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  • Top-Platz an der Côte d’Azur und Weine aus dem Bandol

    Top-Platz an der Côte d’Azur und Weine aus dem Bandol

    Golf trifft Wein – Golfspaß mit Genuß verbinden

    von Kai Wunner

    Warum nicht das Spielen eines schönen Golfplatzes mit dem Besuch eines guten Weingutes verbinden? In der Reihe „Golf trifft Wein“ zieht es uns diesmal an die Côte d’Azur. Der Golfplatz Fregate auf den Anhöhen des Bandol, oberhalb von Saint-Cyr-Sur-Mer, empfängt einen am Rande von Pinien, Olivenbäumen und Weinreben und mit traumhaften Blicken aufs Meer. Angrenzend liegt die Appellation Bandol, wie ein Amphitheater oberhalb der Stadt Bandol, zwischen Marseille und Toulon gelegen. Die Weingüter Domaine de Terrebrune und die Domaine Antiane sind zwei sehr unterschiedliche, aber sehr interessante Beispiele, für die rund 70 Weingüter der Region, die man gut mit dem Besuch des Golfplatzes verbinden kann.

    Der Golfplatz Frégate, entworfen von Ronald Fream, besteht aus zwei Anlagen: Den 18-Loch-Platz Frégate, Par 71, 6.084m und den 9-Loch-Platz Frégalon, Par 29, 1.700m. Er gehört definitiv auf die Bucket-List für reiselustige Golfer. Insbesondere der große Platz besticht mit abwechslungsreichen, teils spektakulären Spielbahnen und einer wunderbaren Aussicht auf die Cote Azur.

    Fordernde Spielbahnen mit fantastischer Aussicht

    Highlights sind gleich mal die Löcher drei bis fünf. Ersteres ein langes PAR 3 umgeben von beeindruckenden Felsen mit einem mächtigen, sehr onduliertem Grün, das von reichlich Bunkern verteidigt wird. Es folgt die Bahn 4, ein kurzes PAR 4, mit einem schmalen Fairway, der über felsige Stufen führt, und einen mutigen oder alternativ einen strategischen geschickten Abschlag erfordert. Gleich im Anschluss folgt ein weiteres PAR 4, an dem der Drive über den See diverse Optionen anbietet: Kurz über das Wasser und ein weiter Schlag auf ein kleines Grün, an einem weiteren kleinen See gelegen. Oder mutig den langen Weg über den See und nur einen kleinen Pitch aufs Grün.

    Loch 3 vom Abschlag. Foto Kai Wunner
    Blick auf des Grün von Bahn 5. Foto Kai Wunner

    Danach führen die Spielbahnen abwechslungsreich Richtung Meer bevor die vier Schlusslöcher durch ein schmales Tal noch einmal höchste Präzision erfordern.

    Grün mit Meerblick. Foto Kai Wunner

    Und noch ein Grün mit Meerblick. Foto Kai Wunner
    Abschlag der Bahn 17 ins schmale Tal. Foto Kai Wunner

    Der Frégalon Course mit seinen 9 Löchern ist ideal für Anfänger, bietet aber auch tolle Aussichten auf das Meer. Nach der Runde empfängt einen Loch 19. Das Clubrestaurant liegt am Fuße des großen Hotelresorts**** Le Frégate Provence, das zwar ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber alle Annehmlichkeiten wie ein beheiztes Hallenbad, Sothys-Wellnessbereich, Sauna, Außenpools, Tennis und Boule bietet.

    Blick auf das Hotelresort**** Le Frégate Provence vom 18. Grün. Foto Kai Wunner

    Nach einer entspannten Runde mit einem netten französischen Flightpartner kam beim Small Talk auf der Terrasse der 19 das Thema eines Weingutbesuchs auf. Der freundliche Mitspieler ließ und daraufhin überhaupt keine Wahl und rief ein befreundetes Weingut an und reservierte einen Verkostungstermin in der Domaine de Terrebrune. Völlig unbedarft fuhren wir ins Weingut und wurden herzlichst empfangen und zur Besichtigung eingeladen, deren Finale die Verkostung war.

    Ein Besuch in der Domaine de Terrebrune

    Das Weinanbaugebiet Bandol ist ein sogenannter Hidden Champion, ist es doch relativ klein und unbekannt im Vergleich zu Bordeaux oder Burgund. Seit über 2000 Jahren ist der Anbau von Weinreben und Olivenbäumen Tradition im Bandol. Im Norden das Sainte-Baume-Massiv, im Süden das Mittelmeer, im Westen das Cap Canaille und im Osten das Gros-Cerveau-Massiv, alle diese Berge sorgen für ein natürliches Amphitheater mit Rebbergen mit Blick auf das Mittelmeer.

    Ursprüngliche aus Katalonien stammend, hat die Rebsorte Mourvèdre im südfranzösischen Bandol ein zweites Zuhause gefunden. Diese Trauben stehen für kräftige Tannine, die vom Winzer gebändigt werden müssen. Das Bandol wird geschätzt für seine temperamentvollen, äußerst lagerfähigen Weine, die durchaus mehrere Jahrzehnte im Keller reifen können. Aber da der Markt das Geschäft bestimmt, der typische Wein, für die Provence ist nun mal der Rosé, wird immer mehr Mourvèdre hell ausgebaut. Dieser kann dank der kräftigen Mourvèdre-Trauben allerdings deutlich länger liegen als die typischen leichten Rosés der Provence.

    Foto Kai Wunner

    Dass wir nichts ahnend zu einem der besten Winzer des Bandol geführt worden sind, war wohl Schicksal. Die Begegnung mit Winzer Reynald Delille war beeindruckend. Die Weine gut gereift und vorzüglich. Besonders spannend war ein 2001er Rose, der extra für uns aufgemacht wurde, um die Langlebigkeit seiner Weine zu demonstrieren.

    Reynald Delille mit Mitarbeiterin im Verkostungskeller. Foto Kai Wunner
    Ein typisches Eichenfass im Weinkeller. Foto Kai Wunner

    Sein Vorzeigewein ist aber natürlich der Rotwein, der mindestens 18 Monate im Eichenfuder ausgebaut werden muss. Die Ernte erfolgt obligatorisch per Hand. Der Ertrag ist per Pflichtenheft auf maximal 40 Hektoliter pro Hektar limitiert, liegt tatsächlich jedoch eher bei 31 Hektoliter pro Hektar. Wie gut die Weine von Ihm sind, wurde mir erst klar, als ich in der Dezemberausgabe des Weinmagazins Vinum die Top 10 Frankreich 2025 studierte. Ein starker 8. Platz im Wettbewerb mit den Topregionen Frankreichs!

    Ein glückliches Zusammentreffen beim Dinner

    Abends ging es dann zum Dinner spontan an die Promenade von Saint-Cyr-Sur-Mer und wir haben nicht nur ein ausgezeichnetes Restaurant mit inspirierender Weinkarte gefunden. Im es/pacio gab es nicht nur besonderes Essen und Wein, sondern auch noch eine außergewöhnliche Begegnung. Am Nachbartisch saß ein älteres Pärchen, die uns spontan von Ihrem wunderbaren Sancerre probieren ließen. Man kam dann so ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass die zwei die Domaine Antiane im Bandol betreiben.

    Dinner im es/pacio. Fotos KW

    Winzerin Pascale Charreton und Ihr luxemburgischer Partner Patrick haben 2010 die Reben auf dem Gelände eines ehemaligen Tennisclubs gepflanzt. Ihr kleines Weingut liegt, umgeben von einem Pinienwald, in einem kleinen, 3 Hektar großen, nach Süden ausgerichteten Talkessel, der von jahrhundertealten Olivenbäumen umrandet ist.

    Blick von Le Castellet.
    Sonnenaufgang mit Nebel.
    Das Covid-Bänkchen im Weinberg. Fotos Domaine Antiane

    Der Boden ist lehmig-kalkhaltig, steinig, und die Wurzeln suchen das Wasser in mehreren Metern Tiefe: Dort nutzen sie alle Reichtümer des Terroirs. Es war ein sehr angenehmer Abend und man tauschte einfach mal die Kontaktdaten aus. Wieder zurück in der Heimat stand überraschend ein Paket mit 6 Flaschen ihres Weins vor der Tür.

    Mourvèdre-Traube
    Abfüllarbeiten
    Leider ausverkauft! Fotos Domaine Antiane

    Fazit

    Das Bandol ist ein lohnenswertes Reiseziel, dass auch nicht ganz so überlaufen ist, wie die Hotspots in der Provence. Aber insbesondere auch die weitere Landschaft von Bandol über La Ciotat, Cassis und weiter Richtung Marseille, mit dem Naturwunder Calanques: Klares, türkisfarbenes Wasser in der Bucht und steil ins Meer abfallende Kalksteinklippen, die kleine Fjorde bilden. Für den Golfer gibt es dort noch einige interessante Golfplätze zu erkunden. Nach dem Herbsterlebnis werden wir uns bestimmt demnächst mal den Frühling dort anschauen.

    Blick über den Yachthafen von Cassis. Foto Kai Wunner

    Mehr zur Region und den Golfplätzen findet man unter den folgenden Links:

    Fregate Golf

    Domaine de Terrebrune

    Domaine Antiane

    Bandol-Informationen

    Übersicht Golfen an der Côte d’Azur

  • Mt Difficulty Wines – Central Otago, Südinsel

    Mt Difficulty Wines – Central Otago, Südinsel

    Weintour Neuseeland Stop #3

    von Kai Wunner

    Auf unserer Erkundung von Central Otago erkundeten wir schon Kinross Wines und Te Kano. Auf der anderen Straßenseite der Felton Road in Bannockburn, genau gegenüber von Te Kano liegt Mt Difficulty Wines bergaufwärts auf der linken Seite vom Kawarau-Fluss aus kommend. Bannockburn, liegt am Fuße des Mount Difficulty am südlichen Ende des Cromwell-Beckens. Der gleichnamige Berg ist namensgebend für das Weingut und bewirkt ein einzigartiges Mikroklima mit großen Termperaturunterschieden im Tagesverlauf und einem langen, kühlen, trockenen Herbst. Die Weine spiegeln die Besonderheit des Ort authentisch wider.

    Ein Statement setzt der Werbetruck in den Bergen des Weinguts. Foto Kai Wunner

    Mt Difficulty Wines – nicht nur Wein probieren sondern auch hervorragendes Essen genießen.

    Das Weingut wurde in den 1990er Jahren mit fünf neu angelegten Weinbergen in Bannockburn gegründet. Der erste Jahrgang unter dem Label Mt Difficulty wurde 1998 produziert und warPinot Noir und Chardonnay. Hinzugekommen sind Weingärten in ganz Central Otago, von Gibbston über Lowburn Valley bis nach Bendigo. Central Otago bietet Neuseelands einziges „kontinentales“ Klima in Kombination mit einzigartigen Böden, die sich ideal für den Anbau von Pinot Noir, Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc und Pinot Gris eignen. Es wird aber auch mit Chenin Blanc und Syrah experimentiert.

    Mt Difficulty Label

    Das relativ hohe Rebalter verleiht den Weinen der klassischen Serie, insbesondere den Pinot Noirs, eine hohe Komplexität und Konzentration die außergewöhnliche Weine ermöglichen. Seit 2001 werden immer mehr Weine in Einzellagen ausgebaut, welche die Einzigartigkeit von Mikroklima und Böden betonen.

    Roaring Meg Label

    Der Name steht sinnbildlich für die lauten reißenden Flüße in Central Otago, die nach einer offenherzigen, lauten aus der Goldgräberzeit benannt wurden. Dies spiegelt sich auch in den Weinen des Labels wieder: junge frurchtbetonte Weine aus Pinot Noir, Pinot Gris und Sauvignon Blanc für ein Easy-Drinking. Diese sollen eine Alternative zu den eher klassischen Weinen des Mt C´ifficulty Label bieten.

    Cellar Door und Restaurant

    Der Cellar Door (Tasting-Room) und das Restaurant liegen hoch über dem Weingut ,auf einem Felsvorsprung mit Blick über das Cromwell-Basin bis zum Lake Dunstan. Probiert werden können im Prinzip alle Weine, bis hin zu den den Top Pinot Noirs, die uns entsprechend beeindruckt haben. Das Restaurant ist berühmt für seine Küche und wie wir mit Bedauern feststellen mussten, ohne längerfristige Reservierung vorab nicht zu besuchen. Aber die nette Dame bei der Verkostung machte aus unserer Not eine Tugend und empfahl uns den Besuch der Carrick Winery&Restaurant zum Mittagessen. Ein Tipp der sich lohnte und auf den der nächste Bericht näher eingeht.

    Das Tasting der Top Pinot Noirs. Foto Kai Wunner

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Te Kano Winery – Central Otago,

    Te Kano Winery – Central Otago,

    Weintour Neuseeland Stop #2

    von Kai Wunner

    In Teil eins unseres Reiseberichts erkundeten wir von Queenstown aus das Tor von Central Otago. Dieses ist die südlichste Weinregion der Welt. Mit 200-450 m über dem Meeresspiegel ist sie zudem die höchstgelegene Weinregion Neuseelands. Central Otago ist nach Meinung vieler Experten eine der besten Pinot-Noir-Region der Welt. Von Gibbston aus ging es weiter nach Bannockburn, genauer gesagt in die Felton Road, an der gleich zwei namhafte Weingüter liegen. Das Weingut Te Kano rechts der Straße und Mt Difficulty Wines am Berg auf der linken Seite vom Kawarau-Fluss aus kommend auf das wir im nächsten Bericht zurückkommen werden.

    Te Kano – Freitragend über der unglaublichen Landschaft des Kawarau-Flusses

    Eingebettet zwischen den Weinreben des Eliza-Weinbergs und dem Kawarau-Flusses liegt das Te Kano Estate. ggründet von Rhonda Lloyd, einer Kalifornierin, die sich in einen Neuseeländer und in sein Land verliebte. Die vier Weinberge des Weinguts stehen für verschiedene Rebsorten. Northburn mit überwiegend Chardonnay, Pinot Noir und etwas Gamay Noir, Cabernet Franc, Pinot Gris and Sauvignon Blanc, Jerome (Bannockburn) steht vor allem für Pinot Noir etwas Pinot Gris und Chardonnay. Eliza (Bannockburn) erstreckt sich über eine Schwemmlandterrasse vom Rand der berühmten Felton Road bis zum Ufer des Kawarau River. Die mit Thymian bedeckten Hänge tragen eine deutliche Note getrockneter Kräuter zu den reichen Aromen dunkler Kirschen und Pflaumen bei, die typisch für Pinot Noir sind, der auf Lehmböden angebaut wird. Der Weinberg Waitaki in Kurow North Otago liegt höher und kühler. Er steht für Pinot Noir, Pinot Gris, Chardonnay, Gewurtztraminer und Riesling.

    Wilder Thymian und Weinreben über dem Kawarau-Fluss auf dem Ta Kano Estate. Foto Kai Wunner

    Central Otago war schon immer eher eine karge Landschaft mit eiskalten Wintern und heißen Sommern, die von Goldsuchern enorm verändert wurde. Brandrodungen in der Landwirtschaft, sollten den Weg für neues Weide- und Weideland freimachen un änderten das Land massiv. Te Kano engagiert sich, um einige der angerichteten Schäden zu beseitigen mit nachhaltigen Arbeitsweisen.

    Impressionen des Weinguts Te Kano. Fotos Kai Wunner

    Die einfacheren Weine sind in der Life Series zusammengefasst und zeigen den typischen Charakter von Central Otago. Die Land Series steht für Lagenweine, die den Ausdruck der Böden der Weinberge in Bannockburn, Northburn und Waitaki deutlich werden lassen sollen, alle Hand geerntet und in extrem kleinen Mengen hergestellt.

    Eine Rarität ist der Te Kano Northburn Gamay, eine Rebsorte die man sonst aus dem Beaujolais in Frankreich kennt. Er ist ein Spiegelbild des einzigartigen Territoriums von Northburn. Aromen frischer roter Beeren vereinen sich mit der charakteristischen Nase getrockneter Kräuter und verleihen dem Bouquet den Eindruck eines Waldbodens. Frische, schieferartige Tannine und lebendige Säure umschlingen einen Kern aus leuchtend roten Früchten und herzhaft-würzigen Noten. Ein komplexer und faszinierender Wein, der sich im Glas schichtweise entfaltet.

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Kinross Winery – Central Otago, Südinsel

    Kinross Winery – Central Otago, Südinsel

    Weintour Neuseeland Stop #1

    von Kai Wunner

    Das Weingut Kinross, in Gibbston, dem Tor zur Weinregion Central Otago, war unser erstes Ziel, und gleich ein Volltreffer. Der herzlichen Begrüßung durch Liam vom Weingut folgte eine fantastische Weinprobe mit Schwerpunkt auf Pinot Noir und Chardonnay. Cellar Door ist die Bezeichnung für die Weinprobierstuben in Neuseeland, und Kinross bietet gleich 4 weitere erstklassige benachbarte Boutique-Weingüter ergänzend zu den eigenen Weinen zum Probieren an.

    Cellardoor Kinross Winery. Foto Kai Wunner

    Wild Irishman Wines, gegründet von der irischen Weinmacher Legende und Pionier Alan Brady, steht für erstklassigen Pinot Noir. Wie er selbst sagt, war er als Einziger verrückt genug, mit Gibbston Valley Wines und Valli gleich zwei Weingüter zu gründen und kam aus dem Ruhestand zurück für das aktuelle Projekt.

    Das Weingut Valli ist ebenso Pinot Noir-lastig und wird mittlerweile von Grant Taylor, einem der höchst dekorierten Weinmacher Neuseelands, und von Jen Parr geführt. Valli steht auch für Weine aus den Teilregionen von Otago, wie Bendigo, Waitaki, Bannockburn und Gibbston in außerordentlicher Qualität.

    Impressionen von der Kinross Winery. Fotos Kai Wunner

    Coal Pit Vineyard von Rosie Dunphy und ihrem weiblichen Führungsteam, ist spezialisiert auf Pinot Noir und Sauvignon Blanc von den wärmsten Nordhängen in Gibbston. Mit Ihren Einzellagen-Weinen, wie dem ikonischen Flaggschiffwein, „Tiwha“ Pinot Noir, stehen sie für höchste Qualität.

    Hawkshead ist das Weingut vom ehemaligen neuseeländischen Minister für Naturschutz Denis Marshall’ und seiner Frau Ulrike. Ihre Weinbau- und Weinherstellungsphilosophie ist kompromisslos und der Großteil der Arbeiten im Weinberg wird von Hand ausgeführt, alles nach den Standards von Sustainable Wine Growing New Zealand.

    Einmal durch die Weine von Kinross und deren Partnerweingüter getrunken. Foto Kai Wunner

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Central Otago, Südinsel

    Central Otago, Südinsel

    Weintour Neuseeland Südinsel

    von Kai Wunner

    Eine Reise nach Neuseeland eröffnet nicht nur neue Horizonte, sondern ist der Besuch faszinierender Landschaften und unwahrscheinlich freundlicher Menschen. Als Weinfreund muss man natürlich die Weingüter erkunden, die es überall im ganzen Land gibt. Alleine auf der Nordinsel gibt es mit Northland, Auckland, Bay of Plenty/Waikato, Gisborne, Hawke’s Bay und Wairarapa sieben verschiedene Weinregionen. Auf der Südinsel findet man neben dem bekanntesten Anbaugebiet von Marlborough mit Nelson, Canterbury Waipara Valley, Wiataki Valley und Central Otago nochmal sechs weitere Weinregionen.

    Queenstown mit Lake Wakatipu. Foto Kai Wunner

    Queenstown – das Herz der neuseeländischen Alpen

    Unsere Reise startete mit dem Besuch von Queenstown, der Stadt am Lake Wakatipu, dem Epizentrum für Actionfans aller Couleur. Die eigentlich beschauliche Stadt, mit um die 20.000 Einwohner, ist das meistbesuchte Reiseziel in den neuseeländischen Alpen. Von dort ist es nur eine 45-minütige Fahrt in das Weinanbaugebiet von Central Otago, der höchst- und weltweit südlichstgelegenen Weinregion der Welt. Wegen des Cool-Climate wird hier überwiegend Pinot Noir angebaut, ergänzt durch Chardonnay, Riesling und Grauburgunder.

    Das Weingut Kinross, in Gibbston, dem Tor zur Weinregion Central Otago, war der Start für einen tollen Weintrip. Es folgten Besuche der Weingüter Te Kano, Mt Difficulty Wines und Carrick in Bannockburn im Herzen von Central Otago. Alle 4 Weingüter werden in einem eigenen kleinen Bericht vorgestellt. Bevor es dann auf der Nordinsel mit ausgewählten Weingütern weitergeht. Stay tuned!

    Zum Autor:

    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.

  • Heitlinger Golfresort – WEINGÜTER HEITLINGER & BURG RAVENSBURG

    Heitlinger Golfresort – WEINGÜTER HEITLINGER & BURG RAVENSBURG

    Golf trifft Wein – Visionäre Weine und traditionelles Winzertum

    von Kai Wunner

    Selten eignet sich ein Golfplatz so gut für die Reihe „Golf trifft Wein“ wie das Heitlinger Golfresort. In den sanft geschwungenen Hügeln und Weinbergen des Kraichgau gelegen, gerade mal eine Autostunde von der Metropolregion Stuttgart entfernt, liegt der Golfplatz des Heitlinger Golfresort sowie die Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg.

    Inhaber Heinz Heiler hat aus dem ehemaligen Baden Golf & Country Club mit seinem 18-Loch-Meisterschaftskurs und dem 6-Loch-Kurzplatz ein echtes Vorzeigeprojekt gemacht. Zur Komplettierung der HEITLINGER Genusswelten kam als letzter Baustein 2018 das neue Golf-Clubhaus mit Caddyhalle hinzu. Perfekte, ansprechende Architektur, wie es auch auf das ebenfalls mit Heilerscher Perfektion errichtete angrenzende Hotel und Weingut zutrifft. Modernes Hotel-Design, zwei Weingüter vom Feinsten sowie ein Clubrestaurant mit variablen Veranstaltungsräumen locken zu einem Kurztrip für den golfspielenden Genießer.

    Der 18-Loch Meisterschaftsplatz

    Der hügelige Platz mitten in den Weinbergen fordert Golfer jeder Spielstärke. Es gilt Wälder, Seen und sogar einen Weinberg zu überspielen. Die 18 Bahnen mit einer Länge von 6.095 Meter kreuzen und folgen zuerst dem Tal des Katzbaches, um sich dann auf den zweiten neun Löchern über die typischen Hügel des Kraichgaus zu erstrecken. Einerseits sind Kondition und Konzentration gefordert, wenn es teilweise recht steil bergauf und bergab geht und manche schmale Bahn höchste Präzision fordert. Andererseits gibt es auch breite Spielbahnen für Longhitter und das allem auf einem Platz, der sich in einem hervorragenden Pflegezustand zeigt. Manager und Golf-Pro Warren Jacklin ist mit dem Golfsport aufgewachsen und hat den Sport von einem der besten Golfer der Welt in der damaligen Zeit erlernt – Tony Jacklin. Tony Jacklin war der letzte europäische Spieler seit 1968, dem es gelang, die US Open zu gewinnen. Diese Klasse zeigt sich nicht nur beimTraining, sondern auch in der exzellenten Betreuung der gesamten Golfanlage.

    Das Grün der 9 mit dem Clubhaus - © Kai Wunner
    Das Grün der 9 mit dem Clubhaus – © Kai Wunner

    Die Wahl des Signature-Holes fällt schwer, schon die Bahn 3, ein langes PAR 4, lockt für einen langen Drive, damit man über das Wasserhindernis das vor der Club-Terasse gelegene Grün angreifen kann. Beeindruckend ist auch die Spielbahn 8, ein PAR 5, bei dem man den Drive in der schmalen Landezone platzieren muss, um dann den Katzbach in einem günstigen Winkel zu überspielen. Wem das ohne Fehlschlag gelungen ist kann den dritten Schlag auf das Grün spielen und sich so eine Birdie-Chance erkämpfen. Passend zu unserer Rubrik Golf trifft Wein, bleibt es aber der Spielbahn 18 vorbehalten das Highlight darzustellen. Ein PAR 3 mit 186 Meter von Gelb bei dem man über einen Weinberg auf ein rechts und vorne links von Bunkern verteidigtes Grün spielt, findet sich nicht so oft. Dass aus den hoffentlich überspielten Weinstöcken auch noch der exklusiv im Clubhaus erhältliche Albatros-Wein, ein trockener Rivaner, angebaut wird, macht dieses Loch zur perfekten Wahl!

    Der zu überspielende Weinberg auf dem der Albatros wächst - © Kai Wunner
    Der zu überspielende Weinberg auf dem der Albatros wächst – © Kai Wunner

    Ein Stopp an Loch 19 der Terrasse des Clubrestaurants ist damit für den Weinliebhaber praktisch unvermeidlich, bietet sich doch auch hier ein unvergleichlicher Panoramablick auf eine Landschaft, die einem Vergleich mit der Toskana durchaus standhält. In lässigem, urbanem und schickem Ambiente kann man dann die bewusst mediterrane, leichte, sonnige und trotzdem bodenständige Kulinarik genießen, begleitet natürlich von den Weinen der VDP-Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Für den unbeschwerten Weingenuss empfiehlt es sich im angeschlossenen Design-Hotel Heitlinger Hof zu übernachten, das mit natürlichen Materialien und liebevolle Details für viel Wohlgefühl sorgt.

    Bildergalerie Heitlinger Golfresort

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    Weingüter Heitlinger/ Burg Ravensburg – visionäre Weine, traditionelles Winzertum und Nähe zur Natur

    Das Weingut Heitlinger setzt im Anbaugebiet Baden einen besonderen Akzent und ist ambitionierter Botschafter der Kraichgauer Weinkultur. Die Leidenschaft für großartige Kraichgau-Weine treibt Claus Burmeister, den Leiter beider Weingüter, an und zeigt sich zeitgleich in seinem großen Gespür für das perfekte Zusammenspiel von Bodenbeschaffenheit, klimatischen Bedingungen und dem passenden Ausbau im Keller. Er setzt dabei auf eine konsequent ökologische Bewirtschaftung der Weinberge und eine sorgfältige Verarbeitung der Weine.

    WEINGUT HEITLINGER – bunter Mergel und Burgunder

    Qualitätsstreben, Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Natur prägen die Philosophie im Weingut Heitlinger in Östringen-Tiefenbach. So werden beispielsweise die Weinberge komplett ökologisch bewirtschaftet. Sämtliche Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen und im Weingut nochmals gewissenhaft sortiert. Um eine besonders ausgeprägte Aromentiefe zu erreichen, bleiben Schalen und Saft der Trauben unter Kühlung bis zu sechs Tage miteinander in Kontakt. Die Weine erhalten dadurch eine besondere Lagenindividualität sowie Lagerfähigkeit und entwickeln ihren ganz individuellen von Mineralität und dezenter Frucht geprägten Charakter.

    WEINGUT BURG RAVENSBURG – Gipskeuper, Riesling und Blaufränkisch

    Das Weingut Burg Ravensburg in Sulzfeld wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt und ist eines der ältesten Weingüter in Deutschland. Die mineralstoffreichen Gipskeuperböden am Burgberg bringen eigenständige und Terroir-geprägte Weine mit festem Körper und guter Struktur hervor. Die Weinberge werden seit 2010 nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus bewirtschaftet. Man setzt damit auf einen biologisch aktiven Boden als natürliche Voraussetzung für gesunde und stabile Reben. Das Team um Claus Burmeister schafft mit blühenden, grünen Untersaaten in den Weinbergen ein Ökosystem, das vielen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen Lebensraum bietet. Alle Parzellen, von den Gutsweinen bis zu den Grossen Lagen, werden individuell gearbeitet und ausgebaut, um auf die besondere Eigenständigkeit der Weinberge eingehen zu können. Seit 2015 werden die Lagen am Burgberg der Ravensburg biodynamisch bewirtschaftet.

    Gault&Milau 2019

    • 4 Trauben (Klassifizierung Deutsche Spitze) für das Sortiment Weingut Burg Ravensburg
    • 3 Trauben (Klassifizierung Sehr gut) für das Sortiment Weingut Heitlinger

    Mehr Infos unter:

    www.heitlinger-golf-resort.de

    www.weingut-heitlinger.de

    www.weingut-burg-ravensburg.de

  • Golfclub Padova und Weingut Vignalta

    Golfclub Padova und Weingut Vignalta

    Golf trifft Wein – Golfspaß mit Genuß verbinden

    von Kai Wunner

    Warum nicht den Besuch eines schönen Golfplatzes mit dem Besuch eines guten Weingutes verbinden? In der Reihe Golf trifft Wein zieht es uns diesmal nach Venetien.  Der Golfclub Padua in Galzignano Terme, ein altehrwürdiger Platz mit echtem italienischem Charme, in Kombination mit dem Weingut Vignalta in Arqua` Petrarca, beide angesiedelt im Naturpark Colli Euganei, einer Hügelkette vulkanischen Ursprungs sind eine tolle Kombination, zumal die Weine natürlich auch im Clubrestaurant auf der Karte stehen.

    Der erste Golfplatz von Padua entstand im Jahr 1962 in Valsanzibio di Galzignano unter dem Namen“Golf Club Euganeo“. Heutzutage als Golfclub Padua bezeichnet, liegt der 27-Loch-Golfplatz am Fuβe der Euganeischen Hügel.  Der Platz wurde vom englischen Architekten John Harris  gezeichnet und verbindet technische und landschaftliche Aspekte harmonisch miteinander.

    Golfen unter den Colli Euganei

    Der Platz ist nicht einfach zu spielen, mit seinen 8000 Bäumen und Sträuchern zu beiden Seiten der Fairways, den Wasserhindernissen, den strategisch verteilten Bunkern und den schnellen, welligen und manchmal hängenden Greens. Auf dem Platz fanden schon zahlreiche namhafte Turniere statt, unter anderem die Italian Open. Die Lage in der Nähe der schönen Städte Norditaliens wie Padua, Venedig, Vicenza, Mantua und Ferrara macht den Golf Club Padua zu einem idealen Ziel für einen Urlaub oder ein verlängertes Wochenende, um Sport, Kunst und Kultur zu verbinden. Der Regionalpark Colli Euganei, erstreckt sich auf 19.000 Hektar in einem Hügelgebiet vulkanischen Ursprungs. Der faszinierende Park kann auf Panoramastraβen oder auf einem der 20 vorhandenen Wanderwege entlang der Hügel mit dem Auto, zu Fuβ oder mit dem Fahrrad erkundet werden.In dieser herrlichen Gegend, mit weiteren Golfplätzen in der Nähe wie dem Golf Club Frassanelle und dem Golf della Montecchia kann man nicht nur magische Städte zu besuchen sondern sich auch in den Thermen von Abano, Montegrotto und Battaglia erholen.

    Parkland Course vor den Colli Euganei
    Parkland Course vor den Colli Euganei – © Golf Club Padova Gara Rolex

    Un luogo di incontro, un luogo di gioco

    Als einen Ort des Zusammentreffens, ein Ort des Spiels, bezeichnet sich der Golfclub Padova selbst. Wenn man nach dem Spiel auf der Terasse des Clubhauses sitzt, kann man das nur bestätigen. Die ausgezeichntete regionale Küche verbunden mit einem sehr freundlichen Service sind beispielhaft für den Club. Etwas besonderes ist die Übernachtungsmöglichkeit im Clubhaus – im zweiten Stock sind 8 Zimmer, darunter eine Junior Suite und eine fein eingerichtete Suite mit jeglichem Komfort und das mitten in der Stille der Natur. Ein Swimmingpool mit Platz zum Sonnen, einen Fitnessraum, Sauna, einen Billiardraum, eine Bibliothek und ein Raucherzimmer runden das Angebot ab.

    Das Clubhaus mit Blick über den Platz
    Das Clubhaus mit Blick über den Platz – © Golf Club Padova – 49° Gran Premio Padova

    Ein Stopp an Loch 19 der Terrasse des Clubrestaurants ist damit für den Weinliebhaber praktisch unvermeidlich, bietet sich doch auch hier ein unvergleichlicher Panoramablick auf eine Landschaft, die einem Vergleich mit der Toskana durchaus standhält. In lässigem, urbanem und schickem Ambiente kann man dann die bewusst mediterrane, leichte, sonnige und trotzdem bodenständige Kulinarik genießen, begleitet natürlich von den Weinen der VDP-Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Für den unbeschwerten Weingenuss empfiehlt es sich im angeschlossenen Design-Hotel Heitlinger Hof zu übernachten, das mit natürlichen Materialien und liebevolle Details für viel Wohlgefühl sorgt.

    Youtube-Video Steinbutt im Kartoffelmantel im Golfclub Padua

    Die abendlichen Dinner im Clubhaus waren ein echter Höhepunkt des Besuchs. Steinbutt im Kartoffelmantel für zwei Personen, fachmännisch serviert von Kellner Luciano, einem echten Original, der diesen Job schon seit ewigen Zeiten zu machen scheint, war einfach ein Traum! Dazu den hervorragenden Wein vom Weingut Vignalta. Ein Pinot Bianco wie geschaffen für den leckeren Fisch.

    Damit haben wir den perfekten Übergang zum Thema Wein. Nachdem wir verschiedene Weine von Vignalta gekostet hatten, war der Besuch des Weingutes natürlich Pflicht.

    Weingut Vignalta – ein besonderer Wein aus den Vulkanböden der Colli Euganei

    Das 1980 gegründete Weingut, mit seinem modernen in den Fels gehauenen Weinkeller, oberhalb von Arqua` Petrarca gelegen, baut auf 50 Hektar Wein an und füllt jährlich 250.000 Flaschen ab. Der Weinkeller ist komplett in den Fels geschlagen und bietet den Eichenfässern die richtige konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Der Vorzeigewein ist sicherlich der Gemola, eine Cuvee aus Merlot und Cabernet Franc, der von den vulkanischen Böden des Terroir am Berg Gemola profitiert und große Beachtung unter Weinkennern findet.

    Eichenfässer im in den Fels geschlagenen Keller - © Vignalta
    Eichenfässer im in den Fels geschlagenen Keller – © Vignalta

    Die Leidenschaft bewegt uns, Wir wollen die Weinkultur unserer Region und des besonderen Terrroirs bekannt machen. Die vulkanischen Böden mit ihren Mineralien, das milde Klima mit den richtigen Temparaturen erlaubt es uns bsonders gute Trauben zu ernten. Wir sind von der Qualität unseres Weines überzeugt, aber wir erwarten nicht den Glauben an uns, sondern laden unsere Kunden ein den Wein bei uns zu probieren.

    Lucio Gomiero der Gründer des Weingutes Vignalta

    Genau das haben wir gemacht und haben uns durch die Vielfalt an Weinen durchgetestet und in der Konsequenz den Kofferraum des Autos gefüllt. Die besondere Atmosphäre in den Colli Euganei, die man vom Weinut aus betrachten kann, hat ein übriges dazu beigetragen

    Bildergalerie Weingut Vignalta – © Vignalta

    Fazit

    Unser Fazit des Besuchs der Region Padua fällt eindeutig aus. Im Vergleich zu den bekannten Golfzielen am Gardasee ist der Weg nicht viel weiter. Die nicht so stark frequentierten Golfplätze haben großen Charme, die regionale Küche und der dazugehörige Wein überzeigen erst recht. Nach dem Herbsterlebnis werden wir uns bestimmt demnächst mal den Frühling dort anschauen.

    Mehr zur Region und den Golfplätzen findet man unter den folgenden Links:

    Golfclub Padua

    Golfclub Frasanelle

    Golf della Monteccia

    Vignalta

  • Golf trifft Wein – Peralada, Costa Brava

    Golf trifft Wein – Peralada, Costa Brava

    Hotel Peralada Wine Spa & Golf – Golf, Wein, Hotel und Casino

    von Kai Wunner

    Im Herzen des Empordà gelegen, gerade mal zehn Minuten von der französchen Grenze oder der Costa Brava entfernt, ist der Golf Club Peralada wie gemacht für unsere Serie „Golf trifft Wein“. Ein wunderschöner Golfplatz, ein 5-Sterne-Hotel, ein Schloß mit einem Casino und ein berühmtes Weingut, hier kommt wirklich alles zusammen, was dem Genießer und Golfspieler gefällt. Diese Gegend vereinigt das Beste des Empordà – die Landschaft, den Duft der Felder, den Tramuntana-Wind, der den Charakter der Menschen geformt hat…

    Der Golf Club Peralada

    Der Golf Club Peralada ist ein hervorragender 18-Loch Par 71 Parkland-Kurs mit einer Länge von 6071 m und 4 Abschlägen pro Loch. Jordi Soler i Peix hat einen überwiegend ebenen Platz gezeichnet, der mit seinen wenigen Hängen, seinen Seen, Bäumen und saftigen, gepflegten Gärten, für Spieler aller Stärken bestens geeignet ist. Er fügt sich hervorragend in seine Umgebung ein und ist die Heimat zahlreicher Wassertiere und Vogelarten. Für den Natur- und Umweltschutz wird viel getan, denn dieser Platz war der erste in Europa, der das EU Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) Zertifikat erhalten hat. Das Signature-Hole ist die Spielbahn 9, ein PAR 3 verteidigt von einem Bunker und Wasser rechts und hinter dem Grün. Das Ganze mit Blick auf das schöne Hotel. Mir persönlich gefällt aber auch die Spielbahn 16 sehr gut, ein langes PAR 4, bei dem der zweite Schlag über den See auf das Grün deutlich leichter fällt, wenn man einen geraden langen Drive gespielt hat. Ansonsten wird es schwer an den Bäumen vorbei über den See zu kommen.

    Loch 18 mit Hotel - © Peralada Gruppe
    Loch 18 mit Hotel – © Peralada Gruppe

    Das 19. Loch mit seiner schönen Terasse ist nicht nur schön gelegen, sondern steht auch für eine sehr gute Küche. Schon beim Greenfee kann man das Menu günstig mitbuchen, was man nur empfehlen kann. Ein echtes Highlight war das am Tisch zubereitete Tatar. Das Zelebrieren der Zubereitung wurde nur noch vom Geschmack übertroffen!

    Das Weingut Peralada

    Das Castillo Perelada ist eines der glanzvollsten Weingüter Spaniens, das eine große Vergangenheit mit einer visionären Zukunft verknüpft. Die moderne Geschichte des Castillo Perelada beginnt im Jahre 1923, als Miguel Mateu das Anwesen erwirbt und die große Tradition des Weinbaus wiederbeleben möchte. Eine Tradition, die bis in das 14. Jh. zurück geht, als Karmeliter-Mönche im Kloster neben dem Schloss lebten und einen Wein erzeugten, der in der ganzen Region berühmt ist. Heute ist der Enkel von Miguel Mateu – Javier Suqué – für Castillo Perelada verantwortlich und sein Großvater wäre wohl mächtig stolz auf die Weine Gran Claustro, Finca Garbet und Finca Malaveïna, die bei vielen internationalen Weinwettbewerben großartig abschneiden.

    Finca Garbet - © Peralada Gruppe
    Finca Garbet – © Peralada Gruppe

    Geografisch an der nordöstlichen Spitze der Iberischen Halbinsel liegend, im Herzen der Region Empordà, profitiert das Weingut von den günstigen klimatischen Bedingungen durch die Nähe zum Mittelmeer und durch die Vielzahl unterschiedlicher Böden. Die Cuvee »5 Fincas« Reserva, steht für die fünf verschiedenen Rebgärten im Besitz von Peralada, die jeweils ihre ganz eigenen Böden besitzen: Pont de Molins, La Garriga, Malaveïna, Espolla und Garbet, die das Lesegut liefern. Dieser Vino Tinto ist ein eleganter und ausdrucksstarker Rotwein mit blitzsauberem, schönem und typisch spanischem Bouquet mit Anklängen an Vanille, dunklen Beeren, Schwarzkirsche und Röstaromen, unterlegt mit Balsamico und Schokolade. Er hinterlässt ein rundes Gefühl am Gaumen mit feinen, reifen Tanninen – und klingt langsam und sehr geschmackvoll aus.

    Etwas besonderes sind aber auch die die Weine der Finca Serie, bei denen auf die Individualität der einzelnen Fincas gesetzt wird. Mein Favorit ist ganz klar der Finca Malaveïna, eine der Top-Lagen von Peralada,  die anzulegen mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Bei den Nachbarn unerwünscht gaben die Querelen die Grundlage für die Namensgebung:  »Malaveïna« was frei übersetzt »Böse Nachbarin« heißt. Der Wein zeigt verblüffende Größe, wie gut dass es ein Happy End gab! Der Wein ist ein Musterbeispiel für eine raffinierte Cuvée mit weichen und doch strukturgebenden Tanninen, komplexer Reintönigkeit und faszinierender Ausstrahlung. Durch den hohen Anteil von Cabernet Sauvignon und Merlot, geschmacklich dem Bordelaiser Ideal verpflichtet, ist es ein eleganter Einzellagen-Wein! Auf 91 Punkte bei Parker bringt es der »Gran Claustro«, der Spitzenwein von Perelada, der das Beste der Region verbindet: Die Landschaften, den Duft der Felder, den Tramuntana-Wind der die Menschen geformt hat – der Wein eines Landes ist dessen Landschaft, konzentriert in einem Glas! Eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Garnacha aus den drei Rebgärten Pont de Molins, La Garriga und Garbet, reifte über 18 Monate in Barriques aus Allier-Eichenfässern. Der Wein ist von intensivem kirschrot mit violettem Rand. Im Bouquet reife Früchte mit feinen Barriquesnoten, die für einen würzigen Grund sorgen. Am Gaumen ist der Wein frisch und rund, mit feingeschliffenen Tanninen, mit seidigem Charakter. Es ist ein eleganter, ausgeglichener Wein mit langem Abgang und sehr gutem Reifepotenzial.

    Gran Claustro mit 91 Parker Punkten - © Peralada Gruppe
    Gran Claustro mit 91 Parker Punkten – © Peralada Gruppe

    Hotel, Schloß und Casino

    Das 5-Sterne-Hotel  Peralada Wine Spa & Golf bietet nicht nur einen wunderschönen Blick auf die Pyrenäen, sondern auch beste Voraussetzungen für eine Mischung aus Golfurlaub und Weingenuss mit seinen 56 neu renovierten Zimmern und Suiten, die in ihrer luxuriösen Ausstattung keine Wünsche offen lassen. Im mediterranen Restaurant „Restaurant L’Olivera“ wird die lange Tradition der Kulinarik neu interpretiert. Dabei wird besonders auf die ursprünglichen Produkte von Land und Meer des Empordà gesetzt, die überraschend und avantgardistisch angeboten werden.

    Junior-Suite - © Peralada Gruppe
    Junior-Suite – © Peralada Gruppe

    Der Wellness-Bereich Wine & Spa zeigt deutlich den Bezug zum Wein in seinen Anwendungen, werden doch Trauben und Weinprodukte verwendet. In Räumlichkeiten, die vom Stil her an altrömische Badekultur bis hin zu einem mittelalterlichem Kloster erinnern, kann man wunderbar entspannen. Ein Außenpool und Fitness-Raum runden das Angebot ab. Das Schloss aus dem 14. Jahrhundert beherbergt neben einem Casino das „Museu del Castell de Peralada“. Sammlungen aus Glasobjekten, Keramiken, Büchern und Gemälden, sowie ein historischer Weinkeller, künden vom Glanz katalanischen Großbürgertums.

    Das Schloss zu den Festspielen - © Peralada Gruppe
    Das Schloss zu den Festspielen – © Peralada Gruppe

    Das jährliche Musikfestival im Castell feiert im Jahr 2016 sein dreißigjähriges Bestehen, zu dem schon Seal und Diana Krall ihr Kommen zugesagt haben.

    Über Peralada hinaus ist die ganze Region mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ausgestattet. Ob es die kulinarischen Höhepunkte in Girona, das Dali-Museum in Figueras, Cadaqués mit der unglaublich schönen Landschaft des Cap de Creus sind, es ist gar nicht möglich all die Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, die man kurzer Zeit zu erreichen kann. Neben den Golfplätzen von Torremirona, Emporda Golf und  PGA Catalunya, gibt es zahlreiche weitere Golfplätze zu erkunden. Zusammenfassend ist es eine wunderbare Region für einen Golfurlaub, die dank des milden Klimas insbesondere in der Übergangszeit zwischen Sommer und Winter ein ideales Reiseziel ist.

    Weitere Informationen findet man unter den nachfolgenden Links:

    www.golfperalada.com

    www.hotelperalada.com

    www.festivalperalada.com

    www.costabrava.org