Eine Weinreise durch Frankreich mit kleinem Zwischenstopp in Spanien
von Kai Wunner
Wir verkosten verschiedene Weine aus unterschiedlichen Regionen die im letzten Jahr von der Redaktion bereist wurden. Topweine und nicht so bekannte Weingüter, jüngere und ältere Weine verpsrechen einen interessanten Abend.
Die exklusive Veranstaltung in kleiner Runde ist etwas für Liebhaber, die besondere Weine zu würdigen wissen und ist auf 10 Teilnehmer begrenzt.
Hier ein paar Bilder der von der Reise die durchaus schon etwas verraten.
Chablis,
Rioja,
Bandol und mehr. Fotos Kai Wunner
Das solltet Ihr wissen…
Freitag 16.01.26
18:30 Treffen mit Sektempfang bei WineSTR in Oberesslingen
19:00 Weintasting mit Vesper
Preis pro Person 50€ für Mitglieder WineSTR CLUB und 60€ für Nichtmitglieder.
Welche Punkte sind spezifisch beim Rioja-Wein zu beachten
von Friedemann Götz
Es gibt tolle Winzer im Rioja die es zu entdecken gibt. Dabei helfen folgende vier Punkte über das Weinanbaugebiet, die das Team von Vioneers zusammengestellt hat.Viel Spaß dabei!
Punkt1: Die Unterregionen der Rioja
Schau Dir zunächst die Unterregion der Rioja, aus der der Wein kommt:
Rioja Alta – hier sind die Weine klassisch und elegant aus kühleren Höhenlagen.
Rioja Alavesa – die Weine von hier sind kantiger, mineralischer, strukturierter, frischer.
Rioja Oriental (früher Baja) – hier sind sie wärmer und kraftvoller.
Weinreben im Rioja. Foto Kai Wunner
Punkt 2: Die Rebsorten
Hier ist eindeutig Tempranillo der King und Alpha. Er ist der Gentleman unter den spanischen Roten und beweist sehr viel Rückgrat. Oft wird er je nach Stilwunsch des Winzers begleitet von Graciano, Garnacha oder Mazuelo.
Punkt 3: Die Reifezeit
Auch wenn „der Spanier an sich“ nicht bekannt für akkurates Zeitmanagment ist, ist hier das Zeitmanagement essentiell. Bei Rioja wird nicht nur Wein verkauft, sondern eben auch die Zeit. Man unterscheidet:
Joven: jung, unkompliziert, keine Holzpflicht – der Rookie.
Crianza: mindestens 1 Jahr im Fass, 1 im Keller – der Solide, mit Politur.
Reserva: 1 Jahr Fass, 2 Jahre Reifezeit – der mit Tiefgang und Patina.
Gran Reserva: 2 Jahre im Fass, 3 Jahre Reife – der Grandseigneur.
Punkt 4: Die Winzersprache
Und hier wird es spannend, weil Welten aufeinander treffen: Moderne Macharten (französische Barriques mit Frucht und Frische – siehe hierzu unser anderes Rioja-Weingut La Marciana) vs. die Klassiker mit langer Fassreife (amerikanische Eiche, oxidative Noten). Zum Glück haben wir nun auch für die Traditionalisten das passende Rioja-Weingut entdecken können…
Friedemann Götz ist Head of Content bei Vioneers. Er hat Sprachen studiert, war selbständiger Gastronom und spielt nun für Vioneers mit Aromen und Wörtern.
Nur beste Weíne.
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.
Unterschätztes Golfreiseziel – Golf &Wein südlich der baskischen Metropole Bilbao
von Kai Wunner
Wer kennt nicht die Weine aus La Rioja? Die Region Rioja ist nicht nur eine weltbekannte Weinregion mit über 600 Weinkellereien die Wein & Food-Liebhaber aus aller Welt anzieht. Kultur, Gastronomie und Wein ist ja schon an sich eine unwiderstehliche Kombination. Aber auch die Natur in La Rioja punktet mit mediterranen Wäldern, Hochgebirgslandschaften, wüstenähnlichen Gegenden mit dem Aussehen von Mondlandschaften und vielem mehr. Was manche aber nicht wissen ist die Tatsache, dass diese Region ein lohnendes Reiseziel für Golfreisende ist.
Vier deutlich unterschiedliche Golfanlagen sind von Logroño der Hauptstadt des Rioja mit kurzer Fahrt zu erreichen. Ob man auf den Spuren von Seve Ballesteros wandeln möchte, herausfordernde, hügelige Parkland-Plätze oder einen offenen weiten Platz im Stil amerikanischer Resort-Plätze spielen möchte, all dies ist möglich in und um die Region des La Rioja herum und bietet Golfern aller Spielklassen ein spannendes Golferlebnis.
Reiseziele im Nordwesten Spaniens – Baskenland, Kantabrien und La Rioja
Bilbao mit seinem großen Flughafen und seiner zentralen Lage ist die ideale Ausgangsposition für einen Besuch des spanischen Nordwesten und mindestens ein oder zwei Tage des Verweilens wert.
Das Guggenheim-Museum Bilbao, von Stararchitekt Frank O. Gehry entworfen und 1997 eröffnet, ist ohne Frage das Glanzstück, das Wahrzeichen und die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Schwerpunkt der Sammlung des Guggenheim-Museums Bilbao bilden Avantgardisten, kontemporäre Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Installationskunst. Für Kulturliebhaber ist auch das Museo de Bellas Artes – das Museum der schönen Künste mit Werken von vorwiegend spanischen bzw. baskischen Künstlern, Malerei des 12. bis 17. Jahrhunderts und Meisterwerken von Goya, oder El Greco einen Besuch wert.
Über die Zubizuri-Brücke, einem weiteren architektonischen Höhepunkt, gelangt man in die Altstadt Bilbaos, das Casco Viejo. Hier findet man das Kneipen- und Ausgeh-Viertel Bilbaos sowie alte Häuser und kleine Geschäfte. Auf keinen Fall sollte man die baskische Version der Tapas verpassen, die sogenannten Pintxos. Artistisch werden diverse Zutaten wie Käse, Meeresfrüchte, Wurst, Fisch, Ei oder Fleisch auf Brotscheiben getürmt, meist aufgespießt (pinchar=aufspießen) und appetitlich auf dem Tresen der Pintxos-Bar arrangiert. Traditionell trinkt man zu den kleinen Häppchen ein kühles Bier oder den typisch baskischen, trockenen Weißwein Txakoli. San Juan de Gaztelugatxe, mit der Magie dieses alten Heiligtums hoch über dem tosenden Atlantik auf einer Felseninsel, ist nicht nur für „Game of Thrones“-Fans ein Erlebnis.
Seve’s Heimat in Kantabrien – Real Golf De Pedreña
San Sebastian im Norden und die Region Kantabrien, mit dem Heimat-Golfplatz von Seve Ballesteros Real Golf De Pedreña bei Santander, im Süden sind auf jeden Fall einen Ausflug wert. Den außergewöhnlichen Golfplatz in Pedreña zu besuchen ist nicht nur für Seve-Fans Pflicht! Die herausfordernden Spielbahnen, der hervorragende Platzzustand und dieses spezielle Ambiente eines so ehrwürdigen alten Platzes suchen seinesgleichen in der Region.
Von Bilbao geht es in die Regionen Álava und La Rioja südöstlich von Bilbao mit weiteren abwechslungsreichen Golfplätzen. Ist es im östlichen Baskenland noch sehr grün und vegetationsreich, wird es von Álava in Richtung La Rioja immer niederschlagsärmer und teilweise fast schon wüstenhaft. Der Weinanbau in der Region wäre ohne Bewässerung aus dem Ebro kaum möglich. Schon auf der Fahrt nach Logroño fasziniert der Landschaftsmix aus Wäldern, Bergen und Rebflächen. Wein wird hier schon seit Zeiten der Römer angebaut. Die DOCa Rioja hat drei Gebiete mit insgesamt 65.326 Hektar Weinbergen und jeweils ganz eigenen Weinbau-Eigenschaften: Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Oriental.
Logroño – Hauptstadt von La Rioja
Wer nicht in einem der vielen bezaubernden Städtchen, kleinen Dörfchen oder Weingütern der Region sein Quartier beziehen möchte, der ist in Logroño bestens aufgehoben. Alleine schon die Calle del Laurel, die Tapas-Meile mit 102 Tapas-Bars, ist ein schlagendes Argument die Stadt als Basis für den Golftrip ins Baskenland zu wählen. Von hier aus ist man schnell bei den Golfplätzen, aber eben auch bei den vielen touristischen Sehenswürdigkeiten, die die Weinroute „Rioja-Alavesa“ kulturell, landschaftlich und gastronomisch zu bieten hat.
Ohne Wein geht es nicht an der Weinroute „Rioja-Alavesa“
Das Weingut Marqués de Riscal in Elciego, ebenfalls von Guggenheim Museum Architekt Frank O. Gehry entworfen, angeblich in einer Weinlaune zugesagt, sieht aus wie ein Fantasiegebäude aus einem Science-Fiction-Film. Bodenständig und doch modern, mit einer interessanten Kombination aus neuesten Methoden und traditionellem Weinbau ist das Weingut Baigorri einen Besuch wert. Wer mehr über dieses Weingut erfahren möchte, dem sei hier der Bericht in unserem Partner-Magazin WineSTR empfohlen.
Dass diese Region für Golfer ein attraktives Reiseziel ist, obwohl sonst eher andere Golfziele im Vordergrund stehen, zeigt die Auszeichnung „Undiscovered Destination of the Year“ für die Region „Logrono-La Rioja“ im Rahmen der Messe „International Golf Travel Market“.
Izki Golf – 18 Löcher pures Erlebnis
Die Gegend um den „Izki Nationalpark“ liegt in den Bergen der alavesischen Hochebene, noch auf der baskischen Seite, zwischen Logroño im Süden und der baskischen Hauptstadt Vitoria-Gasteiz im Süden. Mitten in diesem landschaftlich so schönen Naturpark liegt ein wahres Golfparadies. Vom alavesischen Provinzrat in Auftrag gegeben, war Golflegende Severiano Ballesteros maßgeblich an der Entstehung des Parkland-Kurses beteiligt, der spektakulär in die Landschaft eingebettet und von Eichen und Stechpalmen gesäumt ist. Und das Ganze in vollem Einklang mit der Natur.
Er ist der erste öffentliche 18-Loch-Platz Spaniens. Er ist zum Teil auf verlassenem Bauernland erbaut worden. Ich bin stolz darauf so etwas entworfen zu haben, wenn man bedenkt, was es für die regionale Wirtschaft und die Leute hier bedeutet
Seve Ballesteros
Izki Golf ist so konzipiert, dass er Spielern unterschiedlichster Niveaus fordert, ohne zu überfordern. Die Spielbahnen reizen den niedrigen Handicapper zu riskanten Schlägen heraus, die dann mit einer Birdie-Chance belohnt werden. Der Kurs bietet aber meist auch einen taktisch einfacheren Weg für höhere Handicapper als Alternative an. Mit einer Länge von 6.096 m von den weißen Abschlägen und 5.033 von rot verlangt der Platz teilweise eine gute Länge und an anderen Löchern ein präzises Spiel.
Herausforderndes Signature-Loch
Izki Golf ist so konzipiert, dass er Spielern unterschiedlichster Niveaus fordert, ohne zu überfordern. Die Spielbahnen reizen den niedrigen Handicapper zu riskanten Schlägen heraus, die dann mit einer Birdie-Chance belohnt werden. Der Kurs bietet aber meist auch einen taktisch einfacheren Weg für höhere Handicapper als Alternative an. Mit einer Länge von 6.096 m von den weißen Abschlägen und 5.033 von rot verlangt der Platz teilweise eine gute Länge und an anderen Löchern ein präzises Spiel.
Die Wahl des Signature-Loch fällt nicht schwer. Das PAR 3 an der 6 beeindruckt mit dem Abschlag von einer Kanzel, mit ein er schmalen Gasse durch den Wald. Das zwar große, dafür von zwei frontalen Bunkern gut verteidigte Grün, erfordert insbesondere von Gelb durch den Höhenunterschied für die 160 m einen kürzeren Schläger als gedacht. Beeindruckend aber nicht wirklich schwierig, solange man den Wald und die Bunker meidet. Deshalb reicht es nicht für die beeindruckendste Spielbahn. An Loch 13 werden die vielen herausragenden Spielbahnen aber eindeutig getoppt.
Loch 13 Izki Golf
Wunderschön und originell – so steht es schon in der Platzbeschreibung der Spielbahn 13
Man braucht schon einen langen präzisen Drive zum Erreichen der zweiten Ebene. Für alle anderen gilt es mit einem Eisen auf die erste Plattform abzulegen, um dann mit dem nächsten Schlag auf das zweite Plateau zu gelangen. Mit einem präzisen Pitch aufs Grün kann man noch das Par retten, wenn die beiden Gräben vermieden wurden.
Nach der fordernden Runde freut man sich auf ein erfrischendes Getränk in der 19. Hier gibt es ausnahmsweise mal ergänzend zur baskischen Küche, südamerikanische Grillspezialitäten vom argentinischen Wirt.
Mit Kepa Nogueres hat der Golfplatz einen sehr freundlichen und umtriebigen PR-Manager, der sinnbildlich für die besondere Gastfreundschaft der Basken steht. Das Thema Golf und Wein möchte er federführend für die Region etablieren. Er hat beste Kontakte zu den anderen Clubs in der Region und steht immer helfend für Golfreisende zur Verfügung.
El Campo De Logroño – Der Platz mit dem längsten Golfloch in ganz Spanien
Nur ein paar Fahrminuten von Logroño findet man einen weiteren lohnenden Golfplatz, im Landschaftsgebiet „La Grajera“, an dem der Jakobsweg „Camino Francés“ entlangführt. Im Gegensatz zu den teilweise schmalen Bahnen in Izki meint man einen amerikanischen Resortplatz zu spielen. Weite lange Spielbahnen lassen einen deutlich öfters den Driver zücken.
Schon am Abschlag 4 wartet, mit seinen 619 Metern von Weiß, das längste Loch von ganz Spanien. Das Dog-Leg leicht nach links, wird zusätzlich von zwei strategisch vor dem Grün platzierten Bunkern verteidigt. Auf Spielbahn 6 wartet ein spektakulärer Drive von einem Berg auf das Fairway des PAR 4.
Das Highlight des Platzes erwartet einen aber erst an der 18. Diese lange Par 4 fordert einen langen präzisen Drive um mit dem zweiten Schlag, das hinter einem Biotop gelegene und erhöhte Grün anzugreifen. Ansonsten legt man besser vor, um sich nicht an der letzten Bahn den Score unnötig in die Höhe zu treiben. Der Championship-Course war im Jahr 2006 Austragungsort der „Spanisch Open“, die Miguel Ángel Jiménez mit dem Platzrekord von 60 Schlägen gewann.
Golfdirektor David Bedia stellt den Platz im Youtube-Video vor
Club De Campo Sojuela – Seve’s Handschrift in bergigem Gelände
Nur 16 Kilometer von Logroño entfernt, integriert in die Wohnsiedlung Moncalvillo Green liegt der faszinierende Club De Campo Sojuela. Der ebenfalls von Seve Ballesteros gezeichnete Parkland Course liegt in einem bergigen Gelände, zwischen Eichen und Pinien und fordert insbesondere auf den zweiten 9 Loch höchste Präzision. Auf den ersten 9 Spielbahnen sind auch ein paar breitere Löcher eingestreut, die aber dank Seve‘s stark ondulierten Grüns immer herausfordernd bleiben.
Gleich der Abschlag eins fordert einen geraden Abschlag in das schmale Dogleg. Ist man erstmal auf dem Grün, dann sollte man auf der richtigen Ebene liegen, ansonsten ist ein Dreiputt ein gutes Ergebnis. Auf den zweiten 9 fordert die Spielbahn 11, ein PAR 4 mit einem Dogleg nach rechts, das schmal den steilen Berg hinaufführt. Der zweite Schlag kann nur bei einem langen Drive in die schmale Lücke über einen tiefen Graben aufs Grün geschlagen werden, ansonsten bleibt das ungeliebte Vorlegen. Die Bahn 18, ein PAR 5 steil den Berg hinab, kann sogar eine Eagle-Chance bieten, wenn man mit einem Draw in den Hang hinein spielt. Mit etwas Roll kann dann ein langes Eisen oder Holz den Weg aufs Grün finden. Sollte dann noch der Ein-Putt gelingen, dann wird es eine unvergessliche Runde geworden sein.
Wer clever ist, hat schon vor dem Golfspiel einen Tisch im Restaurante Abantos reserviert. Das hervorragende Menü zum günstigen Preis lockt nicht nur den Golfer nach der Runde ins Club-Restaurant.
Golf und Wein in La Rioja – immer eine Reise wert
Mit dem Rioja Alta Golf Club, der um vier Seen herum in einer geschützten Naturlandschaft mit Eichenhainen liegt, gibt es noch einen weiteren Platz in der Region, den wir aber leider nicht mehr besuchen konnten. Der schöne und vielseitige Golf-Platz soll gleichzeitig anspruchsvoll und großzügig angelegt sein.
Ein Besuch dort wird sicherlich nachgeholt, den eines ist gewiss, diese mitreißende Kombination aus Golf und Wein, bestem Essen und einer unglaublich schönen Landschaft sprechen für sich. Das das Ganze auch noch zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis möglich ist, lockt definitiv zu weiteren Trips ins La Rioja.
Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder.
Er ist Gründungsmitglied des Vereins 0711 GOLF CREW. Der Verein steht für Golf in der Metropolregion Stuttgart in einer bunt gemischten Gruppe, was mit viel Spaß bei gemeinsamen Turnieren, Ausfahrten und Golfrunden gelebt wird und dabei helfen soll die Sportart unkonventionell zu fördern.
Kommt aus Stuttgart und spielt Golf am liebsten auf immer wieder anderen Plätzen. Seit 2006 dem Golfsport verbunden. Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins Stuttgart Golf Community, welches seit 2020 unter GolfSTR firmiert. Das zweite Hobby neben dem Golf ist Wein und das Thema findet man in seinem anderen Online-Magazin WineSTR.
Spanisches Weingut-Duo aus dem Rioja und dem Rias Baixas (Galizien)
von Kai Wunner
Die BodegasBAIGORRI (Rioja) und Granbazán (Rias Baixas) vermarkten gemeinsam Ihre Weine. BAIGORRI ist ein typischer Vertreter der kräftigen Weine, wie man sie aus dem Rioja kennt, die mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis bestechen. Das Weinanbaugebiet Rias Baixas ist berühmt für den Albariño, eine atlantische, frische und säurebetonte Rebsorte, die zu den populärsten Weißweinen Spaniens gehört.
Das Weinanbaugebiet Rioja
Das nordspanische Weinbaugebiet Rioja gehört zu den bedeutendsten Anbaugebieten in Europa. Klimatisch profitiert das Rioja vom Zusammenspiel atlantischer und mediterraner Einflüsse, die mit milden Temperaturen und ausreichend Niederschlag ideale Bedingungen für den Weinbau schaffen. Zu 85 Prozent wird auf den Böden aus kalkhaltiger Tonerde Rotwein aus den Rebsorten Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano produziert, aber auch weiße Spezialitäten wie Viura oder Malvasia werden hier kultiviert.
Bodegas BAIGORRI
Am Fuβe der Sierra Cantabria, in der Ortschaft Samaniego und mitten im Herzen der Rioja Alavesa gelegen, befindet sich die Bodegas BAIGORRI, entworfen und gebaut vom baskischen Architekten Iñaki Aspiazu und maβgeschneidert für eine besondere Art und Weise der Weinbereitung. Das 2002 gegründete Weingut wurde später Pedro Martínez Hernández gekauft, der dann 2017 die Bodegas Granbazán, zur Stärkung des Weißweingeschäfts hinzugekauft hat.
Architektur im Dienste des Weines
Die Schwerkraft übernimmt die Hauptrolle im Weingut. Sie ermöglicht, die Weinbeeren unbeschadet zur Vergärung zu bringen, in dem der Arbeitsprozess auf vertikale Art und Weise organisiert ist, so alle Bewegungen von Trauben oder Wein rein mittels Schwerkraft erfolgen und jedweder mechanische Eingriff verhindert wird.
Vor der Idee liegt der Traum, und vor diesem die Tradition und die Kultur einer Landschaft. Ein Weingut als Synthese von Vergangenheit und Zukunft. Ein neues Paradigma: die Natur und Technologie vereint in Harmonie.
Iñaki Aspiazu, Architekt
Es werden keine Traubenschütten oder Pumpen benutzt, weder um das Lesegut zu bewegen, noch für die Umwälzungen im Gärtank. So schonend wie möglich – von der Traubenannahme bis zur Flaschenabfüllung – entwickelt sich das Weinmachen entlang verschiedener unterirdischer Ebenen, alle Arbeitsschritte des Produktionsprozesses optimierend.
Im Einklang mit der Natur gewachsen, stammen die Trauben für die Weine aus nachhaltigem Anbau, in Einbezug traditioneller und moderner Methoden. Alte Rebstöcke, tiefverwurzelt in der Erde und der regionalen Kultur, schenken eine einmalige Qualität, die per Hand geerntet und so schonend als möglich weiterverarbeitet wird, um den kostbaren Geschmack der Natur möglichst unverfälscht in Wein zu transformieren.
Die Spitzenqualität entsteht ausschließlich im Weinberg und ist immer Spiegel des Bodens, Klimas und der Tradition der Region Rioja Alavesa.
Unabhängig von der Qualitätsstufe, ob Crianza, Reserva oder Garagenwein sind die Gewächse BAIGORRIs fruchtbetonter, vollmundiger und deutlich früher zugänglich als in der Vergangenheit. Strenge Auswahlverfahren, Ernte von Hand und der gleichzeitige Einsatz von traditionellem Wissen und modernen Erkenntnissen bei der Bearbeitung der Weinberge sind die Grundlage für den Wein und die Verarbeitung der Trauben und dem Ausbau der Weine. BAIGORRI i steht damit stellvertretend für die Modernität, die bei den Rioja-Weinen Einzug gehalten hat.
Für die anschließende Reifung der BAIGORRI-Weine, sind französische Eichenfässer verantwortlich. Sie sorgen für den letzten Schliff sowie eine fein eingepasste Rioja-typische Eichenwürze. Das Terroir, das spezifische Klima und die alten Reben bringen in Kombination mit der schonenden Vinifikation der BAIGORRI-Weine eine attraktive Komposition aus beachtlicher Konzentration, intensiver Frucht und harmonischer Frische hervor.
Geschichte, Menschen und Daten zur Bodegas BAIGORRI
DO-Bereich in der Provinz Pontevedra im Südwesten der nordwestspanischen Region Galicien an der atlantischen Küste an der Grenze zu Portugal. Der Name bedeutet „untere Buchten“ und ist die Bezeichnung für vier schmale, tief ins Land reichende Meeresbuchten, die aus überfluteten Tälern der Flüsse Ría de Muros y Noia, Ría de Arousa, Ría de Pontevedra und Ría de Vigo entstanden sind. Die Weinregion ist besonders bekannt für den Albariño.
Bodegas Granbazán – Albariño in herausragender Qualität
Das Weingut
Die Bodegas Granbazán wurden 1981 durch Manuel Ortero gegründet und befindet sich im Salnés-Tal, Die Bodegas Granbazán ist Gründungsmitglied und Mitinitiator der DO Rías Baixas. Das im Neoklassizistischen Stil erbaute Gutsgebäude liegt in Mitten der 13,5 Hektar grossen Finca Tremoedo – ein einzigartiges Ensemble im bordelaiser “Château-Stil”, im Herzen des Val do Salnés.
Kurze Arbeitswege ermöglichen eine rasche Traubenannahme und -verarbeitung, um die einzigartige Eleganz, die aromatische Komplexität und die atlantische Salzigkeit unserer Albariño-Weine zu erhalten.
Der Weinberg
Bepflanzt im Jahr 1980 mit verschiedenen Albariño-Klonen aus ganz Galizien, ist die Finca Tremoedo der erste Weinberg im Rías Baixas, der für die Produktion von Spitzenweinen geplant und gepflanzt wurde. Etwas mehr als 1 km Luftlinie von der Atlantikküste entfernt, erhalten der Wein durch die seichte Meeresbrise ein einzigartiges Mikroklima, welches zur typischen Frische und Salzigkeit der Weine beiträgt; der granitreiche Sandboden unterstützt die elegante Mineralität.
Die alten Reben werden im traditionellen Parra-System erzogen, das durch seinen hohen Stammwuchs eine ideale Belüftung der Trauben bedingt und damit Fäulnisbefall unterbindet. Nachhaltige Bewirtschaftung und Handarbeit im Weinberg vom Rebschnitt bis zur Weinlese, garantieren gesunde und vollreife Trauben für einzigartige Spitzenqualität.
Als eines der ersten Weingüter der Region setzte Granbazán ausschließlich auf die große weiße Rebsorte Albariño, die wie kaum eine andere Rebsorte ihre einzigartigen geografischen und klimatologischen Bedingungen im Ausdruck von Frische und Salzigkeit zeigt. Mit der Errichtung des ersten für hochwertige Weinproduktion geplanten Weinberges Val do Salnés leistete das Weingut Pionierarbeit, welche es bei der Kellerarbeit fortsetzten. Insbesondere die Einführung der Maischestandzeit, des langen Feinhefelagers sowie der Reifung im Holzfass waren eine Revolution. Seit der Gründung bis zum heutigen Tag stehen die Weine bis zum heutigen Tag für Frische, Salzigkeit und Komplexität.
Vier unterschiedliche Interpretationen der Rebsorte Albariño aus einem Weinberg
Dank der großen Vielfalt verschiedener Albariño-Klone, die in der Finca Tremoedo gepflanzt wurden, und des komplexen Terrains mit verschiedenen Höhen und Ausrichtungen können vier völlig unterschiedliche Interpretationen der Rebsorte Albariño aus einem und demselben Weinberg erarbeitet werden – der Ursprung macht den Unterschied. Der Topseller der vier Albariños ist der Ambra. Es ist aber auch ein Rotwein ind Planung und Ende 2021 soll der erste Schaumwein in den Verkauf gehen.
Jede der 10 Parzellen wird getrennt nach ihrem eigenen Mikroklima überwacht, um alle notwendigen Arbeiten im Weinberg an die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen anzupassen. Alle Parzellen werden separat geerntet, um die jeweiligen Bedürfnisse von Trauben / Most / Wein während der Weinbereitung individuell zu erfüllen.
Weitere Informationen zu den Bodegas GRANBAZÁN & BAIGORRI
Der Deutsche Matthias Lange ist INTERNATIONAL SALES AND MARKETING DIRECTOR für beide Weingüter und freut sich immer über Besuch aus der deutschen Heimat. Beide Weinanbaugebiete stehen für viel touristische Sehenswürdigkeiten und können mit einem Besuch der Region verbunden werden. Insbesondere die gute Küche in der Bodegas BAIGORRI lohnt es zu probieren.
Bodegas GRANBAZÁN
Lugar de Tremoedo, 46 36628 – Vilanova de Arousa Pontevedra (España)