Kategorie: Wine-Style

  • Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    SITT Wein hat das Weinerlebnis auf eine andere Art nach Stuttgart gebracht

    von Murat Karaman

    In der Stuttgarter Weinlandschaft tut sich etwas: SITT Wein, HYBRID AUS WEINBAR & WEINHANDEL, bringt frischen Wind in die Weinwelt und setzt auf ein Konzept, das sowohl Tradition als auch Innovation vereint – Wein aus dem Zapfhahn. Statt Flaschen zu entkorken, können Weinliebhaber hier ihre Weine direkt und unkompliziert selbst zapfen. Was zunächst ungewöhnlich klingt, hat das Potenzial, das Weinerlebnis für viele zugänglicher zu machen.

    Weingenuss anders gedacht

    Das Team hinter SITT Wein hat sich zum Ziel gesetzt, den Weinkauf und -genuss neu zu denken. Besonders spannend: Dank des Zapfsystems können Kunden hochwertige Weine glasweise probieren, die sie sich sonst vielleicht nicht leisten würden. So wird das Weintrinken zu einer spielerischen Entdeckungsreise, die für jedermann erschwinglich ist. Auch der Fokus auf lokale Winzer und die enge Zusammenarbeit mit befreundeten Weingütern machen das Angebot einzigartig.

    Self-Exploring Wein Experience

    Was SITT Wein besonders auszeichnet, ist die Idee der „Self-Exploring Wein Experience“. Anstatt sich für eine ganze Flasche zu entscheiden, können die Gäste in aller Ruhe verschiedene Weine kosten, bevor sie ihre Favoriten finden. Das fördert nicht nur den Entdeckungsgeist, sondern macht den Weingenuss zu einem geselligen Erlebnis. Ob trockene Rotweine, spritzige Weißweine oder Naturweine – die Vielfalt im Offenausschank lässt kaum Wünsche offen. SITT Wein schafft damit ein Umfeld, in dem Weinverkostung für alle zugänglich und spannend wird, unabhängig vom Weinwissen der Besucher.

    Standorte in Stuttgart, Sindelfingen und Heilbronn

    SITT Wein hat bereits Standorte am Stuttgarter Marienplatz, in Sindelfingen und Heilbronn eröffnet – allesamt geprägt von der Idee, das Weinerlebnis zu modernisieren, ohne dabei auf Qualität zu verzichten. Jeder Standort bietet ein breites Sortiment von über 100 Weinen, auch mit regionalen Weingütern und Weinen, das regelmäßig erneuert wird, um den Gästen stets neue Entdeckungen zu ermöglichen.

    Geschäftsführer SITT Wein, Pablo Dahl

    Auch wenn dieses Konzept für manchen vielleicht ungewohnt ist, zeigt sich, dass es gut ankommt. Gäste schätzen die ungezwungene Atmosphäre und die Möglichkeit, sich ihr Glas selbst zu zapfen und dabei unkompliziert mit anderen Weinliebhabern ins Gespräch zu kommen. Zudem bietet das Team hilfreiche Empfehlungen, sodass auch Neulinge ihren Weg durch die vielfältige Auswahl finden. Für die Zukunft plant SITT Wein, das Erlebnis weiter auszubauen: Mehr Verkostungen und Events, bei denen Wein und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen, sind bereits in Planung. So bleibt das Lokal nicht nur ein Ort des Genusses, sondern auch ein Treffpunkt für Weininteressierte, die Neues entdecken wollen.

    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn

    von Murat Karaman

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Murat Karaman

    Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing entdeckt er sein großes Interesse für Kommunikation und vertieft es durch ein Studium der Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Ein anderer großer Teil seiner Leidenschaftgehört der Mode, er ist stets auf der Suche nach neuen Trends und Klamotten. Nach seinem Studium möchte er die erlernten Fähigkeiten in der Modeindustrie anwenden und dahingehend Kommunikation- und PR-Strategien für die Brands der großen Fashion-Welt kreieren. Mit diesem Podcast öffneten sich für ihn neue Türen der Genusswelt, sodass er eine neue Hingabe für Wein und Essen entwickelt hat – ein absoluter Traum!


    Murat Karaman. Foto MK

  • Kino für den Kopf

    Kino für den Kopf

    Hohenheimer Studierende machen einen Podcast rund um das Thema Wein

    von Hans-Peter Archner und Rainer Bluthard

    Ist Wein gesund? Was sind PIWI-Weine? Welches Zubehör ist eigentlich ein „Must have“ für einen Weinliebhaber? Was zeichnet eine „Besenwirtschaft“ aus? Und wie kam der Wein überhaupt nach Stuttgart? Über diese und weitere Themen haben sich Hohenheimer Studierende der Kommunikationswissenschaft für den neuen Podcast bei Experten und auf der Straße umgehört. Sogar bis China führte ein Interview.

    Denn selbst im Fernen Osten beschäftigt man sich mehr und mehr mit der Weinregion rund um die Hänge und Steillagen von Neckar und Rems. Es geht nämlich auch um die gegenwärtigen und zukünftigen Chancen des „Württembergers“. Und um die Zukunft von Rebsorten, die Strategien der Winzerinnen und Winzer, die in ihrer Ausbildung in der ganzen Welt herumgekommen sind und wieder in und um Stuttgart gelandet sind. Sie bauen an, pflegen, hegen und keltern aus Überzeugung und Leidenschaft – aus Liebe zum Wein und zu ihrer Heimat, des Weinanbaugebiets der arbeitsintensiven Steillagen. Sie ernten nicht nur immer wieder qualitativ hochwertige Weine mit immer niveauvolleren Cuvées, sondern sie ernten auch mehr und mehr nationale und internationale Preise dafür.

    Ins kalte Wasser geworfen lernen die Studierenden schnell das Schwimmen. Es ist für sie die Einbahnstraße in den Journalismus.

    Rainer Bluthard, freier Journalist und staatl. gepr. Techniker

    Die Podcastserie zeigt aber auch auf, dass anerkannte Qualität für das Bestehen einer Branche nicht ausreicht: Wie sehen Marketingstrategien von der Region bis Übersee aus, welche Rolle spielt die Politik auch im Rahmen der EU, und wie sehen Überlebensstrategien der oft traditionsreichen Familienbetriebe aus. Denn es geht nicht nur um Anerkennung und Erfolg, es geht auch darum, ein Handwerk für die Region zu bewahren, welches jahrhundertelang in Stuttgart die wichtigste Einnahmequelle darstellte und längst als Kulturgut für die Menschen unverzichtbar geworden ist.

    Praktischer Journalismus – vom Thema zum Podcast

    Am Anfang stand allerdings zuerst das Thema „Wein“. Die Studierenden zerlegten dieses Thema dann in einzelne Facetten, um möglichst viele verschiedene Podcasts zu produzieren. So wie für andere Studierende der vergangenen und zukünftigen Semester geht es im Rahmen der Kommunikationswissenschaften der Universität Hohenheim darum, von profunder Theorie und Forschung die Kennnisse im journalistischen Alltag umzusetzen: Mit Themen, die Relevanz und nach Möglichkeit einen starken regionalen Bezug haben.

    Der Wein mit seiner wirtschaftlichen, kulturellen, regionalen und alltäglichen Bedeutung für die Menschen eignet sich hervorragend für einen solchen Themenschwerpunkt. Zumal durch die Kompetenz und Expertise von WineStR wichtige Anregungen in die Redaktionskonferenz der Studierenden einflossen. Und sie konnten natürlich auch auf die Experten*innen von WineSTR für die Recherche und die vielen Fragen zurückgreifen: zum Beispiel um eine Übersicht über die Winzerinnen und Winzer der hiesigen Weinlagen zu bekommen.

    Foto Joe007 über Pixabay

    Zehn Studierende kümmerten sich jeweils individell um die wichtigsten Einzelaspekte, aber stimmten alles in der Gruppe ab, um ein möglichst informatives und unterhaltsames „Gesamtbild“ des Weins aus Stuttgart zu erstellen. Ganz nach dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ lernten sie in dem Kurs das Handwerkszeug des Radio- und Onlinejournalismus. Etwa die moderne Technik, so die Feinheiten beim Aufnehmen und das Schneiden der vielen Originaltöne aus Umfragen und Expertenmeinungen. Gleichzeitig das Herangehen an den „Content“, also die redaktionelle Besprechung vorher, das Erlernen der richtigen „Interviewtechnik“, um möglichst die besten „O-Töne“ zu erhalten, den Aufbau eines Beitrages oder das richtige Texten einer Hörsprache. Immer an ihrer Seite: Hans-Peter Archner und Rainer Bluthard.

    Übersicht der veröffentlichten und geplanten Podcasts zum Thema Wein

    Erstveröffentlichung am 01.03.2024

    Sarah Kugele:
    Podcast Wein #1: Beruf Winzer
    Ein Knochenjob mit aktuellen Herausforderungen

    Sarah Zilian:
    Podcast Wein #2: Besenwirtschaften
    Wo Wein fließt, Herzen sich öffnen und Geschichten erzählt werden

    Lisa Schnabel:
    Podcast Wein #3: Wie gesund ist Wein?
    Der schmale Pfad wischen Genuss und Gesundheit

    Maurice Schrödel:
    Podcast Wein #4: Stuttgarter Weingeschichte
    Wenn der Kessel sprechen könnte

    Michel Pixa:
    Podcast Wein #5: Weinzubehör
    Die Must-Have-Accessoires für jeden Weinliebhaber

    Melina Miller:
    Podcast Wein #6: Beruf Sommelier
    Von der Liebe zum Wein zur Expertise

    Max Ahrens:
    Podcast Wein #7: Kulinarik, Wein und Genuss
    Gehört ein Wein zum guten Essen?

    Nathalie Tewoldeberhan:
    Podcast Wein #8: Revolution im Weinbau
    Piwi: Piwi-Wein – Die Rebe der Zukunft erreicht die Weinbranche

    Bjarne Müller:
    Podcast Wein #9: Weinsorten und Terroir
    Was sorgt für Geschmack im Wein?

    Sheila Khan:
    Podcast Wein #10: Von Reben zu Reichtum
    Der Weinhandel und sein wirtschaftlicher Einfluss in Stuttgart

    Maurice Schrödel:
    Podcast Wein #11: Reise nach Fernost
    Stuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    Luca Marie Niebaum:
    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage
    Welche Faktoren spielen ein Rolle

    Murat Karaman
    Podcast Wein #13: Weingenuss aus dem Zapfhahn
    SITT Wein hat das Weinerlebnis auf eine andere Art nach Stuttgart gebracht

    Autoreninfo:

    Hans-Peter Archner

    Freier Journalist mit Studium der Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaften an der Universität Stuttgart, kümmert sich zusammen mit Rainer Bluthard seit mehr als dreißig Jahren um die „journalistische Praxis“ an der Universität Hohenheim. Er war ebenso Programmchef von SDR3, dem „Radio für den wilden Süden“ wie anschließend von SWR1 Baden-Württemberg. Er leitete das „SWR Fernsehen Baden-Württemberg“ und beschäftigte sich gleichzeitig als stellvertretender Landessenderdirektor mit der multimedialen Gegenwart und Zukunft des Journalismus.


    Hans-Peter Archner – Foto H.-P.A.

    Rainer Bluthard

    Freier Journalist, staatl. gepr. Techniker und seit 1992 Medientechniker an der Universität Hohenheim. Er krabbelte schon als Baby durch den Bandsalat im Tonstudio seines Vaters, lernte schon früh das Schneiden von Tonbändern und durfte sein Hobby zum Beruf machen. Er ist bis heute mit Herz und Seele in der Medienpraxis.

    Rainer Bluthard – Foto R.B.
  • Experten-Extrakt Vol. 3: Oliver Zeter Winzer Neustadt an der Weinstraße, Pfalz

    Experten-Extrakt Vol. 3: Oliver Zeter Winzer Neustadt an der Weinstraße, Pfalz

    Intime Fragen an Weinkenner

    von Kai Wunner

    Interessante Aussagen von Weinexperten gibt es oft zu lesen. Zu einem oder anderem, mehr oder weniger wichtigen Thema rund um den Wein. In unserer neuen Rubrik “Experten-Extrakt – intime Fragen an Weinkenner” wählen wir bewusst einen anderen Ansatz. Ungewöhnliche Fragen, die das eine oder andere Detail der gefragten Weinpersönlichkeit hervorlocken sollen. Heute die Dritte Ausgabe mit Oliver Zeter – Top-Winzer aus der Pfalz, der es trotz später Berufung schafft, nicht nur mit einer Rebsorte zu überzeugen. Seine Produktvielfalt überzeugt auch in allen Qualitätsstufen. Viel Spaß dabei!

    1. Seit wann beschäftigst Du dich mit Wein und was war der Auslöser?

    Seit 1981, der Beginn meiner Lehre zum Winzer.

    2. Was macht an Deinem Job besonders viel Freude?

    Die Möglichkeit Wein zu „gestalten“ und die Freude wenn dieser Menschen begeistert.

    3. Wein als Speisenbegleitung oder einfach nur genießen?

    Beides.

    4. Was ist Dein Lieblingswein?

    Den gibt es nicht, bzw. davon gäbe es zu viele.

    5. Was macht für Dich großen Wein aus?

    Wenn er mich vereinnahmen und in seinen Bann ziehen kann.

    6. Was war dein schönster Weinmoment?

    Da gab es so viele……..

    7. Was kann Dich beim Weingenuss stören?

    Alles was stört, also Gerüche, Geräusche, aber auch Besserwisser oder ignorante Menschen.

    8. Wie lautet die Schlagzeile zu Deinem persönlichen Weinerlebnis?

    Sorry…

    9. Welches sind Deine 3 Lieblingsweingüter und warum?

    Sorry…

    10. Was ist Dein Traumwein, den Du noch probieren möchtest?

    Sorry…

    11. Was ist dein Lieblings-Weinreiseziel?

    Katalonien (Spanische und französische Seite), Burgund, Südafrika

    12. Was trinkst du nach der Weinprobe?

    Wein, was sonst😉?

    Oliver Zeter für WineSTR

    Amphoren in Oliver Zeters Weinkelller. Foto Kai Wunner

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter Links mit dem Autor, Foto Kai Wunner

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Welche Faktoren spielen eine Rolle

    von Luca Marie Niebaum

    Wein. Schon lange mehr als ein Genussmittel. Der Luxusmarkt für Wein, bekannt als Fine Wine Market, boomt. Immer mehr Investoren springen auf den Trend auf und wollen ins Millionengeschäft einsteigen. Doch wie sehr lohnt sich ein Weininvestment wirklich? Was sind die Spielregeln des Fine Wine Markets? – Und wer darf überhaupt mitspielen?
    Frank Kämmer, Experte für Weinkunde beim Auktionshaus Eppli in Stuttgart, kennt sich auf dem Luxusmarkt für Wein aus. Aber wie lassen sich die teils galaktisch hohen Preise rechtfertigen? Prof. Dr. Christian Zörb, Professor für Weinbau an der Universität Hohenheim, blickt hinter die Fassade des Fine Wine Markets.

    Was Wein wertvoll macht

    Der internationale Wert eines Weines wird auf den großen Auktionsmärkten Honkong, London und New York bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits spielen Rarität und Nachfrage eine große Rolle. Andererseits die Qualität der Trauben und des Weinguts. Die kann je nach Jahrgang unterschiedlich sein. Grundvoraussetzungen auf dem Weinmarkt sind außerdem Provenienz, also der Nachweis der Echtheit und Herkunft, und perfekte Lagerbedingungen. Eine „relativ sichere Bank“ sind nur sehr wenige hochklassige Weinmarken, die in Expertenkreisen als Blue Chips bekannt sind.

    „Es sind vielleicht, ich schätze mal, 500 Weine auf der Welt, die sich wirklich lohnen für Weininvestments.“

    Frank Kämmer

    Wein-Investment: Risiken und Fallstricke

    Weintresor zum sicheren Lagern besonderer Weine im Weingut Castiglion del Bosco bei Montalcino/Toskana. Foto Kai Wunner

    Eine Investition in Wein scheint vielversprechend, stellt jedoch besonders private Sammler vor einige Herausforderungen. Denn ihnen fehlt oft das nötige Fachwissen, um die richtigen Weine auszuwählen und auf den Markt zu bringen. Von der Wahl der richtigen Jahrgänge bis hin zu Logistik- und Versteigerungskosten bei den großen Auktionshäusern: Weine auf den Weltmarkt zu bringen ist ein komplexer Prozess, den viele unterschätzen.

    „Wenn ich jetzt eine Aktie kaufe (…), dann brauche ich mich nicht groß mit dem Produkt dahinter beschäftigt zu haben (…); ich kaufe einfach diese Aktie und kann sie wiederverkaufen. Beim Wein ist das einfach anders. Man muss sich tatsächlich mit dem Produkt beschäftigt haben, sonst wird das nichts.“

    Frank Kämmer

    Fine Wine Market – eine goldene Fassade?

    Warum kostet ein Wein Zehntausende Euro und ein anderer nur Zehn? Rarität und Qualität sind sicher Faktoren, und doch trägt sich das Millionengeschäft vor allem durch das Statusbedürfnis der Kundschaft, die bereit ist, für Luxus und Prestige viel Geld auszugeben. Laut Kritikern ist der Fine Wine Market vor allem eins: Ein künstlich geschaffener Markt, der von einer kleinen Elite durch gezielte Marketingstrategien, künstliche Verknappung und übertriebene Bewertungen kontrolliert wird. Trotzdem bleibt der Markt relevant für all jene, die mit teuren Weinen handeln möchten.

    “Die Weingüter spielen natürlich eine große Rolle, weil sie eine bestimmte Marketingstrategie haben. (…) Natürlich müssen die Weine so ausgebaut werden, dass sie lagerfähig sind. (…) Aber im Grunde genommen ist ein großer Teil [vom letztendlichen Preis] würde ich sagen Marketing. (…) Der Preis, den Sie reinstecken von der Arbeit wird ziemlich gleich sein.”

    Prof. Dr. Christian Zörb

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    von Luca Marie Niebaum

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Luca Marie Niebaum

    Luca Marie Niebaum studiert seit 2022 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. In ihrer Freizeit reist sie gerne um die Welt, vergrößert ihre Büchersammlung und ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten, die sie erzählen kann. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben durfte sie schon einige Male im journalistischen Kontext ausleben. „Wein als Wertanlage“ ist ihr Podcast-Debüt und auch das erste Mal, dass sie sich näher mit dem Thema Wein beschäftigt.


    Luca Marie Niebaum. Foto LMN

  • Podcast Wein #11: Reise nach Fernost

    Podcast Wein #11: Reise nach Fernost

    Stuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    von Maurice Schrödel

    China und Stuttgart besitzen wenig Berührungspunkte, doch der Genuss von Wein verbindet die beiden sonst sehr verschiedenen Kulturen. Die moderne Weinkultur in China startete erst wieder vor ein paar Jahrzehnten. Dies hat zur Folge, dass der chinesische Markt weitaus offener für Ideen und Innovationen beim Thema Weinbau ist als die Konkurrenz. Dies bietet Chancen für andere Länder, neue Kooperationen mit China zu realisieren.

    Dass auch Stuttgarter Wein in chinesische Gläser gelangt, ist dem Engagement von Jörg Philipp zu verdanken. Gemeinsam mit seiner Firma „Degustar“ macht er Weingüter auf der ganzen Welt für chinesische Importeure ausfindig. Er selbst ist in Stuttgart aufgewachsen und hat im Reich der Mitte sein zweites Zuhause gefunden. Oft brmauriceschröingt er Stuttgarter Wein nach China und ist erstaunt, wie gut Wein aus einer für viele Chinesen bisher fremden Region ankommt. Jörg Philipp kennt den Weg, um Stuttgarter Wein bei chinesischen Kunden besonders ansprechend zu vermarkten.

    Seine Liebe und Begeisterung speziell für Stuttgarter Wein entwickelte sich erst durch die enge Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Weinbaumuseum.

    ,,Wenn man in verschiedenen Kulturen aufwächst, hat man einfach unterschiedliche Vorstellungen“

    Jörg Philipp über die Hindernisse des Stuttgarter Weinvertriebs in China

    Da langfristige Geschäftsbeziehungen in China eher eine Seltenheit sind, ist es wichtig, die chinesischen Kunden jedes Mal aufs Neue von sich und seinen Produkten zu überzeugen.

    Foto Jörg Philipp

    Die Bedeutung der Weinfarbe und zukünftige Kooperationen

    Während in Stuttgart der Geschmack über die Auswahl des Weins entscheidet, bestimmen kulturelle Bräuche die Weinvorlieben der Chinesen. Rotwein ist hierbei der gefragteste Wein, da die Farbe Rot ein elementarer Bestandteil der chinesischen Kultur ist und Wohlstand sowie Glück symbolisiert. Die chinesische Jugend hingegen setzt auf Geschmack statt auf Tradition. All diese Aspekte spielen für den Stuttgarter Wein eine entscheidende Rolle, um auf dem chinesischen Markt das Interesse zu wecken.

    Umso wichtiger sind Menschen wie Jörg Philipp, die mit ihrem Engagement und ihrer Erfahrung dafür sorgen, dass sich der chinesische Markt für hiesige Weine öffnet. Zurzeit sind künftige Kooperationen zwischen Württemberg und China in Planung.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #11: Reise nach FernostStuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    von Maurice Schrödel

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Maurice Schrödel

    Maurice Schrödel studiert seit dem Wintersemester 2021 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Er arbeitet teilzeit bei der Deutschen Post und treibt regelmäßig Kraftport.


    Foto Maurice Schrödel

  • Schweizers – Stuttgart

    Schweizers – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus kreativer Frischeküche und saisonalen Produkten auf Grundlage der „Nouvelle Cuisine“. Das Ganze in einer Wohlfühlatmosphäre in einer Original-Architektur im Jugendstil von 1902. Entweder innen oder im Gastgarten werden Geschmackserlebnisse mit sinnlichen Genüssen kombiniert. Küchenchef Gero Schweizer hat 2017 das Restaurant mit dem schon angemessenen Namen übernommen und bietet ein klassisches und ein vegetarisches Menü mit bis zu sieben Gängen. Sommelier Ralf Pinzenscham, bekannt aus über 20 Jahren im „Top Air“ findet immer einen passenden Wein, falls mal die Weinbegleitung nicht schon auf den Punkt trifft. Das gesamte Team verwöhnt die Gäste mit einem Essen auf hohem Niveau, anspruchsvollen und fair kalkulierten Weinen und einem herzlichen Service.

    Dank des schönen Wetters begaben wir uns in den kühlen Gastgarten im Hinterhof des denkmalgeschützten Gebäudes. Unsere Menüwahl orientierte sich mehr an der klassischen Karte ergänzt um Teile des vegetarischen Menüs.

    Schon der Gruß aus der Küche überzeugte mit einem kalten Kartoffelsüppchen ergänzt um saftiges Kartoffelbrot im Focaccia-Style mit einer Rote-Bohnen-Creme nach Hummus-Art.

    Leckeres Vorspiel

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Beim Blick auf die Weinkarte reizte das Probieren des Chardonnay Sonnenbichl vom Weingut Hornstein am See dermaßen, dass darüber hinaus nur Teile der ansprechenden Weinbegleitung gekostet wurden. Der Weißwein mit dezenter Würze, salzig mineralischen Noten, straff und reichhaltig und großer Tiefe und Länge war ein toller Begleiter zu den meisten Speisen des Abends.


    Den ersten offiziellen Menügang, gab es in Form eines köstliches Tartars vom Weideochsen mit Bio-Pflücksalat und roter Zwiebel. Serviert mit einem Buttermilchbrotchip, zweierlei Schaum und einem Klecks Vinaigrette war das ein Start mit einem Wow-Effekt.

    Foto Kai Wunner

    Beim ersten Zwischengang kamen die klassische und die vegetarische Variante auf den Tisch. Für das Erstere stand die gebackene Wildgarnele mit Karotte, Fenchel und Malto. Die vegetarische Alternative, ein Erbeer-Gazpacho mit Frischkäse, dehydrierten Erdbeeren und Cous Cous, überzeugte mit seiner Frische an einem lauen Sommerabend.

    Was für ein Risotto!

    Der nächste Zwischengang, ein cremiges Risotto aus Acquerello Reis mit Beurre blanc, gebratenen Pfifferlingen und Aprikosen, passte wiederum perfekt in die warme Jahreszeit. Die leichte Säure der gebratenen Aprikosen verpasste dem Risotto eine herrliche Frische. Hier zu bot es sich an den Bourgogne Côte d’Or Chardonnay 2022 von Michel Bouzereau gegenzutrinken. Das für seine Mersaults bekannte Weingut, zeigt hier mit dem Einstiegswein aus der Gemarkung Mersault schon große Klasse zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Essen und Wein in perfekter Kombination

    Es folgten zwei Gänge mit Fleisch, für die es dann doch der Rotwein aus der Fleischbegleitung ergänzend sein sollte. Ein Etna Rosso 2021 der zeigte, dass sizilianischer Rotwein durchaus elegant sein kann. Der fruchtbetonte, saftige und strukturierte Wein mit seinen seidigen Tanninen war ein erstklassiger Begleiter zum Fleisch, auch wenn der Chardonnay vom Bodensee fraglos dem Fleisch gewachsen war.

    Foto Kai Wunner

    Der Bauch vom Duroc-Schwein mit pochierter Birne, Saubohnen und eingelegter Senfsaat war äußerst köstlich. Die Senfsaat ergänzte den Geschmack der Jus mit seiner säuerlichen Noten, wie auch die Saubohnen und die Birne die Röstaromen des Fleisches ergänzten.
    Das zweite Fleischgericht im Menü war ein Rücken vom Milchkalb, mit einem gebratenen Kartoffeltaler, Bundmöhren und Thymianjus. Ein klassisches, bodenständiges Gericht, dass mit seiner Feinheit brillierte.


    Mit einer feinen Selektion von verschiedenen Rohmilchkäsen wurde der Übergang zum Dessert leicht vollzogen. Das selbstgemachte Früchtebrot und der Feigensenf ergänzten den Zwischengang perfekt.

    Foto Kai Wunner

    Als Dessert folgte eine geschäumte Crème brûlée mit Sauerrahmeis und Rhabarber. Der bekannte Klassiker erfuhr durch die Kombination mit dem Eis eine andere Note, die klar überzeugte. Mit einem letzten Gruß aus der Küche in Form von kleinen Brownies und mit Frischkäse gefüllten Kirschen fand das Menü eine großartigen Abschluss.

    Mit 5 Gängen für 100 €, 6 Gängen für 120 € und 140 € für 7 Gänge stimmt die Preisleistung auf jeden Fall. Das abwechslungsreiche Dinner, das perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, überzeugte uns absolut. Die Weinbegleitung von Ralf Pinsenschaum mit großer Fachkenntnis und Liebe zum Wein serviert war mit 50, 60, 70 € preislich sehr angemessen. Der Besuch im Schweizers ist auf ejden Fall eine Empfehlung. Wir kommen bestimmt wieder.

    Schweizers

    In dem sorgsam restaurierten denkmalgeschützten Haus nimmt man in schöner Jugendstil-Atmosphäre Platz. Freundlich und angenehm, mit charmanten Service. Geboten wird ein klassisch-saisonales Menü in fünf bis sieben Gängen, das es auch vegetarisch gibt. Es wird ambitioniert und sehr geschmackvoll gekocht, mit Fokus auf das Handwerk und frischen Produkten. Die gut sortierte Weinkarte zur Auswahl oder edie glasweise Weinbegleitung ausgewählt von Sommelier Ralf Pinzenscham begeistert, egal ob im Restaurant oder im Sommer auf der ruhigen, schattigen Innenhofterrasse!

    Olgastraße 133 B,

    70180 Stuttgart

    0711-60197540

    info@schweizers-restaurant.de

    Ralf Pinzenscham Gastgeber & Sommelier. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autor:

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Podcast Wein #10: Von Reben zu Reichtum

    Podcast Wein #10: Von Reben zu Reichtum

    Der Weinhandel und sein wirtschaftlicher Erfolg in Stuttgart

    von Sheila Khan

    Die Ansprüche an Weinhändler in Stuttgart sind hoch. In einer Stadt mit exquisiter Weinkultur und anspruchsvoller Gastronomie genügt es nicht, nur gute Weine anzubieten. Auch Weinhändler Martin Voigt versorgt die Stuttgarter Kundschaft mit großartigen Weinen und verdeutlicht, dass sich hinter dem Thekenglanz und dem Probierraumspaß eine ganze Menge mehr verbirgt. Es kommt auf die Erfüllung der individuellen Kundenwünsche an. Am wichtigsten: Die persönliche Beratung und der direkte Kundenkontakt. Die Bedürfnisse seiner Kunden will er ganz genau kennen, dafür probiert er nicht nur selbst, sondern bietet auch seinen Kunden eine Verkostung an.

    Ein Paradies für Weinhändler

    Stuttgarts Lage macht die Stadt zu einem perfekten Ort für den Weinhandel. Die Nähe zu renommierten Weinanbaugebieten wie dem Württembergischen Weinland ermöglicht einen direkten Zugang zu hochwertigen Weinen. Die reiche Weinkultur und die starke Nachfrage in der Region schaffen ideale Bedingungen für Weinhändler. Kurz gesagt: Stuttgarts Lage vereint eine große Weintradition, hohe Nachfrage, touristisches Potenzial und eine wohlhabende Zielgruppe, was die Stadt zu einem Hotspot für den Weinhandel macht.

    „…die Weinberge sind da, der Wein ist da, man probiert es einfach aus.“

    Weinhändler Martin Voigt

    Der Weinhandel ist von zahlreichen Hürden und Schwierigkeiten geprägt, denen ein Weinhändler täglich gegenübersteht. Von der ständigen Herausforderung, die Erwartungen einer anspruchsvollen Kundschaft zu erfüllen, über die Bewältigung von wirtschaftlichen Unsicherheiten wie der Corona-Pandemie und der Inflationsproblematik bis zur Pflege persönlicher Beziehungen zu Lieferanten und Kunden. Der Beruf erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Durchhaltevermögen.

    Insbesondere die Preissteigerungen machen Weinhändlern, wie Martin Voigt zu schaffen, denn nur, „wenn die Leute Geld haben, können sie es hier auch ausgeben“. 

    Was ist nun wirklich wichtig bei einem guten Weinkauf?

    Als Weinspezialist betont Herr Voigt die Wichtigkeit, den persönlichen Geschmack zu berücksichtigen und nach hochwertigen Weinen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis Ausschau zu halten. Eine kompetente Beratung hilft, den passenden Wein für jeden Anlass zu finden. Davon gibt es in Stuttgart zweifellos eine Menge, welche nicht nur Weinkenner sind, sondern Wein als eine Kunstform ansehen, die es zu genießen gilt.  

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #10: Von Reben zu Reichtum – Der Weinhandel und sein wirtschaftlicher Erfolg in Stuttgart.

    Sheila Khan

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Sheila Khan

    Innerhalb der Kommunikationswissenschaft an der Uni Hohenheim bildet sie ihre Leidenschaft für Sprache und Medien aus. Jenseits der Universität liebt sie es, die Welt zu erkunden, Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und sich in die Welt des Lesens und Schreibens zu vertiefen. Ihr Ziel ist es Moderatorin und Synchronsprecherin zu werden. Dafür erforscht sie die vielfältigen Nuancen unserer Stimme. Die Welt des Weins hat sie hier zum ersten Mal genauer untersucht und entdeckte so eine Vielfalt, die sie zuvor noch nicht kannte. 


    Sheila Khan – Foto SK

  • Podcast Wein #9: Weinsorten, Terroir und Geschmack

    Podcast Wein #9: Weinsorten, Terroir und Geschmack

    Was sorgt für Geschmack im Wein?

    von Bjarne Müller

    Wein ist eines der beliebtesten Genussmittel im Deutschland. Doch welche Faktoren den Geschmack unserer Weine beeinflussen, wissen besonders junge Konsument*innen oft nicht mehr. Was für die Herstellung eines Weines wichtig ist, weiß jedoch die Expertin für Weinanbau Christel Currle genau. 2017 wurde sie zur Winzerin des Jahres gekürt. Mit ihr zusammen, geht es in den Weinberg. Geschmacksfaktoren wie Klima, Bodenaufbau und Arbeit der Winzer*innen werden von der Expertin eingeordnet.

    Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In einer Umfrage unter jungen Weintrinker*innen hat sich jedoch ein klares Bild ergeben. Der Wein muss überwiegend süß sein. vDer Geschmack des Weins hängt maßgeblich von 2 Faktoren ab, der Arbeit im Weinberg und der Arbeit im Weinkeller.

    Im Weinberg arbeiten unterirdisch die Nährstoffe des Bodens am geschmacklichen Feinschliff mit. Über die Entblätterung der Reben steuern Winzer*innen das Aroma des Weins von fruchtig bis säuerlich.

    Ein Rießling, der an der Mosel auf Schiefer wächst, schmeckt deutlich anders, als ein Rießling, der auf Löslehm in Baden wächst

    Christel Currle

    Diesen Unterschied prägt das sogenannte Terroir, so nennt man den Überbegriff für die Bodenbeschaffenheit des jeweiligen Anbaugebiets. Düngung, Beikräuter und Begrünung des Weinbergs können den Geschmack verändern. Zuviel Begrünung kann als Wasserkonkurrent in gestressten Trauben enden.

    Klimawandel sorgt für Veränderungen

    Auch das Klima wirkt sich zunehmend auf den Geschmack des Weines aus. Während wir in Deutschland vor einigen Jahrezehnten noch um genügend Sonne bangen mussten, sind es heute heiße Sommer, die den Winzerinnen zu schaffen machen. Um den negativen Auswirkungen des sehr warmen Klimas entgegen zu tretten, wird heutzutage früher im Jahr geerntet und häufig die Kühle der Morgenstunden genutzt. Ein Vorteil den ddie steigenden Temperaturen haben, sind steigende Öchslewerte beim Rotwein. Diese sind bei Weinkennerninnen durchaus erwünscht.

    Wer die Weine der ausgezeichneten Winzerin Christel Currle genießen möchte, sollte unbedingt in Stuttgart-Uhlbach beim Drei-Mädel-Haus, der Besenwirtschaft von Christel Currle vorbeischauen. Besonders in den Sommermonaten ist diese immer einen Ausflug wert.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #9: Weinsorten, Terroir und Geschmack – Was sorgt für Geschmack im Wein?

    von Bjarne Müller

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Bjarne Müller


  • Podcast Wein #8: Revolution im Weinbau

    Podcast Wein #8: Revolution im Weinbau

    Piwi-Wein – Die Rebe der Zukunft erreicht die Weinbranche

    von Melina Miller über denn Podcast von Nathalie Tewoldeberhan

    „PiWi?“ – Dieser Begriff mag zunächst für Stirnrunzeln sorgen, vor allem wenn man ihm zum ersten Mal begegnet. Doch in der Weinbranche steht „PiWi“ für nichts Geringeres als Pilzwiderstandsfähige Weine, die auch als Weine der Zukunft gefeiert werden.

    Dabei handelt es sich um gezüchtete Rebsorten, die resistenter gegen Pilzkrankheiten sind als herkömmliche Weine. Dies ermöglicht, dass eine deutlich geringere Menge an Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden müssen und trägt somit maßgeblich zu einer nachhaltigeren Weinproduktion bei.

    Barbara Singer vom Weingut Singer-Bader betont aber auch, dass die Weinbereitung mit PiWi-Reben aufgrund geringerer Erfahrungswerte eine Herausforderung sein kann. Obwohl PiWi-Reben weniger Pflanzenschutzmittel benötigen und Trockenheit besser vertragen, müssen Winzer neue Methoden in der Weinbereitung entwickeln. Nur reife, gesunde Trauben führen zu einem guten Wein, und das Experimentieren ist dabei essenziell.

    Winzerin und Initatorin Barbara Singer mit Master of Wine Thomas Curtius bei der Veranstaltung „Vorstellung Netzwerk Zukunftsweine“ in der Glockenkelter Stetten – © Weingut Singer-Bader

    Zwischen Tradition und Zukunft

    Geschmacklich erinnern PiWi-Weine an traditionelle Rebsorten, besitzen jedoch einen eigenen, einzigartigen Charakter. Die moderne Züchtungstechnologie, die bisher ohne Gentechnik auskommt, ermöglicht es, die besten Eigenschaften der Reben gezielt weiterzuentwickeln.

    „Tendenziell sind die Rebsorten darauf hin gezüchtet, dass sie gefühlt immer an traditionelle Rebsorten erinnern, aber PiWi ist nie eins zu eins der gleiche Geschmack.“

    Barbara Singer

    PiWi-Weine repräsentieren also eine wichtige Innovation im Weinbau, die sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bietet. Mit ihrer Resistenz gegen Pilzkrankheiten und ihrer Anpassungsfähigkeit an klimatische Veränderungen zeigen PiWi-Rebsorten, dass Nachhaltigkeit und hohe Weinqualität Hand in Hand gehen können. Die Erfolge in Deutschland und die positive Resonanz von Winzern und Verbrauchern deuten darauf hin, dass PiWi-Weine die Weine der Zukunft sein könnten.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #8: Revolution im Weinbau – Piwi-Wein – Die Rebe der Zukunft erreicht die Weinbranche

    von Nathalie Tewoldeberhan

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Melina Miller

    Melina Miller studiert seit 2021 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim und arbeitet nebenbei als Werkstudentin in der Wirtschaftskanzlei Gleiss Lutz. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihren Freunden, ihrer Familie oder einem guten Buch. Sie hat das WSET Level 1 Weinseminar an der Vinophilium Wine Academy absolviert und damit ihren ersten Schritt in die Weinwelt getan. 

    Melina Miller Foto MM

  • Podcast Wein #7: Kulinarik, Wein und Genuss

    Podcast Wein #7: Kulinarik, Wein und Genuss

    Gehört ein Wein zum guten Essen?

    von Sarah Kugele über den Podcast von von Max Ahrens

    Dass Käse oft mit Wein zusammen gegessen wird, ist wohl nicht nur den Franzosen bekannt. Die verschiedenen Geschmacksprofile des Weins und des Käse ergänzen sich perfekt. Da gibt es den cremigen Käse, der zum fruchtigen Weißwein passt. Oder der vollmundige Rotwein, der in Kombination mit einem würzigen Käse einen besonderen Geschmack erzeugt. Man könnte auch von einer richtigen Geschmacksexplosion im Mund sprechen. Doch auch zu anderen Gerichten gibt es immer den passenden Wein.

    Katrin Bramm und Alf Bestek aus Vaihingen an der Enz haben sich auf die Harmonie von Wein und Essen spezialisiert. Mit ihrer Firma „Alf und Katrin“ organisieren die Experten Weinevents auf Weingütern oder auf privaten Anlagen. Sie wissen, welches Gericht zu welchem Wein passt. Dabei gibt es eine einfache Regel: Je leichter die Speise, desto leichter darf auch der Wein sein. Doch so einfach, wie es sich anhört ist es dann doch nicht. Den passenden Wein zu Speisen zu finden, erfordert viel Zeit und Geduld.

    „Je süßer und schärfer eine Speise ist, desto weniger trocken darf der Wein sein.“

    Wolfgang Schuster aus Ludwigsburg

    Beispielhafte Food-Wine-Pairings aus dem Restaurant Ursprung in Zang. Fotos Kai Wunner

    Zu fetthaltigen Speisen können Weine mit einem höheren Alkoholgehalt serviert werden. Denn durch den höheren Alkoholgehalt, könne die Verdauung unterstützt werden, sagen die Weinexperten aus Vaihingen an der Enz. Auch Weinerlebnisführer Wolfgang Schuster aus Ludwigsburg beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Wein und Essen. Für ihn gibt es die Faustregel:“Je süßer und schärfer eine Speise ist, desto weniger trocken darf der Wein sein“. Das gilt vor allem für die asiatische Küche, die sich durch Schärfe und Süße auszeichnet.

    Und wie sieht es aus mit Sekt? Wer einen Sektempfang plant, sollte vor allem auf salziges Essen setzen. Dieses hebt die spritzigen Aromen des Sektes hervor. Welcher Wein oder Sekt am Ende für einen zum Essen passt, muss aber selber ausprobiert werden.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #8: Kulinarik, Wein und Genuss – Gehört ein Wein zum guten Essen?

    von Max Ahrens

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Max Ahrens

    Max studiert Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Wein- und Sekttrinker. Außerdem kocht und backt er gerne, liebt es (spontan) zu reisen, hört und macht gerne Musik und turnt. 

    Sarah Kugele

    Sie studiert seit 2022 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Sie geht gerne zum Wandern oder Skifahren in die Berge und spielt an der Universität Hockey. Außerdem spielt sie Querflöte in einem Orchester und liebt Gerichte der schwäbischen Küche. Bei der Metzinger Weinlese beschäftigte sie sich das erste Mal ausführlicher mit dem Thema Wein.


    Sarah Kugele – Foto SK