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  • 2020 ein gutes Jahr für den deutschen Wein?

    2020 ein gutes Jahr für den deutschen Wein?

    Was für einen guten Jahrgang wichtig ist

    von Kai Wunner

    Das Deutsche Weininstitut informiert jährlich über die Qualität und Menge des Weines in Deutschland. Hier sind die Informationen für 2020:

    Der Weinjahrgang 2020 hat hierzulande sehr gute Qualitäten und eine leicht unterdurchschnittliche Erntemenge von bundesweit geschätzten 8,6 Millionen Hektolitern hervorgebracht. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, haben die deutschen Weinerzeuger dank des sonnigen und trockenen Spätsommers hochreife und sehr gesunde Trauben geerntet, die zudem im Rotweinbereich perfekt ausgefärbt waren. Entsprechend aromatisch und ausgesprochen fruchtig präsentieren sich bereits die ersten Weißweine im Fass und die Rotweine zeigen großes Potenzial.

    Der Sommer im September hat die Weinernte aber auch sehr beschleunigt. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von oftmals weit über 25 Grad Celsius sind die Zuckergehalte in den Trauben schnell angestiegen, so dass viele Sorten gleichzeitig die Lesereife erreicht hatten. Geerntet wurde häufig in den frühen Morgenstunden oder auch nachts, um die Trauben möglichst kühl in den Keller zu bekommen. In vielen Betrieben war die diesjährige Weinlese bereits nach drei bis vier Wochen abgeschlossen. Einige Winzer lassen aber auch noch Trauben hängen, da sie auf die Bereitung von Beeren- oder Trockenbeerenauslesen spekulieren, denn der Jahrgang bietet gute Chancen für diese edelsüßen Spezialitäten. 1 Quelle Deutsches Weininstitut

    Diese aktuellen Informationen führen einen direkt zu dem Thema, was ein guter Jahrgang eigentlich bedeutet. Eine kleine Übersicht soll helfen, das Verständnis dafür zu wecken.

    Welche Faktoren sorgen für einen guten Jahrgang?

    1 . Das Klima

    Wie das Klima für einen guten Jahrgang sorgt:

    • Ein kalter Winter, gibt der Rebe Erholung.
    • Ordentlich Regen zu Beginn des Frühjahrs, bringt den Böden viel Wasser.
    • Ein warmes spätes Frühjahr, gibt der Rebe Kraft zum Austreiben.
    • Leichter Wind nach einem Sommerregen trocknet die Laubwand.
    • Der Spätsommer sollte trocken und und nicht zu heiß sein.
    © Kai Wunner

    Schädlich sind Extrem-Wetter wie Frost und Hagel, die sogar noch Auswirkungen auf das Folgejahr beim Wachstum der Reben haben können. Insbesondere um die Eisheiligen herum kann der Frost ganze Ernten zerstören. Aber auch Gewitterstürme mit Hagel können im Sommer ganze Ernten vernichten.

    2. Der Schnitt und die Pflege des Weinstocks

    Schnitt und Pflege tragen während des Jahrs ebenso einen großen Anteildazu bei, ob ein gutes Weinjahr ein besonderes werden kann. Der Schnitt nach dem Jahreswechsel prägt den Wuchs des Weins. Der alte Trieb aus dem Vorjahr wird abgeschnitten und nur ein junger Trieb bleibt stehen. Aus diesem werden im neuen Jahr die Trauben wachsen. Die ungefähre Menge an Trauben, die an einem Stock wachsen, kann so gesteuert werden. Weniger bedeutet beim Wein mehr! Kleine Mengen Trauben an einem Stock sorgen für intensiveren Geschmack. Das Ganze wird vom Winzer bis zur Ernte mit weiteren Maßnahmen zur Qualitätssteuerung über das Jahr hinweg begleitet. Ab der Lese liegt es am Winzer, im Keller das Optimum aus den Trauben herauszuholen.

    Rebschnitt
    © Deutsches Weininstitut (DWI)

    Was zeichnet gute Jahrgänge aus?

    Weißwein jung: Perfekte Harmonie von Frucht, Frische und feiner Säurestruktur.

    Weißwein kräftig: Langes Reifepotential, intensiver Duft, dunkle, goldene Farbe.

    Rotwein leicht: Volles Fruchtaroma, vergleichsweise dunkler in der Farbe, kräftiger Duft.

    Rotwein schwer: Tiefdunkle Farbe, hoher Tanningehalt, hoher Alkoholgehalt, warme Fruchtaromen, enorm langes Reifepotential.

    Weine aus guten Jahrgängen können von langer Reife profitieren. Bei Weißweinen können das 5-10 Jahre und bei Rotwein 10-20 Jahre sein.

    Beispiele für besonders gute Jahrgänge der letzten Dekade

    Deutschland:
    2011
    2012
    2019

    Italien:
    2010
    2015
    2018

    Frankreich:
    2012
    2015
    2018

    Spanien:
    2010
    2013
    2016

    Einen guten Jahrgang gereift zu trinken ist ein besonderes Vergnügen. Es lohnt sich nach Händlern zu suchen, die auch gereiftere Weine anbieten. Viel Spaß dabei!

    BIO:

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, 52 Jahre,

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen gebleiben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber entstehen in der Metroplregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB soll eine Gemeinschaft entstehen die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schaffen soll.

  • Weinprobe Weingut Auer, Thermenregion AT

    Erste Weinprobe des WINESTR CLUB am 10.10.2020

    von Kai Wunner

    Wenn der Winzer eines aufstrebenden Bio-Weingut aus der Thermenregion in Niederösterreich in der Region ist und unerwartet Zeit hat, dann muss man die Chance nutzen. Auf die Schnelle wurde zu einer Weinprobe mit kleinem Teilnehmerkreis eingeladen. Jungwinzer Lukas Auer und Timo Möck von der Weinhandlung Rebenreich moderierten die Weinprobe mit der weinseligen Runde.

    Im Familienbetrieb der Auers sind drei Generationen tätig, denen das Streben nach höchster Qualität sehr wichtig ist, ohne dabei die persönliche und familiäre Note zu vernachlässigen. Das Motto der Auers lautet: „Von, für und mit der Natur!“ Tief im Keller der Auers findet man das Höchste für Weinkenner, den Barriquekeller, in diesem kann man den Kostbarkeiten beim Reifen zuschauen, zuhören und spüren. Auch hier legt das Weingut Auer viel Wert auf Tradition und echte Handarbeit.
    Im 2001 neugebauten Keller und Presshaus werden nur beste und handverlesene Trauben mit viel Feingefühl zu höchster Entfaltung geführt.

    Biologischer Weinbau bedeutet für mich Tradition mit Innovation zu verbinden und neue Wege zu erschließen, um den Weinbau so zu gestalten, dass er mit Umwelt und Natur im Einklang ist. Im Zentrum all unserer Bemühungen steht die Vinifikation erdverbundener Charakterweine mit persönlicher Handschrift.

    Jungwinzer Lukas Auer

    Die Thermenregion ist eines der ältesten Weinbaugebiete Österreichs und liegt 30km südlich von Wien in Niederösterreich. Die Region liegt im Einfluss vom pannonischen Klima. Dafür typisch sind heiße Sommer, ein trockener Witterungsverlauf im Herbst und eher kühlere Winter. Zwei verschiedene Bodentypen bilden die Grundlage für gehaltvolle Rotweine und zugleich finessenreiche Weißweine.

    Tattendorf

    In der Ebene findet man extrem kalkreiche Schotterböden die sehr durchlässig sind und die Feuchtigkeit nach starken Regenfällen rasch ableiten. Weiters erwärmen sich diese Schotterböden sehr schnell und geben diese Wärme auch wieder ab. Eine weitere Eigenschaft dieses Gebietes ist die ständige Luftbewegung, welche die Trauben nach Regenfällen oder Tau rasch abtrocknen lässt. Das sind die optimalen Bedingungen für die zwei roten Burgundersorten Pinot Noir und Sankt Laurent, welche in unserem Betrieb gleichzeitig auch die Leitsorten sind.

    Pfaffstätten

    In den Hängen findet man schwere Böden, wie lehmiger Ton, sandiger Lehm und Braunerde mit einem hohen Anteil an Muschelkalk der durch Reste von Muscheln und Schnecken entstanden ist. Das bildet die perfekte Grundlage für die autochthonen Sorten Rotgipfler und Zierfandler sowie die weißen Burgundersorten.

    Gespickt mit reichlich Informationen über das Weingut und deren Methoden ging es dann an die Weinprobe. Insbesondere die autochtonen Rebsorten Rotgipfler und Zierfandler brachten spannende neue Weine ins Blickfeld. Besonderen Anklang fand auch der Chardonnay sowie die Rotweine der Reserve-Linie. Mit der spannenden Beerenauslese aus denn heimischen Rebsorten fand ein interessanter Abend mit tollen Weinen seinen Abschluss. Inbesondere die Leidenschaft für den Bio-Ausbau der Weine brachte Lukas Auer besonders gut an die begeisterten Proben-Teilnehmer rüber. Es folgen die verkosteten Weine im Detail.

    Degustationsliste:

    2019 RieslingDuftende Blüten, etwas Marille und eine Idee von Kräutern, sehr fruchtig, saftig, trocken — macht Lust auf den nächsten Schluck. Die Trauben kommen von unseren Weingärten in Pfaffstätten. Um die reintönige und sortentypische Fruchtigkeit des Rieslings zu bekommen, wird dieser Wein im Edelstahltank ausgebaut.
    2019 Rotgipfler Premium 0,75l BIOPreis: 13,50 € Alkohol 14 %, Restzucker 5,3g/l, Säure 6,3g/l Durch eine sehr schonende Weiterverarbeitung können Sie einen sehr sauberen Most in gebrauchte Barriquefässer füllen. Dieser Most bekommt dann viel Zeit und gärt bei höheren Gärtemperaturen. Der Wein bleibt dann bis Februar/März auf der Hefe liegen und wird alle 2 Wochen aufgerührt. Somit entsteht ein sehr vollmundiger, kräftiger Weißwein mit einer wunderschönen, sortentypischen Frucht in der Nase. Die kraftvolle Variante, länger auf der Maische und in gebrauchten Barriques vergoren und gelagert. Wird nur in passenden, sehr guten Jahren so ausgebaut.
    2019 Zierfandler „Ried Preisen“ 0,75l BIOPreis: 23 € Alkohol 13,5 %, Restzucker 1,8g/l, Säure 6,2g/l Reifstes Traubenmaterial
    extra ausgelesen und dann schonend weiterverarbeitet. Der Most kommt dann in gebrauchte Barriquefässer (zweite Füllung) und gärt wird dort bei Temperaturen zwischen 19 und 23 °C. Anschließend bleibt der Wein auf der Vollhefe gelagert bis April. In dieser Zeit wird er alle zwei Wochen händisch aufgerührt, damit die Hefe in Schwebe bleibt. Mittleres Gelbgold, Silberreflexe. Zarter Hauch von Vanille und gelber Tropenfrucht, dazu etwas Pfirsich, feine Holzwürze. Komplex, saftig, cremiger Touch, zart nach Melone und Karamell, feine Fruchtsüße im Abgang, bleibt gut haften, verfügt über sicheres Entwicklungspotenzial.
    2019 ChardonnayHat ein wenig Holz gesehen, harmonischer, kompakter, mittelkräftiger Wein mit Noten von gelben Früchten,Nuss und feiner Würze. Perfekter Allrounder mit Nachhaltigkeit. Durch sehr schonende Verarbeitung wird der gewonnene Most inBarriquefässer gefüllt, wo er dann in Ruhe bei höherer Gärtemperatur gären kann. Nach der Gärung bleibt der Chardonnay auf der
    Hefe in den Fässern liegen und wird alle 2 Wochen aufgerührt. Weiters macht unser Chardonnay bis in das darauffolgende Frühjahr den biologischen Säureabbau. Erst im April wird der Chardonnay dann zum ersten Mal abgeschwefelt und von der Hefe abgezogen. Durch diese sehr lange Lagerung ohne Schwefel und auf der Hefe, wird der Wein in der Farbe sehr dunkelgelb und am Gaumen sehr cremig und vollmundig.
    2017 Pinot Laurent Premium 0,75l BIOPreis: 13,50 € Alkohol 13,5 %, Restzucker 1,8g/l, Säure 6,2g/l Eine Cuvée aus je 50% Pinot Noir und St.Laurent. Die Trauben werden sehr schonend verarbeitet und die Maische gärt dann unter optimalen Bedingungen in offenen Maischebehältern. Der Wein kommt danach in 2. Füllungsfässer und reift dort dann für 16 Monate. Erst nach der langen Lagerung wird der Wein verschnitten. Naheliegende Cuvée aus den Premium-Rotweinsorten der Thermenregion. Feine Waldbodennoten und klare Kirscharomen bilden eine Einheit, die Lagerung in Holzfässern bringt Harmonie und Eleganz, beinahe kühl am Gaumen, feiner Schliff und gute Länge. Zu und nach einem guten Mahl.
    2017 Pinot Noir ReserveKräftig und zugleich elegant, schon ziemlich jung sehr gut zu trinken, aber auch über ein Jahrzehnt und
    mehr problemlos lagerfähig – das zeichnet den Blauburgunder in der Thermenregion aus. Bedingung dafür ist die beste Lage, die sorgfältige Auslese von den besten Weinstöcken und der optimale Ausbau mit Herz, Gefühl und Verstand. Die Trauben stammen von den besten Rieden in Tattendorf. Pro Stock bleiben nur wenige Trauben, um die optimale physiologische Reife zu erhalten. Erst wenn die Schale, die Kerne und auch die Stiele perfekt ausgereift sind, werden die Trauben sorgfältig per Hand geerntet. Die Trauben werden dann sehr schonend weiterverarbeitet und die Maische gärt dann in offenen Behältern und der Maischekuchen wird 3 mal am Tag untergetaucht. Auch die Maischestandzeit ist hier natürlich viel länger und kommt auf das Jahr und auf die Reife drauf an. Nur die besten Chargen der Reserve Qualität kommen dann aufgeteilt zu 50% in neue Barriquefässer und 50% 2. Füllungsfässer und reifen dann für 18 Monate. Erst nach dieser langen Reifephase werden alle Fässer ausgekostet und nur die besten werden für die Reserve verschnitten.
    2016 Cabernet Sauvignon / Merlot ReserveDie international wohl bekanntesten Sorten vereint im klassischen Cuvée, langsam vergoren und ausgebaut in hauptsächlich neuen Barriques bringen Weine mit Kraft, Vielschichtigkeit, Tannin und feiner Würze. Zusätzlich zum typischen Geschmack bieten das Terroir und die klare Handschrift des Weingutes einen einzigartigen Reiz. Die Trauben stammen von den besten Rieden in Tattendorf. Pro Stock bleiben nur wenigeTrauben, um die optimale physiologische Reife zu erhalten. Erst wenn die Schale, die Kerne und auch die Stiele perfekt ausgereift sind, werden die Trauben sorgfältig per Hand geerntet. Die Trauben werden dann sehr schonend weiterverarbeitet und die Maische gärt dann in offenen Behältern und der Maischekuchen wird 3 mal am Tag untergetaucht. Auch die Maischestandzeit ist hier natürlich viel länger und kommt auf das Jahr und auf die Reife drauf an. Nur die besten Chargen der Reserve Qualität kommen dann aufgeteilt zu 50% in neue Barriquefässer und 50% 2. Füllungsfässer und reifen dann für 18 Monate. Erst nach dieser langen Reifephase werden alle Fässer ausgekostet und nur die besten werden für die Reserve verschnitten.
    2017 Rotgipfler/Zierfandler Beerenauslese 0,375l BIOPreis: 15,50 € Alkohol 9,5 %, Restzucker 187,9g/l, Säure 7,1g/l Die vollreifen und zum Großteil eingeschrumpften Trauben kommen ausschließlich von Ihren Rotgipfler/Zierfandler Lagen in
    Pfaffstätten. Die Trauben werden nach der sehr sorgfältigen Ernte mit der Hand schonend weiterverarbeitet. Um die sortentypische Fruchtigkeit zu erhalten und den Trinkspaß zu garantieren, wird dieser Wein ausschließlich im Edelstahltank ausgebaut. Typisch für Ihre Süßweine ist eine eher höhere Säure, die das Trinkvergnügen bereitet. Diese natursüße Spezialität wird nur in den besten dafür geeigneten Jahren gekeltert. Eine Besonderheit aller Beerenauslesen des Weingutes sind der glockenklare Fruchtton, die Feinheit und die elegante Art.
  • D´r oifache

    D´r oifache

    Weingut Schwegler, Korb

    von Albert Weinstein

    D’r oifache, zu deutsch der Einfache, ist alles andere als einfach. Zuerst ist es keinesfalls einfach diesen Wein mit dem für einen Literwein recht stolzen Preis überhaupt zu bekommen. Grund dafür sind die geradezu homöopathischen Mengen die Albrecht Schwegler  auf seinem Miniweingut im schwäbischen Korb erntet. Ein weiterer Grund, für die fehlende Einfachheit des Oifachen, sind die durchaus komplexen Aromen. Dazu unten mehr.

    Auf gerademal fünf Hektar werden dort Rotweine kultiviert die in Deutschland ihresgleichen suchen. Von den Spitzenqualitäten die allesamt nach (Halb)-Edelsteinen benannt sind, will ich an dieser Stelle gar nicht reden. Vielmehr gilt hier die uralte Weinweisheit, dass ein Weingut so gut ist wie sein Basiswein. Und genau das ist d’r Oifache: der Guts oder Hauswein, die Einstiegsqualität. Und genau hier zeigt sich die Betriebs-Philosophie der Schweglers eindrucksvoll im Glas. Was anderswo mit pompösen Etikett und wortreichen Beschreibungen vermarket wird kommt hier bescheiden in der Literflasche daher.

    Mehr über den Wein und seinen Erzeuger erfahrt ihr hier: Einmal im Glas ahnt man aber schnell dass hier nichts einfaches sondern schwäbisches Understatement im Glas schimmert. Kirschig duftend, tiefdunkelrot gefärbt erinnert diese Cuvee schnell an sangiovesehaltige Weine aus der Toskana. Doch damit ist man auch schon auf dem Holzweg: Trollinger, Regent und Syrah sind die Grundlagen dieses Weines. Aber Holzweg war schon richtig. Einige Tage hat auch dieser Wein in – allerdings gebrauchten – schweglerischen Barriques verbracht. Auf der Zunge hält sich eine angenehme Frucht mit der Säure schön die Waage. Auch am Gaumen hält sich Wein noch lange. So lange, dass ich immer wieder die bauchige Literflasche mit dem inzwischen neu getalteten Etikett betrachte und mich frage ob das was ich da im Mund habe wirklich aus dieser Flasche stammt. Tut es! Einfach gut dieser Oifache. Ein idealer Kandidat um Vorurteile gegenüber schwäbischen Weinen im Allgemeinen und gegenüber schwäbischen Weinen in Literflaschen im Besonderen zu begegnen. Obwohl: behaltet eure Vorurteile gegenüber den Literweinen. Sie sind grundsätzlich ok.

    Dieser Wein ist diesbezüglich wirklich eine Ausnahme. Und damit ist d’r Oifache ein super Wein um Pseudoweinversteher bei einer Blindverkostung in die vinologische Irre zu führen. Preis: 4 (umgerechnet auf die übliche 0,7L-Flasche

    Preis:

    Genuss:

    Albert Punkte:

  • Willkommen in der Welt des relativen Weingenusses

    Willkommen in der Welt des relativen Weingenusses

    Albert Weinsteins Wein-Blog

    von Albert Weinstein

    Ich bin Albert. Also in Wirklichkeit Martin. Ich trinke leidenschaftlich gerne Wein. Irgendwie wurde ich daher zum Weinberater für viele Freunde und Bekannte. Und irgendwie schreibe ich ganz gerne. Daher dieser Wein-Blog, mit meinen eigenen, völlig subjektiven Weinbewertungen. Und meinem für Profis völlig unsinnigen Bewertungssystem. Das wende ich übrigens schon seit Jahren auf Weinproben an und habe damit manchen Händler in den Wahnsinn getrieben. Ich finde aber das es funktioniert, Schließlich ist alles relativ: auch das Weintrinken.

    Viel Spaß beim Lesen und nachtrinken.

    Wie zum Teufel kann ein Wein denn relativ sein? Entweder ein Wein schmeckt gut, oder eben nicht. Im Prinzip. Es gibt allerdings noch eine Komponente, die den Genuss trüben kann. Und die ist relativ. Ich spreche vom Preis. Mitunter gibt es Weine, die für einen kleinen, um im Kontext zu bleiben, relativ geringen Preis einen großen Genussfaktor bieten. Und um diese Perlen des Weinregals und heimlichen Helden der Weinkarte geht es hier. Damit ist aber keinesfalls gemeint, dass ein miserabler, dünner und vielleicht sogar fehlerhafter Wein plötzlich besser schmeckt, nur weil er günstig war.

    Wobei ein relativ geringer Preis immer Auslegungssache ist und hier von unter 7,00 Euro bis maximal 30,00 Euro eine beträchtliche Bandbreite aufweisen kann. Darum gilt hier Albert Weinsteins Genussformel:

    Geschmack+Preis/2

    Klingt völlig verworren. Wie funktioniert das?

    Wie funktioniert die Albert Weinstein Genussformel  G+P/2?

    Im Prinzip recht einfach:

    Sowohl für den Geschmack, als auch für den Preis gibt es maximal 5 Punkte. Dabei folge ich diesem Modus:

    Geschmack

    Preis

    Beispiel:

    Ein Wein schmeckt mir sehr gut, zu bekommen ist er für 6,99 Euro. Das ergibt eingesetzt in meine Genussformel G+P simpel: 4+5. Da beide Faktoren gleich gewichtet werden, wird das Ergebnis durch zwei geteilt. In diesem Fall also 4,5 Albert-Punkte.

    Die gute Nachricht ist als, dass ihr einen perfekten Albert-Wein simpel an 5 Punkten erkennt. Die schlechte Nachricht ist, dass ich einen solchen Top-Wein unter 7,00 Euro (noch) nicht gefunden habe und die Chancen wohl eher schlecht stehen. Einige sehr gute Weine kann ich aber sehr wohl empfehlen…

    Ist das nicht total subjektiv?

    Doch, klar. Darum spiegeln sämtliche Bewertungen und Kommentare ausschließlich meine eigene Meinung wider. Ich bin völlig unabhängig von Weinproduzenten und Händlern und niemandem verpflichtet. Die Preise gelten immer für den Tag des Kaufes der jeweiligen Weine. Ich kann daher natürlich nicht garantieren, das getestete Weine zum angegebenen Preis noch erhältlich sind.

  • Heitlinger Golfresort – WEINGÜTER HEITLINGER & BURG RAVENSBURG

    Heitlinger Golfresort – WEINGÜTER HEITLINGER & BURG RAVENSBURG

    Golf trifft Wein – Visionäre Weine und traditionelles Winzertum

    von Kai Wunner

    Selten eignet sich ein Golfplatz so gut für die Reihe „Golf trifft Wein“ wie das Heitlinger Golfresort. In den sanft geschwungenen Hügeln und Weinbergen des Kraichgau gelegen, gerade mal eine Autostunde von der Metropolregion Stuttgart entfernt, liegt der Golfplatz des Heitlinger Golfresort sowie die Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg.

    Inhaber Heinz Heiler hat aus dem ehemaligen Baden Golf & Country Club mit seinem 18-Loch-Meisterschaftskurs und dem 6-Loch-Kurzplatz ein echtes Vorzeigeprojekt gemacht. Zur Komplettierung der HEITLINGER Genusswelten kam als letzter Baustein 2018 das neue Golf-Clubhaus mit Caddyhalle hinzu. Perfekte, ansprechende Architektur, wie es auch auf das ebenfalls mit Heilerscher Perfektion errichtete angrenzende Hotel und Weingut zutrifft. Modernes Hotel-Design, zwei Weingüter vom Feinsten sowie ein Clubrestaurant mit variablen Veranstaltungsräumen locken zu einem Kurztrip für den golfspielenden Genießer.

    Der 18-Loch Meisterschaftsplatz

    Der hügelige Platz mitten in den Weinbergen fordert Golfer jeder Spielstärke. Es gilt Wälder, Seen und sogar einen Weinberg zu überspielen. Die 18 Bahnen mit einer Länge von 6.095 Meter kreuzen und folgen zuerst dem Tal des Katzbaches, um sich dann auf den zweiten neun Löchern über die typischen Hügel des Kraichgaus zu erstrecken. Einerseits sind Kondition und Konzentration gefordert, wenn es teilweise recht steil bergauf und bergab geht und manche schmale Bahn höchste Präzision fordert. Andererseits gibt es auch breite Spielbahnen für Longhitter und das allem auf einem Platz, der sich in einem hervorragenden Pflegezustand zeigt. Manager und Golf-Pro Warren Jacklin ist mit dem Golfsport aufgewachsen und hat den Sport von einem der besten Golfer der Welt in der damaligen Zeit erlernt – Tony Jacklin. Tony Jacklin war der letzte europäische Spieler seit 1968, dem es gelang, die US Open zu gewinnen. Diese Klasse zeigt sich nicht nur beimTraining, sondern auch in der exzellenten Betreuung der gesamten Golfanlage.

    Das Grün der 9 mit dem Clubhaus - © Kai Wunner
    Das Grün der 9 mit dem Clubhaus – © Kai Wunner

    Die Wahl des Signature-Holes fällt schwer, schon die Bahn 3, ein langes PAR 4, lockt für einen langen Drive, damit man über das Wasserhindernis das vor der Club-Terasse gelegene Grün angreifen kann. Beeindruckend ist auch die Spielbahn 8, ein PAR 5, bei dem man den Drive in der schmalen Landezone platzieren muss, um dann den Katzbach in einem günstigen Winkel zu überspielen. Wem das ohne Fehlschlag gelungen ist kann den dritten Schlag auf das Grün spielen und sich so eine Birdie-Chance erkämpfen. Passend zu unserer Rubrik Golf trifft Wein, bleibt es aber der Spielbahn 18 vorbehalten das Highlight darzustellen. Ein PAR 3 mit 186 Meter von Gelb bei dem man über einen Weinberg auf ein rechts und vorne links von Bunkern verteidigtes Grün spielt, findet sich nicht so oft. Dass aus den hoffentlich überspielten Weinstöcken auch noch der exklusiv im Clubhaus erhältliche Albatros-Wein, ein trockener Rivaner, angebaut wird, macht dieses Loch zur perfekten Wahl!

    Der zu überspielende Weinberg auf dem der Albatros wächst - © Kai Wunner
    Der zu überspielende Weinberg auf dem der Albatros wächst – © Kai Wunner

    Ein Stopp an Loch 19 der Terrasse des Clubrestaurants ist damit für den Weinliebhaber praktisch unvermeidlich, bietet sich doch auch hier ein unvergleichlicher Panoramablick auf eine Landschaft, die einem Vergleich mit der Toskana durchaus standhält. In lässigem, urbanem und schickem Ambiente kann man dann die bewusst mediterrane, leichte, sonnige und trotzdem bodenständige Kulinarik genießen, begleitet natürlich von den Weinen der VDP-Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Für den unbeschwerten Weingenuss empfiehlt es sich im angeschlossenen Design-Hotel Heitlinger Hof zu übernachten, das mit natürlichen Materialien und liebevolle Details für viel Wohlgefühl sorgt.

    Bildergalerie Heitlinger Golfresort

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    Weingüter Heitlinger/ Burg Ravensburg – visionäre Weine, traditionelles Winzertum und Nähe zur Natur

    Das Weingut Heitlinger setzt im Anbaugebiet Baden einen besonderen Akzent und ist ambitionierter Botschafter der Kraichgauer Weinkultur. Die Leidenschaft für großartige Kraichgau-Weine treibt Claus Burmeister, den Leiter beider Weingüter, an und zeigt sich zeitgleich in seinem großen Gespür für das perfekte Zusammenspiel von Bodenbeschaffenheit, klimatischen Bedingungen und dem passenden Ausbau im Keller. Er setzt dabei auf eine konsequent ökologische Bewirtschaftung der Weinberge und eine sorgfältige Verarbeitung der Weine.

    WEINGUT HEITLINGER – bunter Mergel und Burgunder

    Qualitätsstreben, Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Natur prägen die Philosophie im Weingut Heitlinger in Östringen-Tiefenbach. So werden beispielsweise die Weinberge komplett ökologisch bewirtschaftet. Sämtliche Trauben werden ausschließlich von Hand gelesen und im Weingut nochmals gewissenhaft sortiert. Um eine besonders ausgeprägte Aromentiefe zu erreichen, bleiben Schalen und Saft der Trauben unter Kühlung bis zu sechs Tage miteinander in Kontakt. Die Weine erhalten dadurch eine besondere Lagenindividualität sowie Lagerfähigkeit und entwickeln ihren ganz individuellen von Mineralität und dezenter Frucht geprägten Charakter.

    WEINGUT BURG RAVENSBURG – Gipskeuper, Riesling und Blaufränkisch

    Das Weingut Burg Ravensburg in Sulzfeld wurde 1251 erstmals urkundlich erwähnt und ist eines der ältesten Weingüter in Deutschland. Die mineralstoffreichen Gipskeuperböden am Burgberg bringen eigenständige und Terroir-geprägte Weine mit festem Körper und guter Struktur hervor. Die Weinberge werden seit 2010 nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus bewirtschaftet. Man setzt damit auf einen biologisch aktiven Boden als natürliche Voraussetzung für gesunde und stabile Reben. Das Team um Claus Burmeister schafft mit blühenden, grünen Untersaaten in den Weinbergen ein Ökosystem, das vielen Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen Lebensraum bietet. Alle Parzellen, von den Gutsweinen bis zu den Grossen Lagen, werden individuell gearbeitet und ausgebaut, um auf die besondere Eigenständigkeit der Weinberge eingehen zu können. Seit 2015 werden die Lagen am Burgberg der Ravensburg biodynamisch bewirtschaftet.

    Gault&Milau 2019

    • 4 Trauben (Klassifizierung Deutsche Spitze) für das Sortiment Weingut Burg Ravensburg
    • 3 Trauben (Klassifizierung Sehr gut) für das Sortiment Weingut Heitlinger

    Mehr Infos unter:

    www.heitlinger-golf-resort.de

    www.weingut-heitlinger.de

    www.weingut-burg-ravensburg.de

  • Golfclub Padova und Weingut Vignalta

    Golfclub Padova und Weingut Vignalta

    Golf trifft Wein – Golfspaß mit Genuß verbinden

    von Kai Wunner

    Warum nicht den Besuch eines schönen Golfplatzes mit dem Besuch eines guten Weingutes verbinden? In der Reihe Golf trifft Wein zieht es uns diesmal nach Venetien.  Der Golfclub Padua in Galzignano Terme, ein altehrwürdiger Platz mit echtem italienischem Charme, in Kombination mit dem Weingut Vignalta in Arqua` Petrarca, beide angesiedelt im Naturpark Colli Euganei, einer Hügelkette vulkanischen Ursprungs sind eine tolle Kombination, zumal die Weine natürlich auch im Clubrestaurant auf der Karte stehen.

    Der erste Golfplatz von Padua entstand im Jahr 1962 in Valsanzibio di Galzignano unter dem Namen“Golf Club Euganeo“. Heutzutage als Golfclub Padua bezeichnet, liegt der 27-Loch-Golfplatz am Fuβe der Euganeischen Hügel.  Der Platz wurde vom englischen Architekten John Harris  gezeichnet und verbindet technische und landschaftliche Aspekte harmonisch miteinander.

    Golfen unter den Colli Euganei

    Der Platz ist nicht einfach zu spielen, mit seinen 8000 Bäumen und Sträuchern zu beiden Seiten der Fairways, den Wasserhindernissen, den strategisch verteilten Bunkern und den schnellen, welligen und manchmal hängenden Greens. Auf dem Platz fanden schon zahlreiche namhafte Turniere statt, unter anderem die Italian Open. Die Lage in der Nähe der schönen Städte Norditaliens wie Padua, Venedig, Vicenza, Mantua und Ferrara macht den Golf Club Padua zu einem idealen Ziel für einen Urlaub oder ein verlängertes Wochenende, um Sport, Kunst und Kultur zu verbinden. Der Regionalpark Colli Euganei, erstreckt sich auf 19.000 Hektar in einem Hügelgebiet vulkanischen Ursprungs. Der faszinierende Park kann auf Panoramastraβen oder auf einem der 20 vorhandenen Wanderwege entlang der Hügel mit dem Auto, zu Fuβ oder mit dem Fahrrad erkundet werden.In dieser herrlichen Gegend, mit weiteren Golfplätzen in der Nähe wie dem Golf Club Frassanelle und dem Golf della Montecchia kann man nicht nur magische Städte zu besuchen sondern sich auch in den Thermen von Abano, Montegrotto und Battaglia erholen.

    Parkland Course vor den Colli Euganei
    Parkland Course vor den Colli Euganei – © Golf Club Padova Gara Rolex

    Un luogo di incontro, un luogo di gioco

    Als einen Ort des Zusammentreffens, ein Ort des Spiels, bezeichnet sich der Golfclub Padova selbst. Wenn man nach dem Spiel auf der Terasse des Clubhauses sitzt, kann man das nur bestätigen. Die ausgezeichntete regionale Küche verbunden mit einem sehr freundlichen Service sind beispielhaft für den Club. Etwas besonderes ist die Übernachtungsmöglichkeit im Clubhaus – im zweiten Stock sind 8 Zimmer, darunter eine Junior Suite und eine fein eingerichtete Suite mit jeglichem Komfort und das mitten in der Stille der Natur. Ein Swimmingpool mit Platz zum Sonnen, einen Fitnessraum, Sauna, einen Billiardraum, eine Bibliothek und ein Raucherzimmer runden das Angebot ab.

    Das Clubhaus mit Blick über den Platz
    Das Clubhaus mit Blick über den Platz – © Golf Club Padova – 49° Gran Premio Padova

    Ein Stopp an Loch 19 der Terrasse des Clubrestaurants ist damit für den Weinliebhaber praktisch unvermeidlich, bietet sich doch auch hier ein unvergleichlicher Panoramablick auf eine Landschaft, die einem Vergleich mit der Toskana durchaus standhält. In lässigem, urbanem und schickem Ambiente kann man dann die bewusst mediterrane, leichte, sonnige und trotzdem bodenständige Kulinarik genießen, begleitet natürlich von den Weinen der VDP-Weingüter Heitlinger und Burg Ravensburg. Für den unbeschwerten Weingenuss empfiehlt es sich im angeschlossenen Design-Hotel Heitlinger Hof zu übernachten, das mit natürlichen Materialien und liebevolle Details für viel Wohlgefühl sorgt.

    Youtube-Video Steinbutt im Kartoffelmantel im Golfclub Padua

    Die abendlichen Dinner im Clubhaus waren ein echter Höhepunkt des Besuchs. Steinbutt im Kartoffelmantel für zwei Personen, fachmännisch serviert von Kellner Luciano, einem echten Original, der diesen Job schon seit ewigen Zeiten zu machen scheint, war einfach ein Traum! Dazu den hervorragenden Wein vom Weingut Vignalta. Ein Pinot Bianco wie geschaffen für den leckeren Fisch.

    Damit haben wir den perfekten Übergang zum Thema Wein. Nachdem wir verschiedene Weine von Vignalta gekostet hatten, war der Besuch des Weingutes natürlich Pflicht.

    Weingut Vignalta – ein besonderer Wein aus den Vulkanböden der Colli Euganei

    Das 1980 gegründete Weingut, mit seinem modernen in den Fels gehauenen Weinkeller, oberhalb von Arqua` Petrarca gelegen, baut auf 50 Hektar Wein an und füllt jährlich 250.000 Flaschen ab. Der Weinkeller ist komplett in den Fels geschlagen und bietet den Eichenfässern die richtige konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Der Vorzeigewein ist sicherlich der Gemola, eine Cuvee aus Merlot und Cabernet Franc, der von den vulkanischen Böden des Terroir am Berg Gemola profitiert und große Beachtung unter Weinkennern findet.

    Eichenfässer im in den Fels geschlagenen Keller - © Vignalta
    Eichenfässer im in den Fels geschlagenen Keller – © Vignalta

    Die Leidenschaft bewegt uns, Wir wollen die Weinkultur unserer Region und des besonderen Terrroirs bekannt machen. Die vulkanischen Böden mit ihren Mineralien, das milde Klima mit den richtigen Temparaturen erlaubt es uns bsonders gute Trauben zu ernten. Wir sind von der Qualität unseres Weines überzeugt, aber wir erwarten nicht den Glauben an uns, sondern laden unsere Kunden ein den Wein bei uns zu probieren.

    Lucio Gomiero der Gründer des Weingutes Vignalta

    Genau das haben wir gemacht und haben uns durch die Vielfalt an Weinen durchgetestet und in der Konsequenz den Kofferraum des Autos gefüllt. Die besondere Atmosphäre in den Colli Euganei, die man vom Weinut aus betrachten kann, hat ein übriges dazu beigetragen

    Bildergalerie Weingut Vignalta – © Vignalta

    Fazit

    Unser Fazit des Besuchs der Region Padua fällt eindeutig aus. Im Vergleich zu den bekannten Golfzielen am Gardasee ist der Weg nicht viel weiter. Die nicht so stark frequentierten Golfplätze haben großen Charme, die regionale Küche und der dazugehörige Wein überzeigen erst recht. Nach dem Herbsterlebnis werden wir uns bestimmt demnächst mal den Frühling dort anschauen.

    Mehr zur Region und den Golfplätzen findet man unter den folgenden Links:

    Golfclub Padua

    Golfclub Frasanelle

    Golf della Monteccia

    Vignalta

  • Golf trifft Wein – Peralada, Costa Brava

    Golf trifft Wein – Peralada, Costa Brava

    Hotel Peralada Wine Spa & Golf – Golf, Wein, Hotel und Casino

    von Kai Wunner

    Im Herzen des Empordà gelegen, gerade mal zehn Minuten von der französchen Grenze oder der Costa Brava entfernt, ist der Golf Club Peralada wie gemacht für unsere Serie „Golf trifft Wein“. Ein wunderschöner Golfplatz, ein 5-Sterne-Hotel, ein Schloß mit einem Casino und ein berühmtes Weingut, hier kommt wirklich alles zusammen, was dem Genießer und Golfspieler gefällt. Diese Gegend vereinigt das Beste des Empordà – die Landschaft, den Duft der Felder, den Tramuntana-Wind, der den Charakter der Menschen geformt hat…

    Der Golf Club Peralada

    Der Golf Club Peralada ist ein hervorragender 18-Loch Par 71 Parkland-Kurs mit einer Länge von 6071 m und 4 Abschlägen pro Loch. Jordi Soler i Peix hat einen überwiegend ebenen Platz gezeichnet, der mit seinen wenigen Hängen, seinen Seen, Bäumen und saftigen, gepflegten Gärten, für Spieler aller Stärken bestens geeignet ist. Er fügt sich hervorragend in seine Umgebung ein und ist die Heimat zahlreicher Wassertiere und Vogelarten. Für den Natur- und Umweltschutz wird viel getan, denn dieser Platz war der erste in Europa, der das EU Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) Zertifikat erhalten hat. Das Signature-Hole ist die Spielbahn 9, ein PAR 3 verteidigt von einem Bunker und Wasser rechts und hinter dem Grün. Das Ganze mit Blick auf das schöne Hotel. Mir persönlich gefällt aber auch die Spielbahn 16 sehr gut, ein langes PAR 4, bei dem der zweite Schlag über den See auf das Grün deutlich leichter fällt, wenn man einen geraden langen Drive gespielt hat. Ansonsten wird es schwer an den Bäumen vorbei über den See zu kommen.

    Loch 18 mit Hotel - © Peralada Gruppe
    Loch 18 mit Hotel – © Peralada Gruppe

    Das 19. Loch mit seiner schönen Terasse ist nicht nur schön gelegen, sondern steht auch für eine sehr gute Küche. Schon beim Greenfee kann man das Menu günstig mitbuchen, was man nur empfehlen kann. Ein echtes Highlight war das am Tisch zubereitete Tatar. Das Zelebrieren der Zubereitung wurde nur noch vom Geschmack übertroffen!

    Das Weingut Peralada

    Das Castillo Perelada ist eines der glanzvollsten Weingüter Spaniens, das eine große Vergangenheit mit einer visionären Zukunft verknüpft. Die moderne Geschichte des Castillo Perelada beginnt im Jahre 1923, als Miguel Mateu das Anwesen erwirbt und die große Tradition des Weinbaus wiederbeleben möchte. Eine Tradition, die bis in das 14. Jh. zurück geht, als Karmeliter-Mönche im Kloster neben dem Schloss lebten und einen Wein erzeugten, der in der ganzen Region berühmt ist. Heute ist der Enkel von Miguel Mateu – Javier Suqué – für Castillo Perelada verantwortlich und sein Großvater wäre wohl mächtig stolz auf die Weine Gran Claustro, Finca Garbet und Finca Malaveïna, die bei vielen internationalen Weinwettbewerben großartig abschneiden.

    Finca Garbet - © Peralada Gruppe
    Finca Garbet – © Peralada Gruppe

    Geografisch an der nordöstlichen Spitze der Iberischen Halbinsel liegend, im Herzen der Region Empordà, profitiert das Weingut von den günstigen klimatischen Bedingungen durch die Nähe zum Mittelmeer und durch die Vielzahl unterschiedlicher Böden. Die Cuvee »5 Fincas« Reserva, steht für die fünf verschiedenen Rebgärten im Besitz von Peralada, die jeweils ihre ganz eigenen Böden besitzen: Pont de Molins, La Garriga, Malaveïna, Espolla und Garbet, die das Lesegut liefern. Dieser Vino Tinto ist ein eleganter und ausdrucksstarker Rotwein mit blitzsauberem, schönem und typisch spanischem Bouquet mit Anklängen an Vanille, dunklen Beeren, Schwarzkirsche und Röstaromen, unterlegt mit Balsamico und Schokolade. Er hinterlässt ein rundes Gefühl am Gaumen mit feinen, reifen Tanninen – und klingt langsam und sehr geschmackvoll aus.

    Etwas besonderes sind aber auch die die Weine der Finca Serie, bei denen auf die Individualität der einzelnen Fincas gesetzt wird. Mein Favorit ist ganz klar der Finca Malaveïna, eine der Top-Lagen von Peralada,  die anzulegen mit großen Schwierigkeiten verbunden war. Bei den Nachbarn unerwünscht gaben die Querelen die Grundlage für die Namensgebung:  »Malaveïna« was frei übersetzt »Böse Nachbarin« heißt. Der Wein zeigt verblüffende Größe, wie gut dass es ein Happy End gab! Der Wein ist ein Musterbeispiel für eine raffinierte Cuvée mit weichen und doch strukturgebenden Tanninen, komplexer Reintönigkeit und faszinierender Ausstrahlung. Durch den hohen Anteil von Cabernet Sauvignon und Merlot, geschmacklich dem Bordelaiser Ideal verpflichtet, ist es ein eleganter Einzellagen-Wein! Auf 91 Punkte bei Parker bringt es der »Gran Claustro«, der Spitzenwein von Perelada, der das Beste der Region verbindet: Die Landschaften, den Duft der Felder, den Tramuntana-Wind der die Menschen geformt hat – der Wein eines Landes ist dessen Landschaft, konzentriert in einem Glas! Eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Garnacha aus den drei Rebgärten Pont de Molins, La Garriga und Garbet, reifte über 18 Monate in Barriques aus Allier-Eichenfässern. Der Wein ist von intensivem kirschrot mit violettem Rand. Im Bouquet reife Früchte mit feinen Barriquesnoten, die für einen würzigen Grund sorgen. Am Gaumen ist der Wein frisch und rund, mit feingeschliffenen Tanninen, mit seidigem Charakter. Es ist ein eleganter, ausgeglichener Wein mit langem Abgang und sehr gutem Reifepotenzial.

    Gran Claustro mit 91 Parker Punkten - © Peralada Gruppe
    Gran Claustro mit 91 Parker Punkten – © Peralada Gruppe

    Hotel, Schloß und Casino

    Das 5-Sterne-Hotel  Peralada Wine Spa & Golf bietet nicht nur einen wunderschönen Blick auf die Pyrenäen, sondern auch beste Voraussetzungen für eine Mischung aus Golfurlaub und Weingenuss mit seinen 56 neu renovierten Zimmern und Suiten, die in ihrer luxuriösen Ausstattung keine Wünsche offen lassen. Im mediterranen Restaurant „Restaurant L’Olivera“ wird die lange Tradition der Kulinarik neu interpretiert. Dabei wird besonders auf die ursprünglichen Produkte von Land und Meer des Empordà gesetzt, die überraschend und avantgardistisch angeboten werden.

    Junior-Suite - © Peralada Gruppe
    Junior-Suite – © Peralada Gruppe

    Der Wellness-Bereich Wine & Spa zeigt deutlich den Bezug zum Wein in seinen Anwendungen, werden doch Trauben und Weinprodukte verwendet. In Räumlichkeiten, die vom Stil her an altrömische Badekultur bis hin zu einem mittelalterlichem Kloster erinnern, kann man wunderbar entspannen. Ein Außenpool und Fitness-Raum runden das Angebot ab. Das Schloss aus dem 14. Jahrhundert beherbergt neben einem Casino das „Museu del Castell de Peralada“. Sammlungen aus Glasobjekten, Keramiken, Büchern und Gemälden, sowie ein historischer Weinkeller, künden vom Glanz katalanischen Großbürgertums.

    Das Schloss zu den Festspielen - © Peralada Gruppe
    Das Schloss zu den Festspielen – © Peralada Gruppe

    Das jährliche Musikfestival im Castell feiert im Jahr 2016 sein dreißigjähriges Bestehen, zu dem schon Seal und Diana Krall ihr Kommen zugesagt haben.

    Über Peralada hinaus ist die ganze Region mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten ausgestattet. Ob es die kulinarischen Höhepunkte in Girona, das Dali-Museum in Figueras, Cadaqués mit der unglaublich schönen Landschaft des Cap de Creus sind, es ist gar nicht möglich all die Sehenswürdigkeiten aufzuzählen, die man kurzer Zeit zu erreichen kann. Neben den Golfplätzen von Torremirona, Emporda Golf und  PGA Catalunya, gibt es zahlreiche weitere Golfplätze zu erkunden. Zusammenfassend ist es eine wunderbare Region für einen Golfurlaub, die dank des milden Klimas insbesondere in der Übergangszeit zwischen Sommer und Winter ein ideales Reiseziel ist.

    Weitere Informationen findet man unter den nachfolgenden Links:

    www.golfperalada.com

    www.hotelperalada.com

    www.festivalperalada.com

    www.costabrava.org