nach Brombeeren, dunklen Kirschen Lust auf den nächsten Schluck macht. Am Gaumen zeigt sich der Wein vollmundig und kräftig und mit angenehmen Säurespiel.
Wer es eher international mag, sollte sich den KORBER CABERNET, eine geradezu opulente Rotwein-Cuvee aus Cabernet-Franc und Cabernet Sauvignon, nicht entgehen lassen. Der im Moment im Verkauf befindliche Jahrgang 2016er zeigt sich vollmundig und kräftig mit den typischen Cabernet-Aromen nach Chassis, grüner Paprika und einem deutlichen Raucharoma. Ein Wein der bei einer Blindverkostung sicherlich den einen oder anderen Weinkenner mit seiner Württemberger Herkunft (positiv) überraschen würde und mit seinen 10,80 EUR auch einen schwabenfreundlichen Preis bietet.
Der WEINKORB, die Vinothek von Singer – Bader in Korb (C) Singer-Bader
Noch mehr aus der „zweiten. Reihe“ gibt es hier in Kürze. Dann im Fokus das Weingut Sterneisen in Remshalden. Für Albert der Senkrechtstarter-Newcomer-Garagenwein-Betrieb schlechthin .
Meine Name ist Albert. Also eigentlich Martin, Ich trinke leidenschaftlich gerne Wein.
Irgendwie wurde ich daher zum Weinberater für viele Freunde und Bekannte. Und irgendwie schreibe ich ganz gerne. Weine bewerte ich grundsätzlich mit meinem eigenen, völlig subjektiven, für Profis völlig unsinningen Bewertungssystem. Das wende ich übrigens schon seit Jahren auf Weinproben an und habe damit manchen Händler in den Wahnsinn getrieben. Ich finde aber das es funktioniert, Schließlich ist alles relativ:auch das Weintrinken. Viel Spaß damit.
Kennt ihr Weingüter von denen Ihr findet sie sind „im kommen“? Mich faszinieren besonders Betriebe, die interessante, individuelle Weine zu vernünftigen Preisen bieten. Schreibt mir: mr@winestr.de