Kategorie: Reingeschmeckt

  • THAT’S AMORE – Stuttgart

    THAT’S AMORE – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Ein Beitrag von Kai Wunner

    Eine Kombination aus Sprache, Musik und Kulinarik war die Inspiration für das Lokal, der Betreiber mit sizilianischen Wurzeln. Italienische Lebensfreude trifft auf die amerikanische Lässigkeit der 50er und 60er Jahre, wie sie in den Italo-American-Restaurants jener Zeit zu spüren war. Tolle Steaks, außergewöhnliche Burger, Gourmet-Pizza oder Pasta. Italo-American Soulfood in einem Etablissement, in dem nicht nur die Musik an goldene Ära Amerikas erinnert, auch die Einrichtung gibt einem dieses besondere Feeling.

    Der Tag unseres Besuchs im THAT’S AMORE begann interessant: Der Wirt eines Sternerestaurants aus der Region rief uns an, ob wir wegen einer Absage spontan Lust auf einen Besuch hätten. Als wir auf unsere Reservierung verwiesen, kam der Hinweis, richtet Grüße an Niklas den Restaurantleiter aus, er hat mit mir zusammen gelernt. Das gab natürlich ein großes Hallo am Empfang im Restaurant. Die Welt ist ein Dorf.

    Foto Kai Wunner

    Leichter Start in den Abend

    Nach dem Aperitif starteten wir mit einem Tuna Tatar in den Abend. To share unkompliziert in der Mitte serviert, überzeugte die mit Hingabe zubereitete Vorspeise. Die Kombination aus frischem Thunfisch mit reifer Avocado wurde durch die Buttermilchsauce zu einem erfrischenden Beginn.

    Gute Steaks sind oft größere Cuts, was einen manchmal vor das Problem stellt Vorspeise oder Nachspeise zum Hauptgang zu wählen. Zumindest, wenn es nicht das Ziel ist, pappsatt aus dem Restaurant zu kommen. Wir bevorzugen mehr in angemessenen Portionen zu genießen. Die ursprüngliche Wahl für Tuna Steak und 400 g Rib Eye wurde durch den Hinweis erleichtert, das große Fleischstücke gerne zum teilen im Tagliata-Style serviert werden. Damit war der Thunfisch Vorspeise, und das Steak der Hauptgang, und die Vorfreude auf das Dessert gewahrt.

    Foto Kai Wunner

    Wenn das Steak perfekt medium gebraten ist, dann kommt das Fett im Rib Eye als Geschmacksträger voll zum Tragen und genau so war es. Ein wirklich außergewöhnlich gutes Steak! Dazu köstlicher wilder Broccoli und „Fries Tuscan Style“ mit Rauchsalz und Pecorino.

    Der 2018er Cortona von der Tenuta Iviti war für uns die perfekte Wahl. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, dass vom Feeling her Italien und kalifornischen Cabernet Sauvignon verband.

    Dessert, gerne auch mit Sonderwunsch

    Zwei volle Deserts wären uns zu viel gewesen, aber auch hier machte der freundliche Service von Niklas einfach nur Spaß. Der Wunsch nach einer Kugel Pistazieneis wurde gerne erfüllt und liebevoll angerichtet serviert. Meine Wahl als Crème Brûlée Fan war leicht. Die „Caramelized Lime Brûlée“ war eine spannende Variation des Klassikers, der mit seiner frischen Limetten-Note überzeugte.

    Fotos Kai Wunner

    Ein entspannter Abend mit sehr guten Service, leckeren Speisen, gutem Wein und angeregten Gesprächen mit angenehmen Tischnachbarn. Unser Fazit: Wir werden sicherlich gerne wiederkommen.

    THAT’S AMORE

    La Cucina Italiana meets American Soulfood: Im THAT’S AMORE erwarten Sie außergewöhnliche Speisen und die Magie der 50er und 60er Jahre in einem einzigartigen Ambiente. Es gibt Specials, wie Wein Events, Meat Tasting, Küchenparty und mehr. Das Lokal kann auch als Eventlocation gebucht werden.

    www.thatsamore-restaurant.de
    Telefon:
    +49 711 41457121

    Adresse:
    Kronprinzstr. 24
    70173 Stuttgart – Stadtmitte

    Fotos THAT’S AMORE ITALO-AMERICAN RESTAURANT

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967.

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet.

    Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

  • Bens Weinstube Klink – Stuttgart Degerloch

    Bens Weinstube Klink – Stuttgart Degerloch

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus regionaler und saisonaler Frischeküche mit französischen und orientalischen Akzenten, dafür steht der schwäbisch-tunesische Küchenchef Ben Benasr, bekannt aus dem Ritzi. Das Zusammenspiel von weltoffen und bodenständig in einer gemütlichen Weinstube, bei der es am langen, wuchtigen Holztisch auch kuschelig eng werden kann, sorgt für den besonderen Charme. Die Karte ist der One-Man-Show von Ben in der Küche angemessen klein gehalten, sorgt aber auch für eine gutes Preisleistungsverhältnis. EIn Kellner und Sommelier, der als weitere One-Man-Show im Alleingang den Service meistert, umsorgt die Gäste und ermöglicht interessante Weinbegegnungen.

    Unser Platz an langen Tafel mit 12 weiteren Gästen sorgte schnell für neue Kontakte. Die Weinauswahl nicht zu groß, aber mit einem breiten Spektrum, führte uns zu einer Cuvee aus dem Kamptal vom Weingut Bründlmayer. Grauburgunder und Weißburgunder, welcher durch den Ausbau im großen 2500-Liter-Holzfass und die Flaschenreifung den rezent aromatischen Vorspeisen gerecht wurde.

    Elegante Apfel-, Gelbfrucht- und Kräuterakzente, verwoben mit dem Duft gerösteter Haselnüsse, Heublumen und einem Hauch von Brioche, sanft, frisch und trocken, reife Apfel- und Birnennoten am Gaumen, vollmundig und durchgehend saftig mit würzigem Abgang. Der nicht zu schwere‚ „burgundische“ Stil, verschafft diesem exzellenten Essensbegleiter einen außerordentlichen Trinkfluss.

    Leckeres Vorspiel

    Der Ziegenfrischkäse mit Blattsalat war eine gute Portion, die mit den Feigen und Nüssen zu einem bunten Potpourri an Aromen zusammenfand. Beispielhaft für das Einbringen der saisonalen, regionalen Elemente waren die schmackhaften Chips von der Violetta-Kartoffel, die auch beim Tatar zum Einsatz kamen. Das Tatar dann mit einer würzigen Schärfe, die in spannendem Kontrast zur Trüffelcreme stand.

    FEIGEN & ZIEGENFRISCHKÄSE 
    marinierte Feigen mit geflämmten Ziegenfrischkäse, 
    gerösteten Nüssen und Wildkräutersalat

    BLACK ANGUS RIND 
    Klassisch angemachtes Tatar vom Black Angus Rind 
    mit Trüffelcréme, Kartoffelchips und Kräuteröl 

    Exotisches und klassisches zum Hauptgang

    Der im Gericht geplante Kabeljau, wurde aus Qualitätsgründen durch fangfrischen Yellow-Fin-Thunfisch ersetzt. Das Gericht mit Bezug zu den tunesischen Wurzeln von Ben überzeugte mit seiner angenehmen Schärfe und der zur Jahreszeit passenden eintopfartigen Zubereitung. Das Roastbeef als Klassiker mit geschmorten Zwiebeln, Bohnen und einer Jus zum Reinliegen.

     

    Yellow-Fin-Thunfisch von den Seychellen Kirchererbsen, Pinienkerne und Violetta Kartoffeln

    BLACK ANGUS RIND & ZWIEBELN 
    rosa gebratenes Roastbeef vom Black Angus Rind mit geschmorten Zwiebeln, zweierlei Bohnen,
    Kartoffelchips und Schmorfond 

    Die Creme Brûlée von der Tahiti-Vanille am Nachbarplatz sah toll aus, war aber nach der sättigenden Mahlzeit zu viel für uns an diesem Abend.

    Bens Weinstube Klink

    Bodenständige, regionale und saisonale Küche.

    Wo Tradition auf Kreativität trifft und die Liebe zum Detail in jedem Gericht spürbar ist. Bens Leitgedanke ist es, die Aromen aus der Region auf den Teller zu bringen und dabei die Jahreszeiten zu zelebrieren.

    Bodenständigkeit.

    In einer Welt, die sich immer schneller dreht, wird bewusst auf die Einfachheit und Authentizität der französischen und schwäbischen Küche gesetzt. Und weil ein gutes Essen erst durch den passenden Wein vollkommen wird, wird eine erlesene Auswahl an Weinen, die hohen Qualitätsansprüchen genügen, angeboten. So können hervorragende Weine genossenen werden, die perfekt zu den Gerichten passen und gleichzeitig zu einem fairen Preis erhältlich sind.

    Bens Weinstube Klink

    Epplestraße 1

    70597 Stuttgart

    bens-stuttgart.de

    +49 711 69348602

    kontakt@bens-stuttgart.de

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967.

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet.

    Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

  • Wine&Dine im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar“

    Wine&Dine im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar“

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart. Diesmal im Rahmen des 3. Wine&Dine des WineSTR CLUB in Bad Cannstatt am 22.05.2025

    von Kai Wunner

    Ein zur Jahreszeit passendes 4-Gänge-Menu in einem historischen Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Gastgeber Can Basar, der mit großer Leidenschaft und einem tiefen Verständnis für Zutaten und Kreationen das Restaurant führt, hat unter anderem seine Erfahrungen bei Bernd Bachofer „Restaurant Bachofer“ 1 Stern, Patrick Gibion „Fässle“, Cube bei Michael Bahn, Küchenchef „hallo Emil“, Waldhotel Sonnora“ Clemens Rambichler 3 Sterne und als Küchenchef für Tristan Brant „Riva“ gesammelt. Can Basar steht für präzises Handwerk, Passion, hohe Produktqualität und Ehrlichkeit!

    Come together mit einem Glas Sekt

    Sechzehn Teilnehmer hatten sich zum Wine&Dine des WineSTR CLUB im Traditionslokal in Bad Cannstatt angemeldet. Und um sich die Wartezeit angenehm zu vertreiben bis alle da waren, gab es zur Begrüßung ein Glas La Belle Rosé Sekt Brut von Oliver Zeter. Der Winzer, bekannt für finessenreiche Weiß- und Rotweine hat auch ein umfangreiches Sortiment an spannenden Sekten in der traditionellen Flaschengärung. Der La Belle Rosé Sekt brut, ist ein wunderbar animierender Sekt mit feiner Nase von Grapefruit, Minze, Brioche, Rosen und feinen Gewürzen. Die erste Gärung fand im Edelstahltank statt und die zweite gemäß traditioneller Methode in der Flasche. Nach rund 14 Monaten Hefelager wurde die Cuvée degoriert und mit rund 7 Gramm Versanddosage versehen. Mit so einem Getränk in der Hand fiel es leicht zu warten, bis alle eingetroffen waren.

    Weiter ging es mit zwei kulinarischen Einstimmungen und dem frisch gebackenen Brot mit hausgemachten Aufstrichen.

    Das erste Amuse-Gueule war das Tartelette mit Rindertatar, Scharlottencremefraiche, Aal, und Caviar und als zweiten Gruß aus der Küche den gebeizten Lachs mit Kimizu, Limonenvinaigrette und Staudensellerieeis. Beides war so lecker, dass es durchaus einer Vorspeise würdig gewesen wäre.

    Dazu gab es zum einen den Peth Wetz Sauvignon Blanc E.STATE 2023 aus Rheinhessen. Ein sehr fruchtig ausgelegter Sauvignon Blanc, bei dem die Konzentration der einzelnen Aromen gepaart mit einer ausgewogenen Säure geprägt werden durch die intensive Maischestandzeit. in der Nase mit einer präsenten Frucht von reifer Ananas und etwas Melone. Die bereits hier wundervoll eingearbeitete Mineralität bereichert seine Struktur ganz hervorragend. Am Gaumen wird diese saftig-frische Spannung von einer merkbaren, aber stets auch feingliedrigen Säure getragen.

    Zum Anderen gabe es als Alternative den Oliver Zeter Chenin Blanc & Sauvignon Blanc 2023 trocken aus der Pfalz. Er zeigt eine sehr schöne Nase mit Aromen von Stachelbeeren, Limetten, Clementinen, Pink Grapefruit, grüner Apfel, Salbei, Zitronenmelisse, ein Hauch von Minze, weißer Pfeffer, Feuerstein und Holunderblüten. Am Gaumen knackig, straffe Eleganz, kühle Frucht, feinwürzig, feiner Schmelz, zartes Spiel, finessenreich, kühle Mineralik, animierende Art und sehr lange anhaltend. 

    Vorspeise

    Als Vorspeise wurde dann ein Tartar vom Blauflossen-Thunfisch mit Flugmango, Gurke und Vinaigrette von gereifter Soja gereicht. Eine erfrischende Vorspeise in runder Harmonie.

    Zum Vergleich standen diesmal zwei nicht so alltägliche Weine aus Spanien und Österreich. Der Etiqueta Verde Albariño DO 2022 aus Rías Baixas/Galizien Er zeigt sich mit hellem Gold mit grünlichen Reflexen. Seine große aromatische Komplexität, bei der sich Noten von reifen weißen Früchten mit balsamischen Noten, weißen Blüten, Steinfrüchten und trockenem Gras vermischen. Der Ambar ist sortentypisch und mit ausgewogener Säure. Lecker, vollmundig und mit langem Abgang. Hervorzuheben ist sein salziger Geschmack, der am Gaumen verweilt und einen lang anhaltenden und angenehmen Eindruck hinterlässt. Ein Wein mit Charakter und einer Komplexität, die Schluck für Schluck überrascht.

    Die Alternative kam aus Tieschen im südöststeirischen Vulkanland vom Weingut Engel. Der Grauburgunder Klöch DAC 2022 hat eine burgundische Art und zeigt eine Blüten und Quittenaromatik, Weihrauch, er ist vollmundig und ausgeglichenen am Gaumen.

    Zwischengang

    Danach folgte der Zwischengang mit Steinbutt mit Thai Bouillabaisse, Karotte und Papaya bei dem nicht nur der zarte Fisch überzeugte.

    Als Weinbegleitung gab es zwei Chardonnays, einmal aus der Pfalz und nochmal aus Baden. Der Chardonnay Mineral trocken 2022 aus der Pfalz von Oliver Zeter zeigt sich mit einer wunderschönen Nase mit Aromen von Birnen, Honigmelone, Orangenzesten, etwas Bananae, Brioche, Haselnüsse, Mandeln, Feuerstein, ein Hauch von Vanille, Melisse und Lindenblüten. Am Gaumen füllig, saftig, wunderbarer Schmelz, finessenreich, salzige Mineralität, schöne Frucht, sehr elegant, zartes Spiel und ein superlanger Nachhall. Der Wein wurde zum Großteil im Holzfass ausgebaut.

    Zum Vergleich gab es den Chardonnay „R“ trocken 2021 vom Weingut Fritz Waßmer aus dem Markgräflerland/Baden. Raffiniert und elegant, mit Apfel, Birne, Vanillenblüte und Thymian in der Nase. Geschmeidig und voll ohne breit oder schwer zu sein. Ein wunderschöner Chardonnay, der schon jetzt große Trinkfreude bietet und doch gleichzeitig Potenzial für weitere Jahre hat.

    Hauptgang

    Nach den vielen spannenden Weißweinen folgten zum Hauptgang zwei Rotweine. Es gab gebratenen Rücken und Carré vom Limousin Lamm mit Hollandaise von Gartenkräutern, Polenta und Artischocke. Ein feines Gericht, dass richtig Lust auf ein Glas Rotwein machte.

    Zuerst denTávoli Világ (Ferne Welt) 2021 von Pfneiszl Hungarian Vineyards aus Sopron/Ungarn. Der Wein, dessen Name „Ferne Welt“ bedeutet, vereint die Rebsorten Shiraz, Carmenére, Malbec, Zinfandel, Sangiovese zu einer Reise durch die Vergangenheit von Winzerin Birgit Pfneisl. Rubinrot im Glas, in der Nase sehr intensiv, voller Gewürze und Kräuter, begleitet von Kirschen und Schokolade, gefolgt von ledrigen Noten. Noch präsente Tannine, aber eine samtige Textur. Ein sehr vollmundiger Wein mit ausgewogenem Alkoholgehalt und hohem Alterungspotenzial mit komplexer Struktur und langem Abgang.

    Das Gegenstück beim Hauptgang war der De Garage DOC 2018 von der Bodegas Baigorri im Rioja/Spanien. In der Nase besticht der Wein durch seine Intensität und enthüllt Schichten von reifen Früchten, Kompott, aromatischen Kräutern, Gewürzen mineralischen Noten. Am Gaumen zeigt er sich weit und abgerundet, mit einer bemerkenswerten Harmonie, die Aromen von Tabak, rauchigen und Noten und Lakritz hervorhebt. Sein Abgang ist langanhaltend, persistent, hinterlässt einen dauerhaften, eleganten Eindruck. Herkunft: Das Dorf Samaniego mit seinen kargen und steinigen Böden. Höhe: Einer der kältesten Orte in Rioja. Aus alten Reben, tief verwurzelt, mit geringem Ertrag (>60 Jahre) 12 Monate in Barriquefässern aus französischer Eiche ausgebaut. Ein absolutes Lieblingsweingut, dass man unbedingt besuchen sollte, wenn man im Rioja weilt. Zum Reisebericht mit dem Besuch des Weingut geht es hier: http://2025.winestr.de/2022/01/03/golf-erlebnis-la-rioja/

    Pre-Dessert

    Nach dem überzeugenden Hauptgang ging es weiter mit dem Pre-Dessert. Kokosnuss mit Passionsfruchtmousse, karamellisierter Ananas, Passionsfruchtsorbet, Pan Dan Eis und Kokosschaum. Ein Vorspiel, dass es in sich hatte. Die Kosvariationen ergänzten sich wunderbar mit dem Sorbet.

    Dazu gab es für die Süßweintrinker einen Sauvignon Blanc Sweetheart 2023 von Oliver Zeter. Der nicht ganz so süße Süßwein zeigt eine konzentrierte Nase mit Aromen von Maracuja, Grapefruit, Cassis, Holunder, Brennnessel, ein Hauch weißer Pfeffer und Salbei. Am Gaumen unglaublich frisch, aromatisch, finessenreich, mit einem raffinierten Säure- und Fruchtsüßespiel und einer enormen Länge.

    Dessert

    Nach dem überzeugenden Pre-Dessert kam ein weiteres süßes Highlight. Und zwar Gariguette Erdbeere mit Macadamia, Grüne Shiso und Valrhona Opalys

    Auch hierzu passte der Sweetheart hervorragend. Als Alternative für alle, die es nicht ganz so süß mögen gab es eine frische leichtfüßige Cuvée von der Kellerei Kurtatsch aus Südtirol/Italien. Der Libell präsentiert sich mit feinen Aromen von weißen Blüten über Steinobst bis zu exotischen Früchten. Am Gaumen leicht, saftig, elegant und richtig fein zu trinken. Der Inbegriff eines „Sommer-Terassen-Weins“ und deshalb ideal zum ausklingen lassen.

    Für alle, die noch nicht genug vom Wein hatten, gab es noch ein paar Bonustropfen. vom Weingut Engel Unter anderem einen Chardonnay vom Ried Klöchberg 2018 der sich überraschend jung darstellte. Zarte Kräuternoten, etwas nach Mandarinen und Papaya, feine Tropenfruchtnoten, Melisse ist unterlegt. Mittlerer Körper, saftig, feine Säurestruktur, mineralisch-salzig, eingebundene Säurestruktur, Apfelfrucht im Abgang, würziger Nachhall. Vom gleichen Weingut und aus der gleichen Riede dann noch den Alte Reben Ried Klöchberg 2023. Ein gemischter Satz von Trauben von alten Chardonnay, Weissburgunder und Welschrieslingreben. Zusammen verarbeitet und vinifiziert. Er beeindruckt mit seiner Kräuterwürze, frische gelbe Birnenfrucht, ein Hauch von Dörrfrucht weiße Fruchtnuancen, dezente Säurestruktur und einem schönen Trinkfluss.

    Alle Teilnehmer hatten viel Spaß, zeigten sich beeindruckt von der Finesse des Menüs und der herzlichen Gastlichkeit des Teams von Can Basar.

    Bilder-Galerie Wine&Dine WineSTR CLUB zu Gats im Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar

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    Infos über das Restaurant „Zum Ackerbürger Can Basar

    Gastgeber Can Basar steht für präzises Handwerk, Passion, hohe Produktqualität und Ehrlichkeit! Jedes Menü wird sorgfältig zusammengestellt und liebevoll präsentiert. Mit viel Engagement pflegt er die traditionsreiche Geschichte des Hauses und verbindet diese mit modernen Elementen, um den Gästen ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis zu bieten. Sein Ziel ist es, die Authentizität und die handwerkliche Qualität zu bewahren und gleichzeitig Raum für Innovationen zu schaffen. Er und sein Team stehen dafür ein, den Gästen einen erstklassigen Service zu bieten und dafür zu sorgen, dass jeder Besuch im Zum Ackerbürger Can Basar zu einem besonderen Erlebnis wird.

    Das Restaurant Zum Ackerbürger Can Basar ist ein historisches Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Es befindet sich in einem der ältesten Fachwerkhäuser der Region, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und früher als Wohnhaus für Ackerbürger diente. Das Gebäude zeichnet sich durch seine liebevoll restaurierte Fassade mit kunstvollem Fachwerk und kleinen Fenstern aus, welches sich am Teil der alten Stadtmauer befindet. Im Inneren erwartet die Gäste ein gemütliches Ambiente, das Tradition und Geschichte spürbar macht. Die Einrichtung ist rustikal, authentisch und mit modernen Stilelementen kombiniert.

    Spreuergasse 38
    70372 Stuttgart

    Telefon: +49 (711) 56 08 93
    E-Mail: info@ackerbuerger.de

    Das Restaurant Zum Ackerbürger Can Basar ist ein historisches Gasthaus mit einer einzigartigen Atmosphäre. Es befindet sich in einem der ältesten Fachwerkhäuser der Region, das auf das 15. Jahrhundert zurückgeht und früher als Wohnhaus für Ackerbürger diente. Das Gebäude zeichnet sich durch seine liebevoll restaurierte Fassade mit kunstvollem Fachwerk und kleinen Fenstern aus, welches sich am Teil der alten Stadtmauer befindet. Im Inneren erwartet die Gäste ein gemütliches Ambiente, das Tradition und Geschichte spürbar macht. Die Einrichtung ist rustikal, authentisch und mit modernen Stilelementen kombiniert.

    Spreuergasse 38
    70372 Stuttgart

    Telefon: +49 (711) 56 08 93
    E-Mail: info@ackerbuerger.de

    Infos zu den Weinen

    Eine ausgesuchte Auswahl von Weinen aus dem WineSTR eigenen Onlineshop mit Weinen aus Deutschland und Europa

    Die das Essen begleitenden Weine und die dazugehörigen Weingüter werden von Kai Wunner präsentiert und sind aus dem eigenen Onlineshop ausgesucht und zur Verfügung gestellt..

    Kai Wunner

    Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Er ist Gründer des Online-Weinmagazins WineSTR, dass eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber entstehhen lassen soll

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Schweizers – Stuttgart

    Schweizers – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus kreativer Frischeküche und saisonalen Produkten auf Grundlage der „Nouvelle Cuisine“. Das Ganze in einer Wohlfühlatmosphäre in einer Original-Architektur im Jugendstil von 1902. Entweder innen oder im Gastgarten werden Geschmackserlebnisse mit sinnlichen Genüssen kombiniert. Küchenchef Gero Schweizer hat 2017 das Restaurant mit dem schon angemessenen Namen übernommen und bietet ein klassisches und ein vegetarisches Menü mit bis zu sieben Gängen. Sommelier Ralf Pinzenscham, bekannt aus über 20 Jahren im „Top Air“ findet immer einen passenden Wein, falls mal die Weinbegleitung nicht schon auf den Punkt trifft. Das gesamte Team verwöhnt die Gäste mit einem Essen auf hohem Niveau, anspruchsvollen und fair kalkulierten Weinen und einem herzlichen Service.

    Dank des schönen Wetters begaben wir uns in den kühlen Gastgarten im Hinterhof des denkmalgeschützten Gebäudes. Unsere Menüwahl orientierte sich mehr an der klassischen Karte ergänzt um Teile des vegetarischen Menüs.

    Schon der Gruß aus der Küche überzeugte mit einem kalten Kartoffelsüppchen ergänzt um saftiges Kartoffelbrot im Focaccia-Style mit einer Rote-Bohnen-Creme nach Hummus-Art.

    Leckeres Vorspiel

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Beim Blick auf die Weinkarte reizte das Probieren des Chardonnay Sonnenbichl vom Weingut Hornstein am See dermaßen, dass darüber hinaus nur Teile der ansprechenden Weinbegleitung gekostet wurden. Der Weißwein mit dezenter Würze, salzig mineralischen Noten, straff und reichhaltig und großer Tiefe und Länge war ein toller Begleiter zu den meisten Speisen des Abends.


    Den ersten offiziellen Menügang, gab es in Form eines köstliches Tartars vom Weideochsen mit Bio-Pflücksalat und roter Zwiebel. Serviert mit einem Buttermilchbrotchip, zweierlei Schaum und einem Klecks Vinaigrette war das ein Start mit einem Wow-Effekt.

    Foto Kai Wunner

    Beim ersten Zwischengang kamen die klassische und die vegetarische Variante auf den Tisch. Für das Erstere stand die gebackene Wildgarnele mit Karotte, Fenchel und Malto. Die vegetarische Alternative, ein Erbeer-Gazpacho mit Frischkäse, dehydrierten Erdbeeren und Cous Cous, überzeugte mit seiner Frische an einem lauen Sommerabend.

    Was für ein Risotto!

    Der nächste Zwischengang, ein cremiges Risotto aus Acquerello Reis mit Beurre blanc, gebratenen Pfifferlingen und Aprikosen, passte wiederum perfekt in die warme Jahreszeit. Die leichte Säure der gebratenen Aprikosen verpasste dem Risotto eine herrliche Frische. Hier zu bot es sich an den Bourgogne Côte d’Or Chardonnay 2022 von Michel Bouzereau gegenzutrinken. Das für seine Mersaults bekannte Weingut, zeigt hier mit dem Einstiegswein aus der Gemarkung Mersault schon große Klasse zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Essen und Wein in perfekter Kombination

    Es folgten zwei Gänge mit Fleisch, für die es dann doch der Rotwein aus der Fleischbegleitung ergänzend sein sollte. Ein Etna Rosso 2021 der zeigte, dass sizilianischer Rotwein durchaus elegant sein kann. Der fruchtbetonte, saftige und strukturierte Wein mit seinen seidigen Tanninen war ein erstklassiger Begleiter zum Fleisch, auch wenn der Chardonnay vom Bodensee fraglos dem Fleisch gewachsen war.

    Foto Kai Wunner

    Der Bauch vom Duroc-Schwein mit pochierter Birne, Saubohnen und eingelegter Senfsaat war äußerst köstlich. Die Senfsaat ergänzte den Geschmack der Jus mit seiner säuerlichen Noten, wie auch die Saubohnen und die Birne die Röstaromen des Fleisches ergänzten.
    Das zweite Fleischgericht im Menü war ein Rücken vom Milchkalb, mit einem gebratenen Kartoffeltaler, Bundmöhren und Thymianjus. Ein klassisches, bodenständiges Gericht, dass mit seiner Feinheit brillierte.


    Mit einer feinen Selektion von verschiedenen Rohmilchkäsen wurde der Übergang zum Dessert leicht vollzogen. Das selbstgemachte Früchtebrot und der Feigensenf ergänzten den Zwischengang perfekt.

    Foto Kai Wunner

    Als Dessert folgte eine geschäumte Crème brûlée mit Sauerrahmeis und Rhabarber. Der bekannte Klassiker erfuhr durch die Kombination mit dem Eis eine andere Note, die klar überzeugte. Mit einem letzten Gruß aus der Küche in Form von kleinen Brownies und mit Frischkäse gefüllten Kirschen fand das Menü eine großartigen Abschluss.

    Mit 5 Gängen für 100 €, 6 Gängen für 120 € und 140 € für 7 Gänge stimmt die Preisleistung auf jeden Fall. Das abwechslungsreiche Dinner, das perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, überzeugte uns absolut. Die Weinbegleitung von Ralf Pinsenschaum mit großer Fachkenntnis und Liebe zum Wein serviert war mit 50, 60, 70 € preislich sehr angemessen. Der Besuch im Schweizers ist auf ejden Fall eine Empfehlung. Wir kommen bestimmt wieder.

    Schweizers

    In dem sorgsam restaurierten denkmalgeschützten Haus nimmt man in schöner Jugendstil-Atmosphäre Platz. Freundlich und angenehm, mit charmanten Service. Geboten wird ein klassisch-saisonales Menü in fünf bis sieben Gängen, das es auch vegetarisch gibt. Es wird ambitioniert und sehr geschmackvoll gekocht, mit Fokus auf das Handwerk und frischen Produkten. Die gut sortierte Weinkarte zur Auswahl oder edie glasweise Weinbegleitung ausgewählt von Sommelier Ralf Pinzenscham begeistert, egal ob im Restaurant oder im Sommer auf der ruhigen, schattigen Innenhofterrasse!

    Olgastraße 133 B,

    70180 Stuttgart

    0711-60197540

    info@schweizers-restaurant.de

    Ralf Pinzenscham Gastgeber & Sommelier. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autor:

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Die Kombination aus anspruchsvollen Essen und Wohlfühlatmosphäre ist sicherlich das Ziel von vielen Gastronomen, in der Krone in Waldenbuch war genau das in perfektem Einklang. Die ersten Gäste des Abends zu sein, mag vielleicht ein mehr an Aufmerksamkeit bringen, aber auch bei vollem Restaurant war der Service mit viel Herz und auf den Punkt.

    Der stilvolle Landgasthof im denkmalgeschützten Gebäude, im Zentrum von Waldenbuch am Fuße des Schlosses, verbindet Tradition mit Moderne.

    Impressionen vom Gasthof Krone. Fotos KRONE WALDENBUCH GMBH

    Waldenbuch selbst ist ein artiger, zwischen Hügeln gelegener Ort mit Wiesen, Feld, Weinbergen und Wald und einem herrschaftlichen Schloss.

    Johann Wolfgang von Goethe 1797 in einer Tagebuchnotiz

    Mit Küchenchef Erik Metzger, der 2017 als Deutschlands jüngster MICHELIN-Stern-Chefkoch augezeichnet wurde, verbindet man eine Erwartungshaltung, die an diesem Abend nicht enttäuscht werden sollte.

    Beim Genuss des angebotenen Aperitifs, ein Glas Champagner Blanc de Blancs Brut Signature von Maison Gonet, bot die Karte die Auswahl zwischen traditionellen und modernen Gerichten, die sich auch im vegetarischen und im großen Menü widerspiegelt. Fällt mir die Wahl beim Menü oft schwer, da ich in vielen Speisen sehr wählerisch bin, war die Entscheidung heute leicht. Das große Menü bitte!

    Ein gelungener Start

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Fenchelsüppchen, Dreierlei vom Kürbis, Gänseleberparfait mit Portweingelee und Quittenchutney. Foto Kai Wunner

    Es folgte eine Vorspeise mit asiatischer Prägung.

    Duett von der Gelbschwanzmakrele mit Misosud, eingelegter Rettich, Gurke, Yuzu, Quinoa und Safranmayonnaise. Foto Kai Wunner

    Eine perfekte Kombination die hervorragend zu unserem Weißburgunder -S- vom Weingut Dautel aus Bönnigheim passte.
    Die nächste Vorspeise, eine gelungene Kombination aus modernen und traditionellen Stil überzeugte mit einer spannenden Mischung an Aromen als erstes Highlight des Abends.

    Eine Vorspeise eines Hauptgangs würdig

    Loin vom Skrei mit Buttermilch, Jalapeno, Kohlrabi, Büsumer Krabben, Koriander und Camargue-Reis

    Insbesondere der Camargue-Reis setzte seinen eigenen Akzent zu dem zarten Loin vom Skrei.

    Ein leichtes Sorbet als Erfrischung sorgte für eine angenehme Pause vor dem Hauptgang.

    Zu diesem ließen wir uns einen gereiften Spätburgunder von 2012, ebenfalls vom Weingut Dautel, dekantieren der hervorragend zum Hauptgang passte.

    Sorbet von roten Früchten mit Fenchel und eingelegten Roten Beeren. Foto Kai Wunner

    Hauptgang mit perfekter Weinbegleitung

    Crepinette vom Schwarzfederhuhn und Entenleber mit Sauce Albufera, Petersilienwurzel, Süßkartoffel und Amaranthkuchen. Foto Kai Wunner

    Dieses Gericht war ein weiteres Beispiel für die kreative Kombination von Tradition und Moderne. Ich ließ es mit nicht nehmen ein Glas des in der Weinreise empfohlenen 2018er Savigny-Les-Beaune Les Lavières 1st Cru trocken gegen den württembergischen Wein zu probieren. Auch wenn der Vergleich auf Grund des Alters der Weine nicht ganz fair ist, so waren beide Weine ein perfektes Match zum Schwarzfederhuhn.

    Variation von Maracuja, Birne und Doppelrahm. Foto Kai Wunner


    Die süße Nachspeise ließ ich zugunsten von Käse aus, doch meinen Begleitern waren von der erfrischenden Kombinationaus Früchten und Rahm begeistert.

    Comté mit Zitronenchuntney, Kornblüten, Champagnergelee und Bauernbrot. Foto Kai Wunner

    Das Dinner, dass abwechslungsreich, perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, hat uns einfach nur Spaß gemacht. Ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere auch bei den Weinen sorgt für ein übriges. Wir werden sehr gerne wiederkommen.

    Gasthof Krone

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die wir täglich gerne annehmen.

    Die Gastgeber

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die das team täglich gerne annimmt.

    Man spürt die besondere Atmosphäre an diesem historischen Ort

    Matthias Gugeler
    Gastgeber & Geschäftsführer

    Mit allen Sinnen und viel Muse die feine Küche genießen – diese besonderen Momente sind es, die wir Ihnen bereiten möchten

    Erik Metzger
    Gastgeber & Küchenchef
    Erik Metzger Gastgeber & Küchenchef. Foto Astro Nova

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

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    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Cédric Beutelsbach

    Cédric Beutelsbach

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Serap Wunner

    Die Kunst ist es, das Essen für die Augen und für den Geschmack zu vereinbaren und in Einklang zu bringen – genau das ist Cédric Staudenmayer gelungen.

    Dass die Einrichtung zu meinem Outfit gepasst hatte an diesem Abend – wow besser konnte das Dinner gar nicht starten.
    Dazu kamen der tolle Schampus und der Gruß aus der Küche – da war ich schon verliebt in dieses Restaurant. Geräucherte Entenbrust mit Rotkohl und Orange als Amuse Bouche. Was für ein Genuss!

    Amuse Bouche: Geräucherte Entenbrust mit Rotkohl und Orange. Foto Kai Wunner

    Überall nicht überfüllte Details/Dekos. Allein schon die kunstvollen Kissen begleiten uns den Abend und bringen eine kleine erotische Anspielung.

    Es ging weiter mit drei Zwischengängen. Ein Tuna Yellow Fin, einmal roh und einmal gebeizt, mit Tofu, Kohlrabi und Assam Pfeffer. Dann folgte der zweite Gang mit Käseknöpfle zum Reinliegen. Die Kombination aus Zwiebel, Bergkäse und Belperknolle war elegant und trotzdem bodenständig.

    Mit dem finalen dritten Gericht aus Jacobsmuschel, Boudin Noir, Kartoffel, Meerrettich und Granny Smith fanden die Zwischengänge einen würdigen Abschluss. Insbesondere der Kontrast von Blutwurst und Muschel hatte es in sich.
    Die Zwischenpausen waren sehr gut eingetaktet – man konnte sich ungestört unterhalten und den von uns gewählten Grünen Veltliner aus dem Weinviertel von Ebner-Ebenauer aus dem schönen Österreich genießen. Überhaupt war es erstaunlich, wie Cédric Staudenmayer, alleine mit dem engagierten Kellner, einen so perfekten Service leistete.

    Tuna Yellow Fin, einmal roh und einmal gebeizt,mit Tofu, Kohlrabi und Assam Pfeffer. Foto Kai Wunner
    Käseknöpfle aus Zwiebel, Bergkäse und Belperknolle. Foto Kai Wunner
    Jacobsmuschel, Boudin Noir, Kartoffel, Meerrettich und Granny Smith. Foto Kai Wunner

    Der Hauptgang bestand aus Lamm mit roter Beete, Pastinake und Nepal Kardamom, zu dem der empfohlene 2019er Nebbiolo von Sobrero aus dem Piemont hervorragend passte. Das Fleisch hauchzart und auf den Punkt gegart.
    Jeder Gang ein Augenschmaus.

    Lamm mit roter Beete, Pastinake und Nepal Kardamom, Foto Kai Wunner

    Es folgte der Nachtisch – davon sogar gleich drei. Zu allen drei fällt mir was ein.
    Ich dachte das PreDesert – Hagebutten-Eis mit Nussbutter-Espuma und Hagebuttentee schmeckt mir eigentlich nicht, aber ich wurde eines Besseren belehrt – die Creme schmolz wie das Eis sofort in meinem Munde und der Keks rundete das Ganze ab.

    Dann kam der eigentliche Nachtisch, Bratapfel Eis und Kompott, Vollmilchschokoladen, Haselnuss, Baiser – in so einer Form und Konsistenz kannte ich es nicht. Lecker!!! Ebenso der Keks

    Dann der Süße Abschluss in Form eines Bitter-Orangen-Eis mit Mandel-Zimt-Crumble auf Zimt-Creme Fraiche – eines der vielen Highlights von diesem Abend.

    Hagebutten-Eis mit Nussbutter-Espuma und Hagebuttentee. Foto Kai Wunner
    Bratapfel Eis und Kompott, Vollmilchschokoladen, Haselnuss, Baiser. Foto Kai Wunner
    Bitter-Orangen-Eis mit Mandel-Zimt-Crumble auf Zimt-Creme Fraiche. Foto Kai Wunner

    Danke Cédric!
    Wir kommen wieder!
    Das Handwerk Kochen und das kunstvolle Anrichten hat er sicherlich erlernt, aber es mit so viel Liebe zu präsentieren – das liegt ihm im Blut!

    Gastgeber Cédric Staudenmayer serviert den Hauptgang. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autorin:

    Serap Wunner

    Essen und Wein machen Ihr einfach Spaß. Das Interesse dafür war schon immer groß und daher fiel es leicht sich an das Verfassen von Berichten zu diesen Themen zu wagen.

    Als Autodidaktin ist es die pure Leidenschaft von Serap über die schönen Dinge rund um das Genießen zu schreiben.

    Foto Kai Wunner