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  • Kleine aber feine Weinernte 2024

    Kleine aber feine Weinernte 2024

    Der Weinjahrgang 2024 wird den Winzerinnen und Winzern als ausgesprochen
    arbeitsintensiv und anspruchsvoll in Erinnerung bleiben

    von Deutsches Weininstitut (DWI)

    Spätfröste, viele Niederschläge und wechselhaftes Wetter während der Weinlese erforderten von den Betrieben einen starken Einsatz und höchste Flexibilität. Dafür wurden sie am Ende bundesweit mit tollen Traubenqualitäten belohnt.

    Fotos Deutsches Weininstitut (DWI)

    Regional große Ertragsunterschiede

    Infolge der extremen Witterungsbedingungen waren die Erntemengen je nach Anbaugebiet, Rebsorte und Kleinklima großen Schwankungen unterworfen. Sie reichten vom Normalertrag bis zum Totalverlust und blieben überwiegend weit hinter den Erwartungen zurück.

    Bundesweit 7,9 Millionen Hektoliter Weinmost

    Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis einer aktuellen Schätzung des Deutschen Weinbauverbandes mitteilt, wird bundesweit eine Erntemenge von rund 7,9 Millionen Hektolitern Weinmost erwartet. Das entspräche einem zehnprozentigen Minus gegenüber dem zehnjährigen Mittel von 8,8 Millionen Hektolitern und von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen ähnlich niedrigen Ertrag von 7,5 Millionen Hektolitern gab es zuletzt im Jahr 2017.

    Besonders starke Verluste im Osten

    Zu den regionalen Ertragsunterschieden haben insbesondere Spätfröste im April beigetragen, die nach einem sehr frühen Rebenaustrieb das junge Grün oftmals stark schädigten. Davon waren vor allem die östlichen Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut stark betroffen, was sich in Ertragsverlusten von 70 bis 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr widerspiegelt. Außergewöhnlich hohe witterungsbedingte Verluste von rund 64 Prozent hatten auch die Weinerzeuger an der Ahr zu beklagen. An der Mosel reduzierte zusätzlich großflächiger Hagelschlag im Mai die Erträge, sodass man dort mit rund 510.000 Hektolitern die kleinste Erntemenge seit 50 Jahren erwartet.

    Aber auch an den Hängen entlang des Rheins oder der Nahe sowie in größeren Teilen von Franken und Württemberg hat der Aprilfrost seine Spuren hinterlassen. Hier reichen die Rückgänge der Erntemengen von 19 Prozent in Franken bis 25 Prozent in Württemberg.

    Größte Anbaugebiete im Durchschnitt

    Die zwei größten deutschen Weinbaugebiete Rheinhessen und Pfalz sind weitestgehend vom Frost verschont geblieben. Mit einem Minus von vier Prozent liegt die Pfalz nur leicht unter dem Vorjahresniveau und Rheinhessen mit einem Plus von sieben Prozent leicht darüber.

    Fruchtig-leichte mineralische Weine

    Das regenreiche Jahr hatte aber auch positive Effekte auf die Entwicklung der Reben. Aufgrund der guten Wasserversorgung konnten sie viele Mineralien aus dem Boden in die Trauben einlagern, was extraktreiche Weine mit ausgeprägter Mineralität erwarten lässt. Zudem hat sich die lange Reifephase positiv auf die Aromabildung in den Beeren ausgewirkt.

    Der 2024er Weinjahrgang wird von daher frische, lebendige Weine mit ausgeprägter Frucht hervorbringen. Dank moderater Alkoholgehalte fallen die Weine in diesem Jahr zudem insgesamt etwas leichter aus und entsprechen so perfekt dem aktuell gefragten Weintyp.

    Vorausschätzung der deutschen Weinmosternte 2024

    (Stand: 24.10.2024)

    AnbaugebietErnteschätzung 2024Erntemenge 2023Veränderung Menge 2023/2024
     hlhl%
    Ahr15.00042.000-64
    Baden1.100.0001.276.000-14
    Franken341.000419.000-19
    Hess. Bergstraße31.00033.000-6
    Mittelrhein19.00022.000-14
    Mosel510.000724.000-30
    Nahe265.000312.000-15
    Pfalz2.200.0002.287.000-4
    Rheingau222.000224.000-1
    Rheinhessen2.580.0002.420.0007
    Saale-Unstrut13.00048.000-73
    Sachsen9.00030.000-70
    Württemberg614.000822.000-25
    Bundesgebiet7.933.0008.688.000-9

    Quelle: DWV-Schätzung, Destatis

  • CLUB-Angebot Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    CLUB-Angebot Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Für Mitglieder WineSTR CLUB

    von WineSTR-Team „Advertorial“

    Seit dem Jahr 2007 steht der Name Oliver Zeter synonym für Sauvignon Blanc von Weltformat. Der weitsichtige Pfälzer mit dem markanten Bären-Etikett hat der Sorte eine neue Heimat gegeben, indem er die hiesigen Terroirs und Klone genau studierte und passende Standorte definierte. Heute gehört der Betrieb zu den festen Größen unter Deutschlands Top-Weingütern. Ganz klar wegen, aber nicht nur mit seinen ausdrucksstarken Sauvignons.

    Wir freuen uns auf den neuen WineSTR-CLUB-Partner und sein Angebot für die CLUB-Mitglieder.

    Die Mitglieder des WineSTR CLUB erhalten ein Glas Sekt zur Begrüßung bei einem Besuch der Vinothek im Weingut Oliver Zeter auf der Haardt.

    Gültig bis auf Widerruf!

    Oliver im Amphorenkeller. Bild Oliver Zeter GbR

    Disclaimer: Dies ist ein Hinweis auf ein Angebot des Kooperationspartners an Mitglieder des WineSTR Club. Der Kaufvorgang findet nicht bei WineSTR statt, sondern zwischen dem Kooperations-Partner und dem WineStR CLUB Mitglied. Insbesondere ist die Gültigkeit des Angebots von der Verfügbarkeit der angebotenen Artikel vom Kooperationspartner abhängig.

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter links mit dem WineSTR-Gründer, Foto Kai Wunner
  • Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Weingut Oliver Zeter – Neustadt/Haardt

    Spezialist für Pinot Noir, Riesling und Chardonnay, aber auch Chenin blanc, Viognier,
    Semillion, Syrah und Cabernet Franc in Perfektion

    Seit dem Jahr 2007 steht der Name Oliver Zeter synonym für Sauvignon Blanc von Weltformat. Der weitsichtige Pfälzer mit dem markanten Bären-Etikett hat der Sorte eine neue Heimat gegeben, indem er die hiesigen Terroirs und Klone genau studierte und passende Standorte definierte. Heute gehört der Betrieb zu den festen Größen unter Deutschlands Top-Weingütern. Ganz klar wegen, aber nicht nur mit seinen ausdrucksstarken Sauvignons.

    Als Oliver Zeter, der “älteste Jungwinzer der Pfalz”, wie er selbstironisch anführt, erst mit 40 Jahren vom Weinhandeln zum Weinmachen wechselte, gab es praktisch nichts: Kein Weingut, keine Reben, keine Technik. Aber eine Idee – und die hatte es in sich! Auf seinen Reisen nach Südafrika, in die USA, nach Chile, Italien, Australien, Neuseeland, an die Loire und ins Bordelais faszinierte ihn immer wieder eine Rebsorte, die damals nicht im Ruf stand, Herkunftsweine zu ergeben. Die Wandelbarkeit in Sachen Stil und Aromen war es, die Zeter beim Sauvignon Blanc so beeindruckend fand. Und weil es ja nichts gab, auf das er hätte Rücksicht nehmen müssen, startete er mutig mit einem Underdog. Das war 2007.

    Das Weingut auf der Haardt. Bild Oliver Zeter GbR

    Weingut mit Blick auf den “Balkon der Pfalz”

    15 Jahre später begrüßt Oliver Zeter seine Gäste mit festem Händedruck am liebsten vor seiner “Domaine” auf der Haardt, einem Stadtteil von Neustadt an der Weinstraße. Das imposante Gebäude von 1922, errichtet aus jenem hellen Sandstein, der auch die Weinlagen dominiert, haben Oliver und Bruder Christian Zeter sanieren lassen und mit einem Hauch Eleganz versehen. 400 Meter entfernt tagte der legendäre Stammtisch, an dem Prof. Otto Dill die Bären-Karikatur von Zeters Großvater – mit Namen Walter Baer – zeichnete, die heute auf dem Etikett verewigt ist. Von hier schweift der Blick weit über das Pfälzer Rebenmeer, aus gutem Grund auch der “Balkon der Pfalz” genannt.

    Oliver Zeter im Weinberg. Bild Oliver Zeter GbR

    Vorliebe für die “Big Ten” der internationalen “Noble Grapes”

    Die Vielfalt des milden Klimas und der fruchtbaren Böden jener Region prägt auch Zeters Ansatz. Als Lagensammler begeistern ihn zwischen Kallstadt im äußersten Norden und Siebeldingen im Süden die verschiedenen Kleinklimata, um Pinot Noir, Riesling und Chardonnay, aber auch Chenin blanc, Viognier, Semillion, Syrah und Cabernet Franc in Perfektion zu kultivieren. Zusammengefasst haben es ihm die “Big Ten” der internationalen “Noble Grapes” angetan. Wenn man hier nach einem griffigen Konzept sucht, dann lautet es: sich die Freiheit zu nehmen, offen und interessiert zu bleiben.

    Noble Grapes verkosten. Bild Oliver Zeter GbR

    Kleine und große Holzfässer, Beton, Amphoren und Stahl nebeneinander stehen für Zeters Ideenreichtum

    Während die Haardt der Repräsentation dient und nur einen kleinen Holzfasskeller beherbergt, arbeitet
    Kellermeister Felix Forster in einer modernen aber unscheinbaren Halle in Lachen-Speyerdorf – der “Chai”
    zur “Domaine”, wenn man so will. Bei einem Blick in die Produktion, wo kleine und große Holzfässer, Beton,
    Amphoren und Stahl nebeneinander stehen, werden Zeters Ideenreichtum und die Freude an der stilistischen
    Vielfalt sichtbar. Verkostet wird stets im Trio mit Robin Spitz, Sommelier und Oliver Zeters rechte Hand. Im 15.
    Jubiläumsjahr denkt Zeter noch lange nicht ans Aufhören. Der dynamische Geist seines jungen Teams treibt neue
    Projekte voran.

    Oliver im Amphorenkeller. Bild Oliver Zeter GbR

    Weingut Oliver Zeter

    Oliver Zeter GbR
    Eichkehle 25
    67433 Neustadt – Haardt / Pfalz

    Tel. 06321–9700933
    Fax. 06321 – 9700932

    hallo[at]oliver-zeter.de

    Wir senden Ihnen gerne noch weitere Informationen zu uns und unseren Weinen.

    Öffnungszeiten:
    Mittwoch bis Samstag 10:00 – 17:00 Uhr
    Montag und Dienstag: Gastronomie und Handel nach Anmeldung
    Sonn- und Feiertage: geschlossen

    Öffentliche Verkehrsmittel
    Mobility on Demand (MoDstop „Eichkehle“)
    Bushaltestelle „Am Dorfwingert“

    Winzer Oliver Zeter links mit dem WineSTR-Gründer, Foto Kai Wunner
  • VINUM präsentiert die Gewinner des Deutschen Rotweinpreis 2024

    VINUM präsentiert die Gewinner des Deutschen Rotweinpreis 2024

    Mehrere Prämierte aus der Region – Untertürkheimer Gips Marienglas Spätburgunder trocken VDP. Großes Gewächs 2022 Weingut Aldinger, Württemberg ROTWEIN DES JAHRES

    von Kai Wunner Quelle WineSTR CLUB-Partner Vinum

    Gute Nachrichten vom Deutschen Rotweinpreis des renommierten Weinmagazins VINUM. Es gab einige prämierte Weingüter aus der Region, die wir untenstehend alle aufführen. Grundsätzlich war die Jury sehr begeistert von den vorgestellten Weinen.

    Hier die Worte von VINUM-Redakteur Harald Scholl:

    Wenn man in der 38. Auflage eines Wettbewerbs noch ins Staunen kommen kann, muss es sich um etwas ganz Besonderes handeln. Der VINUM Rotweinpreis brachte überraschende Bewertungen, in der Spitze ging es weit über die 94-Punkte-Marke hinaus. Auch unser Ehrentitel «Roter Riese» ist etwas Besonderes: Zum ersten Mal hat ein Betrieb den Titel zum zweiten Mal errungen.

    Ein Merkmal der Routine ist die häufig mit ihr einhergehende Langeweile. Nach 38 Jahren Deutschem Rotweinpreis wäre es kein Wunder, wenn sich selbige während des mehrtägigen Wettbewerbs eingestellt hätte. Aber davon konnte auch in diesem Jahr keine Rede sein. Die Verkostung der mehr als 1400 Weine war im Gegenteil einmal mehr unerhört spannend. Es tauchen immer noch neue Betriebe auf, von denen auch der erfahrenste Verkoster noch nie gehört hat. Oder bekannte Betriebe, die zum ersten Mal überhaupt ihre Weine angestellt haben. Einfach weil sie vorher noch keine Rotweine im Portfolio hatten. Die deutsche Rotweinszene ist ohne Frage so lebendig wie eh und je, sie ist genauso dynamisch wie vor 38 Jahren, als unser Kollege Rudolf Knoll diesen Wettbewerb ins Leben rief. Was sich allerdings seitdem geändert hat: das Niveau. War es zu Beginn des Rotweinpreises noch eine Bemerkung wert, dass deutscher Rotwein mit der internationalen Elite mithalten kann, so ist das heute selbstverständlich. Also doch: Routine.

    Harald Scholl, Redakteur VINUM

    Die VINUM-Sieger aus der Weinregion Stuttgart/Remstal und ein WineSTR CLUB-Partner aus Rheinhessen

    ROTWEIN DES JAHRES 1. Platz | 97 Punkte

    Weingut Aldinger, Württemberg

    Untertürkheimer Gips Marienglas Spätburgunder trocken VDP.Großes Gewächs 2022

    2024 bis 2047

    Leuchtendes Granatrot. Eher dreckige Reduktion, kurzfristig ein Hauch Bauernhof. Mit Luft dann spürbare Holzwürze mit feinem grünen Touch. Brombeere, Walderdbeere, duftend mit Estragon und Zitronenthymian. Fenchelsalat. Angetrocknete Orange. Weisse Schokolade. Am Gaumen anfangs plakativ, dann eher verschlossen, eingebundene Säure und feinkörniges Tanninnetz. Herb-saftiges Ende mit feinem Schmelz.

    45 Euro | www.weingut-aldinger.de

    Kategorie 1b: Spätburgunder bis 39,99 Euro

    3. Platz | 93 Punkte

    Weingut Zimmerle, Württemberg

    Korber Berg Spätburgunder Goldadler 2020

    2024 bis 2030

    Saftige und dabei würzige Nase, sehr zugänglich. Klare Kirschfrucht, Erdbeere, Brombeere, Marzipan, dazu Rosmarin, grüner Tee und Eukalyptus. Am Gaumen Pflaume und Kirsche, straffes Tannin von neuem Holz, vitale Säure, athletische Figur. Sanfte Länge, gutes Potenzial.

    36 Euro | www.zimmerle-weingut.de

    Kategorie 3: Lemberger

    1. Platz | 93 Punkte

    Weingut Wöhrwag, Württemberg

    Untertürkheimer Herzogenberg Lemberger VDP.Großes Gewächs 2021

    2024 bis 2026

    Im Auftakt mit deutlichen reduktiven Noten, danach viel Frische, Heu- und Kieselsteinnoten, gesalzene Pistazien, saftige Weisse Johannis-beeren, Limette und feiner Feuersteinrauch. Ähnlich im Mund, viel saftige Frucht, markante Basiswürze. Ohne Frage ein polarisierender Wein.

    27,50 Euro | www.woehrwag.de

    Kategorie 4: Cabernet-Familie

    3. Platz | 92 Punkte

    Weingut Escher, Württemberg

    Korber Sommer­halde Cabernet Franc 2021

    2024 bis 2028

    Fruchtig, zart parfümiert im Duft. Kirschen, Pflaumen, Himbeeren, Kardamom und schwarzer Pfeffer. Konzentriert und dicht am Gaumen, mit Zug und Eleganz, feinherbe Fruchtnoten mit delikater Würze. Alles ist dicht und warm. Tannine präsent, harmonieren mit der kraftvollen Frucht.

    26 Euro | www.wein-escher.de

    Kategorie 5: Merlot

    3. Platz | 92 Punkte

    Weingut Zaiß, Württemberg

    Merlot Albert Gustav 1921*** 2019

    2024 bis 2034

    In der Nase Blaubeere, Würze und Waldboden, Walderdbeere, Lakritze und getrocknete Tomaten. Am Gaumen Saft und kühle Eleganz, Eukalyptus, schlank und mit gut eingepackter Säure. Die Komplexität nimmt in Nase und am Gaumen zu, je länger die Luft den Wein streichelt. Der Abgang packt das alles ein und geht schön in die Länge.

    22 Euro | zaiss.com

    Kategorie 8: Cuvées 

    1. Platz | 94 Punkte

    Weingut Peth-Wetz, Rheinhessen

    Assemblage Reserve 2022

    2022 bis 2034

    Sehr aparte, kühle Nase, Kirschkern und Cassis, aber dabei auch Marzipan, Vanille und Schokolade. Am Gaumen treffen Herzkirsche und Cassis auf Kaffee. Hochwertiges Holz ist zu spüren: Das Tannin ist feinkörnig und trägt sehr gut. Dicht, ohne fett zu sein. Sehr ausgewogen, innovative Komposition.

    29,50 Euro | www.peth-wetz.com

    Kategorie 10: Deutscher Nachwuchs

    3. Platz | 90 Punkte

    Weingut Gold, Württemberg

    Beinstein Zweigelt 2022

    2024 bis 2028

    Fruchtbetont mit etwas Röstnoten, ätherische und balsamische Anklänge, Klar, frisch und lebendig. Saftige Kirsche am Gaumen, eingebettet in Schokolade, auch etwas Weihrauch und Wacholder. Feinherbes Tannin, das sich noch jugendlich zeigt.

    15 Euro | www.weingut-gold.de

    Advertorial:

    Sonderangebot für Mitglieder des WineSTR-Clubs:

    Ein Jahr VINUM abonnieren und zusätzlich 3 Ausgaben sowie den Weinguide Deutschland 2023 kostenlos dazu erhalten. Hier geht’s zum Abo: https://www.vinum.eu/winestr

    Intervinum AG

    Thurgauerstrasse 66 | Postfach | 8050 Zürich

    Tel 044 268 52 40 | Fax 044 268 52 05 |

    info@vinum.ch | www.vinum.eu

  • Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    Welche Faktoren spielen eine Rolle

    von Luca Marie Niebaum

    Wein. Schon lange mehr als ein Genussmittel. Der Luxusmarkt für Wein, bekannt als Fine Wine Market, boomt. Immer mehr Investoren springen auf den Trend auf und wollen ins Millionengeschäft einsteigen. Doch wie sehr lohnt sich ein Weininvestment wirklich? Was sind die Spielregeln des Fine Wine Markets? – Und wer darf überhaupt mitspielen?
    Frank Kämmer, Experte für Weinkunde beim Auktionshaus Eppli in Stuttgart, kennt sich auf dem Luxusmarkt für Wein aus. Aber wie lassen sich die teils galaktisch hohen Preise rechtfertigen? Prof. Dr. Christian Zörb, Professor für Weinbau an der Universität Hohenheim, blickt hinter die Fassade des Fine Wine Markets.

    Was Wein wertvoll macht

    Der internationale Wert eines Weines wird auf den großen Auktionsmärkten Honkong, London und New York bestimmt und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits spielen Rarität und Nachfrage eine große Rolle. Andererseits die Qualität der Trauben und des Weinguts. Die kann je nach Jahrgang unterschiedlich sein. Grundvoraussetzungen auf dem Weinmarkt sind außerdem Provenienz, also der Nachweis der Echtheit und Herkunft, und perfekte Lagerbedingungen. Eine „relativ sichere Bank“ sind nur sehr wenige hochklassige Weinmarken, die in Expertenkreisen als Blue Chips bekannt sind.

    „Es sind vielleicht, ich schätze mal, 500 Weine auf der Welt, die sich wirklich lohnen für Weininvestments.“

    Frank Kämmer

    Wein-Investment: Risiken und Fallstricke

    Weintresor zum sicheren Lagern besonderer Weine im Weingut Castiglion del Bosco bei Montalcino/Toskana. Foto Kai Wunner

    Eine Investition in Wein scheint vielversprechend, stellt jedoch besonders private Sammler vor einige Herausforderungen. Denn ihnen fehlt oft das nötige Fachwissen, um die richtigen Weine auszuwählen und auf den Markt zu bringen. Von der Wahl der richtigen Jahrgänge bis hin zu Logistik- und Versteigerungskosten bei den großen Auktionshäusern: Weine auf den Weltmarkt zu bringen ist ein komplexer Prozess, den viele unterschätzen.

    „Wenn ich jetzt eine Aktie kaufe (…), dann brauche ich mich nicht groß mit dem Produkt dahinter beschäftigt zu haben (…); ich kaufe einfach diese Aktie und kann sie wiederverkaufen. Beim Wein ist das einfach anders. Man muss sich tatsächlich mit dem Produkt beschäftigt haben, sonst wird das nichts.“

    Frank Kämmer

    Fine Wine Market – eine goldene Fassade?

    Warum kostet ein Wein Zehntausende Euro und ein anderer nur Zehn? Rarität und Qualität sind sicher Faktoren, und doch trägt sich das Millionengeschäft vor allem durch das Statusbedürfnis der Kundschaft, die bereit ist, für Luxus und Prestige viel Geld auszugeben. Laut Kritikern ist der Fine Wine Market vor allem eins: Ein künstlich geschaffener Markt, der von einer kleinen Elite durch gezielte Marketingstrategien, künstliche Verknappung und übertriebene Bewertungen kontrolliert wird. Trotzdem bleibt der Markt relevant für all jene, die mit teuren Weinen handeln möchten.

    “Die Weingüter spielen natürlich eine große Rolle, weil sie eine bestimmte Marketingstrategie haben. (…) Natürlich müssen die Weine so ausgebaut werden, dass sie lagerfähig sind. (…) Aber im Grunde genommen ist ein großer Teil [vom letztendlichen Preis] würde ich sagen Marketing. (…) Der Preis, den Sie reinstecken von der Arbeit wird ziemlich gleich sein.”

    Prof. Dr. Christian Zörb

    Podcast Wein #12: Wein als Wertanlage

    von Luca Marie Niebaum

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Luca Marie Niebaum

    Luca Marie Niebaum studiert seit 2022 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. In ihrer Freizeit reist sie gerne um die Welt, vergrößert ihre Büchersammlung und ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten, die sie erzählen kann. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben durfte sie schon einige Male im journalistischen Kontext ausleben. „Wein als Wertanlage“ ist ihr Podcast-Debüt und auch das erste Mal, dass sie sich näher mit dem Thema Wein beschäftigt.


    Luca Marie Niebaum. Foto LMN

  • Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Jahrgangspräsentation VDP.Württemberg

    Traditionelle Jahrgangspräsentation in der Alte Reithalle in Stuttgart für Fachbesucher und Privatkunden

    von VDP

    Die Mitgliedsbetriebe des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter Region Württemberg e. V. laden auch in diesem Jahr wieder Fachbesucher und Privatkunden zur traditionellen Jahrgangspräsentation in die Alte Reithalle nach Stuttgart ein.

    Verkosten Sie zahlreiche Weine aus der aktuellen Kollektion sowie die neuen Jahrgänge der VDP.GROSSEN GEWÄCHSE®. Die hiesigen VDP-Weingüter und deren Gäste freuen sich auf Sie!

    Montag

    28.

    Okt 2024

    Zeit14:00 bis 20:00 Uhr
    OrtHotel Maritim, Alte Reithalle Stuttgart
    Seidenstraße 34
    KostenÖffnungszeiten: Fachbesucher ab 14:00 Uhr | Privatkunden 17:00 Uhr bis 20:00 UhrEintritt: 25,00 € pro Person, Fachbesucher mit Nachweis erhalten kostenfreien Einlass
    AnmeldungEs ist keine Anmeldung erforderlich.
    RegionenMittelrheinSaale-UnstrutSachsenWürttemberg
    VeranstalterWürttembergAldinger|Beurer|Dautel|Drautz-Able|Fürst Hohenlohe Oehringen|Graf Adelmann|Graf Neipperg|Graf von Bentzel – Sturmfeder|Heid|Herzog von Württemberg|Jürgen Ellwanger|Karl Haidle|Kistenmacher & Hengerer|Rainer Schnaitmann|Schlossgut Hohenbeilstein| Staatsweingut Weinsberg |Wachtstetter|Wöhrwag

    VDP.Die Prädikatsweingüter

    Im Verband Deutscher Prädikatsweingüter sind 200 der besten Winzerinnen und Winzer Deutschlands zusammengeschlossen. Was sie eint, ist ihr Individualismus. Was sie antreibt, ist ihr zeitloses Ideal handwerklich erzeugter, herkunftsgeprägter Weine. Unverwechselbar wie sie selbst. Und wie ihr weltweit geschätztes Markenzeichen: der VDP.Adler.

  • 2. Esslinger Wein-Tasting

    2. Esslinger Wein-Tasting

    Weiter geht es mit vielen Winzern und reichlich Action in den historischen Räumlichkeiten des Salemer Pfleghofs am 16 . und 17.11.2024

    von Kai Wunner

    Nach der erfolgreichen Premiere des ESSLINGER WEIN-TASTINGS folgt die Fortsetzung am 16. und 17. November.Die Nachfrage nach Karten im April war riesig, der Event bereits im Vorverkauf ausverkauft und die Aftershow Party ein Highlight als Abschluss. In den historischen Räumlichkeiten des Salemer Pfleghofs, inmitten der Esslinger Innenstadt, bieten zahlreiche lokale und überregionale Winzer ihre Weine zur kostenlosen Verprobung an. Vom Gutswein bis zu den Lagenweinen, von Riesling bis Merlot – es bleibt kein Wunsch offen. In beeindruckendem Ambiente kann man sich hier durch das Angebot probieren, Hintergründe und Insiderwissen direkt vom Winzer bekommen.


    Dem Konzept und der Location wird treu geblieben, jedoch auf 2 Tage ausgeweitet. Einmal Eintritt bezahlen und los geht der unkomplizierte Wein Genuß – großartige lokale und überregionale Weingüter präsentieren an zahlreichen Ständen ihre Weine in den historischen Räumlichkeiten des Salemer Pfleghofs in der Esslinger Altstadt. Von Riesling bis Spätburgunder, Gutswein oder Lagenwein oder tolle Winzersekte an der Bubbles Bar, es ist für jeden etwas dabei.

    Die Winzer vor Ort im Mittelpunkt, bereit für einen Smalltalk oder für Einblicke in die Kunst des Weinbaus
    Abgerundet mit einem kulinarischen Angebot, smoover Hintergrundsmusik und einem schönen Open Air Bereich steht einem tollen 2. ESSLINGER WEIN-TASTINGS nichts im Wege.

    Wir freuen uns auf Euch!
    Sichert Euch jetzt die EARLY BIRD TICKETS:
    https://eventix.shop/qj4kc28r

    MEANDMYWINE 

    Marketing & Consulting
     
    Markus Hägele

    Markus Hägele liebt Partys und Wein. Beides führt er in verschiedenen Projekten wie der Esslinger Wein Lounge zusammen. Das Weinfest am Esslinger Hafenmarkt war in 2023 ein Riesenerfolg, getragen von zahlreichen Weingütern, die sich dort vorstellen konnten. Die Wiederholung in 2024 ist schon sicher geplant.

  • Podcast Wein #11: Reise nach Fernost

    Podcast Wein #11: Reise nach Fernost

    Stuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    von Maurice Schrödel

    China und Stuttgart besitzen wenig Berührungspunkte, doch der Genuss von Wein verbindet die beiden sonst sehr verschiedenen Kulturen. Die moderne Weinkultur in China startete erst wieder vor ein paar Jahrzehnten. Dies hat zur Folge, dass der chinesische Markt weitaus offener für Ideen und Innovationen beim Thema Weinbau ist als die Konkurrenz. Dies bietet Chancen für andere Länder, neue Kooperationen mit China zu realisieren.

    Dass auch Stuttgarter Wein in chinesische Gläser gelangt, ist dem Engagement von Jörg Philipp zu verdanken. Gemeinsam mit seiner Firma „Degustar“ macht er Weingüter auf der ganzen Welt für chinesische Importeure ausfindig. Er selbst ist in Stuttgart aufgewachsen und hat im Reich der Mitte sein zweites Zuhause gefunden. Oft brmauriceschröingt er Stuttgarter Wein nach China und ist erstaunt, wie gut Wein aus einer für viele Chinesen bisher fremden Region ankommt. Jörg Philipp kennt den Weg, um Stuttgarter Wein bei chinesischen Kunden besonders ansprechend zu vermarkten.

    Seine Liebe und Begeisterung speziell für Stuttgarter Wein entwickelte sich erst durch die enge Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Weinbaumuseum.

    ,,Wenn man in verschiedenen Kulturen aufwächst, hat man einfach unterschiedliche Vorstellungen“

    Jörg Philipp über die Hindernisse des Stuttgarter Weinvertriebs in China

    Da langfristige Geschäftsbeziehungen in China eher eine Seltenheit sind, ist es wichtig, die chinesischen Kunden jedes Mal aufs Neue von sich und seinen Produkten zu überzeugen.

    Foto Jörg Philipp

    Die Bedeutung der Weinfarbe und zukünftige Kooperationen

    Während in Stuttgart der Geschmack über die Auswahl des Weins entscheidet, bestimmen kulturelle Bräuche die Weinvorlieben der Chinesen. Rotwein ist hierbei der gefragteste Wein, da die Farbe Rot ein elementarer Bestandteil der chinesischen Kultur ist und Wohlstand sowie Glück symbolisiert. Die chinesische Jugend hingegen setzt auf Geschmack statt auf Tradition. All diese Aspekte spielen für den Stuttgarter Wein eine entscheidende Rolle, um auf dem chinesischen Markt das Interesse zu wecken.

    Umso wichtiger sind Menschen wie Jörg Philipp, die mit ihrem Engagement und ihrer Erfahrung dafür sorgen, dass sich der chinesische Markt für hiesige Weine öffnet. Zurzeit sind künftige Kooperationen zwischen Württemberg und China in Planung.

    Podcast Rund um das Thema Wein

    Podcast Wein #11: Reise nach FernostStuttgarter Wein trifft auf chinesische Geschmäcker

    von Maurice Schrödel

    Quelle Podcast Kesselgeflüster

    Autoreninfo:

    Maurice Schrödel

    Maurice Schrödel studiert seit dem Wintersemester 2021 Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim. Er arbeitet teilzeit bei der Deutschen Post und treibt regelmäßig Kraftport.


    Foto Maurice Schrödel

  • Blind-Weinprobe „Sommer-Weine“ 30.08.2024

    Blind-Weinprobe „Sommer-Weine“ 30.08.2024

    Ein Reigen sommerliche Weine in entspannter Atmosphäre

    von Kai Wunner

    Wir werden die Weine unbekannt blind verkosten und versuchen zu erriechen und erschmecken welche Rebsorten und welche Regionen in Frage kommen. Seid gespannt, was da so alles ins Glas kommt. Bei schönem Wetter auf der Terrasse!

    Die exklusive Veranstaltung in kleiner Runde ist was für Liebhaber, die besonderen Weine zu würdigen wissen und ist auf 10 Teilnehmer begrenzt.

    Das solltest Ihr wissen…

    Freitag 30.08.24

    18:30 Treffen mit Sektempfang bei WineSTR in Oberesslingen

    19:00 Weintasting mit Vesper

    Preis pro Person mindestens 40€ für Mitglieder WineSTR CLUB und 50€ für Nichtmitglieder.

    Anmeldungen bitte per Mail an kw@winestr.de senden.

    Das war das Line-Up der letzen Weinprobe mit dem Motto große Weine aus der ganzen Welt. Mal schauen was diesmal so dabei ist. Foto Kai Wunner
  • Schweizers – Stuttgart

    Schweizers – Stuttgart

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    von Kai Wunner

    Eine Kombination aus kreativer Frischeküche und saisonalen Produkten auf Grundlage der „Nouvelle Cuisine“. Das Ganze in einer Wohlfühlatmosphäre in einer Original-Architektur im Jugendstil von 1902. Entweder innen oder im Gastgarten werden Geschmackserlebnisse mit sinnlichen Genüssen kombiniert. Küchenchef Gero Schweizer hat 2017 das Restaurant mit dem schon angemessenen Namen übernommen und bietet ein klassisches und ein vegetarisches Menü mit bis zu sieben Gängen. Sommelier Ralf Pinzenscham, bekannt aus über 20 Jahren im „Top Air“ findet immer einen passenden Wein, falls mal die Weinbegleitung nicht schon auf den Punkt trifft. Das gesamte Team verwöhnt die Gäste mit einem Essen auf hohem Niveau, anspruchsvollen und fair kalkulierten Weinen und einem herzlichen Service.

    Dank des schönen Wetters begaben wir uns in den kühlen Gastgarten im Hinterhof des denkmalgeschützten Gebäudes. Unsere Menüwahl orientierte sich mehr an der klassischen Karte ergänzt um Teile des vegetarischen Menüs.

    Schon der Gruß aus der Küche überzeugte mit einem kalten Kartoffelsüppchen ergänzt um saftiges Kartoffelbrot im Focaccia-Style mit einer Rote-Bohnen-Creme nach Hummus-Art.

    Leckeres Vorspiel

    Schon das Amuse Bouche überzeugte mit gleich dreierlei verschiedenen Genüssen und gab einen Vorgeschmack auf eine Reise durch verschiedenste Geschmacksrichtungen an diesem Abend.

    Beim Blick auf die Weinkarte reizte das Probieren des Chardonnay Sonnenbichl vom Weingut Hornstein am See dermaßen, dass darüber hinaus nur Teile der ansprechenden Weinbegleitung gekostet wurden. Der Weißwein mit dezenter Würze, salzig mineralischen Noten, straff und reichhaltig und großer Tiefe und Länge war ein toller Begleiter zu den meisten Speisen des Abends.


    Den ersten offiziellen Menügang, gab es in Form eines köstliches Tartars vom Weideochsen mit Bio-Pflücksalat und roter Zwiebel. Serviert mit einem Buttermilchbrotchip, zweierlei Schaum und einem Klecks Vinaigrette war das ein Start mit einem Wow-Effekt.

    Foto Kai Wunner

    Beim ersten Zwischengang kamen die klassische und die vegetarische Variante auf den Tisch. Für das Erstere stand die gebackene Wildgarnele mit Karotte, Fenchel und Malto. Die vegetarische Alternative, ein Erbeer-Gazpacho mit Frischkäse, dehydrierten Erdbeeren und Cous Cous, überzeugte mit seiner Frische an einem lauen Sommerabend.

    Was für ein Risotto!

    Der nächste Zwischengang, ein cremiges Risotto aus Acquerello Reis mit Beurre blanc, gebratenen Pfifferlingen und Aprikosen, passte wiederum perfekt in die warme Jahreszeit. Die leichte Säure der gebratenen Aprikosen verpasste dem Risotto eine herrliche Frische. Hier zu bot es sich an den Bourgogne Côte d’Or Chardonnay 2022 von Michel Bouzereau gegenzutrinken. Das für seine Mersaults bekannte Weingut, zeigt hier mit dem Einstiegswein aus der Gemarkung Mersault schon große Klasse zu einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Essen und Wein in perfekter Kombination

    Es folgten zwei Gänge mit Fleisch, für die es dann doch der Rotwein aus der Fleischbegleitung ergänzend sein sollte. Ein Etna Rosso 2021 der zeigte, dass sizilianischer Rotwein durchaus elegant sein kann. Der fruchtbetonte, saftige und strukturierte Wein mit seinen seidigen Tanninen war ein erstklassiger Begleiter zum Fleisch, auch wenn der Chardonnay vom Bodensee fraglos dem Fleisch gewachsen war.

    Foto Kai Wunner

    Der Bauch vom Duroc-Schwein mit pochierter Birne, Saubohnen und eingelegter Senfsaat war äußerst köstlich. Die Senfsaat ergänzte den Geschmack der Jus mit seiner säuerlichen Noten, wie auch die Saubohnen und die Birne die Röstaromen des Fleisches ergänzten.
    Das zweite Fleischgericht im Menü war ein Rücken vom Milchkalb, mit einem gebratenen Kartoffeltaler, Bundmöhren und Thymianjus. Ein klassisches, bodenständiges Gericht, dass mit seiner Feinheit brillierte.


    Mit einer feinen Selektion von verschiedenen Rohmilchkäsen wurde der Übergang zum Dessert leicht vollzogen. Das selbstgemachte Früchtebrot und der Feigensenf ergänzten den Zwischengang perfekt.

    Foto Kai Wunner

    Als Dessert folgte eine geschäumte Crème brûlée mit Sauerrahmeis und Rhabarber. Der bekannte Klassiker erfuhr durch die Kombination mit dem Eis eine andere Note, die klar überzeugte. Mit einem letzten Gruß aus der Küche in Form von kleinen Brownies und mit Frischkäse gefüllten Kirschen fand das Menü eine großartigen Abschluss.

    Mit 5 Gängen für 100 €, 6 Gängen für 120 € und 140 € für 7 Gänge stimmt die Preisleistung auf jeden Fall. Das abwechslungsreiche Dinner, das perfekt getimet und liebevoll serviert wurde, überzeugte uns absolut. Die Weinbegleitung von Ralf Pinsenschaum mit großer Fachkenntnis und Liebe zum Wein serviert war mit 50, 60, 70 € preislich sehr angemessen. Der Besuch im Schweizers ist auf ejden Fall eine Empfehlung. Wir kommen bestimmt wieder.

    Schweizers

    In dem sorgsam restaurierten denkmalgeschützten Haus nimmt man in schöner Jugendstil-Atmosphäre Platz. Freundlich und angenehm, mit charmanten Service. Geboten wird ein klassisch-saisonales Menü in fünf bis sieben Gängen, das es auch vegetarisch gibt. Es wird ambitioniert und sehr geschmackvoll gekocht, mit Fokus auf das Handwerk und frischen Produkten. Die gut sortierte Weinkarte zur Auswahl oder edie glasweise Weinbegleitung ausgewählt von Sommelier Ralf Pinzenscham begeistert, egal ob im Restaurant oder im Sommer auf der ruhigen, schattigen Innenhofterrasse!

    Olgastraße 133 B,

    70180 Stuttgart

    0711-60197540

    info@schweizers-restaurant.de

    Ralf Pinzenscham Gastgeber & Sommelier. Foto Kai Wunner

    Reingeschmeckt – Gastronomien nicht nur rund um Stuttgart

    Eine Kolummne mit Interessantem aus der Gastro-Szene rund um Stuttgart und manchmal weit darüber hinaus, von verschiedenen Autoren.

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    Kai Wunner

    Kai Wunner, Unternehmer im Einzelhandel, Jahrgang 1967, verheiratet, 2 Kinder. 

    Kommt aus Stuttgart und seine beiden großen Hobbies sind Wein und Golf. Seit seiner Ausbildung zum dualen Betriebswirt im Einzelhandel dem Thema Wein verbunden und dieses ist immer im Herzen geblieben, auch wenn sich das Sortiment in seinen Einzelhandelsbetrieben mittlerweile der Versorgung von Tieren aller Art widmet. Er hat bei der VINOPHILIUM Wine Academy die Fortbildung des Wine & Spirit Education Trust WSET mit dem Level II abgeschlossen, die auf dem Niveau Assistent Sommelier liegt. Seine Artikel sollen einen einfachen Zugang zum Thema Wein ermöglichen, ohne den Anspruch des großen Experten zu erheben. Er ist Mitgründer des 2013 entstandenen Online-Golfmagazins GolfSTR. Mit WineSTR wird das Konzept nun auf den Wein übertragen. So soll eine regionale Community für Weinliebhaber in der Metropolregion Stuttgart und gerne darüber hinaus entstehen.

    Mit dem WineSTR CLUB ist eine Gemeinschaft entstanden, die gemeinsamen Spaß und Vorteile für die Mitglieder schafft.