Berlin, das erste Wochenende im Juni. Die fine-dining-Szene in der Bundeshauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum hotspot entwickelt – Jahr für Jahr entstehen neue Restaurants in denen nicht nur exzellent gekocht wird, sondern auch die Zukunft der Gastronomie neu gedacht und weiterentwickelt wird.
Wir klingeln an der unscheinbaren Tür, werden freundlich empfangen und an unseren Tisch begleitet. Das Menü beginnt mit einem Gummibär genannten snack, der aus gelber Beete zubereitet wurde. Und endet rund 16 Speisen später mit Kakao 76%, einem zartdünnen Blättchen hausgemachter Schokolade. Dazwischen weder Fisch noch Fleisch, kein Brot und vor allem: nicht die Spur von Langeweile. Was René Frank, Küchenchef und Patron des Restaurants CODA, dessert-dining nennt, ist ein kurzweiliges Abenteuer in der Welt der Aromen, Texturen und Zubereitungstechniken. Was nicht nur großartig schmeckt, sondern auch die Fantasie bemüht, zum Nachdenken anregt, den Verstand herausfordert. Rund die Hälfte der Gänge werden begleitet von Pairing Drinks, eigens auf den Gang abgestimmten, kleinen Getränken, die immer aus drei Komponenten zusammengefügt werden. Ein Gesamtkunstwerk, wohldurchdacht bis hin zur playlist (weval!), sorgsam choreografiert und exakt ausgeführt. Umwerfend!
Auch am Nobelhart&Schmutzig lässt es sich ohne weiteres vorbeigehen. Ein Aufkleber auf dem Fenster eines Schaufensters, daneben eine Klingel. Mehr nicht. Die Begrüßung einladend und freundlich, der Wirtsraum in eine fiebrige Atmosphäre gehüllt, dämmrig und spannungsgeladen. Unsere Plätze sind an der langen Bar, kaum das wir gesetzt sind, erhalten wir erste Informationen von Alexander Jordt, dem Sommelier. Er ist präsent, sachkundig wie humorvoll und dabei angenehm unaufdringlich. Und gibt einen besonderen Takt vor: Im Laufe des Abends werden wir nicht nur 11 spannende Gänge serviert bekommen, sondern auch einen Teil des Teams des Restaurants kennen lernen, ruhige, wohltuende Menschen, die stolz auf Ihre Arbeit sind. Die Speisen sind ausgezeichnet, ob Weißer Spargel/Robinie, Radieschen /Liebstöckel oder Perlhuhn/ Salbei, man isst unkompliziert und gut. Und wird Teil einer großartigen Aufführung, in der sich alles um Essen und Trinken dreht. Was für ein wunderbarer Abend. Hingehen!
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart
Die Vinum WEINTOUR kommt nach Stuttgart – exklusives Angebot für Fachpublikum
von Kai Wunner
Das Weinmagazin Vinum ist nicht nur Lesenswert, sondern bietet auch attraktive Veranstaltungen an. Am Montag den 12.06.23 gastiert die die Vinum WEINTOUR in Stuttgart. Die VINUM Weintour vermittelt exklusives Wissen und Inspiration aus erster Hand. Erfahren Sie persönlich von den Winzer:innen der jeweiligen Partnerregionen interessante Aspekte zum Thema.VINUM-Autorin Claudia Stern führt Sie mit aktuellen und spannenden Informationen sowie viel Liebe zum Detail durch das Programm und erklären Ihnen die jeweiligen Weine vor Ort.
Exklusive Masterclass Seminare
Montag, 12. Juni 2023 Stuttgart
ab 12.30 Uhr | Apéro
13.00 – 14.00 Uhr | Masterclass 2 Lugana DOC – Lugana ist eine Lebenseinstellung mit Food-Pairing Grana Padano
14.30 – 15.30 Uhr | Masterclass 3 Vini Mantovani – Vielfalt und intensive Aromatik mit Food-Pairing Grana Padano
16.00 – 17.00 Uhr | Masterclass 4 Oltrepò Pavese – Authentizität eines Terroirs mit Food-Pairing Grana Padano 17.30 – 18.30 Uhr | Masterclass 5Garda DOC – Mediterrane Weinlandschaft der Extraklasse mit Food-Pairing Grana Padano
19.00 – 20.00 Uhr | Masterclass 6 Champagne Laurent-Perrier – Innovation ist ein Leitmotiv für die Philosophie des Familienunternehmens
Alle Informationen zu den Seminaren und Partnern finden Sie online. Anmeldung & Infos Diese Veranstaltung richtet sich ausschliesslich an berufsaktives Fachpublikum. Die Teilnehmerzahlen pro Seminar sind beschränkt.
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Leser von WineSTR und Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
BERGFEST im Weingut Albrecht Schwegler 2023 vom 27.-29.07. und vom 03.-06.08.2023 auf der Wiese am Schuppen zwischen Korb und Beinstein
von Aaron Schwegler
Vom 27.-29. Juli sowie 3.-6. August heißt es wieder: Entspannt Wein genießen, selber grillen und den Tag mit Freunden bei herrlicher Aussicht und Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Ab 17 Uhr sind wir wie in den letzten Jahren auf der Wiese am Schuppen zwischen Korb und Beinstein. Den genauen Standort des Veranstaltungsgeländes findet ihr hier:
Verteilt auf der gesamten Festwiese, in die wir am Rand wieder eine tolle Blühmischung eingesät haben, haben wir für euch große Grillstellen vorbereitet. Auf diesen könnt ihr euer Grillgut selber zubereiten. Alles was ihr dazu braucht erhaltet ihr direkt vor Ort, ihr müsst also nichts mitbringen. Grillgut und Beilagen, auch ausreichend vegetarisches, liefert uns in diesem Jahr die Metzgerei Häfele aus Winnenden. Unsere ausgezeichneten Weine gibt es in diesem Jahr an unserer neuen Weinbar. Eine Tischreservierung zum Essen wird dringend empfohlen. Für die Kinder steht wie immer unser großer Sandkasten mit ausreichend Spielsachen bereit.
Wir freuen uns natürlich auch über alle spontanen Gäste, die „auf ein Glas Wein“ vorbei kommen möchten.
Das Fest findet im Freien statt, sollte es regnen, steht aber ein großes Zelt zum Ausweichen bereit.
Ein neues Bergfest bedeutet auch ein neues Konzept. Gleichzeitig soll unser Bergfest auch euer Bergfest sein. Daher haben wir beschlossen, euch wieder das Selber-Grillen möglich zu machen. Zudem wird es zwei Special-Tage geben:
Das Bergefestgelände zwischen Korb und Beinstein. Foto Weingut Albrecht Schwegler
27.7. Special-Donnerstag: Freunde von der Alb zu Gast im Remstal
Das Top-Küchenteam von Widmann´s Alb.leben verwöhnt euch zum Auftakt des Bergfest 2023 mit regionalen Spezialitäten von der schwäbischen Alb. Anna und Andreas Widmann haben in den vergangenen Jahren die Benchmark für regionale Spitzengastronomie auf der schwäbischen Alb gesetzt. Wir freuen uns auf einen Abend mit euch und Gleichgesinnten.
6.8. STELP e.V. zu Gast auf dem Bergfest
Am Sonntag den 6.8. ab 12 Uhr übernimmt die Stelp-Crew das Bergfest-Gelände. Stelp e.V.( STuttgart hELPs) ist eine zivile Stuttgarter Hilfsorganisation, die dort hilft, wo die Not am größten ist. Nachdem wir im letzten Jahr bereits einen Wein für Stelp sowie deren gemeinnützigen Projekte abfüllen durften, sind wir seitdem in regem Kontakt mit dem Team von Stelp. Diesen Tag könnt ihr nach allen Regeln der Bergfest-Kunst genießen, wobei der gesamte Erlös zugunsten von Stelp e.V. geht.
Bei Fragen zum Bergfest und zu unseren Weinen erreicht ihr uns jederzeit gerne per Email oder per Telefon zu den Geschäftszeiten.
Sichert euch jetzt schon einen der heißgeliebten Tische, wir freuen uns auf euch!
Vor den Toren Stuttgarts wehrt sich ein kleines, rebellisches Dorf gegen den Niedergang des Terrassen-Weinbaus. Anstatt zu roden, wird in Rohracker verwahrlosten Brombeerhecken zu Leibe gerückt und alte Weinberge neu aufleben gelassen. Es geht um die Erhaltung der Kulturlandschaft und darum, dass große Weine auch vom linken Neckarufer kommen können. Da in den Weinbergen mit Maschinen nicht viel auszurichten ist, wird der Weinbau noch wie vor 100 Jahren betrieben. In den Mauerterrassen wird seit Jahren auch auf neue, resistente Rebsorten gesetzt, welche eine wirtschaftlichere und ökologischere Anbauweise zulassen.Winzer Sebastian Schiller betreibt das Weingut mit der Hilfe seiner Familie und vielen freiwilligen Helfern.Die ersten Weinberge in Stuttgart-Rohracker befinden sich bereits seit Generationen im Familienbesitz.
Weinmachen zum Mitmachen
Die Vintage Winery Stuttgart ist seit 2013 Deutschlands erstes Crowdfunding-Weingut. Hier ist es möglich beim Weinmachen mitzumachen und die Jahreszeiten im Weinberg mitzuerleben. Wein entsteht im Weinberg – am besten gemeinsam! Neben Familie & Freunden ist jeder, der tatkräftig mit in den Weinbergen anpackt, Teil der Crowd und somit auch Teil der Gemeinschaft der Vintage Winery Stuttgart. Zum Mitmachen gibt es verscheidene Möglichkeiten: sei es über die Crowd-Production, Pate eines eigenen Rebstocks, Bestellen & Verkosten der Weine oder über Spenden.
Steilllagen im Dürrbachtal. Foto Sebastian Schiller
Wer sich nicht (nur) die Hände schmutzig machen will, kann das Projekt auch mit einer Rebstock-Patenschaft unterstützen. Die Rebstock-Patenschaft beinhaltet eine Urkunde für zu Hause, ein Namensschild am Rebstock und jährlich eine Flasche Lemberger/Cabernet oder ein entsprechendes Weißwein-Paket. Gemeinsame Treffen der Paten mit dem Winzer mehrmals im Jahr und das gemeinsam Kümmern um die Rebstöcke sind das zentrale Element der Patenschaft. Auch Firmen können durch eine Business-Patenschaft zum Erhalt unserer Kulturlandschaft beitragen.
Manchmal muss man sich von bestehenden Konventionen lösen, um wirklich neue Wege zu gehen.Die Besinnung auf bestehende Werte und Traditionen sollte hierbei Rückhalt gebende Basis seinund nicht hinderlicher Bremssand im Getriebe.
Sebastian Schiller
Der Patenschafts-Weinberg liegt direkt am Weinwanderweg durch das wunderschöne Rohracker Tal. Er befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und wird nachhaltig bewirtschaftet, um die Jahrhunderte alte Weinbergslandschaft und die Artenvielfalt zu erhalten. Der Patenschafts-Weinberg wird mit Zwergschafen beweidet.
Zwergschafe beweiden den Patenschafts-Weinberg, Foto Sebastian Schiller
Die Rebstock-Patenschaft ist ein aktiver Beitrag, die aufwendig zu bewirtschaftenden Weinbergflächen zu erhalten.
Gemeinsam lernen und dabei sein, wie der Weinberg wächst und gedeiht.
Die Weinberge und Weine
Die Weinberge in Stuttgart-Rohracker werden allesamt im Einklang mit der Natur bewirtschaftet. Das heißt: keine Herbizide und keine Insektizide. Es wird lediglich Kompost oder organische Bio-Dünger verwendet. Durch Einsaat von Wildkräutern und Leguminosen zwischen den Reben wird der Artenreichtum gefördert und die Trockenmauern bieten vielen seltenen Tierarten Schutz. In den Mauerterrassen wird seit Jahren auch auf neue, resistente Rebsorten gesetzt, welche eine wirtschaftlichere und ökologischere Anbauweise zulassen.
Die Premium-Weißweine aus dem Dürrbachtal. Foto Sebastian Schiller
Alle Trauben werden ausnahmslos von Hand gelesen. Das Handwerk im Keller wird sorgfältig und mit viel Schonung ausgeübt. Es wird nur mit weinbergseigenen Hefen gearbeitet und es wird außer einem Minimum an Schwefel nichts zugesetzt. Spontangärung und langes Hefelager sind beim Weißwein ebenso Routine wie traditionelle Maischegärung mit anschließendem Ausbau im kleinen Eichenfass und unfiltrierter Füllung beim Rotwein. Die Aushängeschilder sind ein Cool-Climate Sauvignon Blanc, die weiße Cuvée Barely White aus Muscaris, Cabernet Blanc und Sauvignac, alles Piwi-Sorten, sowie die Cuvée aus Lemberger und Cabernet. Eine Besonderheit sind zwei dem Portwein nachempfundene Likörweine in Weiß und Rot, im „Portfolio“ Vintage Winery Stuttgart. Die weiße Version entstammt einem Joint Venture mit Steffi vom Weingut Artur Steinmann im fränkischen Sommerhausen.
Der Weinberg als Event-Location
Egal, ob privat oder mit dem Unternehmen: In den Weinbergen lässt sich vieles erleben. Die Palette der Vintage Winery Stuttgart reicht von Teambuilding-Events, Work-Out-Off-Office bis hin zu Weinwanderungen und entspannten Weinproben bei Kerzenschein. Das Hidden Vineyard Festival im Sommer und das Wangener Bergglühen im Winter sind die wichtigsten Feste. Zudem ist das Weingut auf vielen Stadtfesten und Events im Raum Stuttgart präsent.
VINTAGE WINERY STUTTGART
Geschäftsführer Sebastian Schiller
Seine Stationen sind u.a. eine klassische Winzer-Ausbildung, Praktika in verschiedenen Weingütern, Studium der internationalen Weinwirtschaft, Gastronomie-Beratung/ Weinvertrieb im Raum Köln und zuletzt wieder in heimischen Gefilden.
Sein Fokus liegt auf dem Außenbetrieb, Vertrieb, Marketing (Social Media) sowie der Umsetzung innovativer Anbau-/Vertriebskonzepte.
DIE MISSION
Vor den Toren Stuttgarts wehrt sich ein kleines, rebellisches Dorf gegen den Niedergang des Terrassen-Weinbaus. Neben traditionellen Reben setzen wir auf neue, resistente Rebsorten, welche eine wirtschaftlichere und ökologischere Anbauweise zulassen. In den steilen Mauerterrassen wird noch Weinbau wie vor 100 Jahren betrieben und unseren Patenschafts-Weinberg beweiden wir mit Zwergschafen.
VOM NETZ IN DIE NATUR
Als Deutschlands erstes Crowdfunding-Weingut wurde das Projekt mit der Unterstützung von begeisterten Weinfreunden aus ganz Deutschland gegründet. Crowdfunder, Rebstockpaten und Weininteressierte packen mit an, wenn Mensch mangels Maschine gefragt ist. Mit der Firma oder privat – kommt vorbei und werdet ein Teil von Vintage Winery Stuttgart – denn nur so können wir
in Rohracker ein Stück Kulturlandschaft für die nächste Generation erhalten.
Mein Angebot für die Mitglieder: Als Bonus für die Mitglieder gibt es 5% Rabatt im Onlineshop für Erstbestellungen. Bei der Bestellung den Rabatt-Code winestr2023 eingeben.
Wir freuen uns auf Euch bei unseren Veranstaltungen oder als Pate für unseren Patenschafts-Weinberg.
VINTAGE WINERY STUTTGART
Geschäftsführer Sebastian Schiller
Seine Stationen sind u.a. eine klassische Winzer-Ausbildung, Praktika in verschiedenen Weingütern, Studium der internationalen Weinwirtschaft, Gastronomie-Beratung/ Weinvertrieb im Raum Köln und zuletzt wieder in heimischen Gefilden.
Sein Fokus liegt auf dem Außenbetrieb, Vertrieb, Marketing (Social Media) sowie der Umsetzung innovativer Anbau-/Vertriebskonzepte.
DIE MISSION
Vor den Toren Stuttgarts wehrt sich ein kleines, rebellisches Dorf gegen den Niedergang des Terrassen-Weinbaus. Neben traditionellen Reben setzen wir auf neue, resistente Rebsorten, welche eine wirtschaftlichere und ökologischere Anbauweise zulassen. In den steilen Mauerterrassen wird noch Weinbau wie vor 100 Jahren betrieben und unseren Patenschafts-Weinberg beweiden wir mit Zwergschafen.
VOM NETZ IN DIE NATUR
Als Deutschlands erstes Crowdfunding-Weingut wurde das Projekt mit der Unterstützung von begeisterten Weinfreunden aus ganz Deutschland gegründet. Crowdfunder, Rebstockpaten und Weininteressierte packen mit an, wenn Mensch mangels Maschine gefragt ist. Mit der Firma oder privat – kommt vorbei und werdet ein Teil von Vintage Winery Stuttgart – denn nur so können wir
in Rohracker ein Stück Kulturlandschaft für die nächste Generation erhalten.
Der Winzer mit Paten im Patenschafts-Weinberg. Foto Sebastian Schiller
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
Rund um den Stettener Pulvermächer – Weinwandern im Rieslingparadies am 13.05.23
von Jochen Beurer
Wein- und Wanderfreunde aufgepasst! Das Weingut Beurer Stetten im Remstal lädt recht herzlich zu einer frühlingshaften Genießer Tour am Samstag, 13. Mai 2023 im schönen Remstal rund um die Y-Burg in Kernen-Stetten ein.
Lauft mit dem zertifizierten Weinerlebnisführer Martin Hahn durch die Weinberge, erfahrt Wissenswertes über den biologischen Weinbau, genießt die herrliche Aussicht und probiert eine schöne Auswahl an Stettener BIO Weinen vom Weingut Beurer. Natürlich ist auch für ein deftiges Vesper gesorgt.
Man trifft sich um 14:00 Uhr an der Glockenkelter in Kernen-Stetten (Hindenburgstraße 43, 71394 Kernen im Remstal). Die Route ist ca. 3 km lang, Dauer insgesamt 4 h (inkl. einigen Stopps und Pausen).
Kosten pro Person 40,00 EUR
(inkl. 1 Glas Sekt, 4 Weine zum Probieren, Winzervesper am Wengerter Häusle im berühmten Pulvermächer- Weinberg)
Die Mindestteilnehmerzahl sind 10 Personen
Unsere Wanderung findet in jedem Fall statt, es sei denn, es schüttet wie aus Eimern.
Anmeldung per E-Mail ma_hahn@web.de oder per Tel. 0711 – 48 99 414.
Weiterhin möchten wir hiermit auch auf den kulinarischen Weinwanderweg in Stetten hinweisen, der vom 27.05. bis 29.05.2023 stattfindet.
Zwei beschwingte und erfolgreiche VDP.Weinbörse-Tage
von Kai Wunner
Nach zwei fulminanten VDP.Weinbörse-Tagen blickt der VDP auf schöne gemeinsame Zeit mit den Kunden in Mainz zurück. Der Jahrgang 2022 konnte sich der Fachwelt in den vergangenen Tagen mit seiner ganzen Strahlkraft präsentieren. Insgesamt waren 189 Weingüter und damit knapp 95% der VDP.Mitglieder vor Ort. Mit rund 2.000 Besucherinnen und Besuchern am Sonntag und 1.500 am Montag war der Zulauf und damit der Zuspruch der größten Fachveranstaltung für deutschen Wein noch größer als im vergangenen Jahr.
Internationale Gäste kamen von der ganzen Welt – aus 30 verschiedenen Ländern – nach Mainz, um dort die Weine der VDP.Winzerinnen und Winzer verkosten zu können, so z.B. aus Australien, Brasilien, Thailand, aber auch dem europäischen Ausland, wie z.B. Skandinavien, BeNeLux, Slowakei und Tschechien an.
Die VDP.Weinbörse zeigt sich damit als einer der wichtigsten Termine für nationale und internationale Multiplikatoren und Multiplikatorinnen der Weinwelt.
„Ich erinnere mich kaum an eine VDP.Weinbörse, bei der der Andrang so groß war. Sehr viele, sehr fachkundige und vorallem internationale Gäste waren anzutreffen. Besonders spannend war auch der hohe Anteil an jüngeren Besucherinnen und Besuchern, die von der Spitzengastronomie bis hin zu Szenerestaurants kommend, den Jahrgang 2022 verkosten wollten. Es ist also zu erkennen, dass die Wertschätzung für hochwertigen, authentischen Wein aus den deutschen Anbaugebieten steigt.“
VDP.Präsident Steffen Christmann
Schon jetzt freut sich der VDP auf die nächste VDP.Weinbörse, die vom 27. bis 29. April 2024 in Mainz stattfindet. 50 Jahre VDP.Weinbörse – ein wahres Jubiläum, das man sich nicht entgehen lassen dürfen, also am besten schon jetzt das Datum im Kalender vormerken.
Stimmen zur VDP.Weinbörse
FAMILIENTREFFEN DER DEUTSCHEN WEINSZENE
Die VDP.Weinbörse ist immer eine Highlight-Veranstaltung – fast schon ein Familientreffen der deutschen und internationalen Weinszene. Die einzigartige, konzentrierte Verkostungssituation in Mainz ermöglicht einen intensiven Austausch mit den Gästen aus aller Welt.
Moritz Haidle
BESUCHERINNEN UND BESUCHER MIT ENORMEM INTERESSE
Teilweise war zu zweit so viel zu tun, dass man gar nicht zum Essen kam – die Tage in Mainz haben viel Spaß gemacht mit extrem vielen und vor allem sehr spannenden Gästen.
Rainer Schnaitmann
ÜBER DEN VDP
Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vereint knapp 200 Winzerinnen und Winzer, die individueller nicht sein könnten und dennoch einen gemeinsamen Anspruch haben: Die Erzeugung authentischer Spitzenweine. Seit 1910 setzt sich die Gemeinschaft der besten deutschen Weingüter für ein einzigartiges Qualitätsversprechen ein – den VDP.Adler auf dem Flaschenhals jeder einzelnen Weinflasche. Er ist das Merkmal für Weine mit Herkunft.
Event auf der Anlage der GolfKultur Stuttgart in Hedelfingen – vorab ist Schnuppergolfen möglich
von WineSTR-Team „Advertorial“
Sei zur Reise nach Neuseeland & Australien mit dabei!
Begebe Dich mit PAZIFIKTROPFEN auf eine unvergessliche Reise nach Australien &Neuseeland! Verkoste 5 verschiedene Weine aus unterschiedlichen Regionen der Welt. Dabei geht alles um hervorragende Weine aus der Pazifikregion, die Anbauregionen und Boutique Winzer.
Los geht es um 19:00 Uhr. Der optionale Golf-Schnupperkurs beginnt direkt davor um 17:30 Uhr.
🍇 Was? Beim Tasting geht dann alles um hervorragende Weine aus Australien & Neuseeland, die Anbauregionen und die Boutique Winzer. Als begeisterte Weinliebhaber haben Alex, Benjamin & Jürgen von PAZIFIKTROPFEN nur für diesen Abend eine toll abgestimmte Wein-Komposition zusammengestellt. Damit wird dieser Themenabend zu einer heiteren und unvergesslichen Reise.
Buchbar ist das Event mit und ohne Schnuppergolfen direkt bei Pazifiktropfen!
Fotos PAZIFIKTROPFEN
Das macht die Wein Tastings von PAZIFIKTROPFEN besonders
🙋♀️ Interaktiv! Bei den Tastings kannst du mitreden, Fragen stellen oder dich einfach nur zurücklehnen und genießen.
⌛️ Quiz Time! Bei jedem Tasting gibt es ein Wein-Quiz bei dem du live mitraten kannst. Auf den Gewinner des Abends wartet eine kleine Überraschung.
🥳 Abwechslungsreich! Die Tastings sind eine Mischung aus allgemeinen Infos über die Rebsorten, Weine, Videos, Bildern, Interviews & spannenden Inhalten von den Winzern.
✔️ Für jeden was bei! Egal ob Einsteiger oder Wein-Profi. Bei diesem Wein Tasting kommt keiner zu kurz. Es geht nur darum gemeinsam Spaß zu haben und zu genießen.
📃 Vorort in der GolfKultur Am meinsten Spaß macht es gemeinsam zu genießen. Man trifft sich Vorort und sorgt für gemeinsame Unterhaltung!
Informationen zur GolfKultur:
Die idyllisch am Rande des Waldes zwischen Hedelfingen und dem Ruiter Krankenhaus gelegene Golf-Übungsanlage verfügt über 20 Abschlagplätze, neun davon sind überdacht und bei Bedarf beheizbar. Ergänzend stehen ein Chipping-Green mit Übungsbunker sowie ein 200 Quadratmeter großes Putting-Green für ausgiebiges Training des kurzen Spiels zur Verfügung. Und auf dem reizvollen 18 Bahnen-Kunstrasen-Spielgolf-Kurs „Little Augusta” kann man sowohl effektiv üben als auch viel Spaß haben. Und auch am Abend sieht man gut, wie die Bälle fliegen und rollen, denn die gesamte Anlage lässt sich abends mit Flutlicht beleuchten.
Anfahrt:
Die Golfanlage auf dem Steinprügel erreicht man mit dem Auto vom Hedelfinger Platz über die Amstetter und Ruiter Straße. Parkplätze vorhanden.
Spaziergänger gehen vom Ruiter Krankenhaus durch den Steinprügelwald zur nur einen Kilometer Luftlinie entfernten Golfanlage.
Buchbar ist das Event mit und ohne Schnuppergolfen direkt bei Pazifiktropfen!
Über Pazifiktropfen
Bei Pazifiktropfen haben wir uns exklusiv auf kleinere, familiengeführte Weingüter spezialisiert, die durch ihre Individualität und ihre Qualität überzeugen. Die meisten Weine konnte ich gemeinsam mit den Winzern vor Ort genießen. Die Verbundenheit der Locals vor Ort zu ihrem Land und der Natur ist einfach einmalig. Nachhaltige Weinproduktion ist dabei ein sehr wichtiges Anliegen. Das zeigt auch das Beispiel von Terrace Edge – als Sieger der „New Zealand Organic Wine Awards“ in den Jahren 2018 und 2021 als „NZ Organic Vineyard of the Year“ ausgezeichnet! Viele der Weine unseres Portfolios sind zudem von international anerkannten Weinkennern mit bis zu 96 Punkten bewertet. Den Coronalockdown 2020 haben wir dazu genutzt, unsere Marktpräsenz in Deutschland aufzubauen, um die guten Pazifiktropfen auch in Deutschland im besten Licht glänzen zu lassen. Mit monatlichen Online Tasting Events, tollen Bildern und guten Beschreibungen der Weine und hoffentlich auch bald Vor-Ort-Events, bringen wir den Spirit der pazifischen Weine nach Deutschland.
Pazifiktropfen GmbH Wacholderweg 12, 71111 Waldenbuch, Deutschland
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang oder die Veranstaltung findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitgliedern und Lesern. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
Ein Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2022 – was beschäftigt die Winzerinnen und Winzer des VDP?
von Kai Wunner
Jedes Jahr spielt anders. Die Natur gibt Jahr für Jahr den Winzerinnen und Winzern des VDP den Ton an. Doch externe Einflüsse außerhalb der Witterung beeinflussen ein Weinjahr nicht minder. Sei es das Konsumverhalten, die Verfügbarkeit von Materialien oder auch politische Belange und Zukunftsfragen. Feststeht, auch auf die Weinwelt hat das Auswirkungen – nicht zuletzt, weil weniger und seltener, dafür wertiger und ausgewählter getrunken wird.
Das Wein-Wirtschaftsjahr 2022 steht für ein Jahr mit zwei Seiten: viele positive Entwicklungen einerseits, aber auch Herausforderungen andererseits. Nach dem Pandemie-Schock mit geschlossener Gastronomie sowie eingebrochenem Exportgeschäft haben sich die Vertriebswege im Jahr 2022 deutlich normalisiert und weitestgehend erholt. Man beurteilt die Zeit im Rückblick als „gut überstanden“. Die Winzerinnen und Winzer des VDP berichten von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach „regionalen“ Weinen aus Deutschland, besonders Sekte partizipieren von dem Trend; ebenso der Fine-Wein-Bereich – trockene und fruchtsüße Weine der Klassifikationsstufe VDP.GROSSE LAGE® sind rar und gesucht. Doch gibt es auch anhaltende Folgen aus Pandemiezeiten sowie dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine: Lieferschwierigkeiten, wie beispielsweise für Glasflaschen, aber auch die enormen Kostensteigerungen in allen Bereichen der Weinproduktion, vom Kompost bis zur Spedition, oder auch Lohnkosten, machen den Weingütern zu schaffen. Ob des angespannten Marktumfeldes, können diese deutlichen Mehrkosten nicht über analog erhöhte Preise weitergegeben werden. Jedoch wird eine Preisanpassung wie für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse mittelfristig von Nöten sein, um die Betriebe nachhaltig und leistungsstark in die Zukunft führen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Spitzenqualitäten viel Handarbeit erfordern und so etliche Mechanisierungsoptionen nicht möglich sind.
Der Jahrgang – so spielte das Wetter im Jahr 2022
Das Jahr 2022 war geprägt von einem Sommer mit vielen Sonnenstunden, aber zum Teil auch herausfordernden Witterungsumständen. Bereits jetzt zeigen die Weine des Jahres 2022 eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit und Frucht, optimale Säurewerte und ausgeprägte Aromatik. Aufgrund des warmen Frühjahrs schritt die Rebenentwicklung in den Frühlingsmonaten sehr schnell voran. Warme Tage bereits im Mai führten dazu, dass das Wachstum der Laubwände und die Rebblüte rapide voranschritten. Schnelles Arbeiten trotz Arbeitskräftemangel wurde zur Voraussetzung, um mit der wachsenden Natur Schritt halten zu können.Die andauernde Trockenheit in den Sommermonaten und der späte Regen im Herbst machten die Lese oft zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Das richtige Timing im Weinberg ist ausschlaggebend, um die optimale Reife ohne Einbußen in der Qualität abpassen zu können. Dank der gewissenhaften Handarbeit und präzisen Selektion der erfahrenen Winzerinnen und Winzer konnte gesundes und reifes Traubenmaterial geerntet und verarbeitet werden. Nach den hinsichtlich der Menge eher schwächeren Jahrgängen der letzten vier Jahre, stand mit durchschnittlich 62 hl/ha im Jahr 2022 nach längerer Zeit erstmals wieder ein wenig mehr Weinmenge für die Vermarktung zur Verfügung – wenn auch dieses vermeintlich stärkere Ertragsniveau bei einem deutschlandweiten Durchschnitt von 90 hl/ha (Jahr 2022, Quelle DWV) aufgrund der qualitätsfördernden Ertragsregulierung noch immer deutlich geringer ist.
Bericht zur Lage
Die Wirtschaftsdaten der VDP.Weingüter werden immer im Frühjahr abgefragt und daraus Durchschnittswerte bzw. Hochrechnungen gebildet. Neben den Fragen nach Umsatz und Geschäftsentwicklung wurden dabei sowohl die Preistendenz der verschiedenen Stufen der VDP.Klassifikation, die Entwicklung des Exports, aber auch der unterschiedlichen Verkaufskanäle vom Fachhandel bis zum Direktverkauf erhoben.
Inland
73% der VDP.Weine wurden 2022 im Inland verkauft. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (79%) einem Rückgang des Inlandsanteils um 6% und damit einer deutlichen Steigerung oder besser Erholung des Exportanteils von 21% auf 27%. Zusätzlich konnten 40% der VDP.Weingüter im Inland mehr Wein absetzen. Dank ihrer Positionierung im Premiumbereich waren so die VDP.Weingüter weniger von der allgemein beschriebenen schwierigen Marktsituation und den damit verbundenen Konsumeinsparungen betroffen.
Der Ab-Hofverkauf ist für die Weingüter im VDP weiterhin sehr wichtig, wenn auch der Absatzanteil über diesen Weg je nach Betriebsausrichtung sehr unterschiedlich ausfällt – von 3 bis 80% Absatz ab Hof ist alles zu finden und liegt im Durchschnitt bei 30%. Fast die Hälfte der Weingüter konnten ihren Umsatz ab im Hof im vergangenen Jahr nochmals steigern (47%).
Gastronomie und Fachhandel spielen für die Winzerinnen und Winzer des VDP schon immer eine wichtige Rolle, da sie wertvolle Multiplikatoren sind und mit ihrer Fachkompetenz Service und Beratung für die komplexen Weine ermöglichen. Hier sind stabile Absatzzahlen von 26% zu verzeichnen. Nicht gemessen werden kann der indirekte Absatz über den Fachhandel an die Gastronomie, so dass deren tatsächliche Bedeutung für die VDP.Weingüter noch höher einzustufen ist. Für den Verkauf hochpreisiger Weine ist die Vermittlung von Terroir und Werten, aber auch das Storytelling im direkten Kundenkontakt äußerst wichtig.
Jeder dritte Betrieb im VDP geht von steigenden Absätzen über den Fachhandel aus, auch wenn die Lage durch die Kostensteigerungen und die Vergleichbarkeit der Preise die Situation für den Fachhandel nicht immer einfach macht. Umso dankbarer ist die langfristige, partnerschaftliche Beziehung zwischen den Weingütern und dem Fachhandel, der sich bei den Winzerinnen und Winzern des VDP auf weitgehende Preisdisziplin einerseits sowie eine konstante Nachfrage der Weinliebhaber verlassen kann. Im Gegenzug wird erwartet, dass Preisempfehlungen auch verlässlich von allen Marktteilnehmern eingehalten werden.
VDP Franken. Foto Peter Bender
Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat durch die Normalisierung des Außer-Haus Konsums im letzten Jahr Umsatzeinbußen bei Wein hinnehmen müssen. Dennoch ist es jedem vierten Betrieb gelungen, seinen Umsatz im LEH zu steigern. Insgesamt ist der Absatz der im LEH agierenden VDP.Weingüter um 1% auf 9% gesunken. Der Absatz über den Discount bleibt bei unter 1% weiterhin verschwindend gering.
4 von 5 Weingüter im VDP haben einen eigenen Webshop, über welchen sie 12% ihrer Weine absetzen. Viele Betriebe möchten in Zukunft den Absatz über ihren eigenen Onlineshop, über intensive Kundenansprache, Podcasts, Onlineverkostungen etc. fördern. 64% der VDP.Weingüter arbeiten mit externen Onlinehändlern zusammen und vermarkten über diese im Schnitt pro Weingut etwa ein Zehntel ihres Gesamtabsatzes. Die zukünftige Rolle des Onlinehandels wird von den Weingütern sehr unterschiedlich eingeschätzt. Während jederm fünfte Betrieb von weiterem dynamischen Wachstum ausgeht, beobachtet die Mehrzahl nach der Pandemie eine Stagnation bis zu einem leichten Rückgang des Onlinehandels auf insgesamt höherem Niveau als vor Corona. Onlinehändler, die mit kreativem Storytelling und gutem Know How aktiv sind, werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
Ausland / Export
Der Export hat im letzten Jahr deutlich an Absatzdynamik gewonnen. Mit 27% kehrt der Anteil der Weine, die sich großer Beliebtheit im Ausland erfreuen, zurück auf Vor-Pandemie-Zeiten und auf die exakten Zahlen des Jahres 2019. Jeder vierte VDP.Wein wird exportiert.
Ob der zunehmenden Bekanntheit und Profilierung der deutschen Spitzenweine im Ausland sowie der wirtschaftlichen Erholung vieler Auslandsmärkte nach Corona, ist für die kommenden Jahre von einer stärkeren Dynamik der Nachfrage nach Premiumweinen im Ausland auszugehen. Neben den sehr wichtigen trockenen Weinen erfreuen sich im Export auch die fruchtsüßen Prädikatsweine großer Beliebtheit. Der Anteil der klassischen Prädikatsweine von Kabinett bis Trockenbeerenauslese liegt im gesamtdeutschen Weinmarkt bei 5-6%. Innerhalb des VDP verzeichnen die frucht- und edelsüßen Prädikatsweine jedoch einen durchschnittlichen Anteil von etwa 10%. Dieser Wert ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Prädikatsweine besonders an der Mosel (40%) sowie im Rheingau (15%) traditionell hoch ist, nachdem in diesen klimatisch prädestinierten Regionen einzigartige fruchtsüße Spitzenweine möglich sind.
“Wir sind dankbar, dass auch in schwierigen Zeiten unsere handwerkliche Arbeit wertgeschätzt und unsere Terroir-geprägten Weine eine hohe Nachfrage erfahren. Die Einschränkungen, aber auch die klare Profilierung der letzten Jahre zahlen sich nun aus. Nichtsdestotrotz macht uns die gesamtwirtschaftliche Situation, gerade auch im gesamten deutschen Weinbau Sorgen. Da stehen enorm gestiegene Material- und Lohnkosten sowie sich immer mehr verschärfende Vorgaben Märkten gegenüber, in denen die Kaufkraft der Gesamtbevölkerung sinkt. Wir sind umso mehr überzeugt, dass hochwertige Herkunftsweine aus unseren Weinkulturlandschaften einen großen Erfolg haben und sich jeder Austauschbarkeit entziehen”
Steffen Christmann, Präsident des VDP
Zu den wichtigsten Exportmärkten des VDP zählen Skandinavien, allen voran Dänemark und Norwegen, sowie die USA. Große Exportbedeutung haben auch die Niederlande, Belgien und die Schweiz. Im asiatischen Raum werden die Länder Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan und Thailand dank gesteigerter Weinnachfrage als Chancenmärkte gesehen, während China seit dem Höhepunkt 2018 etwas rückläufig ist. Auch für Großbritannien werden nach jahrelanger Schwäche gute Chancen im Premiumbereich gesehen.
Eine zukünftig höhere Bedeutung erwarten die VDP.Weingüter für ungewöhnliche Exportländer, wie Israel, Italien, Kanada und Mexiko. Aber auch die direkten östlichen Nachbarn Polen, Tschechien und die Slowakei werden als attraktive Auslandsmärkte eingeschätzt. Das zeigt: Deutsche Terroirweine sind als “Cool Climate” Weine weltweit gesucht und gefragt; besonders weil sie dank ihres Herkunftscharakters, der bei den VDP.Weingütern im Mittelpunkt steht, einzigartig und nicht austauschbar sind.
Preisniveau
Die insgesamt wohl schwierige Marktentwicklung 2022 – Kaufkraftverluste und die Beschränkung auf die unbedingt notwendigen Produkte beim Lebensmitteleinkauf – scheint laut den jüngsten Erhebungen für die Weingüter des VDP nur bedingt zuzutreffen. Zum Vergleich: Laut der zuletzt veröffentlichten Zahlen (DWI) in Deutschland wurden über alle Einkaufsstätten hinweg rund zehn Prozent weniger Wein eingekauft, was zu einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent geführt hat. Der Konsum günstiger Weine ist weit mehr von dem Absatzrückgang betroffen. Der Gesamtumsatz des VDP konnte nach den leichten Umsatzeinbußen des vorherigen Jahres auf rund 489 Millionen Euro steigen. Pro Betrieb entspricht das einem Umsatzvolumen von ca. 2,45 Millionen Euro.
Betrachtet man ergänzend die Preisentwicklung der Weine im Vorjahresvergleich in den jeweiligen Klassifikationsstufen, wird deutlich, dass die Preise bislang nicht analog den Erzeugungskosten gestiegen sind. Nahezu in allen Stufen haben die Preise im Durchschnitt um maximal einen Euro zugelegt. Deshalb ist zu erwarten, dass viele Weingüter gezwungen sein werden, die Preise im Jahr 2023 nochmals anzupassen, um den Herausforderungen der Kostenentwicklung standhalten zu können.
Facts & Figures
(Hochrechnungen, bezugnehmend auf das Jahr 2022)
Gesamtabsatz im Jahr 2022 (in 0,75 Fl.) Gesamt VDP ca. 39 Mio. Flaschen pro Betrieb ca. 195.488 Flaschen
Rebfläche Gesamt VDP ca. 5.588 ha (ca. 5,5% der deutschen Rebfläche) pro Betrieb ca. 28 ha
Personalstruktur in VDP.Weingütern ø 8 Mitarbeiter:innen, 2 Aushilfen 2 von 3 Weingütern bilden aus (ø 1 Azubi)
Umsatzvolumen in 2022 Gesamt VDP ca. 489 Mio. Euro Pro Betrieb ca. 2,45 Mio. Euro
(0,75l) ø und prozentualer Mengenanteil der Klassifikationsstufe (Durchschnittpreis für eine Flasche deutschen Wein: 3,71 € pro Liter) VDP.GUTSWEIN 11,00 € (63%) VDP.ORTSWEIN 14,00 € (20%) VDP.ERSTE LAGE® 20,00 € (12%) VDP.GROSSE LAGE® 37,00 € (5%)
Absatz ø Inland 73 % (2021: 79 %) Export 27 % (2021: 21 %) Export-Tendenzen Top 3 • Skandinavien (Dänemark, Norwegen) • USA • Niederlande und Belgien
Ökologischer Weinbau • 76 VDP.Betriebe arbeiten ökologisch bzw. sind gerade in Umstellung, damit werden knapp 40% der VDP.Rebfläche ökologisch bewirtschaftet (deutschlandweit sind es 12,5 % Bio-Rebfläche) • 16% der deutschen Öko Weinbaufläche wird vom VDP bewirtschaftet • 17 VDP.Weingüter arbeiten biodynamisch
Nachhaltiger Weinbau • 43 VDP.Betriebe sind nachhaltig wirtschaftend und zertifiziert (= 1.881 ha) • 34 % der VDP.Rebfläche ist nachhaltig zertifiziert • Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung 2021 werden alle VDP.Mitglieder bis 2025 nachhaltig zertifiziert sein
ÜBER DEN VDP
Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vereint knapp 200 Winzerinnen und Winzer, die individueller nicht sein könnten und dennoch einen gemeinsamen Anspruch haben: Die Erzeugung authentischer Spitzenweine. Seit 1910 setzt sich die Gemeinschaft der besten deutschen Weingüter für ein einzigartiges Qualitätsversprechen ein – den VDP.Adler auf dem Flaschenhals jeder einzelnen Weinflasche. Er ist das Merkmal für Weine mit Herkunft.
Serendipity oder nicht gesucht, aber glücklich gefunden. Vor einigen Jahren war ich auf eine Weinverkostung eingeladen, die mit einem besonderen Ritual begann: Jeder Teilnehmer hatte seine eigenen Verkostungsgläser mitgebracht, die er sorgsam auf dem Tisch bereitstellte. Bis auf mich – ich hatte nichts auf dem Tisch zu platzieren.
Entsetzen, Ratlosigkeit. Mein Gastgeber Klaus hatte aber mitgedacht – und so kam ich in den Genuss eines Weinglases, welches zunächst für Entspannung sorgte und in der Folge das bunte Durcheinander an verschiedensten Rot- und Weißweingläser in unserem Haushalt von heute auf morgen weitgehend aufzulösen half: Das Gabriel-Universalglas. Namensgeber dieses federleichten Meisterwerks ist der Schweizer Weinexperte René Gabriel (*1957), Bordeaux-Experte der ersten Stunde und Herausgeber des Weinwisser-newsletters.
Seither genießen wir zuhause Weiß- wie Rotwein und ganz besonders gerne Schaumweine aus diesen geradezu ätherischen, mundgeblasenen Gläsern. Und weil es schlichtweg ein großes Vergnügen ist, nicht aus irgendwelchen, sondern aus wohlgeformten Gläsern leckeren Wein zu trinken, haben wir für das herbstliche Lesevesper eine Anzahl an maschinengefertigen Gläsern des gleichen Typs besorgt. Letztere sind etwas dicker und robuster, dem Trinkvergnügen tut das jedoch keinen Abbruch.
Zu unserem 20er Merlot/Cabernet Franc schreibt Andreas Lutz, Sommelier der Wielandshöhe in Stuttgart: „Die Cuvée zeigt sich noch jugendlich mit viel dunkler Frucht, wie Brombeere, Schwarzkirsche, reifen Zwetschgen, Heidelbeere und Erdbeerkonfitüre. Daneben würzige Komponenten vom Holz und Noten von Marzipan und Schokolade. Mit etwas Zeit im Glas ein Hauch Zimt und etwas Leder. Im Mund präsentiert sie sich saftig, mit eingebundener Säure und festem Gerbstoff. Der Wein hat Kraft, zeigt am Gaumen leichte, animierende Bittertöne und Röstnoten, bei guter Länge im Nachhall. Der Wein braucht anfangs noch Luft, daher lohnt sich karaffieren – oder noch 1-2 Jahre im Keller vergessen!“
Merlot/Cabernet franc 2020 Die Flasche kostet 19,80€, der Sechser-Karton 110€, die Magnum 45€.
Unser rebstoff ist nach wie vor nur übers Weingut erhältlich. Entweder abholen im Viergiebelweg, bringen lassen wenn ich eh mit dem Auto unterwegs bin, oder per DHL. Hier kommen 10€ Versandkosten pro Karton dazu. Mehr dazu auf unserer webpage.
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart