Pinot Noir ist die eleganteste, edelste und vermutlich berühmteste rote Rebsorte. Entdecke in diesem Beitrag 10 Expertenfakten zu Pinot Noir. Werde jetzt zum Pinot Insider!
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10 Expertenfakten zu Pinot Noir
1.Der Name pinotleitet sich vom französischen Wort pin (Pinie) ab. Er spielt auf die Ähnlichkeit zwischen Traubenform und Pinienzapfen an.
2. Mit über 300 internationalen Synonymen ist Pinot Noir eine der am weitesten verbreiteten Rebsorten der Welt.
3. Gemessen an der weltweiten Rebfläche schafft es Pinot Noir aber mit 100.000 ha nur auf Platz 9. Ausschlaggebend dafür ist mitunter die anspruchsvolle Handhabung der Traube im Weinberg.
4. Im Deutschen wird Pinot Noir auch Spätburgunder genannt. Bemerkenswert ist, dass der Spätburgunder gar keine spätreife Rebsorte ist. Sie ist nur später reif als Frühburgunder. 5. Der Film Sideways (2004) löste einen Pinot Noir – Hype in den USA aus. Als Reaktion wird er vermehrt auch in den USA angebaut.
6. Es ist davon auszugehen, dass bereits Julius Cäsar Pinot Noir aus den gallischen Provinzen trank. Die Rebsorte war bereits vor der Jahrtausendwende bekannt.
7. Pinot Noir hat die dünnste Schale der gemeinen Rotweinsorten. Das liegt an dem Alter der Rebsorte (urtümlich) und bedarf besonders viel Aufmerksamkeit bei Ernte und Verarbeitung.
8. Gleichzeitig sorgt die Dünne der Schalen auch für einen geringeren Tanningehalt und somit für eine seidige Textur. Das klassische Bouquet von Pinot Noir umfasst rote Früchte (Kirsche und Himbeere), Blumen (Rose und Veilchen) und erdige Noten.
9. Pinot Noir ist eine Cool Climate Rebsorte. Man findet sie also mehr an Orten, wo die Maximaltemperaturen niedriger und die Klimaschwankungen geringer sind als in typischen Weinbauregionen. Gleichzeitig erlaubt dies dem Pinot Noir seine weite Verbreitung: Von Kanada bis Neuseeland ist alles dabei.
10. Pinot Noir wird auch der „Künstler unter den Rebsorten“ genannt, da die Rebsorte wie keine zweite auf Terroirunterschiede reagiert und die Weine einzigartig macht.
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Nur beste Weíne.
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.
Eine besondere Geschenkidee oder ein Highlight für die bevorstehenden Feiertage haben die Weingüter Eißele, Idler und Singer-Bader zusammen mit Weinsommelière Melanie Weber kreiert. Es richtet sich an alle, die gerne Zeit mit Freunden & Familie verbringen und die Themenwelt Wein neu entdecken möchten.
Mit einem neu designten und kreativ aufgebauten Sensorik Ebook von Sommelière Melanie Weber kann man sprichwörtlich eintauchen in die Weinwelt. Die Probe beinhaltet je einen repräsentativen Wein aus den drei Remstal-Gemeinden Kernen, Korb und Weinstadt. Im Paket ist die Sortenauswahl so zusammen gestellt, dass aus jeder Epoche der regionalen Weinbaugeschichte ein Vertreter dabei ist:
Die Tasting at home Box mit 3 x 0,75 L + Ebook gibt es für 40.- Euro bei Melanie Weber im LaWein Rosenladen. Lange Str. 18, 71332 in Waiblingen, bei den Partnerweingütern sowie online:
Zur WEINKORB Vinothek und zum Weingut Singer-Bader
2018 haben sich die Winzerfamilien Singer aus Korb und Bader aus Stetten zusammengeschlossen.Das Weingut Singer-Bader bewirtschaftet zehn Hektar Rebflächen im Remstal. Mit dem Jahrgang 2020 wurde das Weingut bio-zertifiziert (Bioland). Nachhaltigkeit wird im Weingut großgeschrieben, was sich beispielsweise auch im Einsatz neuer und zukunftsorientierter Rebsorten, so genannter Zukunftsweine, zeigt. Weingut und Vinothek heben sich durch ihre außergewöhnliche Architektur und die Vielfalt der angebotenen Veranstaltungen ab.
Seit 2022 ist das Weingut Mitglied bei Zukunftsweine.de, dem Gewinner des deutschen Nachhaltigkeitspreises 2022 und engagiert sich mit großen persönlichen Einsatz für die Zukunftsrebsorten.
Eine Reise nach Neuseeland eröffnet nicht nur neue Horizonte, sondern ist der Besuch faszinierender Landschaften und unwahrscheinlich freundlicher Menschen. Als Weinfreund muss man natürlich die Weingüter erkunden, die es überall im ganzen Land gibt. Alleine auf der Nordinsel gibt es mit Northland, Auckland, Bay of Plenty/Waikato, Gisborne, Hawke’s Bay und Wairarapa sieben verschiedene Weinregionen. Auf der Südinsel findet man neben dem bekanntesten Anbaugebiet von Marlborough mit Nelson, Canterbury Waipara Valley, Wiataki Valley und Central Otago nochmal sechs weitere Weinregionen.
Queenstown mit Lake Wakatipu. Foto Kai Wunner
Queenstown – das Herz der neuseeländischen Alpen
Unsere Reise startete mit dem Besuch von Queenstown, der Stadt am Lake Wakatipu, dem Epizentrum für Actionfans aller Couleur. Die eigentlich beschauliche Stadt, mit um die 20.000 Einwohner, ist das meistbesuchte Reiseziel in den neuseeländischen Alpen. Von dort ist es nur eine 45-minütige Fahrt in das Weinanbaugebiet von Central Otago, der höchst- und weltweit südlichstgelegenen Weinregion der Welt. Wegen des Cool-Climate wird hier überwiegend Pinot Noir angebaut, ergänzt durch Chardonnay, Riesling und Grauburgunder.
Das Weingut Kinross, in Gibbston, dem Tor zur Weinregion Central Otago, war der Start für einen tollen Weintrip. Es folgten Besuche der Weingüter Te Kano, Mt Difficulty Winesund Carrick in Bannockburn im Herzen von Central Otago. Alle 4 Weingüter werden in einem eigenen kleinen Bericht vorgestellt. Bevor es dann auf der Nordinsel mit ausgewählten Weingütern weitergeht. Stay tuned!
Zum Autor:
Kai Wunner
Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder.
Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.
Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.
Die Weine aus der Champagne genießen einen ausgezeichneten Ruf im Frankreich des 17. Jahrhunderts. Sie erzielen hohe Preise und werden auch am königlichen Hofe getrunken, ein einträgliches Geschäft für die Produzenten rund um die Stadt Épernay. Das gilt auch für die Abtei Saint-Pierre d ́Hautevillers, ein Benediktinerkloster, das seit ewigen Zeiten Einnahmen von Pilgern klug in wertvolle Weinberge investiert und so blüht und gedeiht. Bis die unfassbaren Grausamkeiten des 30-jährigen Krieges auch diese Gegend erreichen. Am Ende dieser Auseinandersetzung werden ganze Landstriche verwüstet sein, Gegenden entvölkert, die Menschen verhungert oder an Seuchen gestorben, einfach im Elend untergegangen. Auch die Abtei von Hautevillers leidet unter dem Krieg, die Weinberge verkommen, die wirtschaftlichen Verhältnisse liegen darnieder.
Im Alter von 30 Jahren übernimmt der Benediktiner Pierre Pérignon das Amt des Cellerars in der Abtei Saint-Pierre d ́Hautevillers. 1638 oder Anfang 1639 in dem Dörfchen Sainte-Menehould geboren, war der Sohn aus gutem Hause im Alter von 19 Jahren dem Orden beigetreten, wissbegierig, fleißig und strebsam. In seiner neuen Abtei an den südlichen Hängen der Montagne de Reims wird er die wirtschaftliche Leitung der Gemeinschaft innehaben, eine überaus verantwortungsvolle Position. Haupteinnahmequelle des Klosters ist der Weinbau, kein Wunder das sich der Kellermeister eingehend mit diesem Thema beschäftigt. Er wird über 40 Jahre in diesem Amt wirken und erhält im Laufe der Zeit den Ehrentitel Dominus, für „Herr“ oder „Meister“. 1715 stirbt Dom Pérignon und wird auf dem Friedhof seiner Abtei in Hautvillers begraben, heute ein Wallfahrtsort des Weinfachs.
Der Name Dom Pérignon ist eng mit Champagner verbunden, obwohl er nicht den moussierenden Wein herstellte, wie wir ihn heute kennen. Unbestritten ist jedoch sein Einfluss auf die Weinbereitung: Dom Pérignon entwickelte u.a die die Kunst der Assemblage, also des Verschneidens verschiedener Weine in der Absicht, ihre Stärken zu fördern und ihre Schwächen vergessen zu machen. Ein Schüler Dom Pérignons war übrigens ein Mönch namens Dom Thierry Ruinart, dessen Neffe Nicolas Ruinart später das erste Champagnerhaus in Reims gründen sollte. Dom Pérignon ist heute der Name einer Marke, die zum Champagnerhaus Moët & Chandon gehört.
Unser Brut nature, Jg. 2018, hergestellt nach der Méthode champenoise, ist ausgetrunken. Seit März liegt der 22er auf der Hefe und soll ab Frühjahr 2025 degorgiert werden.
WEINGUT rebstoff
Dr. Wolfgang Gerner Viergiebelweg 26 70192 Stuttgart
Deutsche Winzer starten Solidaritätskampagne für israelische Partnerweingüter
von Twin Wineries Deutschland
Seit 15 Jahren gibt es die Twin Wineries, eine Initiative von Weingütern aus Deutschland und Israel, die sich nach dem Vorbild von Städtepartnerschaften zusammengeschlossen haben. Das brutale Massaker der Hamas am 7. Oktober hat auch die Mitglieder der Twin Wineries in Deutschland tief erschüttert. In einer Solidaritätsaktion unter dem Titel „The Taste of Friendship“ machen sie ihr Mitgefühl öffentlich und stellen ihre israelischen Twin-Partner vor.
Die Grundidee der Twin Wineries Initiative ist es, Wein als Kulturgut und Botschafter zu verstehen, um beide Länder besser kennen und verstehen zu lernen. Sie stammt von Renée und Hohey Salzman aus Israel, die sie 2008 gegründet haben und ihre zahlreichen Aktivitäten organisieren. Mittlerweile haben sich über 40 Weingüter der Initiative angeschlossen. Die Twins pflegen einen regen Austausch untereinander und haben sich bereits vier Mal zu großen Weingipfeln in Deutschland und Israel getroffen. Zuletzt im März 2023 im Yitzhak Rabin Center in Tel Aviv, wo auch der 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels gemeinsam gefeiert wurde. Umso größer war das Entsetzen über den Terroranschlag, auf den die deutschen Twins nun mit einer Kampagne reagieren. „Wir fühlen mit unseren Freunden und hoffen für alle Menschen in der Region, dass ein solcher Horror nie wieder möglich sein wird. Wir betonen, dass wir an der Seite unserer israelischen Freunde stehen und nicht schweigen werden, wenn auch hier jüdisches Leben bedroht wird,“ heißt es in der Kampagne, die über Social-Media-Kanäle verbreitet wird. Ziel ist es, den Bildern des Schreckens Bilder der Hoffnung entgegenzusetzen. Dazu stellen die deutschen Winzer in den kommenden Wochen ihre israelischen Twin-Partner vor und berichten von ihren freundschaftlichen Begegnungen.
Engagement mehrfach ausgezeichnet
Dass die Twin Wineries Initiative große Resonanz und Anerkennung findet, zeigen zwei besondere Auszeichnungen. Im Jahr 2017 wurde sie von der Vereinigung deutschsprachiger Weinpublizisten „Weinfeder e.V.“ mit dem „Preis der deutschen Weinkritik“, ausgezeichnet. Die „Weingüter engagieren sich in vorbildhafter Weise für die Steigerung der Weinqualität durch internationalen Austausch und für die Völkerverständigung“, hieß es in der Begründung. Die Zeitschrift „Feinschmecker“ verlieh den Twin Wineries 2020 den „Wine Award für Friends“. Durch zahlreiche Medienberichte wird das Engagement der Initiative auch über die Weinwelt hinaus wahrgenommen.
Beim 4. Deutsch-Israelischen Weingipfel der Twin Wineries Initiative am 9. März 2023 trafen sich 40 Weingüter aus Deutschland und Israel im Yitzhak Rabin Center in Tel Aviv. Foto: David Silberman
Ein weiteres verbindendes Element ist die kulturelle Bedeutung des Weins. Im Christentum und im Judentum ist er Bestandteil religiöser Rituale wie dem Abendmahl und dem Seder, der zeremoniellen Mahlzeit am Beginn des jüdischen Pessach-Festes. Deutsche Winzer aus dem Kreis der Twin Wineries produzieren sogar wieder koschere Weine. In den heute überwiegend säkularen Gesellschaften Deutschlands und Israels erfüllt Wein vor allem eine soziale und kommunikative Funktion. Der gemeinsame Weingenuss vermittelt ein positives Lebensgefühl und schafft neue Freundschaften. Diese Botschaft soll auch die Kampagne vermitteln: „The Taste of Friendship“ will in dunklen Zeiten ein Licht der Hoffnung setzen. Links: Instagram: @twin_wineries Facebook: @Twin Wineries Initiative
Mitglieder der Twin Wineries – Stand November 2023:
Vielseitiges Aktions-Wochenende im Weingut Bernhard Ellwanger unter anderem mit Sternekoch Bernd Bachofer
von Kai Wunner
Was Wein und Gesang gemeinsam haben? Beides ist eine hohe Kunst: Wein und Gesang mit Leben zu füllen, Ihnen einen eigenen Charakter zu geben. Beide Künste möchte die Winzer-Familie zeigen und hinter die Kulissen des Weinguts führen.Neben den individuellen Tagesprogrammen findet folgendes an allen drei Tagen statt. Wein-Degustation aller Ellwanger-Weine: genießen Sie an verschiedenen Stationen die ersten 2023er Weine und die aktuelle Kollektion. Chansons, Musical & Pop mit “Lächeln und Nicken” – Corinna Ellwanger, Alexander Martin & Mathias Dreiack. Und natürlich an allen Tagen die Kellerführungen. Aber alle drei Tage überzeugen mit spannendem Programm.
Freitag, 19. + Samstag, 20. April 2024: 6-Gang-“Walking-Dinner”
Es kocht Sternekoch Bernd Bachofer – Bachofer steht für Qualität und Stil ohne Pedanterie. Seine Küche ist jung, kreativ und ungewöhnlich. Ob mediterran, global oder fern(k)östlich, es erwartet Sie progressive Aromaküche mit Herzblut. Das 6-Gang-Menü wird Ihnen während Ihrer Weinverkostung auf beiden Ebenen unseres Weinguts serviert. Stehtische sind ausreichend vorhanden.
Eintritt 129 Euro “all inclusive” und nur nach Voranmeldung.
Hier gibt es die Eintrittskarten für die beiden Menüabende:
Sonntag, 21. April “Tag der offenen Tür” 11-20 Uhr
Kulinarische Leckereien der Bäckerei Weller, Weinbergsführungen
Wein & Gesang mit “Lächeln und Nicken” an allen drei Tage.
Die jüngste Ellwanger-Tochter Corinna, ihr Ehemann Alexander Martin und Mathias Dreiack sind das Trio „Lächeln und Nicken“. Corinna stand bereits in zahlreichen Musicalproduktionen auf der Bühne. Alexander Martin ist Sänger, Schauspieler und Musiker und steht gemeinsammit Mathias Dreiack, Bassist und Musikschullehrer, mit der Band „THE BEEFEES“ auf der Bühne. Bei “Lächeln und Nicken” bieten die drei Musiker mit Gesang, Gitarre, Kontrabass und Klarinette ein breitgefächertes Repertoire von Pop, Chanson und Musical.
Hier stellt sich die Gruppe “Lächeln und Nicken” mit dem passenden Song vor:
Trio „Lächeln und Nicken“ auf Youtube
Mehr zur Begleitband „The Beefees“ findet Ihr hier: www.thebeefees.de
Italien steht im Blickpunkt des Nine to Wine Afterwork-Tasting am Donnerstag, 26. Oktober
von WineSTR-Team „Advertorial“
Vioneers feiert das Genussland Italien mit den Italien-Wochen im Backnanger Winespot.
Das bedeutet: Bis zum 8. November erhält der Kunde 20% Rabatt auf ausgewählte italienische Weine vor Ort im Store. Zudem gibt es ein ganz besonderes Special:
Beim Afterwork-Tasting am Donnerstag, 26. Oktober ab 18:00 können nicht nur italienische Weine probiert werden, sondern es wird auch hausgemachte Pizza aus dem Big Green Egg serviert.
Das Ticket zum Afterwork-Tasting umfasst eine Tasting-Flatrate (6 Weine) inkl. Pizza und Wasser zu einem VVK-Preis von 25€ / 30€ an der Abendkasse.Sichere Dir jetzt Dein Ticket und spare 5€!
Die Mitglieder des WineSTR CLUB erhalten mit dem Gutschein-Code WINESTR10 10% auf alle nichtrabattierten Einzelweine bei einem Einkauf bei Vioneers.
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Öffnungszeiten im Sommer: Di – Fr 15:00-19:00 Uhr Samstags geschlossen
Heiligabend und Silvester geschlossen.
Blumenstrasse 22 71522 Backnang
07191 2206 085
winespot@vioneers.com
Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.
Frühe Ernte im Weingut Bernhard Ellwanger verspricht insgesamt einen herausfordernden, aber sehr guten Jahrgang
von Kai Wunner
Bei traumhaftem Wetter wurde die 2023er Weinlese bereits am 10. Oktober mit goldgelben Rieslingen beendet. Jetzt hoffen die Winzer Yvonne und Sven Ellwanger nur noch auf Minustemperaturen für den Eiswein.
Die 2023er Ernte startete früher als erwartet, der Traubensaft für die „Perlende Traube“ wurde bereits Ende August geerntet, die Weinlese startete dann am 7. September mit der Lese der Sektgrundweine. Dank der großartigen Mitarbeiter und unglaublich vielen fleißigen Lesehelfern konnten das Team des Weinguts schnell reagieren und alle Trauben gesund und gut selektioniert in den Keller bringen. Der 2023er Jahrgang wird in Erinnerung bleiben mit einem Blitz-Start und einer Turbo-Lese. Durch den Regen im August haben vor allem die kompakten Sorten wie die Burgundersorten, aber auch Trollinger für Eile gesorgt, da aufgeplatzte Beeren schnell geerntet werden mussten. Sven ist glücklich mit dem gesunden Lesegut, das bei ihm im Keller angekommen ist. Insgesamt ein herausfordernder, aber sehr guter Jahrgang, dessen Jungweine sich bereits im frühen Stadium mit viel Frucht und Saftigkeit präsentieren. Wir freuen uns schon darauf!
Eine kleine Reise in die Welt der Burgunderweine mit Raritäten aus dem WineSTR-Weinkeller mit Schwerpunkt Chardonnay
von Kai Wunner
Das Burgund steht insbesondere für die Hauptrebsorten Chardonnay und Pinot Noir. Diese Rebsorten wollen wir mit außergewöhnlichen Weinen probieren. Dabei werden die Weine aus dem Burgund mit Weinen aus Deutschland und anderen Ländern vergleichen. Seid gespannt was da alles ins Glas kommt.
Die exklusive Veranstaltung in kleiner Runde ist was für Liebhaber, die die besonderen Weine zu würdigen wissen und ist auf 10 Teilnehmer begrenzt.
Das solltest Ihr wissen…
Freitag 15.12.23
18:00 Treffen mit Sektempfang bei WineSTR in Oberesslingen
19:00 Weintasting mit Vesper
Preis pro Person 40€ für Mitglieder WineSTR CLUB und 50€ für Nichtmitglieder
Ist die Königin der Weißweine, die Rieslingtraube, in ernsthafter Gefahr?
von Friedemann B. Götz
Es liegt auf der Hand, dass der Klimawandel mit seinen Wetterextremen nicht spurlos an einer fragilen Frucht wie der Rieslingtraube vorübergeht. Wir haben deshalb bei drei unserer Riesling-Winzer aus Deutschland nachgefragt: Ist die Königin der Weißweine, die Rieslingtraube, in ernsthafter Gefahr?
Der Klimawandel ist in aller Munde und zeigt sich eindrucksvoll in dramatischen Episoden. Die Meeresspiegel steigen, die Temperatur geht nach oben und Wetterextreme wie Überschwemmung und Trockenheit werden häufiger.
Es liegt auf der Hand, dass der Klimawandel mit seinen Wetterextremen nicht spurlos an einer fragilen Frucht wie der Rieslingtraube vorübergeht. Wir haben deshalb bei drei unserer Riesling-Winzer aus Deutschland nachgefragt, ob sie die Königin der Weißweine, die Rieslingtraube, in ernsthafter Gefahr sehen.
Wir haben alle drei Winzer gefragt, wie es unter dem Aspekt des Klimawandels aktuell um den Riesling steht. Die beiden nördlicheren Winzer (Felix Prinz zu Salm-Salm und Johannes Groß) überraschen uns mit einer beinahe deckungsgleichen Antwort:
„Dem Riesling ging es noch nie besser, der Klimawandel spielt uns extrem in die Karten aktuell. Natürlich stellen wir Veränderungen fest, aber man muss fairerweise sagen, dass uns hier im deutschen Cool Climate ein wenig mehr Sonne und Trockenheit noch nicht geschadet hat“.
Johannes Groß
Man müsse sich nur einmal die Erträge der letzten Jahre im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten anschauen, um festzuhalten, dass der Wein gerade gut wächst. Auch sei es vor 30 – 50 Jahren eine Seltenheit gewesen, dass stets vollreife Trauben gelesen werden können. Dies ist nun normal.
Aaron Schwegler aus Württemberg ist aktuell ebenfalls zufrieden mit seinen Rieslingreben. Er pflegt die geerbten Reben mit aller Sorgfalt, blickt allerdings auch kritisch in die Zukunft: „Ich kann hier nur Riesling anbauen, solange die Reben gesund sind und unter den aktuellen klimatischen Bedingungen eine Fortführung des Rieslings sinnvoll ist.“
Rieslingtrauben werde geerntet. Foto Vioneers
Neue klimatische Bedingungen für den Riesling
Dass sich die Bedingungen für den Weinbau verändern, leugnet keiner der Winzer. Sie sehen sich und die Weinbranche aktuell von folgenden Phänomenen beeinflusst:
1. Trockenheit
Ein globaler Temperaturanstieg von wenigen Dezimalen ist bereits Anlass genug, dass das Thema Trockenheit auf der Agenda der Winzer steht.
Felix Prinz zu Salm-Salm sieht bei der Trockenheit besonders das filigrane Gleichgewicht des Rieslings in Gefahr:
„Der Riesling lebt ja von der Balance zwischen Säure und Restzucker. Außerdem wollen wir nicht zu viel Alkohol im Riesling haben. Von der Filigranität lebt der Riesling.“
Felix Prinz zu Salm-Salm
Grund zur Sorge sei dies aber noch lange nicht, da man mit seinen Herausforderungen wachse und den Riesling immer noch im Griff habe. Hat man diese Balance nicht im Griff, wird der Riesling schnell langweilig, zu alkoholisch oder zu sauer. Wir haben die Rieslinge getestet – alle drei Winzer haben den Riesling im Griff.
2. Frühe Lese
Im Vergleich zu den Wetterdaten der letzten 50 Jahre hat sich die Weinlese – besonders auch im Hinblick auf den Riesling – um mehrere Wochen nach vorne verschoben. Im Vergleich zu den 1950er Jahren ernte man nun im Schnitt 21 Tage früher.
Eine Veränderung, die die Dynamik auf Weingütern beeinflusst: Erntehelfer müssen früher im Jahr bestellt werden. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass bei gleichbleibendem Ernteende die Ernte länger sei. Ein Kostenfaktor, den man mit einkalkulieren muss.
3. Wetterextreme
Alle Winzer nennen einzelne Jahre, die Wetterextreme mit sich brachten. Allein aus dem letzten Jahrzehnt sind hier nur 2022, 2018 und 2015 zu nennen. Extreme Trockenheit war hier das Problem. Aaron Schwegler führt dieses Phänomen mitunter auf die Verlangsamung des Golfstroms zurück: „Die Faktenlage ist klar: Der Golfstrom verlangsamt sich und somit wird auch die Wetterdynamik träger. Entweder ein Sommer ist ohne Veränderung der Großwetterlage komplett heiß und trocken wie 2022. Oder er ist komplett verregnet wie 2021. Zwischendrin findet immer seltener stabiles Wetter.“
4. Wasserknappheit
Aaron Schwegler fügt weiter an, dass die zunehmende Versteppung eine Folge aus mehreren Faktoren des Klimawandels sei. „Blickt man beispielsweise nach Kalifornien wird das Ausmaß des Wassermangels deutlich: die Staubecken leeren sich und es kommt kaum Regen nach.“ Eine Rationierung des Wassers ist die Folge, was natürlich die Frage der Wirtschaftlichkeit aufwirft und leider auch der Existenz des Weinbaus. Muss man dem Weinbau Vorrang vor der Landwirtschaft geben, die die Bevölkerung ernährt?
„Ich kann mir nicht vorstellen, dass da inmitten der Wüste einzelne Weinberge künstlich bewässert am Leben gehalten werden, während das Wasser zur Sicherstellung der Ernährung und somit der Existenz der umliegenden Bevölkerung genutzt werden sollte.“ (Aaron Schwegler)
Riesling-Weinberg. Foto Vioneers
Was heißt das für den Riesling – wird er ersetzt durch andere Rebsorten?
„Das hängt einerseits von der Region, andererseits natürlich vom Boden und vom Klima ab“ – so Johannes Groß. Es habe sich schon vor einigen Jahren ein Fenster geöffnet, das es Rebsorten ermöglicht zu wachsen, die bisher mehr im Süden Europas zu Hause waren. Johannes plant allerdings nicht, seine Rieslinge und Burgundersorten durch andere Rebsorten zu ersetzen. Auch sieht er den Vorteil in seinen Süd- und Osthängen, die ihm klimatisch in die Karten spielen.
So pauschal optimistisch Felix Prinz zu Salm-Salm auf seinen Riesling schaut, hat er doch einen differenzierten Blick im Bezug auf andere Rebsorten. Dies hänge von der Region ab. Besonders im Süden (Baden und Württemberg) würde man sicher vor einige Herausforderungen gestellt. Einen großen Shift – gerade in den großen Spitzenbetrieben – sehe er allerdings nicht.
Aaron Schwegler im Remstal knüpft hier an und spricht von seinem Glück, dass seine Eltern in den 1980er Jahren bereits anfingen Merlot und Cabernet Franc in Württemberg zu setzen. Beides sind Rebsorten, die damals mehr als absurd und deplatziert erschienen, von denen er nun mit dem Klimawandel allerdings profitiert.
Im Hinblick auf den Riesling wandert Aarons Blick in der Planung auf die südfranzösischen Weinbauregionen mit ihren weißen Rebsorten. Es liege schließlich in seiner Verantwortung in großen Zyklen zu denken, um kommenden Generationen die Freude an alten Reben zu bescheren, die er erfahren durfte.
Rieslingtraube. Foto Vioneers
Die Zukunft des Rieslings
„De facto ist es so, dass ich in den heißeren Lagen wie bei uns im Remstal dem Riesling keine große Zukunft mehr prognostiziere.“
Aaron Schwegler
Allein aus wirtschaftlicher Sicht lohne es sich für Aaron Schwegler nicht in neue Rieslingreben zu investieren. Das habe er noch nie getan und würde er auch niemals machen. Es dauere schließlich 3 Jahre bis mit den ersten Erträgen zu rechnen sei und weitere 5 bis 10 Jahre bis die Reben eine Gleichmäßigkeit und Qualität an den Tag legen, von denen man leben könne. Mit zunehmenden Wetterextremen sei diese Entwicklung allerdings in Gefahr, sodass er die sensible Rebsorte in seiner Planung „komplett von der Agenda“ streichen müsse.
Johannes Groß sieht weiterhin eine gute Zukunft für den Riesling. „Klar wird sich einiges verändern, aber wir wachsen mit der Zeit und unseren Herausforderungen. Ich glaube, es ist noch lange nicht so weit, dass wir sagen: Dem Riesling wird es hier zu warm.“
Das Hier und Jetzt
Es lässt sich viel über die Zukunft streiten und diskutieren. Dennoch können wir letztendlich wenig beeinflussen, außer der Gegenwart.
So blickt auch Felix Prinz zu Salm-Salm pragmatisch auf die Lage. Zum Einen liegt sein Investitionsfokus seit längerem bereits auf den höheren Lagen, um weiterhin Cool Climate beibehalten zu können. Zum Anderen müsse man nachhaltig über regenerative Bewirtschaftung nachdenken. Der Boden müsse bereit sein, Wasser zu speichern, aber auch bei Starkregen Wasser schnell aufzunehmen. Zu bewerkstelligen sei dies durch regenerative Landwirtschaft: „Wir wollen den Boden nicht mehr aufmachen, sondern wir wollen, dass die Wurzeln sich wirklich ausbreiten können und langfristig tief wurzeln können. Somit bilden wir eine Schicht, die das Wasser speichert.“
Es sei das allerwichtigste aktuell, sein Know-How auszubauen, um den heißen Jahren in Zukunft entgegenzuwirken und aufmerksam die Entwicklungen zu verfolgen.
Fazit
Unsere drei befragten Winzer blicken aus ihren unterschiedlichen Weinbauregionen jeweils anders auf das Thema. Während Aaron Schwegler im Süden den Riesling von seiner Zukunftsplanung komplett streicht, freuen sich die Winzer von Nahe und Rhein über die vollreifen Rieslingtrauben der letzten Jahre. Unsere Winzer haben den Klimawandel im Blick und stellen sich auf Veränderungen ein. Das Hier und Jetzt ist die entscheidende Zeit, um Schlimmeres zu verhindern.
Schau Dir hier das Interview mit Felix Prinz zu Salm-Salm an.
Nur beste Weíne.
Vioneers setzt sich zusammen aus vino [ital.] für „Wein” und pioneers [engl.] für “Pioniere”. Wir sind Weinpioniere und Winzerentdecker. Wir entdecken unsere besten Weine auf familiengeführten Boutique-Weingütern auf der ganzen Welt.