Bioweine und Leckeres vom Gasthaus Lamm aus Feuerbach
Endlich geht die es wieder los mit Wein-Veranstaltungen in der Region. Das Partner-Weingut des WINESTR Clubs lädt vom 03.-06.06.2021 zum Sommerauschank in die Vinothek LEHENSTEIN ein. Die Bewirtung rund um das Weingut mit Bio-Weinen und leckeren Gerichten vom Gasthaus Lamm aus Feuerbach kann ein schöner Einstieg in die Open-Air-Saison für Weinliebhaber der Region sein.
Mit dem Mai erreicht das Frühjahr seinen Zenit. Damit die Weinreben optimal wachsen können gilt es umfangreiche Arbeiten im Weinberg anzugehen. Mit Ausbrecharbeiten an den Rebstöcken und erheblichen Bodenarbeiten wird so die Grundlage für eine gute Ernte geschaffen.
Ausbrecharbeiten
Sind die kalten Frostnächte überstanden, werden überschüssige Triebe entfernt. Dies ist im Frühjahr besonders im Stammbereich wichtig und nennt sich Stämmle oder Stämmchen putzen. Als Stamm wird der Abschnitt des Rebstocks vom Boden bis zum ersten Draht bezeichnet.
Um den ersten Draht befindet sich der „Kopf“. Aus dieser sogenannten Basis – in Spalieranlagen – ca. auf einer Höhe von 80 cm, treiben Jahr für Jahr neue Triebe aus. Diese werden im ersten oder zweiten Jahr nach Austrieb als Fruchtruten ausgewählt, sie sind also das Holz, aus denen die Trauben eines Jahres wachsen.
Je nach Sorte treiben hier unterschiedlich viele junge Triebe aus – die es gilt zu selektieren. Kopf putzen – nennen wir diesen Arbeitsschritt – der bei jedem einzelnen Rebstock (4500 pro Hektar) individuell erfolgt. Erfahrung, Fingerspitzengefühl und die Vorstellungskraft, wie der Rebstock in einem weiteren Jahr (nach Verholzung über den Winter) aussehen kann, sind hier nötig.
Genauso wie im zweiten Arbeitsschritt – der Triebzahlkorrektur auf der Rute, die als Ertragsvoreinstellung bezeichnet werden kann – gehören diese Ausbrecharbeiten zu den wichtigsten Arbeitsschritten im Jahreslauf.
Hier sorgen wir frühzeitig für folgenden grundlegenden Effekt: Die Vorbeugung von Dicht-und Engstellen, welche im späteren Stadium, wenn die Triebe ausgewachsen sind, für die nötige Belüftung sorgt. Vor allem im Bio-Weinanbau, wo wir vorbeugende anstatt kurative Pflegemaßnahmen anstreben ist dies die halbe Miete zur Bekämpfung des „echten und falschen Reben-Mehltau“ – die beiden wichtigsten Pilzkrankheiten, die es gilt in Schach zu halten. Unser Ziel vom Anfang im Frühjahr bis zur Lese: 100 % gesunde Trauben zu erzeugen. Denn nur solche Beeren entfalten das einzigartige Rebsorten-Aroma und ergeben schöne Weine.
Bodenbearbeitung
Neben dem Aroma spielt der Terroirgedanke eine Rolle. Diesen unterstützen wir mit dem richtigen Bodenmanagement – bewusst Management – denn hier spielen einige verschiedene Arbeitsschritte, angepasst an die jeweilige Witterung, eine Rolle. Beispiele sind:
Spaten/ Tiefenlockerung / Kreiseln
Im Unterstockbereich kommen folgende Maschinen zum Einsatz: Stockräumer, Scheibe, Rollhacke, Bürste
Begrünungseinsaat- und Düngung, Kompostausbringung
Wichtig für die Rebe ist eine Bodenbegrünung, die heute im Weinbau kaum noch wegzudenken ist. Während Gräser und Kräuter früher im Ruf standen, die Rebkultur zu schwächen, ist die Begrünung mit trockenresistenten und robusten Pflanzen heute sogar erwünscht und wird besonders gefördert. In unseren Weinbergen wachsen heute über 160 verschiedene Gräser und Kräuter. Ohne Begrünung wären die steilen Hänge starker Erosionsgefahr ausgesetzt. Durch die Wurzeln der Begrünungspflanzen hat der Boden einen stabilen Halt und bleibt doch aufgelockert. Darüber hinaus nimmt die Begrünung auch überschüssige Nährstoffe aus dem Boden auf. Bis zum Herbst wird die Begrünung mehrmals abgemäht und bildet dabei wertvollen Humus. Die Kräuter und Gräser erfreuen nicht nur Spaziergänger und Weingärtner mit ihrer Vielfalt und Farbenpracht, sondern sind auch Wirtspflanzen für Nützlinge im Weinberg.
von WineSTR-Team „Advertorial“ – Vorstellung Partner-Weingut WineSTR CLUB
Die Wurzeln der Familien Singer und Bader reichen tief – bis in das 16. Jahrhundert, als die beiden Familien im Remstal die ersten Reben pflanzten bis hin zur Ernte der Trauben von den besten Lagen zwischen Korb und Stetten. Verwachsen mit dieser Region wird die Bewirtschaftung mit besonderer Sorgfalt auf Natur und Umwelt gelebt. Nicht von ungefähr ist das Weingut ein Bioland-Partner. Der Weinbau wird mit viel Gefühl für die Natur und Liebe für das Handwerk verrichtet, was sich im schonenden Umgang mit Pflanzen und Tieren zeigt. Selektive Handlese garantiert perfektes Traubenmaterial für die Weine.
Durch die Ehe von Julian Singer und Barbara Singer geb. Bader, verbinden sich die Wege zweier Traditionsweingüter zu einem. Beide bringen nicht nur das elterliche Weingut, sondern Jahrhunderte an Erfahrungen und Tradition in die Ehe mit.
Den sprichwörtlichen Platz an der Sonne, genießen die Reben der Familie Singer. Diese wurzeln nämlich an den sonnigsten Plätzen des Remstals. Dort finden sich Bedingungen, die sich besonders für Rotweinsorten perfekt eignen. Während Julian Singer an immer neuen Sorten tüftelt, führt er die Passion seiner Vorfahren fort und verbindet somit moderne Anbauformen mit traditionellem Handwerk.
Kräftige Rotweine brauchen Licht und Wärme – diese bekommen sie an den wärmsten Südhängen des Remstals. Neben dem Klima sind es vor allem die Keuperschicht-Böden, die dem Wein seine ganz persönliche Note verleihen. Rebsorten wie Syrah, Merlot oder Cabernet Franc laufen hier zur Höchstform auf. Auch weiße Sorten wie Riesling oder Sauvignon Blanc fühlen sich wohl in den hohen Lagen und entwickeln sich aufgrund der hervorragenden Bedingungen zu gehaltvollen, einzigartigen und charaktervollen Weinen.
Ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Mensch und Natur wohl fühlen – dieser Gedanke bestimmt seit Generationen das Handeln der Familie Bader. Im Weinbau zeigt sich das durch die ökologische Bewirtschaftung und die sorgsame Pflege der Bodenfruchtbarkeit. Demselben Prinzip entspringt die besondere Gastlichkeit, mit der Barbara Bader für das außergewöhnliche Ambiente bei Events sorgt.
Durch den Zusammenschluss der beiden Weingüter entstand die Basis für charakterstarke und saubere Weine, das Kreieren von neuen Ideen und mit der Arbeit als ständigen Entwicklungsprozess. Innovation und Tradition schließen einander nicht aus, sie ergänzen sich beim Weingut Singer-Bader zu einer persönlichen Symbiose.
Der Weinkorb – geflochten aus Wein und Architektur
Wie eine zweite Haut umgibt die Flechtstruktur aus Holz das moderne Gebäude, das die hauseigene Vinothek und zahlreiche Veranstaltungsräume beherbergt. Der Weinkorb ist reich gefüllt mit den Schätzen der Region, hier findet man nicht nur das gesamte Weinsortiment, sondern auch hochwertige Köstlichkeiten aus dem Remstal und Süddeutschland.
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
Im April beginnt das Frühjahr so richtig, eine der schönsten Zeit im Weinjahr. Die Vegetation erwacht. Frisches Grün überall. Junge Triebe treiben aus, das Bodenleben wird aktiviert, die Reben „kommen in Saft“ (die Leitungsbahnen befördern Wasser aus dem Boden in den Rebstock), Insekten wachen aus der Winterruhe auf, Hasen und Rehe sind zu sehen, Vögel fliegen aus dem Süden zurück und mittendrin wir als Winzer. Mit der Natur zu arbeiten wird einem besonders im Frühjahr bewusst. Der Kreislauf startet von Neuem und es gilt als Mensch verantwortlich im Jahreslauf die richtigen Entscheidungen zu treffen – jetzt beginnt das Weinjahr von Neuem.
Endlich Frühjahr – die schönste Zeit im Weinjahr!
Nur als eingespieltes Team mit dem nötigen Bewusstsein der sensiblen aufeinander abgestimmten Arbeitsschritte entstehen gute Trauben. Wir sind Bioland Mitglied und versuchen im Kreislauf zu wirtschaften und natürliche Lebensgrundlagen zu bewahren. Im Weinbau bedeutet dies vor allem die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und die Förderung einer biologischen Vielfalt. Wie anfällig unser Natursystem ist, wird einem als Winzer auch besonders im Frühjahr bewusst. Allein das Erwachen der Pflanzen aus der Winterruhe ist jedes Jahr ein Phänomen. Im Anfangsstadium des Austriebs – in der Fachsprache: Vom Anschwellen der Knospen über das Wollestadium bis zum 1 -Blatt Stadium werden die Augen gerne von Rhombenspanner (Schadinsekten) ausgefressen. Im April ist zudem die Gefahr eines Spätfrosts groß. Temperaturen im Minusbereich führen zu Frostschäden. Bis ca. zum 5-Blatt Stadium Mitte Mai gefährden diese Natur-Gewalten den Ertrag des Weinjahrgangs.
Daher belassen wir sogenannte Frostruten. Diese Ersatzruten stehen noch senkrecht nach oben und sind bei Frost weniger anfällig, da weniger bodennah. Sollte es zu Frostschäden oder massiven Austriebsausfällen an der angebundenen Rute kommen und Augen oder Triebe mit darin angelegten Trauben ausfallen, kann man auf die Ersatzrute zurückgreifen und diese anbinden. Wird sie nicht benötigt, schneiden wir diese nach dem 15. Mai (Kalte Sophie) ab. Natürlich alles in Handarbeit. Bisher kann keine Maschine erkennen, an welchem Rebstock Ruten ausgetauscht werden müssen. Ein enormer Mehraufwand – der aber in schon so manchem Weinjahr den Ertrag gerettet hat. Nicht nur in der Landwirtschaft ist man gut beraten „mehrgleisig zu fahren.
Pheromone und Nützlinge – als biologische Maßnahme gegen Schadinsekten
Im Weinberg leben tausende Insekten. Viele von diesen bezeichnen wir als Nützlinge, wie z.B. Marienkäferlarven oder Schlupfwespen, denn sie dezimieren Schädlinge, die bei allen Pflanzen anwesend sind. Im Fall des Traubenwicklers, der im Raupen- und zunehmend im Falterstadium gefährlich ist, da er massiv Triebe und Trauben befällt, setzen wir auf den Effekt von Pheromonen.
Seit 1992 wird der Traubenwickler damit biologisch bekämpft. An warmen Tagen dringt aus kleinen Ampullen der Lockstoff des weiblichen Traubenwicklers. Rund 40.000 Ampullen sind in unseren Weinbergen verteilt, sodass der männliche Traubenwickler kein Weibchen finden kann. Dadurch werden nur unbefruchtete Eier abgelegt, aus denen keine Larven hervorgehen.
Ab April wächst Bärlauch wild an unseren dunklen und feuchten Waldrändern. Dieser bietet viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten für den Feinschmeckergaumen. Mit seinem kräftigen Geschmack erinnert er oft an Knoblauch und verlangt deshalb einen ebenbürtigen Partner im Glas.
Für mich persönlich ein Muss, das Pesto! Ob mit Pasta, auf dem Brot oder zum Grillen, es ist sehr wandelbar und lange haltbar. Sofern da noch was übrig bleibt. Das Rezept, das ich euch diesen Monat vorstellen möchte ist:
Hausgemachte Süßkartoffel-Schupfnudeln, Tagliatelle, kandierte Tomaten, warmer Ziegenkäse und Bärlauchpesto.
Dabei gibt es einige Dinge zu beachten: Die Schupfnudeln werden nach dem Garen am besten in der Pfanne scharf angebraten, was leichte Röstaromen mit sich bringt. Die Tomate wird mit Zucker im Ofen kandiert, was ihr die spitze Säure nimmt. Diese Tatsache hilft bei der Weinauswahl, denn Säure und Säure kombiniert, kann eher mal schieflaufen. Der lauwarme Ziegenkäse schmiegt sich um das Gericht und kommt gut mit fruchtbetonten Weinen aus. Der Bärlauch, der Star unseres Gerichts, mag es etwas kräftiger und würziger im Glas.
Sie sehen schon, es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten, die eine Zutat verlangt dies, die andere jenes. Einen Wein auszusuchen, der zu allen einzelnen Komponenten passt, ist eher unwahrscheinlich. Viel mehr zählen die Kombination und der Gesamteindruck.
Ein kräftiger und doch fruchtiger Wein
Nach diesen systematischen Überlegungen beschloss ich, einen kräftigeren und doch fruchtigen Wein zu suchen. Dieser dürfe aus dem Holzfass kommen und eine lebendige Säure mitbringen. Ein Sauvignon Blanc mit Kräuter-Noten zum Beispiel oder ein Gewürztraminer aus dem Elsass könnten gut passen. Aber schlussendlich kam mir die etwas unterschätzte Scheurebe in den Sinn.
Diese trägt Ihren Namen nicht, weil sie schüchtern ist, sondern weil der Züchter, der diese 1916 erfolgreich mit Riesling und einer Wildrebe gekreuzt hatte, Herr Dr. Georg Scheu hieß. Scheurebe hat ähnlich große Ansprüche an die Lagen, wie der Riesling und bevorzugt trockene und karge Böden. Die Rebsorte ist wegen Ihrer späten Reife, guten Säurestruktur und des attraktiven Buketts (der Duft des Weines) im Süßweinbereich sehr beliebt.
Das Weingut Pfeffingen aus Bad Dürkheim in der Pfalz hat sich dieser Rebsorte verschrieben und baut diese in mehreren Qualitäten hochkarätig aus.Der Scheurebe-Weinberg im Hause Pfeffingen befindet sich in einer absoluten Spitzenlage, dem Ungsteiner Herrenberg. Die selektierten, vollreifen Trauben werden von Hand verlesen, gemahlen und für einige Stunden auf der Maische (Brei aus Fruchtfleisch und Kernen) stehen gelassen. Dadurch werden die Aromastoffe optimal freigesetzt. Inspiriert von den großen Weißweinen des Bordeaux wird der Most in Barriquefässern vergoren.
Verkostungsnotiz 2019 Scheurebe -SP- Weingut Pfeffingen, Bad Dürkheim, Pfalz:
Mit einem tiefen, kräftigen Goldgelb und einem edlen Glanz kommt dieser Wein ins Glas. Zunächst rieche ich gelbe, etwas reifere Früchte wie Ananas, es folgt Maracuja, Cassis und etwas Vanille. Diese könnte auf den Holzausbau hinweisen.
Im Gaumen ist die Frucht immer stehts präsent und verspielt, gepaart mit einem kräftigen Körper, feiner Säurestruktur und langem Nachhall. Dieser Tropfen schmiegt sich um das Gericht, die Harmonie ist wunderbar und die Speise gewinnt durch den Wein noch etwas mehr an Finesse und Leichtigkeit.
Na, Lust auf Bärlauch bekommen? Und das in bester Gesellschaft mit der Scheurebe? Traut euch, probiert aus und vor allem! Genießt es!! In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal…. Euer WeinWeib
Weingut Pfeffingen
Es liegt zwischen Bad Dürkheim und Ungstein. Die Familien Fuhrmann und Eymael bewirtschaften umweltschonend und ökologisch 15 ha Rebfläche. Im Sortiment sind neben Riesling, Weißburgunder sowie Scheurebe auch Gewürztraminer und Spätburgunder vertreten. Die besten Lagen sind Weilberg und der Herrenberg. Der Weilberg bringt durch den besonderen Terra Rossa Boden würzige Weine hervor. Im Herrenberg hingegen sind die Weine eher auf der mineralischen Seite. Für die Scheurebe, hat die Familie bereits mehrere Auszeichnungen bekommen und genießt großes Ansehen.
Weingut Pfeffingen Familien Fuhrmann u. Eymael Pfeffingen 2 67098 Bad Dürkheim
Bio:
Gabriela Predatsch, alias das WeinWeib /Sommelière IHK
Der Wein und Ich- Eine große Leidenschaft!
Als ich den Weinkeller meines Ausbildungsbetriebes das erste Mal von innen sah, war´s um mich geschehen. Die unterschiedlichsten Weine aus aller Welt, die andächtigen und zum Teil verstaubten Etiketten und hin und wieder die Möglichkeit das ein oder andere Tröpfchen zu probieren, das war einfach großartig. Ich besuchte die Winzer in der Region, tauschte mich regelmäßig mit Gleichgesinnten auf Messen und Veranstaltungen aus.
Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau zog es mich direkt in die gehobene Gastronomie. Meine Stationen waren unter anderem das Restaurant bachofer in Waiblingen und Oettinger´s Restaurant in Fellbach-Schmiden. Es wurde zu meiner persönlichen Aufgabe, den Gästen den perfekten Abend mit einer stimmigen Weinbegleitung zu bieten. Es folgten nationale und internationale Weinreisen, die mir bis heute in bester Erinnerung bleiben, da es das Schönste ist, den Winzer in seinem Element zu erleben und die Passion hinter seiner Arbeit zu spüren. Die Ausbildung zur Sommelière habe ich 2018 erfolgreich absolviert.
Ich habe das große Glück, meine Leidenschaft zum Beruf machen zu können und in einer wunderbaren Weinregion leben zu dürfen.
Ob eine Privat- oder Firmenfeier, Weinproben aller Art, Sensorik-Kurse oder Seminare für das Fachpersonal, ich kreiere das richtige Angebot für Sie. Ich mache es mir zur Aufgabe, Ihnen Wein verständlich, spannend und lebendig näher zu bringen.
Lassen Sie sich von mir vom Wein begeistern, so wie er mich begeistert!
Neben dem Biegen der Reben, das Kollege Sven Ellwanger schön erklärt hat, stehen im März die Neuanlage von jungen Weinbergen sowie Ausbesserungsarbeiten in den alten Anlagen an. Das Besondere an der Arbeit eines Winzers ist, dass er vom Pflanzen der Reben bis zum Verkauf der Flasche alles selbst gestalten und entscheiden kann.
Wir legen unsere Weinberge mit einer sehr hohen Pflanzdichte aus. Statt wie im Remstal üblich mit circa 5000 Reben pro Hektar pflanzen wir zwischen 7.500 und 15.000 Reben pro Hektar. Dadurch hat jede einzelne Rebe weniger Früchte zu tragen, steht in Konkurrenz zur Nachbarpflanze, wird so schneller kräftig und wurzelt tiefer. Die Qualität der Trauben ist dadurch konzentrierter, die Weine dichter und ausgeglichener.
So legen wir viel Wert auf qualitativ hochwertige Klone (Klon: griech., Zweig. Bedeutet im Weinbau die Produktion eines genetisch identischen Rebstocks), die wir über unsere Partner aus ganz Europa beziehen. Die alten Rebstöcke wurden schon vor zwei Jahren entfernt und den Weinbergen mit einer Brachebegrünung eine Ruhepause gegönnt. Vor der Pflanzung müssen händisch alle größeren Steine aufgelesen werden und eine lockere Bodenstruktur geschaffen werden. In den Tagen nach der Pflanzung gießen wir alle unsere Reben an und säen zwischen den Reihen eine artenreiche Begrünung ein. Diese dient der Festigung der Bodenstruktur, einer optimalen Durchwurzelung der oberen Bodenschicht, schützt vor Erosion durch Wind und Wasser und dient zudem einem langfristigen Humusaufbau in unseren Weinbergen.
In diesem Jahr haben wir Chardonnay gepflanzt, in Korb und Großheppach. Wir freuen uns schon auf die ersten Weine aus diesen neuen Anlagen, die wir allerdings frühestens aus dem Jahrgang 2024 erwarten! Neben dem Erstellen der Neuanlagen statten wir die Weine im Lager für euch aus und kümmern uns um unsere Barriques im Keller. Wobei Letzteres natürlich das ganze Jahr über notwendig ist.
Ein weiterer Blick in die „zweite Reihe“ im Remstal
von Martin Rieg, (Albert Weinstein)
Die zweite Reihe? Klar, das klingt zunächst nicht schmeichelhaft. Ein genauerer Blick auf eine Handvoll sehr interessanter Betriebe im Remstal und in Stuttgart lohnt aber mehr denn je.
Zunächst wieder die Begriffsklärung. Wer oder was ist eigentlich die „zweite Reihe“? Sagen wir so: Winzer und Wengerter in der „zweiten Reihe“, haben zwar durchaus lokale Bekanntheit und Wertschätzung erlangt und sind auch bei Weinführern wie Eichelmann und Co. gelistet, Sie zählen dort aber (noch) nicht zu den Spitzenbetrieben. Nichts desto trotz, schaffen es bei renommierten Wettbewerben immer wieder Weine von diesen Betrieben überragende Platzierungen zu erzielen. Interessant ist das nicht nur Qualitativ, sondern auch im Hinblick auf das Preis-Genussverhältnis. Das ist bei einigen Weinen geradezu sensationell. Ein genauer Blick lohnt also durchaus.
Zusammen. Gewachsen. So titulieren Barbara und Julian Singer auf Ihrer Webseite. Beide stammen aus Winzerfamilien mit einer 500-jährigen Weinbautradition die durch die Heirat von Barbara (Bader) und Julian (Singer) zu einem Betrieb zusammengewachsen sind. Das war aber erst der Anfang.
Ein gut sichtbares Statement für den Aufbruch in eine neue Ära ist der „WEINKORB“, die Vinothek des Weingutes in Korb. Dort lassen sich in einer angenehm durchgestylten Atmosphäre nicht nur die Weine verkosten sondern (zumindest in normalen Zeiten) auch gesellige Stunden verbringen.
Überhaupt spielt eine ansprechende Gestaltung eine große Rolle beim Auftritt des Weingutes. Die Weine von Singer-Bader sind in eigens designte Schlegelflaschen abgefüllt und das markante Logo findest sich nicht nur an der Fassade des WEINKORBS sondern natürlich auf den Etiketten der Weine.
Singer / Bader kann aber nicht nur schön, sondern auch ganz schön gut. Und seit 2020 auch BIO. Das Weingut ist Mitglied bei Bioland und folgt den entsprechenden Vorgaben. Passend zu dieser Philosophie beschäftigten sich die rührigen Winzer auch mit PIWI-Sorten. Das sind pilzresistente Neuzüchtungen die den Einsatz entsprechender Spritzmittel überflüssig machen.
Singer – Bader. Hier wird natürlich gearbeitet
Blick auf Korb
Mohnblüte im Weinberg
Weinbau nach BIOLAND- Vorgaben
Besonders der STEINREINACHER CABERTIN steht hoch in der Gunst der Kunden und auch auf professioneller Ebene schlägt der Wein ein. Beim eigens für PIWI-Sorten ausgerichteten Internationalen PIWI-Weinpreis der 2020 zum 10. Mal ausgerichtet wurde, konnte der 18er CABERTIN 91 Punkte und eine Goldmedaille erringen. Der letzte Jahrgang Wein war auch schnell ausverkauft. Der neue Jahrgang 19 wurde aber kürzlich abgefüllt und ihr findet demnächst eine Rezession darüber in der Albert-Weinstein Rubrik, da mich der Wein in Sachen Preis-Genussverhältniss bislang absolut überzeugt hat.
Steht hoch in der Gunst der Kunden: Der STEINREINRACHER CABERTIN
Auch bei den traditionellen Rebsorten kann Singer – Bader punkten. Eine Albert-Weinstein Empfehlung ist sicherlich der STETTENER LEMBERGER, der mit seiner tiefroten Farbe und komplexen Aromen nach Brombeeren, dunklen Kirschen Lust auf den nächsten Schluck macht. Am Gaumen zeigt sich der Wein vollmundig und kräftig und mit angenehmen Säurespiel.
Wer es eher international mag, sollte sich den KORBER CABERNET, eine geradezu opulente Rotwein-Cuvee aus Cabernet-Franc und Cabernet Sauvignon, nicht entgehen lassen. Der im Moment im Verkauf befindliche Jahrgang 2016er zeigt sich vollmundig und kräftig mit den typischen Cabernet-Aromen nach Chassis, grüner Paprika und einem deutlichen Raucharoma. Ein Wein der bei einer Blindverkostung sicherlich den einen oder anderen Weinkenner mit seiner Württemberger Herkunft (positiv) überraschen würde und mit seinen 10,80 EUR auch einen schwabenfreundlichen Preis bietet.
Der WEINKORB, die Vinothek von Singer – Bader in Korb (C) Singer-Bader
Noch mehr aus der „zweiten. Reihe“ gibt es hier in Kürze. Dann im Fokus das Weingut Sterneisen in Remshalden. Für Albert der Senkrechtstarter-Newcomer-Garagenwein-Betrieb schlechthin .
Meine Name ist Albert. Also eigentlich Martin, Ich trinke leidenschaftlich gerne Wein.
Irgendwie wurde ich daher zum Weinberater für viele Freunde und Bekannte. Und irgendwie schreibe ich ganz gerne. Weine bewerte ich grundsätzlich mit meinem eigenen, völlig subjektiven, für Profis völlig unsinningen Bewertungssystem. Das wende ich übrigens schon seit Jahren auf Weinproben an und habe damit manchen Händler in den Wahnsinn getrieben. Ich finde aber das es funktioniert, Schließlich ist alles relativ:auch das Weintrinken. Viel Spaß damit.
Kennt ihr Weingüter von denen Ihr findet sie sind „im kommen“? Mich faszinieren besonders Betriebe, die interessante, individuelle Weine zu vernünftigen Preisen bieten. Schreibt mir: mr@winestr.de
Manch eine Kombination aus Speise und Wein harmoniert einfach wunderbar zusammen. Jedes Mal, wenn mir das gelingt, freue ich mich wie ein kleines Kind. Doch das richtige Match zu finden ist manchmal gar nicht so leicht. Mein Name ist Gabriela Predatsch alias das „WeinWeib“ und ich möchte mit euch monatlich mein persönliches „Super-Match“ teilen.
Die Arbeit als Sommelière hat mich geschult, den passenden Tropfen für die jeweiligen Gänge auszusuchen. Sobald das Menü fertig war und die Gerichte von mir im Kopf in mehrere Teile „zerlegt“, gab es meist eine Anzahl von Möglichkeiten. Oft ist man auf dem richtigen Weg, wenn sich die Aromen im Wein und in der Speise wiederfinden und sich somit ergänzen.
Auf viele Erfolge folgten aber auch Enttäuschungen, denn die Verkostung allein gibt nicht immer Aufschluss auf die im Kopf hergestellte Harmonie zwischen einem Gericht und dem jeweiligen Wein. Die verschiedenen Garmethoden, die Beschaffenheit der Zutaten, der Säure-oder-Süßegehalt. Meine Erfahrung zeigt mir, dass es sich lohnt, auf sein Bauchgefühl zu hören. So suche ich immer wieder Weine aus, die der Gast von selbst möglicherweise nicht bestellen würde. Beim Resultat sind viele positiv überrascht, der Horizont wird erweitert und ich konnte dem Gast eine kleine Freude und ein Erlebnis bieten.
In den letzten Wochen habe ich mich intensiver mit dem Ahrwein beschäftigt und hatte noch dieses wunderbare Fläschchen 2016er Spätburgunder „J“ vom Weingut Jean Stodden im Keller. Es war schnell klar, was ich kochen und mit diesem Wein kombinieren möchte.
Die schöne Rinderroulade!
Es gibt sie in vielen Varianten. Ich persönlich liebe ja Schmorgerichte, wenn das Fleisch nach stundenlangem vor sich hin köcheln auseinanderfällt und die Jus extrem einreduziert ist. Die Aromen in der Soße sind würzig, intensiv und benötigen meiner Meinung nach einem Partner im Glas, der eine gewisse Säure und Würzigkeit mit sich bringt, um nicht unterzugehen. Ein Spätburgunder oder Pinot Noir sind hierfür eine sehr gute Wahl. Zu meiner Variation der Rouladen gab es eine einfache, cremige Polenta mit frischem Thymian. Der Star ist definitiv das butterweiche Fleisch mit der intensiven Soße oder wie mein ehemaliger Küchenchef sagen würde: „das flüssige Gold“. Der Wein soll in erster Linie zum Fleisch und der Soße passen
Verkostungsnotiz 2016er Spätburgunder „J“ vom Weingut Jean Stodden:
Mit hellem Rubinrot und fast durchsichtigen Rändern zeigt sich dieser Spätburgunder im Glas. In der Nase besticht er mit Waldbeeren, Brombeeren und etwas Sauerkirsche. Außerdem kommen würzige und leicht rauchige Noten hinzu. Im Gaumen erlebe ich eine kleine und doch subtile Explosion. Die Frucht ist präsent und dennoch in keiner Sekunde aufdringlich, die Säure ist sehr fokussiert und unheimlich adstringierend. Die Frucht beflügelt das Geschmackserlebnis der Rouladen und die würzigen Aromen ergänzen sich gegenseitig einfach wunderbar. Welch ein Match! Absolut zu empfehlen!
Es gibt immer viele Möglichkeiten und jeder hat seinen eigenen Geschmack, probiert euch aus, teilt gerne euren persönlichen Erfahrungen mit mir und genießt weiterhin das Leben! Bis zum nächsten „Super Match“
Weingut Stodden von der Ahr
Das Weingut Stodden von der Ahr hat eine lange Geschichte. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Weinbau in der Familie. Auf den kargen Schieferböden gedeihen Spätburgunder und Rieslinge der Extraklasse. Die Lagen, die sich auf etwa 7 Ha verteilen, heißen u.a. Recher Herrenberg, Ahrweiler Rosenthal, Neuenahrer Sonnenberg, Mayschosser Mönchberg und Dernauer Hardtberg. Der Kellermeister Alexander Stodden hat sich persönlich dem Spätburgunder verschrieben, sein Ziel ist es, stetig besser zu werden.
Das Ahrtal ist ein besonderes Anbaugebiet, von den ca. 524 Ha sind ca. 83% mit Rotwein bestockt. Diese befinden sich über 68% in Steillage. Es wird zu 100% von Hand gelesen, das erklärt den oft höheren Preis der Weine. Das mediterrane Klima beschert den Trauben optimale Voraussetzungen. Felsen und Schiefer speichern die Sonnenwärme und geben diese in der Nacht wieder an die Reben ab.
Jean Stodden Das Rotweingut Rotweinstrasse 7-9 53506 Rech/Ahr
Bio:
Gabriela Predatsch, alias das WeinWeib /Sommelière IHK
Der Wein und Ich- Eine große Leidenschaft!
Als ich den Weinkeller meines Ausbildungsbetriebes das erste Mal von innen sah, war´s um mich geschehen. Die unterschiedlichsten Weine aus aller Welt, die andächtigen und zum Teil verstaubten Etiketten und hin und wieder die Möglichkeit das ein oder andere Tröpfchen zu probieren, das war einfach großartig. Ich besuchte die Winzer in der Region, tauschte mich regelmäßig mit Gleichgesinnten auf Messen und Veranstaltungen aus.
Nach der Ausbildung zur Restaurantfachfrau zog es mich direkt in die gehobene Gastronomie. Meine Stationen waren unter anderem das Restaurant bachofer in Waiblingen und Oettinger´s Restaurant in Fellbach-Schmiden. Es wurde zu meiner persönlichen Aufgabe, den Gästen den perfekten Abend mit einer stimmigen Weinbegleitung zu bieten. Es folgten nationale und internationale Weinreisen, die mir bis heute in bester Erinnerung bleiben, da es das Schönste ist, den Winzer in seinem Element zu erleben und die Passion hinter seiner Arbeit zu spüren. Die Ausbildung zur Sommelière habe ich 2018 erfolgreich absolviert.
Ich habe das große Glück, meine Leidenschaft zum Beruf machen zu können und in einer wunderbaren Weinregion leben zu dürfen.
Ob eine Privat- oder Firmenfeier, Weinproben aller Art, Sensorik-Kurse oder Seminare für das Fachpersonal, ich kreiere das richtige Angebot für Sie. Ich mache es mir zur Aufgabe, Ihnen Wein verständlich, spannend und lebendig näher zu bringen.
Lassen Sie sich von mir vom Wein begeistern, so wie er mich begeistert!
Am Freitag 12.3. und Samstag 13.3.21 aus dem Besen vom Weingut 70469R! Stuttgart – Feuerbach abholen
von Fabian Rajtschan „Advertorial“
Ganz besonders jetzt in der traditionellen Besenzeit wird mir schmerzlich bewusst, wie sehr mir der direkte Kontakt, der Austausch und das Lachen mit unseren Kunden fehlt. Jedes Mal, wenn ich in die Räume unserer Besenwirtschaft dr’Emil gehe, vermisse ich das Stimmenwirrwarr, den Klang klingender Gläser und das Gefühl ausgelassener Heiterkeit in der Luft. Und so habe ich mit meiner Familie überlegt, wie wir zumindest etwas Besenstimmung in diesen März bringen und Sie (an die besonderen Erfordernisse angepasst) sehen können. Das Ergebnis ist unser dr’Emil für zu Hause Konzept.
Wir bieten Ihnen noch dieses Wochenende am Freitag 12.3. und Samstag 13.3. von 17:00 bis 19:30 Uhr Gerichte zum Mitnehmen an. Diese können Sie auf unserer Webseite unter www.70469r.de/besenwirtschaft auswählen und per Mail an: info@70469r.de oder telefonisch unter: 0711 1229 5385 bestellen. Hierbei gleich Ihre Wunschabholzeit angeben, damit wir Ihre Abholung reibungslos organisieren können und auch noch Zeit für ein paar wohltuende Worte bleibt. Dabei bitten wir um Bestellung bis Donnerstagabend. Danach gilt das Angebot solange der Vorrat reicht. Zur vereinbarten Abholzeit kommen Sie zu uns in den Besen, suchen sich noch die passenden Weine zum Essen aus – da beraten wir Sie natürlich gern – und nehmen Ihr Essen dann in der nachhaltigen reCIRCLE Mehrwegbox (https://www.recircle.de) mit nach Hause, um es dort in Ruhe zu genießen.
Selbstverständlich haben wir auch immer ein paar perfekt temperierte Fläschchen unserer Weine vorrätig. Neu dabei ist unser Rosé WIND in der 0,25 l Flasche für den kleinen Durst.
Die Mehrwertboxen von reCIRCLE leihen Sie bei uns für 10€ Pfand und können Sie beim nächsten mal wieder befüllen lassen, oder bei einem der reCIRCLE Partner (Hier geht es zur Übersicht aller Partner https://www.recircle.de/karte) zurück geben.
Dies kann natürlich das Besenfeeling nicht ersetzen aber zumindest den Besenduft und den typischen Geschmack zu Ihnen nach Hause zaubern.
Warum 70469R! Wein?Weil ich, Fabian Rajtschan, all mein Können, meine Kraft und mein Herzblut einsetzte um, im Einklang mit der Natur, Stuttgarter Wein für Stuttgarter Genießer gedeihen zu lassen.Bei mir gibt es kein Schischi, dafür umso mehr Herzlichkeit und einfach guten Wein.