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  • Bericht zur Lage der VDP.Prädikatsweingüter

    Bericht zur Lage der VDP.Prädikatsweingüter

    Ein Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2022 – was beschäftigt die Winzerinnen und Winzer des VDP?

    von Kai Wunner

    Jedes Jahr spielt anders. Die Natur gibt Jahr für Jahr den Winzerinnen und Winzern des VDP den Ton an. Doch externe Einflüsse außerhalb der Witterung beeinflussen ein Weinjahr nicht minder. Sei es das Konsumverhalten, die Verfügbarkeit von Materialien oder auch politische Belange und Zukunftsfragen. Feststeht, auch auf die Weinwelt hat das Auswirkungen – nicht zuletzt, weil weniger und seltener, dafür wertiger und ausgewählter getrunken wird.

    Das Wein-Wirtschaftsjahr 2022 steht für ein Jahr mit zwei Seiten: viele positive Entwicklungen einerseits, aber auch Herausforderungen andererseits. Nach dem Pandemie-Schock mit geschlossener Gastronomie sowie eingebrochenem Exportgeschäft haben sich die Vertriebswege im Jahr 2022 deutlich normalisiert und weitestgehend erholt.
    Man beurteilt die Zeit im Rückblick als „gut überstanden“. Die Winzerinnen und Winzer des VDP berichten von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach „regionalen“ Weinen aus Deutschland, besonders Sekte partizipieren von dem Trend; ebenso der Fine-Wein-Bereich – trockene und fruchtsüße Weine der Klassifikationsstufe VDP.GROSSE LAGE® sind rar und gesucht. Doch gibt es auch anhaltende Folgen aus Pandemiezeiten sowie dem Angriffskrieg Russlands
    auf die Ukraine: Lieferschwierigkeiten, wie beispielsweise für Glasflaschen, aber auch die enormen Kostensteigerungen in allen Bereichen der Weinproduktion, vom Kompost bis zur Spedition, oder auch Lohnkosten, machen den Weingütern zu schaffen. Ob des angespannten Marktumfeldes, können diese deutlichen Mehrkosten nicht über analog erhöhte Preise
    weitergegeben werden. Jedoch wird eine Preisanpassung wie für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse mittelfristig von Nöten sein, um die Betriebe nachhaltig und leistungsstark in die Zukunft führen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Spitzenqualitäten viel Handarbeit erfordern und so etliche Mechanisierungsoptionen nicht möglich sind.

    Der Jahrgang – so spielte das Wetter im Jahr 2022

    Das Jahr 2022 war geprägt von einem Sommer mit vielen Sonnenstunden, aber zum Teil auch herausfordernden Witterungsumständen. Bereits jetzt zeigen die Weine des Jahres 2022 eine bemerkenswerte Vielschichtigkeit und Frucht, optimale Säurewerte und ausgeprägte Aromatik. Aufgrund des warmen Frühjahrs schritt die Rebenentwicklung in den Frühlingsmonaten sehr schnell voran. Warme Tage bereits im Mai führten dazu, dass das Wachstum der Laubwände und die Rebblüte rapide voranschritten. Schnelles Arbeiten trotz Arbeitskräftemangel wurde zur Voraussetzung, um mit der wachsenden Natur Schritt halten zu können.Die andauernde Trockenheit in den Sommermonaten und der späte Regen im Herbst machten die Lese oft zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Das richtige Timing im Weinberg ist ausschlaggebend, um die optimale Reife ohne Einbußen in der Qualität abpassen zu können. Dank der gewissenhaften Handarbeit und präzisen Selektion der erfahrenen Winzerinnen und Winzer konnte gesundes und reifes Traubenmaterial geerntet und verarbeitet werden. Nach den hinsichtlich der Menge eher schwächeren Jahrgängen der letzten vier Jahre, stand mit durchschnittlich 62 hl/ha im Jahr 2022 nach längerer Zeit erstmals wieder ein wenig mehr Weinmenge für die Vermarktung zur Verfügung – wenn auch dieses vermeintlich stärkere Ertragsniveau bei einem deutschlandweiten Durchschnitt von 90 hl/ha (Jahr 2022, Quelle DWV) aufgrund der qualitätsfördernden Ertragsregulierung noch immer deutlich geringer ist.

    Bericht zur Lage

    Die Wirtschaftsdaten der VDP.Weingüter werden immer im Frühjahr abgefragt und daraus Durchschnittswerte bzw. Hochrechnungen gebildet. Neben den Fragen nach Umsatz und Geschäftsentwicklung wurden dabei sowohl die Preistendenz der verschiedenen Stufen der VDP.Klassifikation, die Entwicklung des Exports, aber auch der unterschiedlichen Verkaufskanäle vom Fachhandel bis zum Direktverkauf erhoben.

    Inland

    73% der VDP.Weine wurden 2022 im Inland verkauft. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (79%) einem Rückgang des Inlandsanteils um 6% und damit einer deutlichen Steigerung oder besser Erholung des Exportanteils von 21% auf 27%. Zusätzlich konnten 40% der VDP.Weingüter im Inland mehr Wein absetzen. Dank ihrer Positionierung im Premiumbereich
    waren so die VDP.Weingüter weniger von der allgemein beschriebenen schwierigen Marktsituation und den damit verbundenen Konsumeinsparungen betroffen.

    Der Ab-Hofverkauf ist für die Weingüter im VDP weiterhin sehr wichtig, wenn auch der Absatzanteil über diesen Weg je nach Betriebsausrichtung sehr unterschiedlich ausfällt – von 3 bis 80% Absatz ab Hof ist alles zu finden und liegt im Durchschnitt bei 30%. Fast die Hälfte der Weingüter konnten ihren Umsatz ab im Hof im vergangenen Jahr nochmals steigern (47%).

    Gastronomie und Fachhandel spielen für die Winzerinnen und Winzer des VDP schon immer eine wichtige Rolle, da sie wertvolle Multiplikatoren sind und mit ihrer Fachkompetenz Service und Beratung für die komplexen Weine ermöglichen. Hier sind stabile Absatzzahlen von 26% zu verzeichnen. Nicht gemessen werden kann der indirekte Absatz über den Fachhandel an die Gastronomie, so dass deren tatsächliche Bedeutung für die VDP.Weingüter noch höher einzustufen ist. Für den Verkauf hochpreisiger Weine ist die Vermittlung von Terroir und Werten, aber auch das Storytelling im direkten Kundenkontakt äußerst wichtig.

    Jeder dritte Betrieb im VDP geht von steigenden Absätzen über den Fachhandel aus, auch wenn die Lage durch die Kostensteigerungen und die Vergleichbarkeit der Preise die Situation für den Fachhandel nicht immer einfach macht. Umso dankbarer ist die langfristige, partnerschaftliche Beziehung zwischen den Weingütern und dem Fachhandel, der sich bei den Winzerinnen und Winzern des VDP auf weitgehende Preisdisziplin einerseits sowie eine konstante Nachfrage der Weinliebhaber verlassen kann. Im Gegenzug wird erwartet, dass Preisempfehlungen auch verlässlich von allen Marktteilnehmern eingehalten werden.

    VDP Franken. Foto Peter Bender

    Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat durch die Normalisierung des Außer-Haus Konsums im letzten Jahr Umsatzeinbußen bei Wein hinnehmen müssen. Dennoch ist es jedem vierten Betrieb gelungen, seinen Umsatz im LEH zu steigern. Insgesamt ist der Absatz der im LEH agierenden VDP.Weingüter um 1% auf 9% gesunken. Der Absatz über den Discount bleibt bei unter 1% weiterhin verschwindend gering.

    4 von 5 Weingüter im VDP haben einen eigenen Webshop, über welchen sie 12% ihrer Weine absetzen. Viele Betriebe möchten in Zukunft den Absatz über ihren eigenen Onlineshop, über intensive Kundenansprache, Podcasts, Onlineverkostungen etc. fördern. 64% der VDP.Weingüter arbeiten mit externen Onlinehändlern zusammen und vermarkten über diese im Schnitt pro Weingut etwa ein Zehntel ihres Gesamtabsatzes. Die zukünftige Rolle des Onlinehandels wird von den Weingütern sehr unterschiedlich eingeschätzt. Während jederm fünfte Betrieb von weiterem dynamischen Wachstum ausgeht, beobachtet die Mehrzahl nach der Pandemie eine Stagnation bis zu einem leichten Rückgang des Onlinehandels auf insgesamt höherem Niveau als vor Corona. Onlinehändler, die mit kreativem Storytelling und gutem Know How aktiv sind, werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

    Ausland / Export

    Der Export hat im letzten Jahr deutlich an Absatzdynamik gewonnen. Mit 27% kehrt der Anteil der Weine, die sich großer Beliebtheit im Ausland erfreuen, zurück auf Vor-Pandemie-Zeiten und auf die exakten Zahlen des Jahres 2019. Jeder vierte VDP.Wein wird exportiert.

    Ob der zunehmenden Bekanntheit und Profilierung der deutschen Spitzenweine im Ausland
    sowie der wirtschaftlichen Erholung vieler Auslandsmärkte nach Corona, ist für die kommenden Jahre von einer stärkeren Dynamik der Nachfrage nach Premiumweinen im Ausland auszugehen. Neben den sehr wichtigen trockenen Weinen erfreuen sich im Export auch die fruchtsüßen Prädikatsweine großer Beliebtheit. Der Anteil der klassischen
    Prädikatsweine von Kabinett bis Trockenbeerenauslese liegt im gesamtdeutschen Weinmarkt bei 5-6%. Innerhalb des VDP verzeichnen die frucht- und edelsüßen Prädikatsweine jedoch einen durchschnittlichen Anteil von etwa 10%. Dieser Wert ist darauf zurückzuführen, dass der Anteil der Prädikatsweine besonders an der Mosel (40%) sowie im Rheingau (15%) traditionell hoch ist, nachdem in diesen klimatisch prädestinierten Regionen einzigartige fruchtsüße
    Spitzenweine möglich sind.

    “Wir sind dankbar, dass auch in schwierigen Zeiten unsere handwerkliche Arbeit wertgeschätzt
    und unsere Terroir-geprägten Weine eine hohe Nachfrage erfahren. Die Einschränkungen, aber
    auch die klare Profilierung der letzten Jahre zahlen sich nun aus. Nichtsdestotrotz macht uns die
    gesamtwirtschaftliche Situation, gerade auch im gesamten deutschen Weinbau Sorgen. Da
    stehen enorm gestiegene Material- und Lohnkosten sowie sich immer mehr verschärfende
    Vorgaben Märkten gegenüber, in denen die Kaufkraft der Gesamtbevölkerung sinkt. Wir sind
    umso mehr überzeugt, dass hochwertige Herkunftsweine aus unseren Weinkulturlandschaften
    einen großen Erfolg haben und sich jeder Austauschbarkeit entziehen”

    Steffen Christmann,
    Präsident des VDP

    Zu den wichtigsten Exportmärkten des VDP zählen Skandinavien, allen voran Dänemark und
    Norwegen, sowie die USA. Große Exportbedeutung haben auch die Niederlande, Belgien und die Schweiz. Im asiatischen Raum werden die Länder Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan und Thailand dank gesteigerter Weinnachfrage als Chancenmärkte gesehen, während China seit dem Höhepunkt 2018 etwas rückläufig ist. Auch für Großbritannien werden nach jahrelanger Schwäche gute Chancen im Premiumbereich gesehen.

    Eine zukünftig höhere Bedeutung erwarten die VDP.Weingüter für ungewöhnliche Exportländer, wie Israel, Italien, Kanada und Mexiko. Aber auch die direkten östlichen Nachbarn Polen, Tschechien und die Slowakei werden als attraktive Auslandsmärkte eingeschätzt. Das zeigt: Deutsche Terroirweine sind als “Cool Climate” Weine weltweit gesucht und gefragt; besonders weil sie dank ihres Herkunftscharakters, der bei den VDP.Weingütern im Mittelpunkt steht, einzigartig und nicht austauschbar sind.

    Preisniveau

    Die insgesamt wohl schwierige Marktentwicklung 2022 – Kaufkraftverluste und die Beschränkung auf die unbedingt notwendigen Produkte beim Lebensmitteleinkauf – scheint laut den jüngsten Erhebungen für die Weingüter des VDP nur bedingt zuzutreffen. Zum Vergleich: Laut der zuletzt veröffentlichten Zahlen (DWI) in Deutschland wurden über alle
    Einkaufsstätten hinweg rund zehn Prozent weniger Wein eingekauft, was zu einem Umsatzrückgang von 6,5 Prozent geführt hat. Der Konsum günstiger Weine ist weit mehr von dem Absatzrückgang betroffen. Der Gesamtumsatz des VDP konnte nach den leichten Umsatzeinbußen des vorherigen Jahres auf rund 489 Millionen Euro steigen. Pro Betrieb
    entspricht das einem Umsatzvolumen von ca. 2,45 Millionen Euro.

    Betrachtet man ergänzend die Preisentwicklung der Weine im Vorjahresvergleich in den jeweiligen Klassifikationsstufen, wird deutlich, dass die Preise bislang nicht analog den
    Erzeugungskosten gestiegen sind. Nahezu in allen Stufen haben die Preise im Durchschnitt um maximal einen Euro zugelegt. Deshalb ist zu erwarten, dass viele Weingüter gezwungen sein werden, die Preise im Jahr 2023 nochmals anzupassen, um den Herausforderungen der Kostenentwicklung standhalten zu können.

    Facts & Figures

    (Hochrechnungen, bezugnehmend auf das Jahr 2022)

    Gesamtabsatz im Jahr 2022 (in 0,75 Fl.)
    Gesamt VDP ca. 39 Mio. Flaschen
    pro Betrieb ca. 195.488 Flaschen

    Rebfläche
    Gesamt VDP ca. 5.588 ha (ca. 5,5% der deutschen Rebfläche)
    pro Betrieb ca. 28 ha

    Personalstruktur in VDP.Weingütern
    ø 8 Mitarbeiter:innen, 2 Aushilfen
    2 von 3 Weingütern bilden aus (ø 1 Azubi)

    Umsatzvolumen in 2022
    Gesamt VDP ca. 489 Mio. Euro
    Pro Betrieb ca. 2,45 Mio. Euro

    Ertrag in 2022 ø
    71 hl/ha (Jahrgang 2018)
    52 hl/ha (Jahrgang 2019)
    55 hl/ha (Jahrgang 2020)
    53 hl/ha (Jahrgang 2021)
    62 hl/ha (Jahrgang 2022)

    Flaschenpreise in 2022

    (0,75l) ø und prozentualer Mengenanteil der Klassifikationsstufe
    (Durchschnittpreis für eine Flasche deutschen Wein: 3,71 € pro Liter)
    VDP.GUTSWEIN 11,00 € (63%)
    VDP.ORTSWEIN 14,00 € (20%)
    VDP.ERSTE LAGE® 20,00 € (12%)
    VDP.GROSSE LAGE® 37,00 € (5%)

    Absatz ø
    Inland 73 % (2021: 79 %)
    Export 27 % (2021: 21 %)
    Export-Tendenzen Top 3
    • Skandinavien (Dänemark, Norwegen)
    • USA
    • Niederlande und Belgien

    Ökologischer Weinbau
    • 76 VDP.Betriebe arbeiten ökologisch bzw. sind gerade in Umstellung, damit werden knapp
    40% der VDP.Rebfläche ökologisch bewirtschaftet (deutschlandweit sind es 12,5 % Bio-Rebfläche)
    • 16% der deutschen Öko Weinbaufläche wird vom VDP bewirtschaftet
    • 17 VDP.Weingüter arbeiten biodynamisch

    Nachhaltiger Weinbau
    • 43 VDP.Betriebe sind nachhaltig wirtschaftend und zertifiziert (= 1.881 ha)
    • 34 % der VDP.Rebfläche ist nachhaltig zertifiziert
    • Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung 2021 werden alle VDP.Mitglieder bis 2025
    nachhaltig zertifiziert sein

    ÜBER DEN VDP

    Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) vereint knapp 200 Winzerinnen und Winzer, die individueller nicht sein könnten und dennoch einen gemeinsamen Anspruch haben: Die Erzeugung authentischer Spitzenweine. Seit 1910 setzt sich die Gemeinschaft der besten deutschen Weingüter für ein einzigartiges Qualitätsversprechen ein – den VDP.Adler auf dem Flaschenhals jeder einzelnen Weinflasche. Er ist das Merkmal für Weine mit Herkunft.

  • Serendipity

    Serendipity

    Lesestoff aus dem Weingut rebstoff

    von Dr. Wolfgang Gerner

    Serendipity oder nicht gesucht, aber glücklich gefunden. Vor einigen Jahren war ich auf eine Weinverkostung eingeladen, die mit einem besonderen Ritual begann: Jeder Teilnehmer hatte seine eigenen Verkostungsgläser mitgebracht, die er sorgsam auf dem Tisch bereitstellte. Bis auf mich – ich hatte nichts auf dem Tisch zu platzieren.


    Entsetzen, Ratlosigkeit. Mein Gastgeber Klaus hatte aber mitgedacht – und so kam ich in den Genuss eines Weinglases, welches zunächst für Entspannung sorgte und in der Folge das bunte Durcheinander an verschiedensten Rot- und Weißweingläser in unserem Haushalt von heute auf morgen weitgehend aufzulösen half: Das Gabriel-Universalglas. Namensgeber dieses federleichten Meisterwerks ist der Schweizer Weinexperte René Gabriel (*1957), Bordeaux-Experte der ersten Stunde und Herausgeber des Weinwisser-newsletters.

    Seither genießen wir zuhause Weiß- wie Rotwein und ganz besonders gerne Schaumweine aus diesen geradezu ätherischen, mundgeblasenen Gläsern. Und weil es schlichtweg ein großes Vergnügen ist, nicht aus irgendwelchen, sondern aus wohlgeformten Gläsern leckeren Wein zu trinken, haben wir für das herbstliche Lesevesper eine Anzahl an maschinengefertigen Gläsern des gleichen Typs besorgt. Letztere sind etwas dicker und robuster, dem Trinkvergnügen tut das jedoch keinen Abbruch.



    Zu unserem 20er Merlot/Cabernet Franc schreibt Andreas Lutz, Sommelier der Wielandshöhe in Stuttgart: „Die Cuvée zeigt sich noch jugendlich mit viel dunkler Frucht, wie Brombeere, Schwarzkirsche, reifen Zwetschgen, Heidelbeere und Erdbeerkonfitüre. Daneben würzige Komponenten vom Holz und Noten von Marzipan und Schokolade. Mit etwas Zeit im Glas ein Hauch Zimt und etwas Leder. Im Mund präsentiert sie sich saftig, mit eingebundener Säure und festem Gerbstoff. Der Wein hat Kraft, zeigt am Gaumen leichte, animierende Bittertöne und Röstnoten, bei guter Länge im Nachhall. Der Wein braucht anfangs noch Luft, daher lohnt sich karaffieren – oder noch 1-2 Jahre im Keller vergessen!“

    Merlot/Cabernet franc 2020
    Die Flasche kostet 19,80€,
    der Sechser-Karton 110€,
    die Magnum 45€.

    Unser rebstoff ist nach wie vor nur übers Weingut erhältlich. Entweder abholen im Viergiebelweg, bringen lassen wenn ich eh mit dem Auto unterwegs bin, oder per DHL. Hier kommen 10€ Versandkosten pro Karton dazu. Mehr dazu auf unserer webpage.

    WEINGUT rebstoff

    Dr. Wolfgang Gerner
    Viergiebelweg 26
    70192 Stuttgart

    Telefon: 0151.12101831
    Mail: dr.w.gerner@t-online.de

    Internet: www.rebstoff.info

  • 2. Wine&Dine des WINESTR CLUB in Feuerbach – Neuer Termin am 04.05.2023

    2. Wine&Dine des WINESTR CLUB in Feuerbach – Neuer Termin am 04.05.2023

    4-Gänge-Menü in der Bar, Restaurant und Veranstaltungslocation Treber & Trester mit Weinbegleitung des WineSTR CLUB Partnerweinguts 70469R! Stuttgart-Feuerbach

    von WineSTR-Team „Advertorial“

    Ein zur Jahreszeit passendes 4-Gänge-Menu begleitet von einem Sekt und 8 Weinen. Gastgeber sind die Brüder Julius und Max Göttle die in Ihrem Lokal eine innovative Kombination aus Bier, Wein und gutem Essen in echter Wohlfülatmosphäre anbieten. Die Weinbegleitung wird moderiert von Winzer Fabian Rajtschan mit spannenden Informationen zu den Weinen und Ihrer Herstellung. Das Ganze im schönen und separaten Nebenraum kredenzt. Wir freuen uns auf Euch!

    Das solltet Ihr wissen…

    Bar, Restaurant und Veranstaltungslocation Treber & Trester

    Musste aus aktuellem Anlass verschoben werden! Neuer Termin: Donnerstag, 04.05.2023, 18:30

    Hohewartstraße 28,
    70469 Stuttgart
    Klick hier für Google Maps

    Menü mit Weinbegleitung

    Come together

    Treberbrot und Sauerteig-Gewürzfocaccia mit Kräuterbutter

    dazu 2018er Blanc de Noir Sekt, brut

    Vorspeise

    Gerösteter Lauch mit Senfsauce und Olivenöl

    dazu 2021er Kerner, trocken

    und 2021er Riesling, trocken

    Zwischengang

    Bärlauchcremsuppe mit Blätterteigstange

    dazu 2021er Weissburgunder, trocken

    und 2022er „Regentanz“, Roséwein, trocken

    Hauptgang

    Gebratener Chiccore mit Risotto und Sellerieespuma

    oder

    Coc au Vin mit Kartoffelpüree und gebratenen Champignons

    dazu 2018er Bodenschätze, im Eichenfass gereift, trocken

    und 2018er Lemberger, im Eichenfass gereift, trocken

    Dessert

    Schokoladenwalnussbrownie mit Waldbeerragout und Vanilleeis

    dazu 2018er Cuvée Sonne, im Eichenfass gereift, trocken

    und 2021er Gewürztraminer, fruchtig

    Menüpreis mit kompletter Weinbegleitung

    Mitglieder WINSTR CLUB 85,- €
    Nichtmitglieder 90,- €
    jew. incl. MwSt.

    Die Veranstaltung ist auf 22 Personen begrenzt!

    Ticketkauf im WineSTR-Shop

    Wir freuen uns auf einen weinseligen und kulinarischen Abend mit Euch!

    Euer WineSTR-Team

    PS.: Bei dieser Veranstaltung kann fotografiert werden und die Bilder im Nachgang verwertet werden. Die Verwertung der Fotos ist auf das eigene Magazin, eigene Druckprodukte und eigene Kanäle in den sozialen Medien begrenzt. Das Einverständnis wird mit der Teilnahme gewährt, ist nicht widerrufbar und unbegrenzt gültig.

    Infos zur Bar, Restaurant und Veranstaltungslocation Treber & Trester

    Treber&Trester hat am 10.06.2021 im ehemaligen „Zeitlos“ in Stuttgart Feuerbach zum ersten Mal die Türen geöffnet. Das Motto lautet: „Selbstgebrautes Bier und leckere selbstgemachte Speisen in einem schönen und entspannten Ambiente.“ 

    Was ist Treber und was Trester?
    Treber bleibt übrig, wenn man aus Wasser und Malz die Biermaische kocht. Das (Gersten-) Malz eignet sich hervorragend um leckeres Treberbrot zu backen.
    Trester bleibt übrig, wenn man die Trauben nach dem Vergären der Maische presst. Hieraus stellen wir Tresterbrand her. In Italien nennt man diesen Brand „Grappa“

    Nachhaltigkeit und die Liebe zum Kochen und genießen ist der Leitgedanke.  Diesen Genuss wollen die Brüder teilen. Daher zaubert das Küchenteam jede Woche neue kreative Speisen, die frisch im Haus produziert werden und von Donnerstag bis Samstag zwischen 18:00 – 21:00 Uhr bereit stehen.

    Das BrüderBräu Bier wird in der kleinen Hausbrauerei gebraut und vom Keller direkt frisch vom Zapf, ausgeschenkt.

    Früchte aus dem eigenen Garten werden für saisonale Getränke, wie Holunderschorle, Himbeerschorle oder Brombeerschorle, geerntet.

    In entspannter Wohnzimmeratmosphäre, wohlgesättigt und zufrieden, lädt Treber&Trester zum Verweilen ein.

    Hohewartstraße 28,
    70469 Stuttgart
    Klick hier für Google Maps

    Kontakt:
    info@treberundtrester.de
    (+49) 157 – 503 915 29

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch – Donnerstag: 18.00 – 23.00 Uhr
    Freitag – Samstag: 18.00 – 01.00 Uhr

    Warme Küche bis 21.00 Uhr

    Infos zum Weingut 70469R! Stuttgart-Feuerbach

    Mit gesundem Mix aus solidem Handwerk, moderner Technik, Tradition und neuen Ideen das Beste aus dem machen was die Natur bietet

    Der Jungwinzer Fabian Rajtschan übernahm Mitte 2011 in siebter Generation das Familienweingut in Stuttgart – Feuerbach und hat es seitdem konsequent auf Respekt für die Natur und nachhaltiges Handeln ausgerichtet. Ein gesunder Mix aus solidem Handwerk, moderner Technik, Tradition und neuen Ideen legt den Grundstein für die Arbeit. Ausschließliche Lese von Hand, von erfahrenen Weinliebhabern, trägt Ihren Teil dazu bei die Qualität der Trauben zu sichern. Diese wird von den Elementen Wind, Regen, Boden und Sonne geprägt und der Jungwinzer kitzelt dann im Keller das Beste aus den Trauben heraus um die größtmögliche Qualität zu erhalten.

    Warum 70469R! Wein? Weil ich, Fabian Rajtschan, all mein Können, meine Kraft und mein Herzblut einsetzte um, im Einklang mit der Natur, Stuttgarter Wein für Stuttgarter Genießer gedeihen zu lassen. Bei mir gibt es kein Schischi, dafür umso mehr Herzlichkeit und einfach guten Wein.

    Fabian Rajtschan, Weingut 70469R! Stuttgart – Feuerbach

    Nach mehreren Praktika bei erfolgreichen Betrieben im Remstal, in Baden und an der Mosel studierte Fabian Rajtschan an der Wein-Fachhochschule Geisenheim Weinbau und Oenologie. Neben der Bewirtschaftung der Weinberge betreibt die Familie Rajtschan im Februar und November auch einen urgemütlicher Besenkeller in Feuerbach. Neben den eigenen Weinen werden mit familiärer Gastfreundlichkeit typische schwäbische Schmankerln, wie Schlachtplatte, Kutteln, Maultaschen mit Kartoffelsalat oder Mamas selbstgemachte Apfeltaschen angeboten.

    © Frederike Glemser

    Ein gesunder Mix aus solidem Handwerk, moderner Technik, Tradition und neuen Ideen legen den Grundstein für das Handeln von Fabian Rajtschan. Dabei liegt ihm besonders am Herzen, der Natur Gutes zu tun – damit sie ihr Bestes geben kann. Er wirtschaftet ökologisch, nimmt Wind, Regen, Boden und Sonne so wie sie sind und lässt daraus Weine mit Struktur, Geschmack und unverwechselbarem Charakter entstehen. Da der Platz im elterlichen Betrieb in Feuerbach doch sehr eingeschränkt ist werden die Weine seit 2012 in der Kellerei Kern ausgebaut. Mit neuester Technik und hochwertigen Materialien gibt es dort vor allem genug Platz, damit seine Weine in ihren Barriquefässern und Edelstahltanks in Ruhe und bei gleichbleibenden Temperaturen ausreifen können. Es wird gerade so viel wie nötig und so wenig wie möglich in die natürlichen Prozesse eingegriffen, damit sich echter 70469R! Wein entwickeln kann!

    Der Wein gedeiht hier im Stuttgarter Umland prächtig. Die Natur gibt alles was die Reben brauchen: Wind und Regen, mineralreiche Böden und richtig viel Sonne. Die nach Süden exponierten Hänge der Hohen Wart und am Lemberg verwöhnen die Trauben mit extra vielen Sonnenstunden. Auf mittlerweile 5 Hektar Rebfläche, baut Fabian Rajtschan sowohl traditionelle regionale Rebsorten als auch internationale Rebsorten an. Wobei Kerner, Weissburgunder und Lemberger seine persönlichen Favoriten sind. Die Reben wachsen auf Verwitterungen von Keupergestein, auf denen sich eine – zum Teil sehr mächtige – Schicht aus tonigem Lehm befindet. Dies ermöglicht sehr kräftige, ausdrucksstarke Weine mit starkem Charakter die zugleich elegant bleiben. Einige der Weinberge in Stuttgart-Feuerbach haben noch traditionelle Trockenmauern. Dort können sich viele einheimische Nützlinge, wie z.B. die Zauneidechse, Raubmilben, Marienkäfer, Schlupfwespen, und Pflanzenarten ansiedeln. An warmen Sommertagen kann man das bunte Treiben auf den Sandsteinen beobachten. Tagsüber speichern die Trockenmauern Wärme und geben diese nachts wieder an die umliegenden Reben ab. Dadurch können die Trauben besser und früher ausreifen – zu echtem 70469R! Wein!

    Weinbau Fabian Rajtschan
    Schenkensteinstr. 20
    70469 Stuttgart-Feuerbach

    Öffnungszeiten

    Samstags von 9.00 – 12.00 Uhr

    Abholungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter: 0711/12295385 möglich!

    Oder schreiben Sie uns eine Email an: info@70469R.de

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    Fabian Rajtschan – © Alina Schäfer
  • Was sind die Pain Points von Weinkäufern?

    Was sind die Pain Points von Weinkäufern?

    Viele Menschen fühlen sich vom übergroßen Angebot in der Weinbranche überfordert.

    von Dirk Pohl

    Es ist offensichtlich: Eher wenige Menschen kennen sich wirklich gut mit Wein aus – aber sehr viele möchten gerne einen Wein kaufen. Und zwar in der Regel einen der schmeckt, der Qualität besitzt, dazu noch nachhaltig produziert wurde und vielleicht sogar zum geplanten Essen passt.

    Die Realität ist, kaum jemand weiß viel mehr über seinen „Wunschwein“ als die Farbe (z.B. Weißwein), die Rebsorte (z.B. Grauburgunder) und die persönliche Preisgrenze. Und die Angebotsseite? Spuckt auf eine solche Suchanfrage online gerne mal hunderte oder sogar tausende Treffer aus. Im stationären Handel steht man schnell vor einem Weinregal wie in unserem Video.….. PAIN!

    Youtube-Video „Weniger suchen, mehr entdecken“ von Vioneers

    Was ist die Lösung?

    Wir glauben, um im dichten Dschungel des Weinangebotes nicht verloren zu gehen, braucht es nicht noch mehr Weine, sondern vor allem genau die richtigen Weine! Für die jeweilige Situation, den persönlichen Geschmack und den aktuellen Anlass.

    Und wie geht das?

    1. Reise ins Weinbaugebiet.
    2. Persönlicher Besuch vorselektierter Boutique-Weingüter.
    3. ntensive Verkostungen, erste Vorauswahl.
    4. Rückkehr nach Backnang (bei Stuttgart). Zweite Testrunde unter Laborbedingungen. Blindverkostung mit mindestens 10 Personen und möglichst vielen konkurrierenden Weinen.
    5. Nur bei klarem Sieg in allen Kategorien: Aufnahme ins Sortiment.

    Fazit:

    Durch unseren Einkaufsprozess versuchen wir den Suchprozess unserer Kunden und die damit oft verbundene Unsicherheit maximal zu reduzieren. Weniger suchen, mehr entdecken.

    Was ist Dein größter „Schmerz“ beim Weinkauf?

    Zum Autor:

    Dirk Pohl

    Chief Marketing Officer bei Vioneers

    Beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Marketing-Kommunikation. Der geborene Esslinger sammelte nach seinem Studium zunächst wertvolle Erfahrungen in der Stuttgarter Werbe – und Eventbranche. Als Projektleiter betreute er Unternehmen wie Recaro, AEG Electrolux, BASF SE, Michelin, u.v.m. Anschließend machte Dirk Pohl einen 5-jährigen Abstecher in die Musikbranche, zwischen 2012 und 2017 war er Geschäftsführer der Opus GmbH, dem Veranstalter der Stuttgarter Festivals jazzopen. Nach zwischenzeitlicher Selbstständigkeit mit der Kommunikationsagentur List & Pohl, wechselte er 2021 zum Backnanger Weinunternehmen Vioneers, Importeur, Groß – und Einzelhändler für Boutique-Weine. Hier ist Dirk Pohl als Mitglied der Geschäftsleitung unter anderem für alle Marketingaktivitäten im Bereich B2B und B2C verantwortlich.

    vioneers.com

    Dirk Pohl – Foto Dirk Pohl
  • GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    GASTHOF KRONE – Waldenbuch

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Die Kombination aus anspruchsvollen Essen und Wohlfühlatmosphäre ist sicherlich das Ziel von vielen Gastronomen, in der Krone in Waldenbuch war genau das in perfektem Einklang. Die ersten Gäste des Abends zu sein, mag vielleicht ein mehr an Aufmerksamkeit bringen, aber auch bei vollem Restaurant war der Service mit viel Herz und auf den Punkt.

    Der stilvolle Landgasthof im denkmalgeschützten Gebäude, im Zentrum von Waldenbuch am Fuße des Schlosses, verbindet Tradition mit Moderne.

    Impressionen vom Gasthof Krone. Fotos KRONE WALDENBUCH GMBH

    Waldenbuch selbst ist ein artiger, zwischen Hügeln gelegener Ort mit Wiesen, Feld, Weinbergen und Wald und einem herrschaftlichen Schloss.

    Johann Wolfgang von Goethe 1797 in einer Tagebuchnotiz

    Mit Küchenchef Erik Metzger, der 2017 als Deutschlands jüngster MICHELIN-Stern-Chefkoch augezeichnet wurde, verbindet man eine Erwartungshaltung, die an diesem Abend nicht enttäuscht werden sollte.

    Beim Genuss des angebotenen Aperitifs, ein Glas Champagner Blanc de Blancs Brut Signature von Maison Gonet, bot die Karte die Auswahl zwischen traditionellen und modernen Gerichten, die sich auch im vegetarischen und im großen Menü widerspiegelt. Fällt mir die Wahl beim Menü oft schwer, da ich in vielen Speisen sehr wählerisch bin, war die Entscheidung heute leicht. Das große Menü bitte!

    Ein gelungener Start

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Fenchelsüppchen, Dreierlei vom Kürbis, Gänseleberparfait mit Portweingelee und Quittenchutney. Foto Kai Wunner

    Es folgte eine Vorspeise mit asiatischer Prägung.

    Duett von der Gelbschwanzmakrele mit Misosud, eingelegter Rettich, Gurke, Yuzu, Quinoa und Safranmayonnaise. Foto Kai Wunner

    Eine perfekte Kombination die hervorragend zu unserem Weißburgunder -S- vom Weingut Dautel aus Bönnigheim passte.
    Die nächste Vorspeise, eine gelungene Kombination aus modernen und traditionellen Stil überzeugte mit einer spannenden Mischung an Aromen als erstes Highlight des Abends.

    Eine Vorspeise eines Hauptgangs würdig

    Loin vom Skrei mit Buttermilch, Jalapeno, Kohlrabi, Büsumer Krabben, Koriander und Camargue-Reis

    Insbesondere der Camargue-Reis setzte seinen eigenen Akzent zu dem zarten Loin vom Skrei.

    Ein leichtes Sorbet als Erfrischung sorgte für eine angenehme Pause vor dem Hauptgang.

    Zu diesem ließen wir uns einen gereiften Spätburgunder von 2012, ebenfalls vom Weingut Dautel, dekantieren der hervorragend zum Hauptgang passte.

    Sorbet von roten Früchten mit Fenchel und eingelegten Roten Beeren. Foto Kai Wunner

    Hauptgang mit perfekter Weinbegleitung

    Crepinette vom Schwarzfederhuhn und Entenleber mit Sauce Albufera, Petersilienwurzel, Süßkartoffel und Amaranthkuchen. Foto Kai Wunner

    Dieses Gericht war ein weiteres Beispiel für die kreative Kombination von Tradition und Moderne. Ich ließ es mit nicht nehmen ein Glas des in der Weinreise empfohlenen 2018er Savigny-Les-Beaune Les Lavières 1st Cru trocken gegen den württembergischen Wein zu probieren. Auch wenn der Vergleich auf Grund des Alters der Weine nicht ganz fair ist, so waren beide Weine ein perfektes Match zum Schwarzfederhuhn.

    Variation von Maracuja, Birne und Doppelrahm. Foto Kai Wunner


    Die süße Nachspeise ließ ich zugunsten von Käse aus, doch meinen Begleitern waren von der erfrischenden Kombinationaus Früchten und Rahm begeistert.

    Comté mit Zitronenchuntney, Kornblüten, Champagnergelee und Bauernbrot. Foto Kai Wunner

    Das Dinner, dass abwechslungsreich, perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, hat uns einfach nur Spaß gemacht. Ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere auch bei den Weinen sorgt für ein übriges. Wir werden sehr gerne wiederkommen.

    Gasthof Krone

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die wir täglich gerne annehmen.

    Die Gastgeber

    Seit Jahrhunderten steht der Gasthof Krone in Waldenbuch mit seinem denkmalgeschützten Gebäude für gemütliche und herzliche Gastlichkeit. Dessen traditionsreiche Geschichte zu bewahren und mit den Ansprüchen der Moderne zu verbinden, ist eine spannende Herausforderung, die das team täglich gerne annimmt.

    Man spürt die besondere Atmosphäre an diesem historischen Ort

    Matthias Gugeler
    Gastgeber & Geschäftsführer

    Mit allen Sinnen und viel Muse die feine Küche genießen – diese besonderen Momente sind es, die wir Ihnen bereiten möchten

    Erik Metzger
    Gastgeber & Küchenchef
    Erik Metzger Gastgeber & Küchenchef. Foto Astro Nova

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

    Gastautoren sind herzlich willkommen. Einfach eine Mail an kw@winestr.de schreiben!

    Autor:

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • 30 Jahre Restaurant Malathounis

    30 Jahre Restaurant Malathounis

    Erster griechischer Michelinstern in Deutschland wird dreißig

    von Nicolai Kaufmann

    Wenn das Stettener Restaurant „MALATHOUNIS“ am 23. März 2023 30 Jahre alt wird, dann ist das ein ganz besonderes Jubiläum. Selten in der Branche, eine Bestätigung für die tägliche Arbeit und ein Zeugnis für die Zufriedenheit der Gäste. Denn 30 Jahre steht das „Malathounis“ für herzlichen Service und eine ausgezeichnete Küche mit Charakter.

    Man ist sich einig: Das „Malathounis“ ist ein liebevoll eingerichteter warmer Ort, an dem man sich sofort heimisch fühlt. Das Restaurant steht wie kein anderes für mediterrane Küchenkultur mit starken griechischen Einflüssen. Genau das macht den Erfolg dieses Restaurants aus und ist der Grund dafür, warum es auch nach drei Jahrzehnten ein fester Fixpunkt der Gastronomie weit über die regionalen Grenzen hinaus ist.

    Betreiber Anna und Joannis Malathounis. Fotos Joannis Malathounis

    30 Jahre Malathounis. Das sind 30 Jahre gastronomische Visionen, 30 Jahre Savoir-vivre, 30 Jahre Genusskultur. Aus der mutigen Idee eines jungen Gastgeber-Paares ist Großes entstanden: ein Restaurant als ganzheitliche Erfahrung und Impulsgeber, das den Stellenwert des Genusses und griechische Küche in Deutschland nachhaltig verändert hat.
    Das Ehepaar Malathounis geht in der täglichen Arbeit achtsam mit Lebensmitteln – aber auch mit Menschen um. Und es bietet ein von Griechenland inspiriertes Verständnis von Lebensfreude, zu der selbstverständlich gutes Essen und Trinken gehört. Das Restaurant ist ein Ort in der Mitte der Gesellschaft, Das Gastgeber-Ehepaar versteht es als seinen Auftrag, den Stellenwert des Genusses und die Nachhaltigkeit in Deutschland zum Positiven zu verändern.

    Von den kleinen Anfängen im Jahre 1993 noch unter dem Namen „Weinstube Bayer“ bekam das Restaurant großartige Auszeichnungen wie unter anderem:

    Impressionen aus dem Malathounis: Oktopus auf dem Teller und Einblicke in das Restaurant. Fotos Joannis Malathounis

    Ausgezeichnete mediterrane Küchenkultur

    • 2009 Restaurant des Jahres GUSTO Baden-Württemberg.
    • 2011 Ausländisches Restaurant des Jahres im ARAL-Schlemmeratlas
    • In 2014 wurde das Restaurant als erstes griechisches Restaurant außerhalb Griechenlands mit einem Michelinstern ausgezeichnet. Und dieser Stern leuchtet nun seit acht Jahren – bis ins Jahr 2023 hinein.

    In dieser Zeit haben die Betreiber Anna und Joannis Malathounis ihren eigenen und unverwechselbaren Stil stets weiterentwickelt. Und dennoch ist der ursprüngliche Charakter des Restaurants immer erhalten geblieben. 

    Freude vervielfacht sich, indem man sie teilt. Daher gibt es anlässlich des 30-jährigen Jubiläums ab dem 23.März ein Best-of-Menu mit handverlesenen Lieblingsgerichten der jahrelangen Stammgäste.

    Doch es wird nicht nur das 30.Jubiläum gefeiert, sondern man möchte zu diesem besonderen Anlass auch etwas zurückgeben. Unter dem Motto „Seit 1993 griechisch-mediterran genießen und gleichzeitig helfen“ spendet das Restaurant einen Teil der Einnahmen des Jubiläumsmenus für einen wohltätigen Zweck.

    Natürlich feiert das Ehepaar Malathounis auch auf Social Media mit seinen Gästen: Im Rahmen der Kampagne „griechisch-mediterran genießen seit 1993“ verlost das „Malathounis“ ein griechisches Weinpaket unter seinen Followern. Hierfür müssen diese nur unter den Gewinnspielpostings – ab 23.März – auf Instagram und Facebook einen guten Grund nennen, warum und mit wem sie gerne ins MALATHOUNIS nach Stetten gehen würden. Das Gewinnspiel läuft von 23.3. bis 22.4.2023. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Joannis Malathounis begrüßt seit 30 Jahren seine Gäste persönlich. Foto Joannis Malathounis

    Infos zum Restaurant Malathounis

    Sitz des Restaurants mit 26 Sitzplätzen ist Kernen-Stetten im Remstal. Ein Weinbauort 15 km östlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Gegründet 1993. Betreiber sind Anna und Joannis Malathounis (JG 1971 / 1963). Vorherige Stationen waren Gasthof zum Ochsen Stetten, Restaurant Alte Post Stuttgart, Albert Bouley’s Waldhorn Ravensburg, Schloß Fuschl Salzburg, Hotel Bachmair Tegernsee, Restaurant Laurent Paris, Restaurant Hirsch-Weinstuben Stuttgart. Weltweit 1.griechisches Restaurant mit Michelinstern außerhalb Griechenlands. Vielfach prämierte Weinkarte mit 500 Positionen.

    Anna und Joannis Malathounis
    Gartenstraße 5
    71394 Kernen
    Telefon: 0715145252 Fax 0715143380
    WEB: www.malathounis.de
    E-Mail: malathounis@t-online.de

  • Lebensreform

    Lebensreform

    Lesestoff aus dem Weingut rebstoff

    von Dr. Wolfgang Gerner

    Johann Carl Weck, 1842 in Schneidhain im Taunus geboren, war Vegetarier und Anhänger einer alkoholfreien Lebensweise. Er gehörte damit zu jenen Menschen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die eine soziale Reformbewegung begründeten, welche die Folgen von Industrialisierung, Materialismus und Verstädterung in Frage stellten. Die alternative Zukunft beinhaltete nicht nur die Freikörperkultur, Kleidung aus Wolle oder die Naturheilkunde, sondern auch eine Küchenreform, die ganz im Zeichen einer fleischlosen Ernährung stand und den Verzicht auf Alkohol forderte.

    1892 erhielt der Chemiker Rudolf Rempel ein Patent über das Haltbarmachen von Lebensmittel in Gläsern ohne Gewinde,
    nur mit einem Gummiring und Deckel mithilfe eines Wasserbades und Dampf. Und vor allem ohne Alkohol, ein bis dato übliches Verfahren. Aus diesem einfachen Verfahren des Einkochens sollte später dann das Einwecken werden, ein Neologismus, der 1934 gar in den Duden aufgenommen wurde. Denn, einer der ersten Kunden Rempels war der Unternehmer Johann Weck, der, im Kampf gegen den uferlosen Alkoholkonsum dieser Zeit, einen größeren Posten der Gläser einkaufte und einige Jahre später, Rempel war leider jung verstorben, das Patent übernahm. Weck musste jedoch bald feststellen, dass über wenig kaufmännisches Talent verfügte, die Einkochgläser verkauften sich nur schleppend. Und
    so holt er sich mit dem Rheinländer Georg van Eyck einen versierten Verkäufer an die Seite, mit dem er zusammen am 1. Januar 1900 die Firma J. Weck u. Co. im badischen Öflingen gründete. Weck verlies die Firma bereits zwei Jahre später und starb 1912 im Alter von 71 Jahren.
    Das Weckglas erlebte einen Siegeszug quer durch Europa und wurde millionenfach verkauft. Es gilt als einer der ersten Markenartikel überhaupt, das Markenzeichen Erdbeere wird seit der Gründung des Unternehmens verwendet.

    10 Einkochringe. Foto Dr. Wolfgang Gerner

    Dieses und rund 250 weitere Objekte in der wunderbaren Ausstellung BERAUSCHEND – 10.000 Jahre Bier und Wein noch bis Ende April im Landesmuseum im Alten Schloss. Absolut lohnenswert: Eine Führung mit Holger Starzmann, MA. Kurzweilig und humorvoll, interessant und abwechslungsreich, einfach gescheit.

    WEINGUT rebstoff

    Dr. Wolfgang Gerner
    Viergiebelweg 26
    70192 Stuttgart

    Telefon: 0151.12101831
    Mail: dr.w.gerner@t-online.de

    Internet: www.rebstoff.info

  • Gerüstet für die Herausforderungen des Klimawandels

    Gerüstet für die Herausforderungen des Klimawandels

    Großer Erfolg der beiden ZukunftsweineVeranstaltungen im Remstal

    von Kai Wunner

    Robust, nachhaltig und umweltschonend – das sind die Eigenschaften der neuen Rebsorten, die sicherstellen, dass es auch in 100 Jahren noch Weinbau in unseren Breitengraden gibt. Und weil der bisher übliche Begriff pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWI) diese neuen Rebsorten nur unzureichend erklärt und außerdem für den Verbraucher wenig Charme mitbringt, bezeichnen wir sie als Zukunftsrebsorten oder Zukunftsweine.

    Um das Thema bei den Endverbrauchern und beim Fachpublikum besser bekannt zu machen, intiierte Barbara Singer vom Weingut Singer-Bader zwei Veranstaltungen. Das Event von Freitag, 10. Februar 2023 richtete sich an die breite Öffentlichkeit. Rund 120 Zukunftsweine von mehr als 50 Weingütern standen zur Verkostung bereit. Das Angebot wurde von mehr als 170 Weininteressierten begeistert angenommen, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließen, die Zukunft des Weinbaus zu erleben und zu verkosten. Referenten waren Felix Hoffmann des Winzer-Netzwerks Zukunftsweine und Johannes Jäger, Bioland-Weinbauberater.

    Zukunftsweine probieren in der Glockenkelter – © Weingut Singer-Bader
    Gut besuchte Veranstaltung in der Glockenkelter – © Weingut Singer-Bader

    Am Montag, 13. Februar 2023 fand die Veranstaltung für Fachpublikum aus Weinhandel und Gastronomie statt. In Präsentationen von und Diskussionen mit Master of Wine Thomas Curtius, Sommelière Christina Schillinger und Anna Rummel vom Weincampus Neustadt wurden internationale und nationale Aspekte beleuchtet
    und Tipps für die Umsetzung in die Praxis erläutert.

    Winzerin und Initatorin der Veranstaltung Barbara Singer mit Master of Wine Thomas Curtius – © Weingut Singer-Bader
    Rund 120 Zukunftsweine von mehr als 50 Weingütern standen zur Verkostung bereit – © Weingut Singer-Bader

    Daneben fanden die gezeigten alternativen Verpackungen für Wein großes Interesse: Ob die XBO-Box von Anja Sistonen, das Ebb & Flow Keg von Philipp Neveling und Deandra Anderson oder die mobile Ausschankanlage von Firma Ebinger – alle Verpackungslösungen zeichnen sich durch Nachhaltigkeit aus.

    Warum müssen neue Rebsorten robust sein? Die Klimaveränderung führt zu immer geringeren Niederschlagsmengen. Auch wenn die Weinreben im Vergleich zu anderem Obst mit sehr wenig Wasser durchs Jahr kommen, ist vor allem in den
    Anfangsjahren zur Bewurzelung der jungen Stöcke Regen notwendig. Die mediterranen Temperaturen im deutschen Südwesten haben in den letzten 20 Jahren zunächst dazu geführt, dass vermehrt südländische Reben angebaut wurden.
    Bei Neupflanzungen stellt sich der Winzer immer die Frage, welche Sorte in den nächsten 30-50 Jahren erfolgreich ist. Erfolgreich – nicht vorrangig in der Vermarktung – sondern im Anbau.

    Pilzresistente Rebsorten sind noch eine Nische. Sie werden aber weiter an Bedeutung zunehmen im Zuge der Diskussionen um Nachhaltigkeit im Weinberg. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie vielfältig das Spektrum der Weine im Hinblick auf Aroma,Textur und Ausdruck heute schon ist. Und da geht in Zukunft sicher noch mehr.

    Thomas Curtius, Master of Wine
    Thomas Curtius, Master of Wine bei seinem Vortrag zu den Zukunftsweinen im in der Vinothek Weinkorb in Korb – © Kai Wunner
    Die Vinothek Weinkorb in Korbwar ein guter Ort, um Winzerfahrungen mit dem Fachpublikum zu Teilen. – © Kai Wunner

    Dabei geht es um Nachhaltigkeitsgedanken: Geringer Arbeitsaufwand durch aufrechtes Wachstum, keine Bewässerung durch Trockenstresstoleranz, wenige Durchfahrten mit dem Traktor zur Boden- und Ressourcenschonung, minimierter
    Pflanzenschutz zum Wohle des Lebensraums Weinberg. Bereits seit einigen Jahren hat das Weingut Singer-Bader einen Zukunftswein der Sorte Cabertin im Sortiment. Im Edelstahltank wartet nun ein Sauvignac auf seine Abfüllung. Weitere zwei Jahre wird es noch dauern, bis ein Souvignier Gris in die Flasche kommt. „In unserem Bioland Weingut stehen bereits auf drei von insgesamt 10 Hektar Piwi-Sorten aus der sogenannten zweiten und dritten Generation. Diese sind geschmacklich wahnsinnig gut. Dabei wurden Sorten wie Regent aus der ersten Generation revolutionär weiterentwickelt“, erklärt Julian Singer. Er und sein Team haben das 30-prozentige Bio-Anbau-Flächen-Ziel der Baden-Württembergischen
    Landesregierung bereits realisiert und hoffen auf viele Zukunftswein-Winzer-Kollegen in der Region.

    Youtube-Video zur Veranstaltung:

    Die Veranstaltungen wurden unterstützt durch die Bio-Muster-Region Rems-Murr-Ostalb, Bioland,
    Zukunftsweine GmbH, PIWI Deutschland und Remstal Tourismus.

    Zur WEINKORB Vinothek und zum Weingut Singer-Bader

    2018 haben sich die Winzerfamilien Singer aus Korb und Bader aus Stetten zusammengeschlossen.Das Weingut Singer-Bader bewirtschaftet zehn Hektar Rebflächen im Remstal. Mit dem Jahrgang 2020 wurde das Weingut bio-zertifiziert (Bioland). Nachhaltigkeit wird im Weingut großgeschrieben, was sich beispielsweise auch im Einsatz neuer und zukunftsorientierter Rebsorten, so genannter
    Zukunftsweine, zeigt. Weingut und Vinothek heben sich durch ihre außergewöhnliche Architektur und die Vielfalt der angebotenen Veranstaltungen ab.

    Seit 2022 ist das Weingut Mitglied bei Zukunftsweine.de, dem Gewinner des deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 und engagiert sich mit großen persönlichen Einsatz für die
    Zukunftsrebsorten.

    Weinkorb | Vinothek Korb

    Rosenstraße 1

    71404 Korb

    Deutschland

    Telefon: +49 (0) 7151 986 5707

    E-Mail: info@singer-bader.de

    Web: www.singer-bader.de

    Öffnungszeiten

    VERKAUF + DRIVE-IN

    Mo. – Fr.: 15-18 Uhr

    Sa.: 10-14 Uhr

    Weingut | Weingarten Stetten

    Albert-Moser-Str.100

    71394 Kernen-Stetten

    Do. – Fr.: 15-18 Uhr

    Mi.: Ruhetag

    Sa.: 10-14 Uhr

    Barbara Singer, geb. Bader, und Julian Singer – © Weingut Singer-Bader
    Das Team von Weingut Singer-Bader und und Weinkorb aus Korb und Stetten: Julian Singer, Gudrun Singer, Barbara Singer geb. Bader, Dominic Fuchs, Simon Hahn, Iris Bader. Robert Singer, Hans Bader – © Weingut Singer-Bader
  • Besenwirtschaft dr’Emil öffnet wieder!

    Besenwirtschaft dr’Emil öffnet wieder!

    Mittwoch, den 01.02.2023 bis Samstag, den 18.02.2023 ab 17:00 – 23:00 Uhr im Besen vom Weingut 70469R! Stuttgart

    von Fabian Rajtschan „Advertorial“

    Der Februar steht vor der Tür und wir hängen den Besen wieder raus. Wir freuen uns riesig, Euch wieder gemütlich und gesellig verwöhnen zu können. Natürlich mit unseren allseits beliebten Weinen, vegetarischen Leckereien und selbstgemachtem Kartoffelsalat.

    Warum 70469R! Wein? Weil ich, Fabian Rajtschan, all mein Können, meine Kraft und mein Herzblut einsetzte um, im Einklang mit der Natur, Stuttgarter Wein für Stuttgarter Genießer gedeihen zu lassen. Bei mir gibt es kein Schischi, dafür umso mehr Herzlichkeit und einfach guten Wein.

    Fabian Rajtschan, Weingut 70469R! Stuttgart – Feuerbach

    Wir bleiben uns und dem traditionellen Besenknigge treu und nehmen auch weiterhin keine Platzreservierungen entgegen. Ihr dürft aber gerne mal durchrufen, um Euch zu erkundigen, wie voll es gerade bei uns ist.

    Die Besenhotline während den Öffnungszeiten: 0157 58514280
    Außerhalb der Öffnungszeiten erreicht Ihr uns unter: 0711 122 95 385

    Wir freuen uns auf Euch
    Euer dr‘ Emil Besen-Team.


    Fabian Rajtschan, Weingut 70469R! Stuttgart – Feuerbach

    Weinbau Fabian Rajtschan
    Schenkensteinstr. 20
    70469 Stuttgart-Feuerbach

    Öffnungszeiten

    Samstags von 9.00 – 12.00 Uhr

    Abholungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter: 0711/12295385 möglich!

    Oder schreiben Sie uns eine Email an: info@70469R.de

    Liken Sie uns auf Facebook: 70469R

    Folgen Sie uns auf  Instagram:  70469R_

    Fabian Rajtschan – © Alina Schäfer

  • 2022 klimatisch sehr gutes Jahr des Weingut Beurer

    2022 klimatisch sehr gutes Jahr des Weingut Beurer

    Ausblick nach den Wetterextremen 2022 – Nur gesunde Pflanzen und nährstoffhaltige Böden können standhalten, Bodenerosion verhindern und Kulturlandschaften erhalten

    von Jochen Beurer

    Das Weinjahr 2022 war ein klimatisch SEHR GUTES Jahr für uns WinzerInnen hier im Remstal. Wir hatten keinen Frost oder Hagel, dafür eine wunderbare Blüte und trotz der Hitze ausreichend Feuchtigkeit in den Weinbergen. Die Trauben waren stabil und wir konnten mithilfe unserer wunderbaren Lesemannschaft und unserem fantastischen Beurer-Team bis Ende Oktober gesunde und reife Trauben ernten. Wir sind sehr dankbar dafür.

    „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft“ – ist nicht nur Auftrag, sondern auch Tatsache der diesjährigen Aktion
    BROT FÜR DIE WELT. Wir haben kürzlich einen Vortrag deren Botschafterin Juliate Malakar über die verheerende Klimakrise in ihrem Heimatland Bangladesh gehört… sehr traurig und sehr beängstigend. Wir alle kennen diese Berichte aus vielen Ecken der Welt. Neu ist auch nicht, dass wir diese Extremerfahrungen wie Dürre, Landunter und Hitze direkt hier in
    Deutschland machen.

    Nach der Ahr-Katastrophe im vergangenen Sommer war die Unterstützung auch unter Weinbaubetrieben sehr groß, doch natürlich reicht das nicht aus. Gerade wir landwirtschaftlichen Betriebe haben die Aufgabe möglichst ressourcenschonend zu arbeiten und unsere Böden nicht zu unseren Gunsten auszunutzen, sondern diese Weinberge und Wiesen durch eine bedachte Bewirtschaftung gesund zu halten und für die Zukunft zu stärken. Nur gesunde Pflanzen und nährstoffhaltige Böden können Wetterextremen standhalten, Bodenerosion verhindern und Kulturlandschaften erhalten.

    Was wir dafür tun?

    Schon beim Bepflanzen unserer neuangelegten Weinberge steuern wir das spätere Wurzelwachstum unserer Reben. Eine enge Bepflanzung zwingt die Reben dazu sehr tief zu wurzeln. Feuchtigkeit ist in diesen tiefen Schichten noch ausreichend
    vorhanden und wir sind froh, dass wir unsere Weinberge nicht bewässern müssen. Durch die enge Bepflanzung steht der Rebe nur geringer Raum für deren Triebwachstum zur Verfügung. Dies hat zur Folge, dass die einzelne Pflanze nur wenig Holz, Blätter und Früchte zu versorgen hat und der Nährstoffgehalt in der Pflanze wesentlich größer ist als bei weitläufiger Pflanzung. Die Rebe ist dadurch gegenüber Krankheiten widerstandsfähiger und kann sich ausreichend selbst versorgen. Die Aussage, dass Biobetriebe generell mehr Spritzdurchgänge benötigen würden, ist bei uns definitiv
    nicht der Fall! Weinbau ist ganz klar eine Monokultur. Wir haben auch dieses Jahr Obstbäume mitten in unsere Weinberge gepflanzt, um Insekten und Vögel anzulocken und die Böden vielfältig zu durchwurzeln – Synergieeffekte entstehen. Und auch unsere Begrünungen in den Gassen sorgen für Biodiversität, gut durchwurzelte Böden, Humusbildung, Insekten- und Kleintierschutz. Wir mulchen diese Begrünung nicht, sondern lassen sie das ganze Jahr über stehen. Liebe Weinfreunde, Im Endeffekt können wir durch all diese Maßnahmen auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel komplett verzichten und notwendige Maschinenarbeiten auf ein Minimum reduzieren, um Ressourcen und CO2 einzusparen, während wir andererseits Raum für Insekten und Kleintiere ausweiten und die Fläche an Blattmasse enorm erhöhen.

    Außerdem könnten wir auch in Deutschland über sinnvollere Weinverpackungen nachdenken. Natürlich verwenden wir inzwischen leichtere Glasflaschen, um u.a. das Transportgewicht zu reduzieren, doch von der Akzeptanz der Alternativen
    – für den skandinavischen gehobenen Gastromarkt füllen wir inzwischen recycelbare 20-Liter Packs ab – sind wir hier in Deutschland ganz weit entfernt. Zugegeben, wir tun uns damit auch noch ziemlich schwer…

    Weingut Beurer

    Lange Straße 67
    71394 Kernen-Stetten i.R.

    Tel. 0049 (0) 7151 – 42190
    Fax. 0049 (0) 7151 – 41878

    info(at)weingut-beurer.de

    Öffnungszeiten

    Freitag 15 – 18 Uhr
    und nach telefonischer Vereinbarung.

    Wein im Rosenladen

    Gerne können Sie die Weine auch im Wein im Rosenladen kaufen.

    Lange Straße 18
    71332 Waiblingen

    ÖFFNUNGSZEITEN:
    Mittwoch & Samstag | 10 – 15 Uhr
    Donnerstag & Freitag | 15 – 20 Uhr