Kategorie: Kulinarik

  • THAT’S AMORE – Stuttgart

    THAT’S AMORE – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Ein Beitrag von Kai Wunner

    Eine Kombination aus Sprache, Musik und Kulinarik war die Inspiration für das Lokal, der Betreiber mit sizilianischen Wurzeln. Italienische Lebensfreude trifft auf die amerikanische Lässigkeit der 50er und 60er Jahre, wie sie in den Italo-American-Restaurants jener Zeit zu spüren war. Tolle Steaks, außergewöhnliche Burger, Gourmet-Pizza oder Pasta. Italo-American Soulfood in einem Etablissement, in dem nicht nur die Musik an goldene Ära Amerikas erinnert, auch die Einrichtung gibt einem dieses besondere Feeling.

    Der Tag unseres Besuchs im THAT’S AMORE begann interessant: Der Wirt eines Sternerestaurants aus der Region rief uns an, ob wir wegen einer Absage spontan Lust auf einen Besuch hätten. Als wir auf unsere Reservierung verwiesen, kam der Hinweis, richtet Grüße an Niklas den Restaurantleiter aus, er hat mit mir zusammen gelernt. Das gab natürlich ein großes Hallo am Empfang im Restaurant. Die Welt ist ein Dorf.

    Foto Kai Wunner

    Leichter Start in den Abend

    Nach dem Aperitif starteten wir mit einem Tuna Tatar in den Abend. To share unkompliziert in der Mitte serviert, überzeugte die mit Hingabe zubereitete Vorspeise. Die Kombination aus frischem Thunfisch mit reifer Avocado wurde durch die Buttermilchsauce zu einem erfrischenden Beginn.

    Gute Steaks sind oft größere Cuts, was einen manchmal vor das Problem stellt Vorspeise oder Nachspeise zum Hauptgang zu wählen. Zumindest, wenn es nicht das Ziel ist, pappsatt aus dem Restaurant zu kommen. Wir bevorzugen mehr in angemessenen Portionen zu genießen. Die ursprüngliche Wahl für Tuna Steak und 400 g Rib Eye wurde durch den Hinweis erleichtert, das große Fleischstücke gerne zum teilen im Tagliata-Style serviert werden. Damit war der Thunfisch Vorspeise, und das Steak der Hauptgang, und die Vorfreude auf das Dessert gewahrt.

    Foto Kai Wunner

    Wenn das Steak perfekt medium gebraten ist, dann kommt das Fett im Rib Eye als Geschmacksträger voll zum Tragen und genau so war es. Ein wirklich außergewöhnlich gutes Steak! Dazu köstlicher wilder Broccoli und „Fries Tuscan Style“ mit Rauchsalz und Pecorino.

    Der 2018er Cortona von der Tenuta Iviti war für uns die perfekte Wahl. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, dass vom Feeling her Italien und kalifornischen Cabernet Sauvignon verband.

    Dessert, gerne auch mit Sonderwunsch

    Zwei volle Deserts wären uns zu viel gewesen, aber auch hier machte der freundliche Service von Niklas einfach nur Spaß. Der Wunsch nach einer Kugel Pistazieneis wurde gerne erfüllt und liebevoll angerichtet serviert. Meine Wahl als Crème Brûlée Fan war leicht. Die „Caramelized Lime Brûlée“ war eine spannende Variation des Klassikers, der mit seiner frischen Limetten-Note überzeugte.

    Fotos Kai Wunner

    Ein entspannter Abend mit sehr guten Service, leckeren Speisen, gutem Wein und angeregten Gesprächen mit angenehmen Tischnachbarn. Unser Fazit: Wir werden sicherlich gerne wiederkommen.

    THAT’S AMORE

    La Cucina Italiana meets American Soulfood: Im THAT’S AMORE erwarten Sie außergewöhnliche Speisen und die Magie der 50er und 60er Jahre in einem einzigartigen Ambiente. Es gibt Specials, wie Wein Events, Meat Tasting, Küchenparty und mehr. Das Lokal kann auch als Eventlocation gebucht werden.

    www.thatsamore-restaurant.de
    Telefon:
    +49 711 41457121

    Adresse:
    Kronprinzstr. 24
    70173 Stuttgart – Stadtmitte

    Fotos THAT’S AMORE ITALO-AMERICAN RESTAURANT

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967.

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet.

    Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

  • Bens Weinstube Klink – Stuttgart Degerloch

    Bens Weinstube Klink – Stuttgart Degerloch

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus regionaler und saisonaler Frischeküche mit französischen und orientalischen Akzenten, dafür steht der schwäbisch-tunesische Küchenchef Ben Benasr, bekannt aus dem Ritzi. Das Zusammenspiel von weltoffen und bodenständig in einer gemütlichen Weinstube, bei der es am langen, wuchtigen Holztisch auch kuschelig eng werden kann, sorgt für den besonderen Charme. Die Karte ist der One-Man-Show von Ben in der Küche angemessen klein gehalten, sorgt aber auch für eine gutes Preisleistungsverhältnis. EIn Kellner und Sommelier, der als weitere One-Man-Show im Alleingang den Service meistert, umsorgt die Gäste und ermöglicht interessante Weinbegegnungen.

    Unser Platz an langen Tafel mit 12 weiteren Gästen sorgte schnell für neue Kontakte. Die Weinauswahl nicht zu groß, aber mit einem breiten Spektrum, führte uns zu einer Cuvee aus dem Kamptal vom Weingut Bründlmayer. Grauburgunder und Weißburgunder, welcher durch den Ausbau im großen 2500-Liter-Holzfass und die Flaschenreifung den rezent aromatischen Vorspeisen gerecht wurde.

    Elegante Apfel-, Gelbfrucht- und Kräuterakzente, verwoben mit dem Duft gerösteter Haselnüsse, Heublumen und einem Hauch von Brioche, sanft, frisch und trocken, reife Apfel- und Birnennoten am Gaumen, vollmundig und durchgehend saftig mit würzigem Abgang. Der nicht zu schwere‚ „burgundische“ Stil, verschafft diesem exzellenten Essensbegleiter einen außerordentlichen Trinkfluss.

    Leckeres Vorspiel

    Der Ziegenfrischkäse mit Blattsalat war eine gute Portion, die mit den Feigen und Nüssen zu einem bunten Potpourri an Aromen zusammenfand. Beispielhaft für das Einbringen der saisonalen, regionalen Elemente waren die schmackhaften Chips von der Violetta-Kartoffel, die auch beim Tatar zum Einsatz kamen. Das Tatar dann mit einer würzigen Schärfe, die in spannendem Kontrast zur Trüffelcreme stand.

    FEIGEN & ZIEGENFRISCHKÄSE 
    marinierte Feigen mit geflämmten Ziegenfrischkäse, 
    gerösteten Nüssen und Wildkräutersalat

    BLACK ANGUS RIND 
    Klassisch angemachtes Tatar vom Black Angus Rind 
    mit Trüffelcréme, Kartoffelchips und Kräuteröl 

    Exotisches und klassisches zum Hauptgang

    Der im Gericht geplante Kabeljau, wurde aus Qualitätsgründen durch fangfrischen Yellow-Fin-Thunfisch ersetzt. Das Gericht mit Bezug zu den tunesischen Wurzeln von Ben überzeugte mit seiner angenehmen Schärfe und der zur Jahreszeit passenden eintopfartigen Zubereitung. Das Roastbeef als Klassiker mit geschmorten Zwiebeln, Bohnen und einer Jus zum Reinliegen.

     

    Yellow-Fin-Thunfisch von den Seychellen Kirchererbsen, Pinienkerne und Violetta Kartoffeln

    BLACK ANGUS RIND & ZWIEBELN 
    rosa gebratenes Roastbeef vom Black Angus Rind mit geschmorten Zwiebeln, zweierlei Bohnen,
    Kartoffelchips und Schmorfond 

    Die Creme Brûlée von der Tahiti-Vanille am Nachbarplatz sah toll aus, war aber nach der sättigenden Mahlzeit zu viel für uns an diesem Abend.

    Bens Weinstube Klink

    Bodenständige, regionale und saisonale Küche.

    Wo Tradition auf Kreativität trifft und die Liebe zum Detail in jedem Gericht spürbar ist. Bens Leitgedanke ist es, die Aromen aus der Region auf den Teller zu bringen und dabei die Jahreszeiten zu zelebrieren.

    Bodenständigkeit.

    In einer Welt, die sich immer schneller dreht, wird bewusst auf die Einfachheit und Authentizität der französischen und schwäbischen Küche gesetzt. Und weil ein gutes Essen erst durch den passenden Wein vollkommen wird, wird eine erlesene Auswahl an Weinen, die hohen Qualitätsansprüchen genügen, angeboten. So können hervorragende Weine genossenen werden, die perfekt zu den Gerichten passen und gleichzeitig zu einem fairen Preis erhältlich sind.

    Bens Weinstube Klink

    Epplestraße 1

    70597 Stuttgart

    bens-stuttgart.de

    +49 711 69348602

    kontakt@bens-stuttgart.de

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967.

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet.

    Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

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  • Wenn dr Besa draussa hängt, wird ausgeschenkt

    Wenn dr Besa draussa hängt, wird ausgeschenkt

    Herbstbesen vom 17. Oktober bis 30. November 2025 im Sonnenbesen des Weingut Zaiß

    Ein Beitrag von Kai Wunner

    Hier trifft man nicht nur auf alte Bekannte und Freunde, hier genießt man selbst erzeugte Weine und leckere schwäbische Besengerichte. Historische Mauersteine aus dem alten Weinkeller des abgetragenen Vorgängerbaus in einem wunderschön gestalteten Torbogen und in harmonisch geformte Wandsteinelemente sorgen für ein angenehmes Wohlfühl-Ambiente. Gerlinde und Konrad Zaiß begrüßen Ihre Gäste als leidenschaftliche Gastgeber in schwäbischer Perfektion.

    Die Zutaten kommen von ausgesuchten Betrieben aus der Region. Die Weine werden mit Respekt & Liebe zur Tradition gemacht. Die Vorteile moderner Technologien und neueste Erkenntnisse werden verbunden mit den Erfahrungen des traditionellen Weinbaus. Diese Philosophie wird gelebt und sie ist natürlich auch die Grundlage in der Sektherstellung und der Hausbrennerei.

    Ein naturnaher & ökologisch sinnvoller Anbau, schonende Verarbeitung vom Weinberg bis zur Flasche sind dabei sehr wichtig. Aufgrund der besonderen klimatischen und vielfältigen geologischen Verhältnisse dieser charakteristischen Weinkulturlandschaft, zählen hier im Neckartal einige Lagen zu den besten Württembergs. Viel Leidenschaft, der richtige Schnitt und handwerkliche Pflege der Reben, ist jedes Jahr aufs Neue der Grundstock für unsere unverwechselbaren Weine.

    Schwäbische Spezialitäten sorgen für ein ursprüngliches Erlebnis, dass von selbstgemachten Weinen, Sekt und Spirituosen abgerundet wird.

    Informationen zum Sonnenbesen direkt vom Weingut Zaiß:

    Täglich ab 11:00 Uhr | Montags Ruhetag

    Im Sonnen-Besen sind grundsätzlich KEINE Sitzplatz Reservierungen möglich.

    Bei größeren Gruppen (ab 6 Personen) notieren wir uns die Anfrage aber gerne und versuchen euch entsprechend einzuplanen.

    Eine Sitzplatzgarantie an einem bestimmten Tisch gibt es jedoch nicht. Es kann ggf. zu kurzen Wartezeiten kommen.

    Bei weiteren Fragen ruft uns bitte an.

    Telefon: 0711 – 32 42 82

    Adresse: Uhlbacher Straße 23 | 70329 Stuttgart-Obertürkheim

  • Wine&Dine im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar“

    Wine&Dine im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar“

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart. Diesmal im Rahmen des 3. Wine&Dine des WineSTR CLUB in Bad Cannstatt am 22.05.2025

    von Kai Wunner

    Ein zur Jahreszeit passendes 4-Gänge-Menu in einem historischen Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Gastgeber Can Basar, der mit großer Leidenschaft und einem tiefen Verständnis für Zutaten und Kreationen das Restaurant führt, hat unter anderem seine Erfahrungen bei Bernd Bachofer „Restaurant Bachofer“ 1 Stern, Patrick Gibion „Fässle“, Cube bei Michael Bahn, Küchenchef „hallo Emil“, Waldhotel Sonnora“ Clemens Rambichler 3 Sterne und als Küchenchef für Tristan Brant „Riva“ gesammelt. Can Basar steht für präzises Handwerk, Passion, hohe Produktqualität und Ehrlichkeit!

    Come together mit einem Glas Sekt

    Sechzehn Teilnehmer hatten sich zum Wine&Dine des WineSTR CLUB im Traditionslokal in Bad Cannstatt angemeldet. Und um sich die Wartezeit angenehm zu vertreiben bis alle da waren, gab es zur Begrüßung ein Glas La Belle Rosé Sekt Brut von Oliver Zeter. Der Winzer, bekannt für finessenreiche Weiß- und Rotweine hat auch ein umfangreiches Sortiment an spannenden Sekten in der traditionellen Flaschengärung. Der La Belle Rosé Sekt brut, ist ein wunderbar animierender Sekt mit feiner Nase von Grapefruit, Minze, Brioche, Rosen und feinen Gewürzen. Die erste Gärung fand im Edelstahltank statt und die zweite gemäß traditioneller Methode in der Flasche. Nach rund 14 Monaten Hefelager wurde die Cuvée degoriert und mit rund 7 Gramm Versanddosage versehen. Mit so einem Getränk in der Hand fiel es leicht zu warten, bis alle eingetroffen waren.

    Weiter ging es mit zwei kulinarischen Einstimmungen und dem frisch gebackenen Brot mit hausgemachten Aufstrichen.

    Das erste Amuse-Gueule war das Tartelette mit Rindertatar, Scharlottencremefraiche, Aal, und Caviar und als zweiten Gruß aus der Küche den gebeizten Lachs mit Kimizu, Limonenvinaigrette und Staudensellerieeis. Beides war so lecker, dass es durchaus einer Vorspeise würdig gewesen wäre.

    Dazu gab es zum einen den Peth Wetz Sauvignon Blanc E.STATE 2023 aus Rheinhessen. Ein sehr fruchtig ausgelegter Sauvignon Blanc, bei dem die Konzentration der einzelnen Aromen gepaart mit einer ausgewogenen Säure geprägt werden durch die intensive Maischestandzeit. in der Nase mit einer präsenten Frucht von reifer Ananas und etwas Melone. Die bereits hier wundervoll eingearbeitete Mineralität bereichert seine Struktur ganz hervorragend. Am Gaumen wird diese saftig-frische Spannung von einer merkbaren, aber stets auch feingliedrigen Säure getragen.

    Zum Anderen gabe es als Alternative den Oliver Zeter Chenin Blanc & Sauvignon Blanc 2023 trocken aus der Pfalz. Er zeigt eine sehr schöne Nase mit Aromen von Stachelbeeren, Limetten, Clementinen, Pink Grapefruit, grüner Apfel, Salbei, Zitronenmelisse, ein Hauch von Minze, weißer Pfeffer, Feuerstein und Holunderblüten. Am Gaumen knackig, straffe Eleganz, kühle Frucht, feinwürzig, feiner Schmelz, zartes Spiel, finessenreich, kühle Mineralik, animierende Art und sehr lange anhaltend. 

    Vorspeise

    Als Vorspeise wurde dann ein Tartar vom Blauflossen-Thunfisch mit Flugmango, Gurke und Vinaigrette von gereifter Soja gereicht. Eine erfrischende Vorspeise in runder Harmonie.

    Zum Vergleich standen diesmal zwei nicht so alltägliche Weine aus Spanien und Österreich. Der Etiqueta Verde Albariño DO 2022 aus Rías Baixas/Galizien Er zeigt sich mit hellem Gold mit grünlichen Reflexen. Seine große aromatische Komplexität, bei der sich Noten von reifen weißen Früchten mit balsamischen Noten, weißen Blüten, Steinfrüchten und trockenem Gras vermischen. Der Ambar ist sortentypisch und mit ausgewogener Säure. Lecker, vollmundig und mit langem Abgang. Hervorzuheben ist sein salziger Geschmack, der am Gaumen verweilt und einen lang anhaltenden und angenehmen Eindruck hinterlässt. Ein Wein mit Charakter und einer Komplexität, die Schluck für Schluck überrascht.

    Die Alternative kam aus Tieschen im südöststeirischen Vulkanland vom Weingut Engel. Der Grauburgunder Klöch DAC 2022 hat eine burgundische Art und zeigt eine Blüten und Quittenaromatik, Weihrauch, er ist vollmundig und ausgeglichenen am Gaumen.

    Zwischengang

    Danach folgte der Zwischengang mit Steinbutt mit Thai Bouillabaisse, Karotte und Papaya bei dem nicht nur der zarte Fisch überzeugte.

    Als Weinbegleitung gab es zwei Chardonnays, einmal aus der Pfalz und nochmal aus Baden. Der Chardonnay Mineral trocken 2022 aus der Pfalz von Oliver Zeter zeigt sich mit einer wunderschönen Nase mit Aromen von Birnen, Honigmelone, Orangenzesten, etwas Bananae, Brioche, Haselnüsse, Mandeln, Feuerstein, ein Hauch von Vanille, Melisse und Lindenblüten. Am Gaumen füllig, saftig, wunderbarer Schmelz, finessenreich, salzige Mineralität, schöne Frucht, sehr elegant, zartes Spiel und ein superlanger Nachhall. Der Wein wurde zum Großteil im Holzfass ausgebaut.

    Zum Vergleich gab es den Chardonnay „R“ trocken 2021 vom Weingut Fritz Waßmer aus dem Markgräflerland/Baden. Raffiniert und elegant, mit Apfel, Birne, Vanillenblüte und Thymian in der Nase. Geschmeidig und voll ohne breit oder schwer zu sein. Ein wunderschöner Chardonnay, der schon jetzt große Trinkfreude bietet und doch gleichzeitig Potenzial für weitere Jahre hat.

    Hauptgang

    Nach den vielen spannenden Weißweinen folgten zum Hauptgang zwei Rotweine. Es gab gebratenen Rücken und Carré vom Limousin Lamm mit Hollandaise von Gartenkräutern, Polenta und Artischocke. Ein feines Gericht, dass richtig Lust auf ein Glas Rotwein machte.

    Zuerst denTávoli Világ (Ferne Welt) 2021 von Pfneiszl Hungarian Vineyards aus Sopron/Ungarn. Der Wein, dessen Name „Ferne Welt“ bedeutet, vereint die Rebsorten Shiraz, Carmenére, Malbec, Zinfandel, Sangiovese zu einer Reise durch die Vergangenheit von Winzerin Birgit Pfneisl. Rubinrot im Glas, in der Nase sehr intensiv, voller Gewürze und Kräuter, begleitet von Kirschen und Schokolade, gefolgt von ledrigen Noten. Noch präsente Tannine, aber eine samtige Textur. Ein sehr vollmundiger Wein mit ausgewogenem Alkoholgehalt und hohem Alterungspotenzial mit komplexer Struktur und langem Abgang.

    Das Gegenstück beim Hauptgang war der De Garage DOC 2018 von der Bodegas Baigorri im Rioja/Spanien. In der Nase besticht der Wein durch seine Intensität und enthüllt Schichten von reifen Früchten, Kompott, aromatischen Kräutern, Gewürzen mineralischen Noten. Am Gaumen zeigt er sich weit und abgerundet, mit einer bemerkenswerten Harmonie, die Aromen von Tabak, rauchigen und Noten und Lakritz hervorhebt. Sein Abgang ist langanhaltend, persistent, hinterlässt einen dauerhaften, eleganten Eindruck. Herkunft: Das Dorf Samaniego mit seinen kargen und steinigen Böden. Höhe: Einer der kältesten Orte in Rioja. Aus alten Reben, tief verwurzelt, mit geringem Ertrag (>60 Jahre) 12 Monate in Barriquefässern aus französischer Eiche ausgebaut. Ein absolutes Lieblingsweingut, dass man unbedingt besuchen sollte, wenn man im Rioja weilt. Zum Reisebericht mit dem Besuch des Weingut geht es hier: http://2025.winestr.de/2022/01/03/golf-erlebnis-la-rioja/

    Pre-Dessert

    Nach dem überzeugenden Hauptgang ging es weiter mit dem Pre-Dessert. Kokosnuss mit Passionsfruchtmousse, karamellisierter Ananas, Passionsfruchtsorbet, Pan Dan Eis und Kokosschaum. Ein Vorspiel, dass es in sich hatte. Die Kosvariationen ergänzten sich wunderbar mit dem Sorbet.

    Dazu gab es für die Süßweintrinker einen Sauvignon Blanc Sweetheart 2023 von Oliver Zeter. Der nicht ganz so süße Süßwein zeigt eine konzentrierte Nase mit Aromen von Maracuja, Grapefruit, Cassis, Holunder, Brennnessel, ein Hauch weißer Pfeffer und Salbei. Am Gaumen unglaublich frisch, aromatisch, finessenreich, mit einem raffinierten Säure- und Fruchtsüßespiel und einer enormen Länge.

    Dessert

    Nach dem überzeugenden Pre-Dessert kam ein weiteres süßes Highlight. Und zwar Gariguette Erdbeere mit Macadamia, Grüne Shiso und Valrhona Opalys

    Auch hierzu passte der Sweetheart hervorragend. Als Alternative für alle, die es nicht ganz so süß mögen gab es eine frische leichtfüßige Cuvée von der Kellerei Kurtatsch aus Südtirol/Italien. Der Libell präsentiert sich mit feinen Aromen von weißen Blüten über Steinobst bis zu exotischen Früchten. Am Gaumen leicht, saftig, elegant und richtig fein zu trinken. Der Inbegriff eines „Sommer-Terassen-Weins“ und deshalb ideal zum ausklingen lassen.

    Für alle, die noch nicht genug vom Wein hatten, gab es noch ein paar Bonustropfen. vom Weingut Engel Unter anderem einen Chardonnay vom Ried Klöchberg 2018 der sich überraschend jung darstellte. Zarte Kräuternoten, etwas nach Mandarinen und Papaya, feine Tropenfruchtnoten, Melisse ist unterlegt. Mittlerer Körper, saftig, feine Säurestruktur, mineralisch-salzig, eingebundene Säurestruktur, Apfelfrucht im Abgang, würziger Nachhall. Vom gleichen Weingut und aus der gleichen Riede dann noch den Alte Reben Ried Klöchberg 2023. Ein gemischter Satz von Trauben von alten Chardonnay, Weissburgunder und Welschrieslingreben. Zusammen verarbeitet und vinifiziert. Er beeindruckt mit seiner Kräuterwürze, frische gelbe Birnenfrucht, ein Hauch von Dörrfrucht weiße Fruchtnuancen, dezente Säurestruktur und einem schönen Trinkfluss.

    Alle Teilnehmer hatten viel Spaß, zeigten sich beeindruckt von der Finesse des Menüs und der herzlichen Gastlichkeit des Teams von Can Basar.

    Bilder-Galerie Wine&Dine WineSTR CLUB zu Gats im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar

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    Infos über das Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar

    Gastgeber Can Basar steht für präzises Handwerk, Passion, hohe Produktqualität und Ehrlichkeit! Jedes Menü wird sorgfältig zusammengestellt und liebevoll präsentiert. Mit viel Engagement pflegt er die traditionsreiche Geschichte des Hauses und verbindet diese mit modernen Elementen, um den Gästen ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis zu bieten. Sein Ziel ist es, die Authentizität und die handwerkliche Qualität zu bewahren und gleichzeitig Raum für Innovationen zu schaffen. Er und sein Team stehen dafür ein, den Gästen einen erstklassigen Service zu bieten und dafür zu sorgen, dass jeder Besuch im Zum Ackerbürger Can Basar zu einem besonderen Erlebnis wird.

    Das Restaurant Zum Ackerbürger Can Basar ist ein historisches Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Es befindet sich in einem der ältesten Fachwerkhäuser der Region, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und früher als Wohnhaus für Ackerbürger diente. Das Gebäude zeichnet sich durch seine liebevoll restaurierte Fassade mit kunstvollem Fachwerk und kleinen Fenstern aus, welches sich am Teil der alten Stadtmauer befindet. Im Inneren erwartet die Gäste ein gemütliches Ambiente, das Tradition und Geschichte spürbar macht. Die Einrichtung ist rustikal, authentisch und mit modernen Stilelementen kombiniert.

    Spreuergasse 38
    70372 Stuttgart

    Telefon: +49 (711) 56 08 93
    E-Mail: info@ackerbuerger.de

    Das Restaurant Zum Ackerbürger Can Basar ist ein historisches Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Es befindet sich in einem der ältesten Fachwerkhäuser der Region, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und früher als Wohnhaus für Ackerbürger diente. Das Gebäude zeichnet sich durch seine liebevoll restaurierte Fassade mit kunstvollem Fachwerk und kleinen Fenstern aus, welches sich am Teil der alten Stadtmauer befindet. Im Inneren erwartet die Gäste ein gemütliches Ambiente, das Tradition und Geschichte spürbar macht. Die Einrichtung ist rustikal, authentisch und mit modernen Stilelementen kombiniert.

    Spreuergasse 38
    70372 Stuttgart

    Telefon: +49 (711) 56 08 93
    E-Mail: info@ackerbuerger.de

    Infos zu den Weinen

    Eine ausgesuchte Auswahl von Weinen aus dem WineSTR eigenen Onlineshop mit Weinen aus Deutschland und Europa

    Die das Essen begleitenden Weine und die dazugehörigen Weingüter werden von Kai Wunner präsentiert und sind aus dem eigenen Onlineshop ausgesucht und zur Verfügung gestellt..

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Er ist Gründer des Online-Weinmagazins WineSTR, dass eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber entstehhen lassen soll

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Schweizers – Stuttgart

    Schweizers – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus kreativer Frischeküche und saisonalen Produkten auf Grundlage der „Nouvelle Cuisine“. Das Ganze in einer Wohlfühlatmosphäre in einer Original-Architektur im Jugendstil von 1902. Entweder innen oder im Gastgarten werden Geschmackserlebnisse mit sinnlichen Genüssen kombiniert. Küchenchef Gero Schweizer hat 2017 das Restaurant mit dem schon angemessenen Namen übernommen und bietet ein klassisches und ein vegetarisches Menü mit bis zu sieben Gängen. Sommelier Ralf Pinzenscham, bekannt aus über 20 Jahren im „Top Air“ findet immer einen passenden Wein, falls mal die Weinbegleitung nicht schon auf den Punkt trifft. Das gesamte Team verwöhnt die Gäste mit einem Essen auf hohem Niveau, anspruchsvollen und fair kalkulierten Weinen und einem herzlichen Service.

    Dank des schönen Wetters begaben wir uns in den kühlen Gastgarten im Hinterhof des denkmalgeschützten Gebäudes. Unsere Menüwahl orientierte sich mehr an der klassischen Karte ergänzt um Teile des vegetarischen Menüs.

    Schon der Gruß aus der Küche überzeugte mit einem kalten Kartoffelsüppchen ergänzt um saftiges Kartoffelbrot im Focaccia-Style mit einer Rote-Bohnen-Creme nach Hummus-Art.

    Leckeres Vorspiel

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Beim Blick auf die Weinkarte reizte das Probieren des Chardonnay Sonnenbichl vom Weingut Hornstein am See dermaßen, dass darüber hinaus nur Teile der ansprechenden Weinbegleitung gekostet wurden. Der Weißwein mit dezenter Würze, salzig mineralischen Noten, straff und reichhaltig und großer Tiefe und Länge war ein toller Begleiter zu den meisten Speisen des Abends.


    Den ersten offiziellen Menügang, gab es in Form eines köstliches Tartars vom Weideochsen mit Bio-Pflücksalat und roter Zwiebel. Serviert mit einem Buttermilchbrotchip, zweierlei Schaum und einem Klecks Vinaigrette war das ein Start mit einem Wow-Effekt.

    Foto Kai Wunner

    Beim ersten Zwischengang kamen die klassische und die vegetarische Variante auf den Tisch. Für das Erstere stand die gebackene Wildgarnele mit Karotte, Fenchel und Malto. Die vegetarische Alternative, ein Erbeer-Gazpacho mit Frischkäse, dehydrierten Erdbeeren und Cous Cous, überzeugte mit seiner Frische an einem lauen Sommerabend.

    Was für ein Risotto!

    Der nächste Zwischengang, ein cremiges Risotto aus Acquerello Reis mit Beurre blanc, gebratenen Pfifferlingen und Aprikosen, passte wiederum perfekt in die warme Jahreszeit. Die leichte Säure der gebratenen Aprikosen verpasste dem Risotto eine herrliche Frische. Hier zu bot es sich an den Bourgogne Côte d’Or Chardonnay 2022 von Michel Bouzereau gegenzutrinken. Das für seine Mersaults bekannte Weingut, zeigt hier mit dem Einstiegswein aus der Gemarkung Mersault schon große Klasse zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Essen und Wein in perfekter Kombination

    Es folgten zwei Gänge mit Fleisch, für die es dann doch der Rotwein aus der Fleischbegleitung ergänzend sein sollte. Ein Etna Rosso 2021 der zeigte, dass sizilianischer Rotwein durchaus elegant sein kann. Der fruchtbetonte, saftige und strukturierte Wein mit seinen seidigen Tanninen war ein erstklassiger Begleiter zum Fleisch, auch wenn der Chardonnay vom Bodensee fraglos dem Fleisch gewachsen war.

    Foto Kai Wunner

    Der Bauch vom Duroc-Schwein mit pochierter Birne, Saubohnen und eingelegter Senfsaat war äußerst köstlich. Die Senfsaat ergänzte den Geschmack der Jus mit seiner säuerlichen Noten, wie auch die Saubohnen und die Birne die Röstaromen des Fleisches ergänzten.
    Das zweite Fleischgericht im Menü war ein Rücken vom Milchkalb, mit einem gebratenen Kartoffeltaler, Bundmöhren und Thymianjus. Ein klassisches, bodenständiges Gericht, dass mit seiner Feinheit brillierte.


    Mit einer feinen Selektion von verschiedenen Rohmilchkäsen wurde der Übergang zum Dessert leicht vollzogen. Das selbstgemachte Früchtebrot und der Feigensenf ergänzten den Zwischengang perfekt.

    Foto Kai Wunner

    Als Dessert folgte eine geschäumte Crème brûlée mit Sauerrahmeis und Rhabarber. Der bekannte Klassiker erfuhr durch die Kombination mit dem Eis eine andere Note, die klar überzeugte. Mit einem letzten Gruß aus der Küche in Form von kleinen Brownies und mit Frischkäse gefüllten Kirschen fand das Menü eine großartigen Abschluss.

    Mit 5 Gängen für 100 €, 6 Gängen für 120 € und 140 € für 7 Gänge stimmt die Preisleistung auf jeden Fall. Das abwechslungsreiche Dinner, das perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, überzeugte uns absolut. Die Weinbegleitung von Ralf Pinsenschaum mit großer Fachkenntnis und Liebe zum Wein serviert war mit 50, 60, 70 € preislich sehr angemessen. Der Besuch im Schweizers ist auf ejden Fall eine Empfehlung. Wir kommen bestimmt wieder.

    Schweizers

    In dem sorgsam restaurierten denkmalgeschützten Haus nimmt man in schöner Jugendstil-Atmosphäre Platz. Freundlich und angenehm, mit charmanten Service. Geboten wird ein klassisch-saisonales Menü in fünf bis sieben Gängen, das es auch vegetarisch gibt. Es wird ambitioniert und sehr geschmackvoll gekocht, mit Fokus auf das Handwerk und frischen Produkten. Die gut sortierte Weinkarte zur Auswahl oder edie glasweise Weinbegleitung ausgewählt von Sommelier Ralf Pinzenscham begeistert, egal ob im Restaurant oder im Sommer auf der ruhigen, schattigen Innenhofterrasse!

    Olgastraße 133 B,

    70180 Stuttgart

    0711-60197540

    info@schweizers-restaurant.de

    Ralf Pinzenscham Gastgeber & Sommelier. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

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    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • DIE BURG KOCHT ÜBER 4.0

    DIE BURG KOCHT ÜBER 4.0

    Ein kulinarisches Erlebnis mit Rolf Straubinger und befreundeten Köchen aus der Gourmetküche vom 10. bis 12. November im Burghotel Staufeneck

    von Kai Wunner „Advertorial“

    Ein unvergesslicher Aufenthalt mit mehreren Gängen und einem Blick hinter die Kulissen der Sterneküche lassen die Herzen der Gourmetfreunde höher schlagen. Egal ob Trüffelmenü in 5 Gängen, der Menüabend Gans oder der Eventabend als Küchenparty mit Gastköchen und Winzern und Live-Musik in- und außerhalb der Küche.

    Genuss kennt keine Grenzen. Drei Tage Gaumenkitzel auf Sterneniveau und kulinarische Vielfalt im Burghotel locken mit attraktiven Arrangements.

    Impressionen aus Burg Staufeneck
    Fotos Burghotel und Restaurant
    Staufeneck GmbH & Co. KG

    Trüffelmenü am 10. und 11.11.2023

    Markus Waibel präsentiert Ihnen ein Trüffelmenü in 5 Gängen. Freuen Sie sich auf tolle Kreationen. Gestartet wird um 18.30 Uhr in den Abend mit einem Champagner-Empfang in der Hotellobby, anschließend folgen Fingerfood, Amuse Gueule und das Menü im Gourmetrestaurant.

    COQUILLE

    Schwarzwurzel I Mandarine I Perigord Trüffel

    HEILBUTT

    Lauch I Topinambur I Sauerrahm I Weißer Trüffel

    EIGELBRAVIOLI

    Spinat I Ricotta I Artischocke I Weißer Trüffel

    WAGYU

    Pioppino I Mais I Polenta I Perigord Trüffel

    SAUERTEIG

    Malz I Nussbutter I Kartoffel I Weißer Trüffel

    Menü 229 € pro Person

    (inkl. Champagner-Aperitif I Fingerfood I Menü mit schwarzem und weißem Trüffel)

    Menüabend Gans am 11.11.2023

    David Geisser, Thorsten Probost und Rolf Straubinger kreieren für Sie ein 6 Gang Menü – freuen Sie sich auf kulinarische Einflüsse aus der Schweiz, Österreich, Italien und dem Schwabenland.

    Gestartet wird im Burgrestaurant „oifach andersch“ um 18.30 Uhr mit dem Aperitif und schwäbischen Goschhäppchen (am Tisch serviert) von Rolf Straubinger.

    Regionaler Fisch von Thorsten Probost

    Oona Kaviar mit Stör von David Geisser + Team Rolf Straubinger

    Krustentier von David Geisser + Team Rolf Straubinger

    Spaghetti Carbonara von Team Rolf Straubinger

    Martini Gans – Nose to tail von Team Rolf Straubinger

    Dessertkreation von Thorsten Probost + Mandy Skotnik

    Menüabend 139 € pro Person

    (inkl. Aperitif und Fingerfood)

    Eventabend als Küchenparty mit Gastköchen und Winzern und Live-Musik in- und außerhalb der Küche am 12.11.2023

    Auf Du und Du mit den Köchen und Winzern, hinter den Kulissen den Profis über die Schultern schauen und Wissenswertes über die Weinkunde erfahren. Es wird kein klassischer Menüabend, sondern eine Küchenparty mit Live-Musik in- und außerhalb der Küche – ganz locker und entspannt. Mittendrin statt nur dabei ist das Geheimnis dieses Events, das bereits zum vierten Mal stattfinden wird.

    Gemeinsam mit Kollegen und Freunden aus der Gourmetküche wird Rolf Straubinger wieder für einen unvergesslichen Abend in und außerhalb seiner Küche sorgen. Mit dabei sind David Geisser I Thorsten Probost I Mario Mollo I Markus Nagy I Christian Mittermeier I Joachim Kaiser I Bernd Werner I Martin Hermann I Franz Feckl.

    16.00 Uhr Aperitif mit Fingerfood in der Burgscheune

    17.00 Uhr Vorstellung der Gastköche, Winzer und Partner

    18.00 Uhr Wir servieren Ihnen im Burgrestaurant und Bankettsaal zwei Gerichte unserer Küchenteams aus dem “fine dining RS“ und „oifach andersch“

    18.30 – 21.30 Uhr Unsere Gastköche präsentieren Ihnen an den Foodstationen auf zwei Etagen ihre Gerichte

    22.30 Uhr Nachtimbiss in der Küche

    Eventabend 249 € pro Person

    (inkl. Aperitif I Fingerfood I verschiedene Gerichte I begleitende Getränke I Nachtimbiss I Musik)

    Youtube-Video Burg kocht über – Eventwochenende

    Burghotel Staufeneck

    Vollendeten Genuss, Entspannung auf höchstem Niveau – all das inmitten der faszinierenden Naturlandschaft der Schwäbischen Alb bietet unser Hotel im Kreis Göppingen. Genießen Sie unsere fabelhafte Küche, wunderbare Weine und eine Auszeit in unserem Wellnessbereich mit beheiztem Panorama-Außenpool. Bewundern Sie den unglaublichen Ausblick über das Filstal hoch über den Dächern von Salach. Im Burghotel Staufeneck – und das versprechen wir Ihnen – ist jeder Moment überragend.

    Burghotel Staufeneck
    73084 Salach

    Restaurant
    Fon: +49 7162 9 33 44 73
    Fax: +49 7162 9 33 44 19
    Mail: restaurant@burg-staufeneck.de

    Hotel
    Fon: +49 7162 9 33 44 0
    Fax: +49 7162 9 33 44 19
    Mail: info@burg-staufeneck.de


    Foto Burghotel und Restaurant Staufeneck GmbH & Co. KG

    Bereits in der vierten Generation betreiben die Familien die Burg Staufeneck. So sind nicht nur Rolf und Heike Straubinger, Klaus und Karin Schurr aktiv im Betrieb, sondern auch die Kinder mit Ann-Kathrin, Theresa, Lorenz und Annika.

  • So geht Food Pairing

    So geht Food Pairing

    Vioneers hilft Dir beim perfekten Pairing

    von Friedemann B. Götz

    Für uns gibt es fast nichts schöneres als einen guten Wein und ein leckeres Essen miteinander zu verbinden. „Food & Wine Pairing“ bezeichnet hierbei die Kunst, Wein und Essen miteinander auf kreative und gekonnte Weise zu kombinieren. Wie auch Du ein perfektes Pairing machen kannst, auf welche Faktoren zu achten ist und welche Fehler du vermeiden solltest, erfährst Du in diesem Artikel. 

    Foto Vioneers

    Grundsätzlich gilt immer: Geschmack bleibt Geschmack – er ist etwas vollkommen individuelles und subjektives. Auf dem Weg zum perfekten Pairing kommt erschwerend hinzu, dass es Milliarden an Kombinationsmöglichkeiten gibt und der Vielfalt und Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Es führt somit kein Weg vorbei am Probieren, Probieren und Probieren.

    Ein paar heiße Tipps haben wir aber für Dich. 

    Fingers with a pinch of salt over asparagus, meat next to glass of red wine
    Foto Vioneers

    Unser Hilfsmittel

    Unser bestes Hilfsmittel für ein gelungenes Pairing ist das Vioneers Geschmacksprofil. Du findest sie unter jedem unserer Weine. Hier ordnen wir in zwei Skalen ein, wie intensiv und wie süß der Wein ist. 

    Wie Du unschwer erkennen kannst, haben wir 4 Abstufungen in beiden Skalen getroffen. Auf der Intensitätsskala haben wir somit die folgenden Abstufungen: 

    Leicht. –  Eher Leicht. –  Eher Schwer. –  Schwer.

    Auf der Skala der Süße findest Du: 

    Trocken. – Eher Trocken.  –  Eher Süss.  –  Süss. 

    Wenn es Dich interessiert, welche Weine sich hinter diesen Bezeichnungen verbergen, kannst Du gerne darauf klicken oder die Skalen im Filterbereich unseres Shops unter „Alle Weine“ einstellen. 

    Pairing mit der Intensitätsskala

    Leichter Wein – was passt dazu?

    Weine mit einer Intensität von 1 auf unserem Geschmacksprofil stufen wir als leichte Weine ein. Zu leichten Weinen passen grundsätzlich frische, sommerliche und unkomplizierte Gerichte. Zutaten wie Zitrusfrüchte, Beeren oder Gemüse eignen sich hervorragend.

    Entdecke die spannendsten Weine zu leichten Gerichten: Hier

    Beispiel: Meine Favorite-Kombi ist ein leckerer Pflücksalat mit ein paar Garnelen und Limettensaft. Wein und Salat sind beide leicht, passen toll zusammen und eignen sich als Vorspeise oder Sommergericht für heiße Tage.

    Foto Vioneers

    Eher leicht – Welcher Wein passt zu Suppe? 

    Leichte warme Küche wie Suppen oder Pasta-Gerichte mit leichten Soßen bekommen die Auszeichnung Intensität 2 im Geschmacksprofil. Sie benötigen einen Wein, der etwas intensiver ist als der Wein, den ich zuvor vorgestellt habe.

    Meine Pairing-Empfehlungen sind unsere Weine mit einer Intensitätsstufe von 2.

    Beispiel: Das geht immer: Spaghetti mit frischer Tomatensoße, ganzen Cocktailtomaten und Parmesan ist eines meiner Lieblinge. Dazu den Rosé vom Weingut Lange Twins aus Kalifornien und der Tag ist gerettet.

    Eher schwer: Würziger und kräftiger Wein 

    Ist ein Wein würziger, kräftiger und intensiver, stufen wir ihn als Intenstität 3 – Wein ein. Zu intensiven Weinen passen würzige und fetthaltige Gerichte. Darunter fallen Grill- und Bratgerichte, frittierte oder gratinierte Gerichte.

    Wenn Du ein etwas kräftigeres Gericht hast, sind unsere Weine mit einer Intensität von 3 das perfekte Match.

    Beispiel: Geräucherte Forelle mit gebratenen Kartoffeln kommen schon ziemlich deftig und geschmacksintensiv daher. Dagegen stehen kann der Cremant D’Alsace Brut Millésime aus dem Elsass. Ein schönes Pairing für einen feierlichen Sonntag.

    Foto Vioneers

    Welches Essen passt zu schweren, intensiven Weinen mit starken Aromen?

    Schwere Weine (Intensität 4 im Geschmacksprofil) sind die passenden Begleiter für Gerichte mit starken Aromen. Pfeffrige, scharfe, bittere oder sehr fettige Nuancen im Essen benötigen einen Gegenspieler auf Augenhöhe. Röstaromen oder Smoke Aromen fallen ebenfalls in diese Kategorie.

    Um die besten schweren Weine zu finden, filtern Sie auf unserer Webiste nach einer Intensität von 4.

    Beispiel: Ein gutes Steak vom Grill mit vielen Röstaromen und einer ordentlichen Ladung Pfeffer braucht einen intensiven Begleiter. Der Block B eignet sich mit seinem würzigen Tannin hierzu bestens.

    Foto Vioneers

    Pairing mit Fokus auf die Süße

    Die zweite Skala des Vioneers Geschmacksprofils zeigt lediglich die subjektive Süße eines Weins. Hier lässt sich schwerer einordnen, welcher Wein zu welchem Gericht schmecken wird, da die Wahrnehmung von Süße stark von Jahreszeit, körperlicher Verfassung und Ambiente abhängt. Außerdem ist die Frage der Süße eine Typ- oder Stimmungsfrage. Pauschalisieren lässt es sich hier somit nicht. 

    Pairing mit Fokus auf die Geographie

    Ein Geheimtipp unserer Sommelière Theresa ist der Faktor „Geographie“. Es liegt auf der Hand, da beim Thema Wein die Herkunft an allererster Stelle steht. 

    Sommelière Theresa empfiehlt:

    „Wenn Du Dich etwas in der landestypischen Küche des Herkunftsland eines Weins auskennst, solltest Du versuchen, primär typische Gerichte mit diesem Wein zu verbinden. Spannend wird es, wenn Du innerhalb eines Landes einen bewussten und unerwarteten Kontrast schaffst.“ 

    Hierin finden sich eine Handvoll spannender Gedanken. Einerseits bilden natürlich die regionalen Aromen eines Landes ein Abbild des Terroirs im Wein ab. Es liegt in der Natur von Aromen, sich an ähnliche Aromen anschmiegen zu wollen und diese somit zu ergänzen. Somit wäre zum Beispiel für einen schweren sizilianischen Rotwein ein rassiges Pastagericht mit tiefdunkler Tomatensoße und Fleisch oder ein arancino (ein frittierter sizialinischer Reisball mit Fleischfüllung) ein perfektes Pairing. 

    Ein spannender Kniff ist auch in Hinblick auf die Geographie der Einsatz von Kontrasten, um Spannung zu erzeugen. Ein Beispiel: ein gut gealterter edler Wein aus dem Napa Valley – viele Jahre im Barrique-Fass – feine Lakritz- und Karamellnoten … und dazu ein frecher Pulled Beef-Burger mit Pommes und Mayo. Erwartet keiner, feiert jeder. 

    Foto Vioneers

    Das perfekte Pairing

    Das perfekte Pairing zu erreichen, ist utopisch. Einerseits sind Harmonie, Kontrast und the perfect match schlichtweg nicht messbar. Andererseits sind Geschmäcker bekanntlich verschieden. Wir betrachten das ganze als ein lohnenswertes Spiel, das in jedem Fall (sowohl bei Erfolg als auch bei Misserfolg) die Geschmacksknospen herausfordert und schärft. Wie so vieles ist auch Pairing reine Trainingssache.

    Wenn Du die Grenzen des Bekannten ohne viel Training überschreiten möchtest und mehr möchtest als nur „Zum hellen Fleisch ein Weißwein“ dann klicke Dich durch unsere Weinbeschreibungen auf vioneers.com . An jedem einzelnen Wein haben wir Dir zwei spannende Pairing-Empfehlungen mit leckeren Bildern hinterlegt. Probier es aus! Viel Spaß beim Food Pairing! 

    Jetzt loslegen...

    Nur beste Weíne.

    Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.

    vioneers.com

    Vioneers Winespot Backnang

    Öffnungszeiten im Sommer:
    Di – Fr 15:00-19:00 Uhr
    Samstags geschlossen

    Heiligabend und Silvester geschlossen.

    Blumenstrasse 22
    71522 Backnang

    07191 2206 085

    winespot@vioneers.com

    Youtube-Video von Vioneers: Nur beste Weine

  • Berlin

    Berlin

    Lesestoff aus dem Weingut rebstoff

    von Dr. Wolfgang Gerner

    Berlin, das erste Wochenende im Juni. Die fine-dining-Szene in der Bundeshauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum hotspot entwickelt – Jahr für Jahr entstehen neue Restaurants in denen nicht nur exzellent gekocht wird, sondern auch die Zukunft der Gastronomie neu gedacht und weiterentwickelt wird.

    Wir klingeln an der unscheinbaren Tür, werden freundlich empfangen und an unseren Tisch begleitet. Das Menü beginnt mit einem Gummibär genannten snack, der aus gelber Beete zubereitet wurde. Und endet rund 16 Speisen später mit Kakao 76%, einem zartdünnen Blättchen hausgemachter Schokolade. Dazwischen weder Fisch noch Fleisch, kein Brot und vor allem: nicht die Spur von Langeweile. Was René Frank, Küchenchef und Patron des Restaurants CODA, dessert-dining nennt, ist ein kurzweiliges Abenteuer in der Welt der Aromen, Texturen und Zubereitungstechniken. Was nicht nur großartig schmeckt, sondern auch die Fantasie bemüht, zum Nachdenken anregt, den Verstand herausfordert. Rund die Hälfte der Gänge werden begleitet von Pairing Drinks, eigens auf den Gang abgestimmten, kleinen Getränken, die immer aus drei Komponenten zusammengefügt werden. Ein Gesamtkunstwerk, wohldurchdacht bis hin zur playlist (weval!), sorgsam choreografiert und exakt ausgeführt. Umwerfend!

    Auch am Nobelhart&Schmutzig lässt es sich ohne weiteres vorbeigehen. Ein Aufkleber auf dem Fenster eines Schaufensters, daneben eine Klingel. Mehr nicht. Die Begrüßung einladend und freundlich, der Wirtsraum in eine fiebrige Atmosphäre gehüllt, dämmrig und spannungsgeladen. Unsere Plätze sind an der langen Bar, kaum das wir gesetzt sind, erhalten wir erste Informationen von Alexander Jordt, dem Sommelier. Er ist präsent, sachkundig wie humorvoll und dabei angenehm unaufdringlich. Und gibt einen besonderen Takt vor: Im Laufe des Abends werden wir nicht nur 11 spannende Gänge serviert bekommen, sondern auch einen Teil des Teams des Restaurants kennen lernen, ruhige, wohltuende Menschen, die stolz auf Ihre Arbeit sind. Die Speisen sind ausgezeichnet, ob Weißer Spargel/Robinie, Radieschen /Liebstöckel oder Perlhuhn/ Salbei, man isst unkompliziert und gut. Und wird Teil einer großartigen Aufführung, in der sich alles um Essen und Trinken dreht. Was für ein wunderbarer Abend. Hingehen!



    WEINGUT rebstoff

    Dr. Wolfgang Gerner
    Viergiebelweg 26
    70192 Stuttgart

    Telefon: 0151.12101831
    Mail: dr.w.gerner@t-online.de

    Internet: www.rebstoff.info

  • GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Die Kombination aus anspruchsvollen Essen und Wohlfühlatmosphäre ist sicherlich das Ziel von vielen Gastronomen, in der Krone in Waldenbuch war genau das in perfektem Einklang. Die ersten Gäste des Abends zu sein, mag vielleicht ein mehr an Aufmerksamkeit bringen, aber auch bei vollem Restaurant war der Service mit viel Herz und auf den Punkt.

    Der stilvolle Landgasthof im denkmalgeschützten Gebäude, im Zentrum von Waldenbuch am Fuße des Schlosses, verbindet Tradition mit Moderne.

    Impressionen vom Gasthof Krone. Fotos KRONE WALDENBUCH GMBH

    Waldenbuch selbst ist ein artiger, zwischen Hügeln gelegener Ort mit Wiesen, Feld, Weinbergen und Wald und einem herrschaftlichen Schloss.

    Johann Wolfgang von Goethe 1797 in einer Tagebuchnotiz

    Mit Küchenchef Erik Metzger, der 2017 als Deutschlands jüngster MICHELIN-Stern-Chefkoch augezeichnet wurde, verbindet man eine Erwartungshaltung, die an diesem Abend nicht enttäuscht werden sollte.

    Beim Genuss des angebotenen Aperitifs, ein Glas Champagner Blanc de Blancs Brut Signature von Maison Gonet, bot die Karte die Auswahl zwischen traditionellen und modernen Gerichten, die sich auch im vegetarischen und im großen Menü widerspiegelt. Fällt mir die Wahl beim Menü oft schwer, da ich in vielen Speisen sehr wählerisch bin, war die Entscheidung heute leicht. Das große Menü bitte!

    Ein gelungener Start

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Fenchelsüppchen, Dreierlei vom Kürbis, Gänseleberparfait mit Portweingelee und Quittenchutney. Foto Kai Wunner

    Es folgte eine Vorspeise mit asiatischer Prägung.

    Duett von der Gelbschwanzmakrele mit Misosud, eingelegter Rettich, Gurke, Yuzu, Quinoa und Safranmayonnaise. Foto Kai Wunner

    Eine perfekte Kombination die hervorragend zu unserem Weißburgunder -S- vom Weingut Dautel aus Bönnigheim passte.
    Die nächste Vorspeise, eine gelungene Kombination aus modernen und traditionellen Stil überzeugte mit einer spannenden Mischung an Aromen als erstes Highlight des Abends.

    Eine Vorspeise eines Hauptgangs würdig

    Loin vom Skrei mit Buttermilch, Jalapeno, Kohlrabi, Büsumer Krabben, Koriander und Camargue-Reis

    Insbesondere der Camargue-Reis setzte seinen eigenen Akzent zu dem zarten Loin vom Skrei.

    Ein leichtes Sorbet als Erfrischung sorgte für eine angenehme Pause vor dem Hauptgang.

    Zu diesem ließen wir uns einen gereiften Spätburgunder von 2012, ebenfalls vom Weingut Dautel, dekantieren der hervorragend zum Hauptgang passte.

    Sorbet von roten Früchten mit Fenchel und eingelegten Roten Beeren. Foto Kai Wunner

    Hauptgang mit perfekter Weinbegleitung

    Crepinette vom Schwarzfederhuhn und Entenleber mit Sauce Albufera, Petersilienwurzel, Süßkartoffel und Amaranthkuchen. Foto Kai Wunner

    Dieses Gericht war ein weiteres Beispiel für die kreative Kombination von Tradition und Moderne. Ich ließ es mit nicht nehmen ein Glas des in der Weinreise empfohlenen 2018er Savigny-Les-Beaune Les Lavières 1st Cru trocken gegen den württembergischen Wein zu probieren. Auch wenn der Vergleich auf Grund des Alters der Weine nicht ganz fair ist, so waren beide Weine ein perfektes Match zum Schwarzfederhuhn.

    Variation von Maracuja, Birne und Doppelrahm. Foto Kai Wunner


    Die süße Nachspeise ließ ich zugunsten von Käse aus, doch meinen Begleitern waren von der erfrischenden Kombinationaus Früchten und Rahm begeistert.

    Comté mit Zitronenchuntney, Kornblüten, Champagnergelee und Bauernbrot. Foto Kai Wunner

    Das Dinner, dass abwechslungsreich, perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, hat uns einfach nur Spaß gemacht. Ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere auch bei den Weinen sorgt für ein übriges. Wir werden sehr gerne wiederkommen.

    Gasthof Krone

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die wir täglich gerne annehmen.

    Die Gastgeber

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die das team täglich gerne annimmt.

    Man spürt die besondere Atmosphäre an diesem historischen Ort

    Matthias Gugeler
    Gastgeber & Geschäftsführer

    Mit allen Sinnen und viel Muse die feine Küche genießen – diese besonderen Momente sind es, die wir Ihnen bereiten möchten

    Erik Metzger
    Gastgeber & Küchenchef
    Erik Metzger Gastgeber & Küchenchef. Foto Astro Nova

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autor:

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Cédric Beutelsbach

    Cédric Beutelsbach

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Serap Wunner

    Die Kunst ist es, das Essen für die Augen und für den Geschmack zu vereinbaren und in Einklang zu bringen – genau das ist Cédric Staudenmayer gelungen.

    Dass die Einrichtung zu meinem Outfit gepasst hatte an diesem Abend – wow besser konnte das Dinner gar nicht starten.
    Dazu kamen der tolle Schampus und der Gruß aus der Küche – da war ich schon verliebt in dieses Restaurant. Geräucherte Entenbrust mit Rotkohl und Orange als Amuse Bouche. Was für ein Genuss!

    Amuse Bouche: Geräucherte Entenbrust mit Rotkohl und Orange. Foto Kai Wunner

    Überall nicht überfüllte Details/Dekos. Allein schon die kunstvollen Kissen begleiten uns den Abend und bringen eine kleine erotische Anspielung.

    Es ging weiter mit drei Zwischengängen. Ein Tuna Yellow Fin, einmal roh und einmal gebeizt, mit Tofu, Kohlrabi und Assam Pfeffer. Dann folgte der zweite Gang mit Käseknöpfle zum Reinliegen. Die Kombination aus Zwiebel, Bergkäse und Belperknolle war elegant und trotzdem bodenständig.

    Mit dem finalen dritten Gericht aus Jacobsmuschel, Boudin Noir, Kartoffel, Meerrettich und Granny Smith fanden die Zwischengänge einen würdigen Abschluss. Insbesondere der Kontrast von Blutwurst und Muschel hatte es in sich.
    Die Zwischenpausen waren sehr gut eingetaktet – man konnte sich ungestört unterhalten und den von uns gewählten Grünen Veltliner aus dem Weinviertel von Ebner-Ebenauer aus dem schönen Österreich genießen. Überhaupt war es erstaunlich, wie Cédric Staudenmayer, alleine mit dem engagierten Kellner, einen so perfekten Service leistete.

    Tuna Yellow Fin, einmal roh und einmal gebeizt,mit Tofu, Kohlrabi und Assam Pfeffer. Foto Kai Wunner
    Käseknöpfle aus Zwiebel, Bergkäse und Belperknolle. Foto Kai Wunner
    Jacobsmuschel, Boudin Noir, Kartoffel, Meerrettich und Granny Smith. Foto Kai Wunner

    Der Hauptgang bestand aus Lamm mit roter Beete, Pastinake und Nepal Kardamom, zu dem der empfohlene 2019er Nebbiolo von Sobrero aus dem Piemont hervorragend passte. Das Fleisch hauchzart und auf den Punkt gegart.
    Jeder Gang ein Augenschmaus.

    Lamm mit roter Beete, Pastinake und Nepal Kardamom, Foto Kai Wunner

    Es folgte der Nachtisch – davon sogar gleich drei. Zu allen drei fällt mir was ein.
    Ich dachte das PreDesert – Hagebutten-Eis mit Nussbutter-Espuma und Hagebuttentee schmeckt mir eigentlich nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt – die Creme schmolz wie das Eis sofort in meinem Munde und der Keks rundete das Ganze ab.

    Dann kam der eigentliche Nachtisch, Bratapfel Eis und Kompott, Vollmilchschokoladen, Haselnuss, Baiser – in so einer Form und Konsistenz kannte ich es nicht. Lecker!!! Ebenso der Keks

    Dann der Süße Abschluss in Form eines Bitter-Orangen-Eis mit Mandel-Zimt-Crumble auf Zimt-Creme Fraiche – eines der vielen Highlights von diesem Abend.

    Hagebutten-Eis mit Nussbutter-Espuma und Hagebuttentee. Foto Kai Wunner
    Bratapfel Eis und Kompott, Vollmilchschokoladen, Haselnuss, Baiser. Foto Kai Wunner
    Bitter-Orangen-Eis mit Mandel-Zimt-Crumble auf Zimt-Creme Fraiche. Foto Kai Wunner

    Danke Cédric!
    Wir kommen wieder!
    Das Handwerk Kochen und das kunstvolle Anrichten hat er sicherlich erlernt, aber es mit so viel Liebe zu präsentieren – das liegt ihm im Blut!

    Gastgeber Cédric Staudenmayer serviert den Hauptgang. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autorin:

    Serap Wunner

    Essen und Wein machen Ihr einfach Spaß. Das Interesse dafür war schon immer groß und daher fiel es leicht sich an das Verfassen von Berichten zu diesen Themen zu wagen.

    Als Autodidaktin ist es die pure Leidenschaft von Serap über die schönen Dinge rund um das Genießen zu schreiben.

    Foto Kai Wunner